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© WWF
Ökologische Verpackungen


von Oekojule
14.12.2011
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Tütchen hier und Päkchen da. Alles wird irgendwie verpackt. Besonders Lebensmittel. Wäre ja auch etwas unhygienisch, wenn man den Käse auf die Hand geknallt bekäme. Jaja, die Hygiene. Die sorgt nicht gerade für ein ökologisches Gleichgewicht. Plastik und Alu treffen wir im Supermarkt im Übermaß an. Ein Glück, dass es einige Leute gibt, die sich über die Umwelt so ihre Gedanken machen und ökologische Verpackungsideen liefern. Der Geschäftsführer von European Bioplastics zum Beispiel. Hasso von Pogrell ist eindeutig der Meinung, dass die Zukunft in Richtung Biokunststoffe geht und begründet es mit der Rohstoffknappheit. Zurzeit liegt der Marktanteil von Biokunststoff zwar noch bei nur einem Prozent aber aufgrund der Erdölknappheit ist ein Aufstieg zu erwarten. Viele Unternehmen werden überlegen auf Biomasse als Grundlage für Kunststoff zurückzugreifen. „Es bleibt langfristig keine Alternative.“, unterstreicht Hasso von Pogrell und spricht auf die zukünftigen Preiserhöhungen an, welche sich aus dem Erdölmangel ergeben werden.
Das Thema nachhaltiges Verpackungsdesign haben auch 14 Studenten der Kunsthochschule Berlin-Weissensee aufgegriffen, die im Rahmen eines Semesterprojektes für das Ökodorf Prodewin aktiv wurden und neuartige Verpackungsideen für deren Milchprodukte präsentierten.

Produkt I: Käseverpackung, Konzeption: Ferdinand Lindner
Materialien: Laub oder Ziergras. Für Halt sorgt Soja-Wachs, womit das ganze gepresst wurde.
Wiederverwendung: Dreht man das Schälchen um, dient es als Käseglocke und nach dem Käseverzehr kann man seine Geschirrsammlung durch ein ökologisches und total kreatives Schüsselchen ergänzen. Es kann auch als Fressnapf für den Nager verwendet werden, da Soja-Wachs nicht schädlich ist, oder es als Grillanzünder nutzen. Genial - ich kriege gleich richtig Lust zum Nachbauen. :)

 

Produkt II: Milchpackung, Konzeption: Yunjin Zhao
Konstruktion: Um eine gewisse Eingieß-Qualität zu gewährleisten, kann man durch raus stanzen hinten und vorn einen Griff zaubern. Die Ausstanzung dient gleichzeitig als Verschluss. Der Milchkarton wird innen gehalten durch einen Bio-Kunststoffschlauch aus PLA Folie (biokompatibel).



Wiederverwendung: Man glaubt gar nicht, was ein Milchkarton noch für Überraschungen für einen bereithält. Ist die Milch aufgebraucht heißt es noch lange nicht „ab in die Tonne“. Zieht man den hinteren Stanzbalken ab, kommen eine Postkarte und eine Kuh zum selber bauen zum Vorschein. Der Erfinder schlägt außerdem vor, an dieser Stelle verschiedenen Infos zum Thema Milch abzudrucken. Hier steckt sogar mehr drin als Bio-Milch.

 

Produkt III: Käseverpackung, Konzeption: Virgina Binsch
Materialien: Oblaten, Garn
Konstruktion: Warum nicht gleich die Verpackung mitessen? Das hat sich auch Virgina Binsch gedacht, die eine Verpackung aus genießbaren Oblaten schuf. Einfach Garn auftrennen und Oblaten in verschiedenen Geschmacksrichtungen mit dem Käse genießen.

Hier könnte ihr noch ein paar weitere Ideen der Studenten unter die Lupe nehmen.

 

Produkt Einweggläser, Konzeption: Fei Kong
„Tools & Toys“ nannte er sein Projekt, wobei es um Kronkorken und Einweggläser geht. Oder besser gesagt „Mehrweggläser“. Was man mit Marmeladenglas und Co. sonst noch so anfangen kann? Zum Beispiel Raspelscheiben oder Klebestreifenabroller.



Na hoffentlich greifen die zukünftigen angehenden Produkt-Designer jetzt des Öfteren zu ökologisch sinnvollen Verpackungen, denn in dieser Richtung ist meiner Meinung nach sehr viel rauszuholen.


Quellen:
http://www.lilligreen.de/studenten-entwerfen-nachhaltige-verpackungskonzepte/?utm_source=Lilli+Green+Neuigkeiten&utm_campaign=1bb3ced265-newsletter_712_2_2011&utm_medium=email
http://www.kh-berlin.de/index.php5?projectID=1020&prPage=overview&Action=seeProject
http://www.interpack.de/cgi-bin/md_interpack/custom/pub/content.cgi?filtercatname=&ticket=g_u_e_s_t&lang=1&oid=16278

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Kommentare (12)
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25.01.2012
Oekojule hat geschrieben:
Oh ja - ein WWF-Jugend laden wäre absolut genial! :)
22.01.2012
HannaS hat geschrieben:
Super Ideen dabei, sowas macht mir immer Mut.
Als ich klein war, gab es im Supermarkt noch Milch zum selber abfüllen, das weiß ich noch. Das sollte wirklich wieder eingeführt werden.
Letztens habe ich noch einen Bauernhof gesehen, der auch eine Milchzapf-Anlage hatte - unkompliziert und umweltfreundlich, und frischer geht´s ja kaum.
Theoretisch könnte man das selber abfüllen nicht nur für Getränke, sondern zum Beispiel auch für Honig, Marmelade, Ketchup oder ähnliches anbieten. Dann kann sich auch jeder die passende Größe aussuchen.
Ach ja, was könnte man sich nicht alles vorstellen... Wir sollten einen WWF Jugend Laden aufmachen, in dem wir das alles verwirklichen ;)
21.01.2012
regentag hat geschrieben:
Das sind echt alles tolle Ideen! Kunststoffe werden ja aus Erdöl hergestellt und sind ohnehin in nicht all zu ferner Zukunft viel zu teuer. Es gibt auch schon viele Forscher, die nach Ersatzstoffen suchen, schließlich besteht soo viel aus Plastik, eben auch bei den Verpackungen von Lebensmitteln. Bestimmt kommt da bald mal eine Wende :)
22.12.2011
gelöschter User hat geschrieben:
Könnten natürlich wirklich iwelche Vorschriften vom Gesundheitsamt oder so sein. In Dland gibt es ja für alles iwelche Regeln :)
21.12.2011
Oekojule hat geschrieben:
Vielleicht ist das grade das Problem. Bestimmt steckt da irgendetwas rechtliches dahinter. Es ist wie mit den Flyern, die nur zb. für eine Messe bestimmt sind. Werbung ist manchmal nur absetzbar, wenn sie für einen bestimmten Zweck ist. Total dämlich und unökologisch!
20.12.2011
gelöschter User hat geschrieben:
Super Sache :)
Mein Favorit ist die Oblaten-Käseverpackung. Lecker :)

Dass das Abfüllen von Getränken o. ä. in eigene Glasflaschen noch nicht massenfähig gemacht wurde wundert mich auch. Gerade in Bioläden würde so eine Variante garantiert gut ankommen. Und sparen würden alle.
18.12.2011
Oekojule hat geschrieben:
Jaaaa - so wie beim Bauern die Milch abfüllen lassen. Das wäre doch zumindest für den Biokonsum eine super Sache. Wieso machen die das eigentlich nicht? Das Vorwerk Podemus in Dresden z.B. bietet das direkt auf dem Hof an, aber wieso nicht auch im Laden? Vielleicht ist die Umsetzung nicht händelbar? Hmm...
Also die Möglichkeit der Pfandrückgabe ist echt noch weit aufbaufähig.
15.12.2011
Janine hat geschrieben:
Danke für den informativen Bericht! :o) Ich finde die Ideen total schön! In dem Bio-Supermarkt, in dem ich einkaufen gehe, liegen Obst und Gemüse auch lose aus. Ich nehme das dann immer alles ohne Tüte und lege es so aufs Kassenband. Dann kommen die Sachen in den Rucksack und direkt ins Regal zu Hause. Verpackungen brauche ich also keine. Ich habe mir auch schonmal überlegt, dass es toll wäre, wenn man sich Milch im Laden abfüllen könnte. Die käme dann auf einem Tank in der Wand und man könnte sich aussuchen, ob man die 0,5 oder 1,0-Liter-Flasche dazu kauft. Oder auch beide. Das fänd ich superpraktisch. Die könnte man auch wieder verwenden!

Und am Welt-Jugend-Tag in Köln vor ein paar Jahren gab es auch Besteck für die Pilger aus Mais. Es hatte die gleiche Konsistenz wie festes Plastik und ich war ganz begeistert.

Man könnte ja auch Verpackungen ähnlich wie Tupper (natürlich Bio-Verpackungen) entwerfen und die gibt man (wie Pfandflaschen) beim nächsten Einkauf zurück. Das wäre auch sehr praktisch! :o)
15.12.2011
Marcel hat geschrieben:
Wahnsinn, wie kreativ wir sein können! Das macht Mut!
15.12.2011
Oekojule hat geschrieben:
Das stimmt, midori. Dagegen kann man aber nichts machen und damit müssen wir leben. Wie wir sehen gibt es hier und da Möglichkeiten (auch wenn z.B. die Oblaten-Variante nicht ohne Zusatzverpackung realisierbar ist), aber auf die muss man erstmal kommen. Ich könnte mir sehr gut vorstellen selber mal ein individuelles ökologisches Verpackungskonzept zu entwickeln. Hoffentlich kommt eines Tages der gewisse Auftrag! :) Vielleicht könnte die WWF-Jugend auch mal so ein Projekt machen. ;)
14.12.2011
midori hat geschrieben:
Weil wir vor kurzem noch darüber diskutiert haben, habe ich bei unserem Netto mal nachgefragt. Denn seltsamerweise ist ja vorallem das Bio Obst und Gemüse extra aufwendig verpackt. Das hat aber, wie Du schon erwähnt hast, seinen Grund. Dadurch, dass das Obst und Gemüse eben nicht wie herkömmlich gespritzt ist, ist es eher anfällig für Keime und dergleichen. Deswegen muss es zusätzlich verpackt werden. Scheinbar kann man eben nicht alles haben. Entweder Bio oder Öko. Es sei denn, man würde sich mehr auf solche Verpackungen einlassen, wie Du sie vorgestellt hast ;o)
14.12.2011
MaRyLoU hat geschrieben:
Voll coole Ideen und schön geschriebener und dargestellter Artikel :) Voll genial was man sich doch alles für ökologisch [schöne] Sachen ausdenken kann...
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