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Naturschutz - kostengünstiger als Softdrinks?


von MaRyLoU
14.10.2012
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Wofür geben Menschen wohl mehr Geld aus? Was scheint ihnen wichtiger zu sein? Zwei klitzekleine Fragen mit offensichtlichen Antworten? Zum mindestens würde es für einen Außenstehenden so aussehen, denn immerhin geben wir jährlich um die 300.000.000.000 Euro für Erfrischungsgetränke aus, sind uns aber andersherum anscheinend zu schade um davon die ausreichenden 20%, also 60.000.000.000 Euro, für die Rettung von bedrohten Tierarten auszugeben in Form von Erhaltung und Erschaffung von Naturschutzgebieten.

Bis 2020 sollten 20 Ziele erreicht werden – so hatten sie sich vor 2 Jahren geeinigt um die Biodiversität zu schützen und deren rasanten Rückgang zu stoppen. Allerdings hatte man damals „versäumt“ einmal durchzurechnen wie viel es kosten würde. Es schien als sei der Naturschutz zu teuer ohne genaue Zahlen. Doch genau diese Zahlen wollten Wissenschaftler den Politikern nun genau zeigen. Die Wissenschaftler starteten am Beispiel des Vogelschutzes. Sie befragten Experten wie viel Geld für den effektiven Schutz von bestimmten Arten benötigt würde und wie viel um diese Arten so zu schützen, dass sie eine Gefährdungskategorie niedriger auf der Roten Liste anzusiedeln seien. Und aus diesen mathematischen Resultaten konnten dann Experten die benötigten Gelder hochrechnen mithilfe  von  mathematischen Modellen.

Hier ein paar Zahlen, welche die Experten als ihr Ergebnis vorstellten:

930.000.000 Euro für den Vogelschutz | 3.700.000.000 Euro für den Schutz bedrohter Tierarten | 59.000.000.000 Euro für Erhalt und Schaffung von Schutzgebieten.

Laut Studie sollten sich sogar besonders die Situationen von bedrohten Arten mit relativ wenig Aufwand verbessern lassen, da diese Arten meistens über kleinere Gebiete verteilt sind. Tatsächlich ist es so, dass  z.B. beim Vogelschutz nur rund 12% des nötigen Geldes ausgegeben werden.  Hinzu kommt noch, dass die reicheren Ländern vor allem mehr tun müssten, da eine besonders große Anzahl an „schutzbedürftigen“ Arten in den ärmeren Teilen der Welt liegt, welche diese Summen nicht alleine aufwarten können.

"Die Studie zeigt, dass der Schutz wichtiger Vogelgebiete auch fast drei Viertel der Gebiete unter Schutz stellt, die für Fische, Säuger, Amphibien und Pflanzen wichtig sind", erläuterte der Biologe Martin  Schaefer. Stuart Butchart von Bird Life International  erklärte weiterhin: "80 Milliarden Dollar (um die 62 Milliarden Euro) klingen nach viel Geld. Aber es ist eine Investition, keine Rechnung. Unsere Umwelt zu erhalten, ist wirtschaftlich notwendig" Weiter tatenlos zu bleiben, käme am Ende noch teurer.

_____________________Quellen: spiegel online; süddeutsche, science_______

 

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Kommentare (7)
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03.11.2012
Daizyy hat geschrieben:
ich hätte nie gedacht das soviel mehr für sinnlose Softdrinks ausgegeben wird als für den Naturschutz. Echt interessant!
16.10.2012
Alexbeppo hat geschrieben:
Interessante Daten, aber wirklic hwundern tun sie mich nicht.
16.10.2012
MaRyLoU hat geschrieben:
So hatte ich das ehrlich gesagt noch nicht gesehen ^^' Aber vermutlich habt ihr recht. Ich fand es nur so extrem wie viel für Softgetränke ausgegeben wird und wie wenig dagegen für den Naturschutz.

(Da mir jz die Überschrift auch ein bisschen unpassend erscheint werde ich sie ändern :))
15.10.2012
Schimon hat geschrieben:
Von Naturschutz ist in dem Bericht eigentlich garnicht die Rede. Du argumentierst nur mit Tier- und Artenschutz und dieser ist für die zukünftige Wirtschaft vollkommen irrelevant. Klimaschutz hingegen ist eine extrem wichtige Maßnahme für eine nachhaltige und stabile Wirtschaft in den kommenden Jahrzehnten.
Die Ethik spricht natürlich für den Schutz diverser Biotope und somit auch einigen Tierarten, aber gegen politische Maßnahmen mit ethischen Gründen zu argumentieren, stellt sich stets als äußerst schwierig heraus.
15.10.2012
Viveka hat geschrieben:
Interessanter Vergleich...Auch wenn ich nicht weiß, ob er so geeignet ist. Die Menschen können und wollen wahrscheinlich auch gar nicht mehr auf Softgetränke verzichten. Man muss aber versuchen, einen guten Mittelweg zu finden, also das man den Naturschutz unterstützt, aber auch nicht auf Softgetränke oder ähnliche Genussmittel verzichten muss.
14.10.2012
Jonpackroff hat geschrieben:
Softgetränke vs. Naturschutz? Ich weiß nicht so recht...
Ich weiß, dass dieser Vergleich nicht von dir herrührt sondern von Spiegel Online, allerdings dient er in dessen Artikel eher dazu, eine Größenordnung zu liefern. Diese beiden Dinge haben wirklich nicht wirklich viel miteinander zu tun. Das Trinken von Softgetränken schadet der Umwelt nicht mehr als das Trinken anderer Getränke und das eine schließt das andere noch lange nicht aus, wie du ja richtigerweise auch in deinem Artikel vermerkst.
Wer Durst, aber mal keine Lust auf Wasser oder Säfte hat, greift zu Softgetränken, daran ist nichts auszusetzen. Sicherlich wäre das Geld in Umweltprojekten besser angelegt, keine Frage.
Trotzdem macht es wenig Sinn, vor dem Trinken darüber nachzudenken, ob man nicht lieber Wasser getrunken hätte und das Geld gespendet. Würde man dies tun, müsste man es ebenso bei vergleichbaren Dingen machen, z. B. bei Brötchen, generell bei jeder Art von Konsum.
Dies wäre nicht nur ein riesiges wirtschaftliches Problem, sonder vielmehr auch eine deutliche Verschlechterung der Lebensqualität, welche in diesem Ausmaß gar nicht notwendig ist.
14.10.2012
Anne95 hat geschrieben:
Krasser Vergleich... Wer braucht schon diese Unmengen an Softgetränken, ehrlich mal?! Die sind ungesund und machen auf Dauer dick. Eine intakte Natur macht unsere Erde erst wirklich lebenswert. Warum also Geld verschwenden für etwas was uns nicht guttut? Die Leute müssen endlich umdenken!!!
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