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Sinnlose Verschwendung Teil II – uneingeschränkter Papierverbrauch


von Nivis
18.05.2010
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79 P

Auf der Suche nach einem neuen Thema für meine Berichtreihe „Sinnlose Verschwendungen“ ließ ich mich von meinem Alltag inspirieren. Ich wollte etwas finden, was jeder kennt, womit jeder Erfahrungen hat und, wie ich feststellen musste, waren das sehr hohe Ansprüche.
Ich kam also zu keinem zufrieden stellenden Ergebnis und beschloss die Sache erstmal auf Eis zu legen. Aber wie es das Schicksal so wollte, kam mir meine Eingebung dann doch im Alltag.
Folgendermaßen lief dies ab:

Ich saß in einer Vorlesung und blickte mich im Raum um. Da sah ich, wie eine Kommilitonin eine neue Seite ihres Blockes aufschlug und anfing zu schreiben. Kurze Zeit später stoppte sie abrupt, hielt kurz inne und riss plötzlich die Seite heraus und zerknüllte sie.
Ich war zuerst überrascht und ärgerte mich im zweiten Atemzug über ihr Verhalten.
Sie hatte wirklich gerade eine ganz neue Seite angefangen und wohl aufgrund eines Schreibfehlers diese Seite aufgrund dessen für ‚wertlos’ erachtet.

Und dies gab mir den Anlass für diesen neuen Bericht.

Papier ist etwas, das in unserem Alltag so selbstverständlich ist, wie das Wasser, das wir trinken. Man benötigt es täglich. Sei es, um einen Einkaufszettel zu schreiben, sei es, um Hausaufgaben zu machen oder sei es, um einen Brief zu verfassen. Hinzu kommt, dass es immer greifbar ist und außerdem in Relation zu der Menge, die man zum Beispiel in einem Block vorfindet, einen günstigen Preis hat.
Aber genau das ist das Problem.
Papier zu besitzen ist so natürlich, dass den meisten Menschen nicht mehr in den Sinn kommt sich mit ihrem Papierverbrauch und dessen Folgen auseinanderzusetzen und gedankenlos damit umgehen.
Doch um das ganze Ausmaß, das durch den eigenen Umgang mit Papier bestimmt ist, verstehen zu können, sind die Fakten zur Gewinnung der benötigten Ressourcen, zur Produktion oder zur Vermarktung notwendig.
Und diese Fakten werden wir uns nun mal anschauen:

Da sich ein Markt an der Nachfrage orientiert, will ich erst einmal auf den Pro-Kopf-Verbrauch unseres Landes eingehen.
2006 lag dieser bei 253 kg pro Jahr/pro Person. Da ein DinA 4 Blatt 5 g wiegt heißt das, dass wir 50.600 Blätter pro Jahr verbrauchen und damit durchschnittlich 190 Blätter pro Tag und pro Person.
Der gesamte Verbrauch unseres Landes liegt damit bei 414.920,000,000 Mrd. Blätter pro Jahr und das sind 82,984 t insgesamt.
Wir wenden soviel Papier auf, wie die Kontinente Südamerika und Afrika zusammen.
Man muss natürlich hinzufügen, dass der Löwenanteil des gesamten Verbrauchs Großunternehmen und der öffentlichen Verwaltung zuzuschreiben sind.
Deutschland produziert im Jahr rund 26,3 Mio. t Papier. Es liegt daher hinter den USA, China und Japan an der viertel Stelle der weltweit größten Papierproduzenten.

Doch das, was das eigentlich wichtige an der Sache ist, ist die Herstellung des Papiers.
Es wird aus zwei verschiedenen Faktoren gebildet: aus Faserstoffen und Wasser.
Faserstoffe können auf unterschiedliche Weise gewonnen werden. Dabei kommt es darauf an, welche Papierart man herstellen möchte. Grundsätzlich unterscheidet man in Faserstoffe, die entweder aus Holz, Altpapier, Baumwoll- oder andersartigen Fasern gewonnen werden. Jedoch werden hauptsächlich Fasern aus Altpapier oder Holz verwendet. Baumwoll- oder andere Fasern werden nur zu Produktion von Spezialpapieren benötigt.

Glücklicherweise sind wir in Deutschland schon so weit, dass wir rund 65 % der Fasern aus Altpapier gewinnen. Vor allem Zeitungen und Verpackungsmaterialien werden so hergestellt.
Doch das Recycling von Altpapier hat seine Grenzen. So benötigt man bei der Verwendung von Altpapierfasern mindestens einen 25% hohen Anteil an Frischfasern, um die sinkende Qualität durch die Wiederverwendung zu kompensieren.

 

alt


Diese Frischfasern werden größtenteils aus Holz gewonnen. Da die weltweite Nachfrage nach Papier steigt, steigt auch die Fasergewinnung aus Holz. So kommt es, dass jeder fünfte gefällte Baum in einem Zellstoffwerk landet, mit steigender Tendenz. Es hat sich auf diesem Gebiet ein großer Import-/Exportmarkt gebildet und Deutschland hat sich zum zweitgrößten Zellstoffimporteur entwickelt. Das heißt: Deutschland holt sich die meisten Holzfasern aus dem Ausland. Jedoch sind wir da nur ein Land unter vielen und das hat erhebliche Auswirkungen auf die Natur und die Menschen, die dort leben.

So kommt es, dass ganze Ökosysteme für die Frischfasergewinnung zerstört werden und somit Lebensgrundlagen entzogen werden. Wälder werden gerodet und oft durch künstliche Plantagen ersetzt, die nur zur Fasergewinnung genutzt werden. Die Folgen sind weitläufig: viele Baumarten sterben aus, da sie durch schnellwüchsige Arten ersetzt werden; viele Tierarten sind bedroht, das ihre ‚Heimat’ zerstört wird; viele Einheimische werden ihrer Arbeitsgrundlage beraubt, da ihre Nutzflächen weggekauft und von großen Firmen besetzt werden.

Ihr seht also, dass das Thema ‚Papier’ sehr weitläufig betrachtet werden muss.
Alles beginnt mit der Nachfrage nach Papier. Diese ist bestimmt durch den Verbrauch eines Landes. Je mehr Papier gefordert wird, desto mehr Bäume werden benötigt, desto größere Waldflächen werden gerodet und durch Plantagen ersetzt, desto mehr Tiere verlieren ihre Lebensgrundlage, desto mehr einheimischen Menschen werden arbeitslos.

Nun gibt es leider wenige Menschen, die hieraus sinnvolle Schlüsse ziehen können. Jedoch liegt es an jedem Einzelnen etwas zu bewirken. Daher werde ich nun einige Ideen vorstellen, wie man etwas gegen die steigende Papierproduktion tun kann.

Bei meiner Recherche im Internet bin ich über eine sehr tolle Aktion gestoßen. Sie nennt sich „Papieratlas“ und ist durch einige Initiativen, wie auch durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit gefördert.
Es handelt sich um einen Städtewettbewerb, bei dem es darum geht, wer die „Recyclingpapierfreundlichste Stadt Deutschlands’ wird.
Die Gewinnerstadt 2009 war Essen.
Wenn euch diese Aktion interessiert, könnt ihr nähere Informationen auf der dazugehörenden Internetseite finden: www.papieratlas.de/
Ich finde dieses Projekt wirklich großartig, da ich denke, dass man ein gesellschaftliches Bewusstsein am besten durch politische Maßnahmen leiten kann. Und genau das versucht diese Aktion. Ich bin gespannt, wie sich die Teilnahmebereitschaft der Städte in den nächsten Jahren entwickelt und werde dies auf jeden Fall gespannt verfolgen.

Aber nicht nur auf politischer Ebene kann man etwas gegen den hohen Papierverbrauch tun. Jeder Einzelnen kann Einfluss darauf nehmen. Durch sein eigenes Konsumverhalten.
Zuerst einmal sollte man sich darüber klar werden, wie ‚wertvoll’ ein Blatt Papier ist. Viele Menschen benutzen es, um eine Kleinigkeit darauf zu notieren und ist diese Notiz nicht mehr aktuell, wird sie samt dem benutzten Blatt weggeschmissen. Aber ein Blatt hat grundsätzlich zwei Seiten, die man beschreiben kann. Das heißt logischerweise, dass wenn ich ein Blatt für zwei Notizen nehme oder besser noch für mehrere, dann senke ich schon ein wenig meinen Verbrauch.
Ich selbst handhabe dies seit Jahren so, dass ich alle Blätter, die ich nicht mehr brauche, die aber noch viel Platz zum beschreiben haben, sammle und sie z.B. zum Lernen etc. benutze, wenn ich etwas zusammenfasse. Ich schmeiße also Blätter wirklich dann erst weg, wenn sie voll geschrieben sind und ich sie wirklich nicht mehr nutzen kann.

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, beim Papierkauf auf bestimmte Siegel zu achten, die darauf hinweisen, dass das Papier entweder recycelt oder nachhaltig produziert wurde.

 

alt(Recyclingpapier)

alt(Das FSC-Siegel für nachhaltigen Waldbau)

 

alt (Kein Zellstoff aus den Tropen wurde genutzt)

 

 

Eine Liste der gängigen Papiersiegeln findet ihr hier:
www.ich-habs-papiert.de/_pdf/3.7_Papiersiegel_und_-kennzeichen.pdf

 

 

Ihr seht also: Dieses Thema betrifft uns alle. Man sollte sich bei allem, was man tut, im Klaren sein, was dies für Konsequenzen mit sich zieht. Leider geht dieser Gedanke im Alltag unter. Man könnte es ‚Alltagsblindheit’ nennen. Genau deshalb ist es wichtig, dass man mit anderen in den Dialog tritt, sich gegenseitig Blickwickel aufzeigt, aus deren Perspektive man die Welt noch nie betrachtet hat.
Denn eine sinnlose Verschwendung von Papier muss nicht sein. Man kann den Umgang damit sinnvoll gestalten und jeder Einzelnen sollte sich damit befassen.
Ich hoffe, dass mir mit diesem Bericht gelungen ist, euch das Thema näher zu bringen und ich bin sehr gespannt, was ihr dazu zu sagen habt, was ihr berichten wollt oder was ihr daran zu kritisieren habt.

 

Quellen:
http://www.lfu.bayern.de/umweltwissen/doc/uw_49_papier.pdf
http://www.ich-habs-papiert.de/_pdf/3.1_Papierverbrauch_in_Deutschland.pdf
http://www.wwf.de/themen/waelder/papier/
http://de.wikipedia.org/wiki/Papier#Herstellung_und_Vermarktung
http://www.ich-habs-papiert.de/_pdf/3.7_Papiersiegel_und_-kennzeichen.pdf
http://www.papieratlas.de/
 

 


 

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Kommentare (32)
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Sortieren nach Aktualität:
10.02.2011
TobiS hat geschrieben:
Ich nutze Papier schon seit mehreren Jahren beitseitig. Oft brauche ich Schmierpapier für Struktogramme oder um einen Aufsatz zu planen. Für diesen Zweck sammel ich Papier, auf dem ich zu viele Fehler gemacht habe oder das ich für Notizen gebraucht habe, am Ende meines Ordners.
Leider hatte ich in der neunten und zehnten Klasse in Bio und Chemie eine Lehrerin, die Wert darauf gelegt hat, dass wir Schüler nur auf die Vorderseite schreiben. Eine beitseidige Nutzung rettet aber nicht nur Regenwald, sondern spart auch Kosten.
20.07.2010
Nivis hat geschrieben:
@Schaapje: Oh, das kann ich verstehen! Aber das Problem ist eben, wie im Bericht schon gesagt, dass viele nur sehen "Papier gibts immer! und sich einfach sonst keine Gedanken drüber machen!
Sehr traurig mit anzusehen.
09.07.2010
AnnaP hat geschrieben:
Heute habe ich erlebt, wie sinnlos manche Menschen Papier ungenutzt wegschmeißen: Wir haben in unserer Klasse aufgeräumt ( sind ja bald Sommerferien :) ) und hatten noch einen großen Stapel unbeschriebener Plakate in unserem Regal liegen. Aber statt diesen aufzuheben und vielleicht für das nächste Schuljahr zu nutzen, wurde er einfach zusammengeknüllt und in den Papierkorb gepfeffert. Ich war richtig sauer und sprach mit einer Mitschülerin. Die sagte aber nur: "Papier sparen ist doch so unwichtig!" Das fand ich echt schlimm!
04.07.2010
Nivis hat geschrieben:
Wollte euch wissen lassen, dass im neuen WWF-Magazin auch zwei kleine Artikel sind, die mit diesem Thema zu tun haben. Der erste ist auf Seite 5 unten. Da geht es um 124 neu entdeckte Arten und hier wird erwähnt, dass ihr Lebensraum bedroht ist, auch durch die Papierindustrie. Und auf Seite 6 oben geht es um illegalen Holzeinschlag. Wen dieses Thema wichtig und interessant findet, liest euch die Artikel durch!
16.06.2010
MaRgIt hat geschrieben:
aber es gibt auch ein problem mit laptops, denn um so viele laptops zu bauen braucht man metalle: Kupfer, Zink, Lithium (akkus)......
Diese gibt es nur begrenzt! Da müsste man sich noch etwas überlegen
auch wenn ich die idee an sich nicht schlecht finde! nur muss ich auch Nivis recht geben weil auch ich zu denn leuten gehöre die sich erst noch mal alles aufschreiben müssen um es sich merken zu können
25.05.2010
Taki hat geschrieben:
Mal ein Tipp wie man Papier sparen kann. Ich bin schon lange im Kostenlosen Bookcrossing.com eingetragen. Bei Bookcrossing.com werden nach dem lesen einfach Bücher auf reise geschickt. Bei Bookcrossing.com lesen mehrere Menschen ein Buch. Somit wird Papier und Enerigie gespart. Mir ist erst jetzt bewußst geworden das man mit Bookcrossing.com was zum Umweltschutz beitragen kann. Hat aber auch den Vorteil das man kosten spart. Wenn mehr Leute bei Bookcrossing.com mit machen dann wird noch mehr Papier gespart. Also macht man durch Bookcrossing.com was für den Umweltschutz. Ich bin mit Bookcrossing.com sehr zufrieden. Mir gefällt die Idee jetzt noch besser von Bookcrossing.com. Ich mache gleich noch was für den Umweltschutz.. Bookcrossing.com einfach toll
24.05.2010
Nivis hat geschrieben:
@Green Smarty: Ohje...das klingt aber frustrierend. Aber ich denke, dass die Aktion "Papier sparen, durch elektronische Bearbeitung" genau an solchen Dingen scheitert. Ich musste noch keine Steuererklärung machen, aber so grundsätzlich weiß ich nicht, was der Unterschied daran sein soll, etwas, das normalerweise auf dem Papier gemacht wurde, nun auf den PC zu übertragen. Also eigentlich könnte man das doch einfach 1:1 so übernehmen,oder sehe ich das falsch?
24.05.2010
GreenSmarty hat geschrieben:
Verwaltung:
Habe ersnthaft versucht meine Steuererkläarung online zu machen (Aufgabe nach 3 Stunden), bin aber gescheitert, obwohl es eine ziemlich einfache war. Geb jetzt doch wieder eine auf Papier ab, für die ich 15 Minuten gebraucht habe.
@Nivis: Zum lernen muss ich es auch immer selber schreiben, nicht tippen, um mir die Sachen merken zu können.
23.05.2010
Nivis hat geschrieben:
@Maide, Bambii, Taki:
Also ich bin da auch eher Bambiis Meinung. Also sicher hast du recht, Maide, dass es leichter sein wird, Energie (Strom) zu sparen, aber gerade im Bereich 'lernen' ist es denke ich manchmal sinnvoll Blätter zu benutzen. Es gibt verschiedene Lerntypen...ich zum Beispiel kann mit dem PC nicht lernen, weil ich etwas zuerst geschrieben haben muss, damit es sich in mein Gehirn brennt. Und ich denke, dass da jeder selbst entscheiden muss, wie er lernt. Was aber Arbeiten angeht, da gebe ich dir recht. Die könnte man durchaus am PC schreiben. Aber da gibt es ja auch schon etwas positives zu berichten: die Theorieprüfung für den Führerschein ist jetzt ja schon auf eine PC-Prüfung umgestellt. Bei mir warens noch normale Papierbögen :)
Was ich eher kritiisch sehe, ist der Papierverbrauch in der öffentlichen Verwaltung. Da wurden ja etliche Sachen eingerichtet (Intranet, interne Aktenordner auf dem PC, etc.), die aber nicht genutzt werden. Ich mein so ne Nachricht innerhalb einer Behörde, kann man doch elektrinisch übermitteln. Aber meistens wird dies einfach nicht gemacht. Warum ist mir ein rätsel.Vieleicht, weil da vermehrt 'ältere' Menschend sitzen, die sich gegen die Arbeit am PC streben...ich weiß es nicht.
23.05.2010
Taki hat geschrieben:
Hay Maide, ich stmme Dir völlig zu
22.05.2010
Maide hat geschrieben:
Hier mal ein Lösungsvorschlag meinerseits: Statt Papier zum schreiben zu verwenden, könnte man doch in naher Zukunft alles digital machen. Klar, Laptops verbrauchen auch Energie, aber wenn man irgendwann mal so weit ist, dass das Abtippen eines Dokumentes auf dem PC weniger Energie benötigt, als ein Baum produzieren kann (was ich als sehr wahrscheinlich finde), dann könnte man z.B. wie es in der Uni auch der Fall ist, mit dem Laptop zu Schule und alle Sachen wie Notizen, Klausuren etc. mit dem PC bearbeiten. Ich sehe darin viele Vorteile und fände es auch in Klausuren besser, mit dem Laptop zu arbeiten als alles mit der Hand zu schreiben. Und die Wälder hätten wir dann auch geschützt.
Dann muss nur noch das Problem mit den Strom bewältigt werden...aber wenn wir irgendwann mal größenteils auf Sonnenenergie umstellt sind, fände ich die Idee genial.
21.05.2010
MaRgIt hat geschrieben:
aber das schlimme bei den kontoauszuegen ist dass die ganzen ausuege nicht in einem kuvert gesammelt geschickt werden sondern immer ein oder zwei blaetter in einem kuvert... des regt mich jedes mal am meisten auf!!!!
20.05.2010
midori hat geschrieben:
Die Sparkasse unserer Region verschwendet ständig Papier. Die bedruckt die Kontoauszüge mit Festivaldaten und irgendwelchen tollen Events von denen keiner was wissen will. Meistens kriegt man dafür zwei Seiten extra. Reg ich mich jedesmal auf. Und in der Uni haben wir auf den Toiletten Papier zum Händeabtrocknen. Viele Leute nehmen da gleichmal 3 Blätter. Und ich habe es heut probiert.. es reicht ein Blatt, um die Hände komplett zu trocknen...
20.05.2010
Maide hat geschrieben:
@ Bambii: bist zu zufällig auch bei der Sparkasse? Alle, die ich kenne und die auch bei der Sparkasse sind, haben son komischen Kontoauszug geschickt bekommen. Ich wunder mich echt, warum...?
20.05.2010
GreenSmarty hat geschrieben:
@Nivis: DU hast völlig recht. Das Bewusstsein muss sich einfach wieder ändern, sowohl im privaten als auch im geschäftlichen Bereich. Wenn ein Konzern merkt, dass er durch Papiereinsparung auch jede Menge Geld sparen kann, könnte da durchaus mal ne Anweisung von oben kommen.
Aber wie gesagt, das mit dieser sinnlosen Werbung ärgert mich jedes mal.
Oder wenn man für eine Ersatzzeltstange (naja, was man nicht so alles im Internet bestellt :-) ), die 40x10x4cm groß ist einen ganzen Umzugskarton geschickt bekommt.
20.05.2010
Nivis hat geschrieben:
@Margit: Ja, das stimmt. An das habe ich noch gar nicht gedacht!
Das wird sicherlich auch noch ein großer Faktor sein. Klopapier spielt da auch eine Rolle,wobei ich mich damit nicht gezielt ausseinandergestzt habe. Ich habe das ganze ja,um es jedem zu veranschaulichen, auf normales Schreibpapier (DinA 4) bezogen. Wäre aber mal ganz interessant, sich mit den anderen Papierformen und Funktionen zu beschäftigen.
20.05.2010
Nivis hat geschrieben:
@Green Smarty: Ja, da hast du Recht. Den größten Teil des papierverbrauchs muss man großen Konzernen (Also Geschäfte, große Firmen, etc.) und der öffentlichen Verwaltung (Behörden, die etliche Briefe an die Bevölkerung schicken,oder auch Krankenkassen, etc) zuschreiben, aber ich sehe das etwas von einer anderen Perspektive: Die Menschen, die in diesen Branchen beschäftigt sind, die sind ja auch noch Privatpersonen, mit einem privaten papierverbrauch. Wenn diese Leute dann eine 'gute' Einstellung zu dem Thema haben und sich daheim schon beim Papier einschränken und es geplant verwenden, dann werden diese Menschen auch auf ihrer Arbeit anders mit Papier umgehen, als jemand, dem es eben egal ist, wie sein Verbrauch sich auswirtk, etc.
Und ja, wenn man den Preis höher ansetzen würde, wäre das wahrscheinlich nicht der Fall. Da würden sie sich daheim vielleicht einschränken,um zu sparen, aber auf der Arbeit wäre es ihnen wideruum egal, weil sie es da ja nicht bezahlen müssten.
Deshalb denke ich, ist es wichtig den Grundgedanken der Privatpersonen zu beeinflussen, weil sich das dann auch auf die Geschäftspersonen überträgt.
20.05.2010
MaRgIt hat geschrieben:
echt guter bericht =)
also bei mir daheim legen wir das auf der einen seite bedruckte papier, das wir nicht mehr brauchen einfach noch mal in den drucker. Da werden dann sachen drauf gedruckt die nur für uns sind und die man eben nicht für die Schule braucht. Ich glaube aber dass (wenn man das dazu zählen kann...) auch die Papier"handtücher" eine große Rolle spielen. In unserer Schule gibt es zwar schon viele so Stoffhandtuchrollen die einfach wieder gewaschen werden und wieder benutzt werden können. Aber in den Fachräumen gibt es immer noch die aus Papier... Ich denke dass dieser Verbrauch auch ziemlich hoch ist und man in öffentlichen Einrichtungen viel Papier sparen könnte wenn man welche aus Stoff nehmen würde!
20.05.2010
NaNe5 hat geschrieben:
Schön Geschrieben.
Naja...;-) zum Glück gibt es viele Menschen denen es nicht egal ist welches papier sie nutzen oder sagen wir mal denen es nicht mehr so egal ist.
Nur leider sind immer noch zu viele auf dem wie man so schön sagt "Holzweg"
Liebe Grüße.
20.05.2010
GreenSmarty hat geschrieben:
Erstmal ein WOW für diesen tollen Bericht, ich hatte kein Problem mit der Länge, da er sich wirklich nett liest!
Ich denke nicht umbedingt, dass Studenten und Schüler das Problem sind. Wenn ich meine Alt-Papier-Kiste zum Container bringe sind da vor allem Werbung und Verpackung, aber ganz selten irgendwelche von mir beschriebenen Zettel. Naja, die stehen alle in meinen Ordnern im Schrank, hab gerade mal gezählt: 22 Ordner in 4 1/2 Jahren Studium.
Aber auch bei mir gibt es ein "Schmierpapier-Fach" mit gebrauchten Blättern.

Ich denke eher, dass in Firmen und eben bei Werbung die kostenlos im Briefkasten liegt viel gespart werden könnte. Wenn Papier teurer wäre würde das viele mehr zum sparen animieren als der reine Umweltschutzgedanke.
20.05.2010
midori hat geschrieben:
@Nivis: Ich denke leider auch, dass Studenten eher die Kosten von Papier berücksichtigen, statt seinen eigenen Wert. Und deshalb sparen sie. Das ist zwar leider nicht ganz der richtige Weg, aber immerhin einer, der verhindert, dass Papier verschwendet wird.
19.05.2010
Nivis hat geschrieben:
Hey ihr,
Freut mich, dass euch der Bericht gefällt. Ich hatte heute auch einige Unterhaltungen zu dem Thema und muss sagen, dass ich erstaunt war. Habe heute oft gehört, dass diese auch Blätter sammeln, die zwar schon beschrieben sind, und ihren Nutzen sozusagen 'getan' haben, um eben darauf dann neue Sachen zu schreiben. Das hat mich sehr gefreut!
Aber andererseits verstehen es manche Menschen dann nicht. Bzw. ziehen sie das ins Absolute "Ja, manche Sachen kann man nur schriftlich machen.", aber so ist das ja auch gar nicht gemeint. Sondern man soll sich einfach mal damit beschäftigen, was so ein papier eigentlich für einen Wert hat und welcher Rattenschwanz daran hängt. Damit man einfach einen anderen Blick auf die Sache hat.
Aber ich freue mich, dass ihr mich da unterstützt :)
19.05.2010
midori hat geschrieben:
Berichterstattung: Auch bei mir hat heute eine Kommilitonin ihr Papier zusammengeknüllt und in den Seminarraum geworfen. Ich saß in meiner Ecke und hatte soOooO0ooOo00ooOo nen Hals! ò_ó
19.05.2010
Maide hat geschrieben:
@ Konsti
o_0 .... okeeeeee. Ist aber etwas schwierig Menschen über ein Thema in nur ein paar Wörtern zu informieren.
19.05.2010
Konsti hat geschrieben:
'tschuldigung, aber ich bin einfach zu faul, um so einen langen Bericht zu lesen. ;D
Genau, wie die Kommentare von Maide zum Beispiel. Die lese ich auch nicht. :)
Mein einziger Bericht ist ca. 7 Zeilen lang, aber den liest auch niemand. xD
18.05.2010
franzi94 hat geschrieben:
Also ich beschreibe grundsätzlich zwei Seiten eins Blattes, bei mienem Ordner für die Schule :) Aber ich könnte keine Blätter fürs Lernen nehmen, die schon mit was beschrieben sind, weil ich da echt einen guten Überblick brauche. Aber man muss sihc ja auch nicht z.B. jede Mail ausdrucken, es reicht ja, sie zu lesen und sihc zu merken, was drinsteht (Ich weiß nicht, wer das macht, aber es gibt bestimmt manche) P.S.: Toller Bericht!
18.05.2010
midori hat geschrieben:
Toller Bericht! Supii! :D
Ich kann das nur nachvollziehen. Als Student verbraucht man leider auch sehr viel Papier, was dann eigentlich nur sinnlos im Ordner steckt. Mein Tip dafür: Duplexdrucker! :D
Dann ist das Blatt wenigstens maximal vorn und hinten ausgenutzt! :)
Mich stört allerdings auch, dass man auf vielen Blöcken keinerlei Hinweis darauf findet, wie das Papier hergestellt wurde. Solche Blöcke leg ich gleich immer wieder beiseite..
18.05.2010
Nivis hat geschrieben:
@Maide: Das is ne prima Idee! Darauf wäre ich selbst auch gar nicht gekommen. Toll :)
18.05.2010
Maide hat geschrieben:
Achja, was mir gerade noch zum Thema einfällt: Was auch ziemlich sinnlos ist: Geschenkpapier. Ich hab grad ein Geschenk für meine Mami eingepackt, deshalb ists mir eingefallen. Jedoch hab ich kein sinnlos glänzendes Papier benutzt, wofür man 3 Euro zahlt und was spätestens nach 10 min weggeschmissen wird, sondern einfach alte Zeitungen, die sowieso nach ein paar Tagen in den Müll kommen. Ich finde, mit Zeitungen Geschenke zu verpacken, zeugt auch von Kreativität und gibt dem Geschenk eine persönliche Note ;) und kostets außerdem nix!
18.05.2010
Maide hat geschrieben:
Guter Bericht! Uns über dieses Problem aufzurütteln ist meiner Meinung nach sehr wichtig. Vor allem als Schüler oder Studenten sind wir auf Papier angewiesen, und immer wieder ist es schokierend, wie mache Menschen Papier als selbstverständlich ansehen. Man muss einfach mal seine Hefte durchgehen und schauen, wo man hätte an Papier sparen können. Viele benutzten, wieso auch immer, nie die Rückseite eines vollen Blattes.
18.05.2010
Sina13 hat geschrieben:
wow,wirklich guter bericht.
ich achte auch darauf,das jedes blatt ganz ausgefüllt ist bevor ich es wegschmeiße,da ich viel schreiben muss beim lernen. Und ja,ich bin auch schon dabei meine klassenkameraden zu belehren,die manchmal echt blätter wegschmeißen,auf denen 2 sätze stehen.dann gibts einen anraunzer und sie dürfen das blatt schön wieder aus dem papierkorb fischen.
18.05.2010
Konsti hat geschrieben:
Heitertaus :D
Ich habs zwar noch nicht gelesen, aber erstmal Respect für die Länge des Berichts ;)
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