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Warum schauen die Leute weg?


von Atalanta
03.07.2013
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 Das ist eine Frage, die mich sehr viel beschäftigt. Dabei möchte ich gleich zu Anfang festhalten: Ich verlange gar nicht, dass jeder nur noch Bio und Fair kauft, nie mehr mit dem Auto fährt, jeden Monat sein halbes Gehalt für gute Zwecke spendet. Ich verstehe, dass sich das nicht jeder zumuten will.

Aber teilweise sind es einfach Kleinigkeiten, die schon die Ignoranz von Menschen Umwelt-Schutz-Themen gegenüber zeigen.

Da wird bei mir in der Schule mit Essen und Kreide geworfen, einfach verschwendet. Tonnen von Lebensmitteln landen jede Woche im Müll, oft nur, weil sie nicht mehr gefallen oder gerade das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten wurde. Das muss doch nicht sein, oder?

In Geographie lesen wir einen Bericht über Massentierhaltung - und in der nächsten Mittagspause rennen alle zu McDonalds.

Jeder macht irgendeinen Sport - und fährt dort mit dem Auto hin. Besonders schlimm finde ich es, wenn ich am Sonntag das Auto von irgendwelchen Nachbarn beim Bäcker fünfhundert Meter weiter stehen sehe. Da kann man doch auch mal zum Fahrrad greifen, oder?

So steigert sich das alles dann. Zu Fußballspielen gehen tausende von Menschen. Beim Derby bei uns in der Stadt war ich zufällig unterwegs. Dabei habe ich an die zwanzig Polizeibusse gesehen, alle von Steuergeldern gezahlt. Zu Demonstrationen für Umwelt, gegen Rassismus, gegen Atomkraft kommt nicht ein Zehntel von den Fußball-Schauern.

Unsere T-Shirts werden von schlechtbezahlten Arbeitern genäht, die Überstunden bis zu einem Sechzehn-Stunden-Tag machen müssen, um irgendwie Leben zu müssen. Für unser Fleisch werden Tiere auf engstem Raum zusammengepfercht, mit einem Futter aus Abfällen und z.T. sogar Klärschlamm gemästet und mit Medikamenten vollgepumpt. Für unsere Handys müssen Menschen ungesichert in Mienen schuften, für unseren Urlaub muss die Luft herhalten und verpestet werden, für unseren Fisch werden die Meere geplündert.

Und so viele Leute schauen einfach weg, leben auf Kosten von Umwelt, Tieren und Menschen.

Dabei würde es so einfach gehen - dann nimmt man halt mal den einen Euro her, der noch im Geldbeutel rumfliegt und spendet ihn. Dann fährt man mal mit dem Fahrrad statt mit dem Auto. Oder man kauft einfach mal eine Tafel Fair-Schokolade statt einer nur ein paar Cent billigeren.

Ach übrigens, unter dem Thema "Öffnet die Augen" habe ich genau zu solchen Themen einen Blog. Falls es euch interessiert, schaut doch mal hier:

 jenseits-vom-tellerrand.blogspot.de/

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Kommentare (7)
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16.09.2013
Valentina19 hat geschrieben:
Du sprichst mir aus der Seele! ich verstehe diese Menschen nicht. Egal mit wem ich mich über die Umwelt unterhalte hört keiner zu und interessiert sich nicht dafür.. ich verstehe nicht wie es einem egal sein kann, dass Tiere geschlachtet werden nur damit wir Fleisch essen können. Man kann ohne Fleisch auskommen! Tiere haben genauso das Recht zu leben wie wir Menschen. Tiere haben auch Gefühle und wollen leben. Keinen interessiert es was mit der Welt passiert einfach keinen..
04.09.2013
Tigerleni hat geschrieben:
Ich sehe es genau so! Ich verstehe nicht, warum unsere Erde so vielen Menschen egal ist...
07.07.2013
Morgentau hat geschrieben:
Ich denke die Menschen verstehen nicht, warum wir "so ein Theater" machen, weil sie keine direkten Auswirkungen der Probleme zu spüren bekommen.
04.07.2013
Franzichen hat geschrieben:
Ich sehe es genauso wie du Atalanta: Wieso sind nur so viele Menschen "blind"?!
Es ist wirklich nichts großes dabei ein paar Euro zu spenden oder einpaar Bio Produkte zu kaufen. Nur leider Ist das einer der Fehler unserer ach so tollen Gesellschaft in der es heißt: Hauptsache mir geht es gut, und die Leute sind ja auch dankbar dafür das es ihnen gut geht tun aber nichts für die anderen Ärmeren Leute. Auch sagen alle: ja die Umweltverschmutzung ist so schlimm und die Massentierhaltung aber in Wirklichkeit tun sie nichts dagegen nicht mal das kleinste bisschen...
Und da ist wirklich das Sprichwort richtig: Der Mensch hat gelernt über die Welt zu herrschen, bevor er sich selbst beherrschen konnte... und dafür müssen jetzt andere Menschen und Tiere und die Umwelt leiden ...das ist nicht okey so und ich denke unsere Art ist deswegen auch zum Scheitern verurteil...
03.07.2013
Atalanta hat geschrieben:
@Niiura: Ja, das mit dem Vorbild sehe ich genauso. Man muss einfach anfangen, darf den Glauben an Besserung nicht verlieren und selbst ein bisschen Hilfe und Veränderung können schon helfen, finde ich. Und ich finde ehrlich gesagt, dass Homo sapiens ein wirklich untreffender Name ist, weil überall dort, wo der Mensch in die Natur eingreift, läuft etwas schief. Und nur weil wir andere Lebewesen nicht verstehen, heißt das nicht, dass sie schlechter entwickelt sind als wir. Sie sind einfach anders.

@Anastasia98: Ich verstehe nur nicht, wie man so leben kann. Ich sehe den Sinn in meinem Leben darin, das ich etwas gutes für Umwelt, Tier und Mensch leisten möchte, meinen Teil dazu beitragen und ist er noch so klein. Wie gesagt, es soll ja jetzt nicht jeder gleich Bio-Vegetarier werden und am besten wieder in der Höhle leben. Es geht mir erstmal nur darum, sich bewusst zu machen, wie man mit seinem Verhalten der Umwelt schadet und ein bisschen was daran ändert.
03.07.2013
Niiura hat geschrieben:
Du sagst es!!!! Wie oft ich mir diese Frage schon gestellt hab. Tut mir wirklich richtig weh zu sehen wie manche Leute meinen: "Ist nicht mein Problem.", "Warum soll ich was ändern, wenn andere nichts machen?" usw. usf....Das schlimmste ist, das ich in so einer Familie lebe, die genau so ist!!!!! Den Kilometer zum Bäcker fahren wir eben oder gleich noch weiter zum nächst billigeren ... Resteverzehr? Quatsch! In die Tonne damit! Sparsam mit Papier, Strom und Co umgehen? Warum, wenn ein Collegeblock doch 80 Blätter hat? Wenn mal an irgendwas gespart wird, dann aus finanziellen Gründen....und selbst das nur spärlich. Jeden Tag hoffe ich einfach, das irgendwann die "Wende" kommt und man nen lautes Klick aus sämtlichen Köpfen kommt, die ihre Augen partout gegen all die Probleme verschließen...Nicht nur das, natürlich darf man sich dann noch solche dummen Sprüche anhören, wenn man mal auf etwas aufmerksam macht, wie: "Willkommen im Leben!", "Vegetarier leben auch nicht länger!", "Willste jetzt wieder wie in der Steinzeit leben oder was?"...Ganz ehrlich, keiner erwartet, das die Menschheit ihre Verhaltensweisen von einem Tag auf den nächsten komplett ändern (der Mensch ist ja bekanntlich ein Gewohnheitstier)....aber war da nicht mal was von wegen Meschen seien ja so viel schlauer als andere Lebewesen? Meiner Meinung nach trifft das genaue Gegenteil zu;) Aber die Hoffnung stirbt zuletzt! Und wo soll man anfangen, wenn nicht bei sich selbst? Also versuche ich möglichst ein Vorbild zu sein und mich nicht zu sehr über andere aufzuregen...muss ja mit ihnen klar kommen und sind ja trotzdem meist ganz nette;D
03.07.2013
Anastasia98 hat geschrieben:
Ich denke viele Menschen würden es nicht ertragen länger darüber nachzudenken
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