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© WWF
Trend: Öko-Label statt Billigkette


von Laura619
13.08.2015
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Hallo ihr Lieben!

 

Wer mit verhältnismäßig gutem Gewissen einkaufen gehen möchte, der sollte bei Eco-Fashion-Herstellern einkaufen- das ist nichts Neues.

Heute möchte ich näher darauf eingehen, inwiefern sich die Philosophie der Naturtextilunternehmen genau von ihren konventionellen Kollegen unterscheidet.

Die Hauptunterschiede fangen bereits bei der Auswahl der Rohstoffe an; weiter geht es mit der Verarbeitung dieser Materialien bis hin zur Bezahlung der Mitarbeiter. Auch der Preis des Endproduktes sagt eine Menge über die Herstellungsart und Qualität aus.

Fakt ist: wer über die Produktionsstätten und Arbeitsbedingungen in Bangladesch etc. Bescheid weiß, konsumiert weniger und bewusster. Klasse statt Masse.

Nachhaltige Modelabels profitieren davon, dass inzwischen immer mehr Menschen das Bedürfnis haben, fair und nachhaltig produzierte Kleidung zu kaufen. Diese sieht inzwischen überhaupt nicht mehr "ökomäßig", sondern richtig modisch und schick aus. Außerdem zahlen sie an ihre Arbeiter faire Löhne und schützen die Umwelt.

Dass erfolgreich auch anders geht, beweist die Marke Armed Angels, die auch die WWF-Jugend Shirts designed und produziert. Das Unternehmen grenzt sich deutlich von der konventionellen Textilindustrie ab und arbeitet nur mit Produzenten zusammen, die nachweislich keine Kinder beschäftigen und Mitarbeiter nicht ausbeuten (also gemäß das Fairtrade-Zertifikats). Sie verwenden ausschließlich Bio-Baumwolle und ein Teil ihres Gewinns spenden sie an soziale Projekte. Auch das Berliner Label Slowmo setzt auf Fairtrade und vor Allem auf eine lokale Produktion.  So werden die Transportwege kurz gehalten und man hat eine bessere Kontrolle, die Kommunkation ist viel einfacher.

Auch die Marke Wunderwerk ist ein echter Vorreiter: für die Herstellung ihrer Jeans werden gerade einmal zwischen drei und neun Liter Wasser benötigt. Bei konventioneller Ware sind es satte 90 bis 160 Liter.

Das österreichische Label Anzüglich produziert in Peru und beschäftigt gehörlose Frauen, um diesen eine feste Arbeitsstelle, faire Arbeitsbedingungen und eine gerechte Entlohnung zu bieten. 

Ähnlich ist es auch bei dem Label Glimpse, das Frauen, die aus den Fängen von Menschenhändlern befreit wurden, eine Perspektive bieten möchte. Sie bekommen in den Nähwerkstätten eine Schneiderausbildung, Schulbildung, gute Arbeitsbedingungen sowie Hilfe im Alltag. 

Auch die Firma Engel Naturtextilien verarbeitet seit Jahrzehnten ausschließlich Bio-Baumwolle und Merioschurwolle aus kontrolliert biologischer Tierhaltung. Auch Firmen wie Living Crafts setzen auf Bio-Baumwolle und lassen in Südindien produzieren, woher sie auch ihre Rohware beziehen. Die Tatsache, dass alles an einem Ort stattfindet, spart Transportwege , Zeit und vereinfacht die Kontrollen. 

Indien liefert insgesamt 74% der Bio-Baumwolle und ist damit auf Platz 1.

Eine Auswahl an Öko-Labels und Bio-Mode Online Shops habe ich bereits in einigen meiner früheren Artikel genannt, hier gibt es trotzdem nochmals eine kleine Übersicht für euch:

 

-Alma und Lovis: www.almalovis.de

-Anzüglich: www.anzueglich.at

-Armedangels: www.armedangels.de

-Avocadostore: www.avocadostore.de

-Bleed: www.bleed-clothing.com

-Engel Naturtextil: www.engel-natur.de

Glimpse: www.glimpse.clothing.com

-Grüne Erde: www.grueneerde.com

-Hess Natur: www.hessnatur.com

-Lana: www.lana-shop.de

-Lanius: www.lanius-koeln.de

-Living Crafts: www.livingcrafts.de

-Maas Naturwaren: www.maas-natur.de

-slowmo: www.slowmo.eu

-Vivanda: www.vivanda.de

-Waschbär: www.waschbaer.de

-Wunderwerk: www.wunderwerk.com

 

Ich hoffe, ich konnte euch damit weiterhelfen!

Auch wenn die Öko-Mode nicht den Geschmack von jedem trifft, so finden sich dennoch in dem ein oder anderen Shop ab und zu einige schöne Basics, die aus Biob-Baumwolle gefertigt wurden und sich definitiv besser auf der Haut anfühlen als irgendein Synthetic-Quatsch ;-)

 

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Kommentare (5)
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16.08.2015
RichardParker hat geschrieben:
Danke für den wiederholt interessanten Bericht :))
15.08.2015
Laura619 hat geschrieben:
Ich danke dir für die Anregung, wurde geändert :-))) @Fenris
14.08.2015
Akatsuki hat geschrieben:
Wäre es eventuell möglich die Seiten als links reinzupacken das nächste mal? Weil ich bei deinen berichten ich mir das gerne mal selber ansehen möchte und ohne link ist schlecht :)
13.08.2015
Laura619 hat geschrieben:
Ich habe mich bei dem ersten Zitat, auf das du eingehst, glaube ich falsch ausgedrückt. Nicht nur, wer Bescheid weiß, sondern wer sich intensiv mit dem Thema auseinandersetzt, Filme wie "The fashion revolution" sieht, der überdenkt vielleicht wirklich ernsthaft sein Kaufverhalten... Ich denke sogar, dass nur 1/4 bis 1/5 aller Konsumenten nachhaltig einkauft ...:(

Natürlich setzen auch Labels wie H&M jetzt auf "conscious" Kollektionen, weil die Nachfrage steigt, und selbstverständlich profitiert davon letzten Endes vor allem unser Planet, aber in erster Linie ging es mir darum, zu betonen, dass Labels wie armed angels etc. jetzt immer mehr Popularität genießen :-)

Danke dir für dein Feedback!
13.08.2015
MarcelB hat geschrieben:
"Fakt ist: wer über die Produktionsstätten und Arbeitsbedingungen in Bangladesch etc. Bescheid weiß, konsumiert weniger und bewusster. Klasse statt Masse."

Muss ich echt widersprechen. Skandale, wie der mit dem eingestürzten Haus in Bangladesch spielen schon eine große Rolle, aber dennoch denke ich, dass höchstens(!) 1/3 aller Konsumenten nachhaltig einkaufen. Allen ist das zwar bewusst, trotzdem sind viele Konsumenten unglaublich preissensibel und kaufen trotzdem bei H&M, New Yorker und Co.

"Nachhaltige Modelabels profitieren davon, dass inzwischen immer mehr Menschen das Bedürfnis haben, fair und nachhaltig produzierte Kleidung zu kaufen."

Nicht nur! Auch C&A, als konventioneller Textilanbieter, bietet auch schon sehr viele Bio-Baumwolle-Kleidungsstücke an. Der Konkurrenzdruck durch Unternehmen wie Armedangels ist sehr groß. Daher müssen viele konventionelle Unternehmen auch min. etwas nachhaltiger werden. Das ist ein unglaublich wichtige und positive Entwicklung. Wer am meisten von profitiert sind nicht die Labels, sondern die Umwelt und die Menschen... :-)

Trotzdem, danke für die coole Sammlung! :-)
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