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Von Plastik, Elbvertiefung und dem Menschen


von Zerschmetterling
08.07.2012
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Plastik ist ja wirklich überall. Neulich erst war ich in Spanien. Und in Barcelona ist der Plastikflaschenverbrauch mit am Höchsten. - Klar, bei dem heißen Wetter will man immer was zu trinken dabei haben. Wie viele Menschen ihre Flaschen wiederverwenden, statt immer neue zu kaufen, weiß ich nicht.

Was wir sehen können, ist noch längst nicht alles.
In Läden wie BUTLERS ist oft jeder Teller einzeln von Plastik umschlungen, und selbst bei Kunststoffwaren wird nicht an Verpackung gespart.
Löffel die nicht zerkratzen oder zersplittern können, werden alle einzeln in Plastik gehüllt.
100 kleine Plastiktütchen. An dem Tag. In dem Laden. Nur für die Löffel aus diesem Regal.
Und nebenan verkaufen sie auch Geschirr.

In Klamottenläden wartet Plastik nicht nur in Form von Tüten an der Kasse, sondern auch dort ist jedes einzelne T-Shirt einzeln verpackt.
Bei Schmuck gibt es dann eine größere Plastiktüte in der viele kleinere warten, in denen sich dann Ketten oder Armbänder befinden.

Im Supermarkt wird gedankenverloren zu den Obsttüten gegriffen und dann geht es ab zum Kühlregal. Der Joghurt, der Käse, die Wurst …
Im Süßigkeitenregal die Schokolade, Kekse und Pralinen ….
Oder in der Bäckerstube die Brötchen.... alles verpackt.

Es scheint wirklich kein Ende nehmen zu wollen.
Und es ist weltweit so. Und ich denke mal, dass es nicht in jedem Land gleich aussieht.
Die einen verbrauchen weniger von diesem umweltgiftigen Stoff, die anderen um so mehr.

Die WWF – Jugend – Gruppe „Gemeinsam gegen den Tütenwahnsinn“ ist eine sehr aktive Gruppe die mit vielen Ideen gegen diesen, ich greife das Wort nochmal auf, „Tütenwahnsinn“, vorgehen will. Und ich weiß, genau solche Menschen und Gruppen bringen die Veränderung.
Und ich stehe auch vollkommen hinter dem Satz: „Nichts ist unmöglich!“
Aber das ist wirklich schwer.
Wie will man da das Steuer rumreißen?
Es ist nicht nur in Deutschland so. Es gibt Länder, die sich weit weniger Gedanken zum Thema Umweltschutz machen. Die vielleicht auch einfach nicht genügend Informationen erhalten.
Da sind wir hier in Deutschland schon um einiges aufgeklärter.

Trotzdem geht der Wahnsinn weiter.
Auch in anderen Bereichen.
So ist jetzt die Elbvertiefung im Gespräch, damit noch größere (warum soll es immer mehr und nochmal doppelt soviel sein???) Schiffe den Hafen passieren können.
Das würde den Tod für den Fluss bedeuten. Der BUND hat nun schon Klage eingereicht.

Aber so was verstehe ich einfach nicht!
Es geht doch auch so!
Was bringt es wenn größere Schiffe die Elbe befahren können, wenn sich irgendwann die Menschen umgebracht haben, die davon Nutzen ziehen wollten?!
Ist es nicht absurd?
Wie viele Menschen in allem einfach weiter machen?

> Menschen sind Gewohnheitstiere.
Diese ganze Bewusstwerdung und Veränderung in die richtige (sprich naturfreundliche Richtung) ist einfach zu ungewöhnlich. Das ist was Neues. Da macht der Mensch doch mal  lieber so weiter, wie er das kennt. Egal ob das nun schlecht oder gut ist.
Außerdem sind Menschen Herdentiere. Was der Großteil der Herde macht kann doch nicht falsch sein. Warum also die Richtung ändern, statt einfach weiter mitzulaufen?
Viel zu aufwändig, ungewohnt und bestimmt auch risikoreich.

Das der Großteil der Herde allerdings größere Risiken einzugehen scheint, bemerken die kleinen Mitläufer nicht.
„No risk no fun“ - Mal sehen wie lange wir noch so weitermachen können.
Vor 10 Jahren haben sie auch schon gesagt, dass jetzt alles aus wäre.
Wenn also nun gesagt wird, dass wir in 20 Jahren mit dem und dem, oder auch mit uns am Ende angelangt sind, müssen wir das austesten.
Los hop! Elbe vertiefen und mal schauen ob die Fische wirklich aussterben.
Wir haben die Elbe bisher immer nur vertieft (Gewohnheit), warum sollen wir jetzt was anderes machen?

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Kommentare (19)
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01.01.2013
birdy hat geschrieben:
Hab ich mir schon gedacht:D
31.12.2012
Zerschmetterling hat geschrieben:
@birdy: Beim Bäcker um die Ecke gibt es meist wirklich Papiertüten, bei Bäckern in Supermärkten ist oft noch Plastik mit dabei.
Und natürlich müssen Süßigkeiten ordentlich verpackt werden, aber nicht doppelt und dreifach.

Und ja, ich bin in der auch schon im Artikel erwähnten Gruppe.
LG
31.12.2012
birdy hat geschrieben:
Du hast schon recht, ABER: Beim Bäcker? Komm schon, da gibts Papiertüten!
Und die Kekse und die Schockolade? Denk mal an die Hygiene!
Guter Bericht, du kannst schreibst überzeugend, bist du in der Anti-Tüten-Gruppe? Du solltest Texte für uns schreiben!:D
10.09.2012
grinsekatze hat geschrieben:
Wow. Du sprichst mir mit diesem Text wirklich aus der Seele. Ich habe auch oft das Gefühl - was bringt das alles eigentlich? Können wir uns noch ändern? Können wir das Ruder noch rumreißen? Aber dann denken ich daran, dass ich auch als einzelner etwas bewegen kann. Und irgendjemand muss den Anfang machen. Ich glaube, die Menschen warten einfach darauf das irgendjemand vorangeht und sie ihm folgen können. Wie Herdentiere eben. Dieses Denken: Naja, irgendjemand wird sich schon drum kümmern und warum eigentlich ich? Gibt doch genug andere. Das macht mich wütend. Übrigens, dieser Satz mit dem Moskito ist ja sooooowas von wahr! :D
10.07.2012
Anni66 hat geschrieben:
Du hast vollkommen recht mit alldem. Es ist so übertrieben und nutzlos jedes noch so kleine Teilchen in Plastik zu verpacken. Und das schlimme ist, dass dadurch auch viele Tiere sterben, wie z.B. frisch geschlüpfte Vögel. ich hab gelesen, dass jährlich 10tausende Albatross-Küken sterben, da die Eltern den Plastikmüll für nahrung halten und ihre Küken damit füttern. Also tötet jedes kleine Plastikmüllteilchen vielelicht ein neugeborenes Tier. Und das war nur ein einzelnes Beispiel dafür.
10.07.2012
killerwal hat geschrieben:
richtig aus dem herzen geprochen!! ich finde wenn wir weiter machen, so wie jetzt und noch mehr versuchen, werden wir schaffen andere zu überzeugen. und dann werden wir die leiter der neuen herde
10.07.2012
Cookie hat geschrieben:
Danke für diesen tollen Bericht! Du sprichst mir richtig aus dem Herzen, was den ganzen Plastikkram angeht!
Und der Spruch mit dem Moskito gefällt mir richtig gut, den werd ich mir merken. ;)
09.07.2012
Sophal hat geschrieben:
http://www.plastic-planet.de/hintergrund_wirtschaftsfaktor.htm

Jährlich werden bis zu 240 Millionen Tonnen Plastik hergestellt. Davon 48,5 Tonnen in Europa. Mit 11,5 Tonnen ist Deutschland der größte Europäische Mart für Kunststoffe.
Verpackungen nehmen davon 38 % ein , mehr als für Medizinische Zwecke (28%).Die Mehrwegquote bei Getränkeverpackungen ist von 1993 - 2007 von rund 73,55% auf rund 46,86 % gesunken.
Leute, achtet drauf nur Flaschen mit Mehrweg-zeichen zu kaufen !!
09.07.2012
Christina1107 hat geschrieben:
Ich finde das so absurd. Wie kann man jedes Schokoladenstück und jedes Armbändchen einzeln mit PLastik einwickeln... So eine Verschwendung. Wenn ich persönlich das oft in Supermärkten sehe, werde ich so sauer, denn ich finde das so *******
Ich finde es gut, dass du das in einem Bericht zusammengefasst hast und uns alle zum Nachdenken gebracht hast, Danke.. :)
09.07.2012
SandyZ1281 hat geschrieben:
Bedauerlicherweise ist das mit den Plastikverpackungen und -tüten ja auch in Deutschland manchmal ganz schön arg. Schon mal versucht, eine nicht in Plastik eingeschweißte grüne Gurke zu kaufen? Und das schönste, wenn die dann auch noch als "Bio" deklariert wird.... Und na klar - geht mal einkaufen und versucht dabei, mal nur Lebensmittel zu kaufen, die nicht in Plastik verpackt sind....
Grundsätzlich kann man wirklich nur durch sein Kaufverhalten dazu beitragen, entsprechenden Müll zu vermeiden - Stoffbeutel in der Handtasche, Einkaufskörbe am Fahrrad oder im Auto - oder Papierttüten für den Einkauf, wenn verfügbar. Shoppingtour mit der besten Freundin? Dann eben die Klamotten auch in die selbst mitgebrachten Beutel - Ich gebe Plastikbeutel auch gern mit dem Hinweis zurück, dass die Umwelt so schon genug leidet, auch wenn´s wahrscheinlich nicht wirklich was bringt - aber so weiß man wenigstens auch, aus welchem Grund man drauf verzichtet...

Hinsichtlich der Elbvertiefung, da fällt einem ja auch nichts zu ein. Schon irgenwie makaber, dass es Schutzprojekte wie das des WWF gibt, in denen Teilgebiete dieses Flusses bzw. desses Lauf geschützt werden (siehe http://www.wwf.de/themen-projekte/projektregionen/elbe/elbauen-vockerode/ ), dass dann aber an anderen Stellen wieder hübsch zerstört wird. Plausibel ist jedenfalls anders...
09.07.2012
Viveka hat geschrieben:
Ich war vor zwei Jahren in England und war geschockt, dass die Engländer bei JEDEM Einkauf neue Plastiktüten nehmen und den Einkauf auch nicht gerade platzsparend verpacken, sondern lieber noch eine Tüte nehmen! Als ich dann wieder zu Hause war, ist mir in den Supermärkten aufgefallen, dass zwar noch viele Menschen Plastiktüten kaufen, aber es inzwischen auch immer mehr Menschen gibt, die Stoffbeutel oder ähnliches mithaben!

Ein weiteres Problem der Menschen neben der Gewohnheit ist meiner Meinung nach auch der Gruppenzwang. Ich bekomme immer wieder mit wie vor allem Jugendliche sich nicht wirklich um die Umwelt kümmern, einfach weil es in den Augen ihrer Freunde etc. uncool ist und sie Angst haben am Ende ohne ihre Freunde etc. zu stehen!
09.07.2012
gelöschter User hat geschrieben:
In New York ist der Plastikwahnsinn auch im vollen Gange....obwohl wir im Café gefrühstückt haben, wollten sie unsere Bagels etc. nochmal extra in (viel zu) große Plastiktüten verpacken......die Touristen hat man sofort erkannt. Sie haben die Tüten abgelehnt. Ein kleiner Hoffnungsschimmer am Plastikhorizont.

Jeder Anfang ist schwer. Jede Veränderung beginnt mit einer kleinen Idee und entwickelt sich dann weiter. Manchmal braucht mal man etwas mehr Geduld und Durchhaltevermögen. Aber es gab auch Zeiten, in denen niemand geglaubt hat, dass der Mensch jemals fliegen könnte........

Es ist tatsächlich nichts unmöglich. Man muss nur den richtigen Anfang und Weg finden. Und wenn wir das geschafft haben, finden wir auch den Notausgang für unsere Welt!
09.07.2012
zeemzee hat geschrieben:
An der atlantischen Küste Südfrankreichs gibt es das Problem, dass regelmäßig spanischer Müll angespült wird - das kann man ja an den Verpackungen nachweisen. Leider werden einem in vielen Ländern immernoch die Plastiktüten im Supermarkt hinterhergeworfen und die Leute sehen kein Problem damit, zum Beispiel in England: http://www.guardian.co.uk/environment/2012/jul/05/plastic-bag-use-rise-supermarkets/. Besonders interessant sind die Kommentare der Leser.

Gegen die erneute Elbvertiefung wurde vor kurzem ein Bündnis bestehend aus WWF, NABU und BUND gegründet. Mehr Informationen bekommt ihr hier: http://www.wwf.de/themen-projekte/projektregionen/elbmuendung/lebendige-tideelbe/.
09.07.2012
gelöschter User hat geschrieben:
gelöscht
09.07.2012
LaLoba hat geschrieben:
Bei dem Gedanken an den ganzen Plastikverbrauch stellen sich mir auch schon die Nackenhaare auf. Ähnlich wie in Spanien hab ich es auch schon in den USA erlebt. Da gehören Plastiktüten zum Alltag. Es macht mich schon froh, dass wir in Deutschland nicht ganz so extrem sind. Aber trotzdem muss natürlich noch viel gemacht und verändert werden.

Zu Herdentrieb und Gewohnheitstier denk ich mir immer: Irgendwann muss ja mal jemand anfangen. Alle Veränderungen sind irgendwann mal aus einer kleinen Bewegung und einem gemeinsamen Gedanken entstanden. Ohne solche kleine Revolutionen hätten wir heute keine Demokratie und keine Gleichberechtigung. So kann es wieder sein. Es muss nur jemand das Problem erkennen und mit dem richtigen Beispiel voran gehen. Das Problem haben wir schon längst gesehen. Jetzt fehlt nur noch die Veränderung. Und da sind wir ja auch schon gut dabei. Also: Weiterkämpfen. Und irgendwann wird was draus. Das machen wir von der WWF Jugend schon klasse! Wir sind jetzt 6000! Und so lang gibt es die WWF Jugend noch gar nicht. Wenn ihr mich fragt, haben die Veränderungen schon längst angefangen. Bei uns in den Köpfen. Da werden die Gewohnheitstiere wohl bald mal ihr Gewohnheitsdenken überdenken müssen. Unsere Herde wächst. Lassen wir die Moskitos fliegen! (echt schöner Vergleich :D)
09.07.2012
gelöschter User hat geschrieben:
gelöscht
08.07.2012
gelöschter User hat geschrieben:
In Spanien war ich auch schon unterwegs und was da an Plastiktüten im Umlauf ist, kann ich nur bestätigen, ist wirklich abartig... Grade an den Stränden und überall fliegt der Plastiktüten- Müll herum. Wer dort mal in die größeren Supermärkte geht, sieht wie viele da jedesmal verkauft werden. Ich glaube auch kaum, dass dort Plastiktüten mehr wie 1x verwendet werden.
Das Thema Elbvertiefung ist auch wieder so ne Sache. Es wird immer alles umgebaut, zunichte gemacht...ohne Rücksicht auf Verluste. Wer braucht diese größeren Schiffe bitte ?! Klar kann man damit wieder "produktiver" sein aber ganz ehrlich das ist völliger schwachsinn, solange man dadurch wieder die Natur unnötig zerstört.
08.07.2012
neongruenerengel hat geschrieben:
Die Essenssachen werden einzelnt eingeschweißt und darum noch eine Plastik Verpackung. Ich rege mich jedesmal auf wenn ich das sehe. Das mit den Plastik ist voll der Horror

@LSternus Ist die normale kleidung nicht schon fast nur aus Plastik ??? Also ich weiß das Fleece aus Plastik ist !!!
08.07.2012
LSternus hat geschrieben:
Wirklich wahr überall Plastik. Irgendwann tragen wir nur noch Plastiktüten statt Kleidung.
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