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© WWF
"moderne Haustierhaltung"


von MarcelB
23.01.2011
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Ich dachte ich sehe nicht Recht, als ich eben Spiegel Tv gesehen habe.

Der Bericht „Der Dschungel im Eigenheim“ zeigte einige Deutschen Mitbürger, die den Reportern stolz ihre „Haustiere“ in der eigenen Wohnung präsentierten.

Tierfreunde nennen Sie sich, die 8 Alligatoren, 9 Schlangen oder 8 000 Spinnenarten Zuhause beherbergen.

Viele dieses Haustierhalten, geben ein Vermögen, nur für die Pflege der Tiere aus. Ein Alligator kostet den Besitzer allein pro Woche 100 Euro und darin ist ausschließlich das Futter berechnet.

Schauplatz Bayern: Hier „besitzt“ eine ältere Dame diverse Reptilienarten. Ihr Partner sagt, dass die Tiere meist besser verwöhnt werden als er selbst. Zur besonderne Vorstellung für die Spiegelreporter, füttert sie die Eidechsen. Dazu hat sie extra einen Käfig mit Mäusen Daheim. Eine ganze 25-köpfige Mäusekolonie lebt dort. Doch nicht, weil die Dame „Mäusefan“ ist, im Gegenteil sie ekelt sich vor den Tieren. Sie haben nur einen Sinn, als Nahrung ihrer geliebten Reptilien zu dienen!
Kürzlich, kamen neue Mäuse Babys auf die Welt. Diese verfüttert sie LIVE! vor der Kamera an ein Chamäleon. Sie sagt, anfangs fand sie es ein wenig komisch. Doch heute gehört es einfach dazu. Der Anblick erschüttert!

Dieses Video ist nichts für schwache Nerven! Überlegt euch gut, ob ihr es euch anschauen wollt. Peinliche Hintergrund Musik und Teenies, die so etwas "cool"  finden. In meinen Augen einfach nur peinlich.

Man sollte sich fragen, ob die Haltung der Tiere, die Besitzer in eine andere geistig Sphäre versetzt hat? Kein Tierliebhaber würde wilde Tiere in einem heimischen Gefängnis festhalten und andere gezielt für die Nahrungsmittelproduktion züchten.

Während ein Rheinländer mit Zwei Krokodilen im Wasser plantscht und die Jäger seine Hose zerfetzen, berichtet er was für einen Kampf er führen musste, um die Krokodile in die Nachbarschaft zu bekommen: Alle Mieter der näheren Umgebung, mussten einen Antrag unterschreiben, der die Haltung seiner Krokodile erlaubt. Er hat gekämpft und Zustimmung in seinem Dorf gefunden. Nun müssen alle Dorfbewohner mit der ständigen Gefahr leben, morgens von einem Krokodil geweckt zu werden.

In Schleswig-Hohlstein lebt eine Familie mit einem kleinen Mädchen, die eine Blutpython ihr eigen nennt. Die Schlange kann sich durch die ganze Wohnung frei bewegen. Das kleine Mädchen kuschelt oft mit der Riesenschlange, sie ist sich kaum der Gefahr bewusst. Jederzeit könnte die 2,5 lange Python zumentgültigen Würgegriff ansetzten und das Mädchen töten. Ihre Eltern sehen das „gechillt“.

In Sachsen lebt ein Mann, der sich als Hobby, das Sammeln von verschiedensten Spinnenarten gesetzt hat: Jahrelang „sammelt“ er auf 28m² Spinnen aus der ganzen Welt. Als er von den Reportern gefragt wird, welche seine Lieblingsspinne sei, sagt er nur, dass er keine habe. Gestochen wurde er schon oft, was ihn aber trotzdem an den Tieren so fasziniere, wisse er nicht: „Oft bewegen sie sich tagelang nicht, nur wenn ich sie füttere bewegen sie sich mal kurz“.

Doch die Reportage zeigt auch geschichtsphilosophische Seiten: Adolf Hitler, der wohl schlimmste Mensch des 20. Jahrhunderts, war Vegetarier. Und berichtete bei seinen Reden immer von den schlechten Bedingungen der Tierhaltung. Vielen Gästen wurde von seinen Umschreibungen der Lebensbedingugen von Tieren manchmal so übel, dass sie den Raum verlassen mussten. Speisekarten wurden speziell für ihn abgeändert. Sogar sein Programm passte er den Tieren an. Hitler zählt damit zu den wohl bekanntesten Vegetariern der Vergangenheit. Allerdings verschönert dies in keinster Weise sein schlimmes Handeln gegenüber anderen Völkern. Hitler und die gesamte NSDAP ist und bleibt Mörder, Täter und ein Vebrechen.

Was haltet ihr von diesen schlimmen Bedingungen für "moderne Haustiere"? Was kann man gegen diesen neuen Trend tun?

Quelle:

http://www.morgenpost.de/multimedia/archive/00360/Reptil_BM_Berlin_Be_360573b.jpg

http://cioppino.blogs.com/hungrig_in_san_francisco/images/theda_mit_aligator_1.jpg

http://www.salmonellablog.com/uploads/image/python300.jpg

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Kommentare (43)
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18.05.2011
Timo1998 hat geschrieben:
Also ich finde es schon schlimm mit der Futtertierhaltung, aber bei manchen Tieren muss man es machen ein Freund hat Leopardgeckso ( ich auch seit neustem)und da muss man die Heuschrecken auch lebend züchten zum füttern.
12.04.2011
Ramy hat geschrieben:
nicht nur das es für die Tiere gefährlich ist und auch nicht artgerecht ist es ja zudem auch für den menschen gefährlich und man sollte immer eins bedenken, das wilde tiere immer wild bleiben und wenn die einen tick bekommen, was alle tiere in gefangenschaft bekommen dreht es irgendwann durch und dann wars es das mit dem tier oder mit dir...also lasst den Tieren ihren lebensraum und ihre freiheit...nen krokodil in einer wohnung zu halten ist als würden wir in einem schuhkarton wohnen... und das wollen wir auch nicht !!!!
12.04.2011
Puma hat geschrieben:
Ich fände es gruselig,wenn ich lauter giftige & gefährliche Tiere im Haus hätte.Oder in der Nachbarschaft.Aber vor allem tun mir die Tiere leid.Ich will nicht wissen,wie wenig Platz so ein Krokodil hat.Solche Tierhaltung sollte gesetzlich verboten werden!!!
08.02.2011
WolfsRain hat geschrieben:
krokodile als haustier??? gehts eig. noch??!! diese tiere gehören doch nicht in die wohnung!!! wie kommt man überhaupt auf die idee wilde tire zu halten
30.01.2011
xXStraightEdgeXx hat geschrieben:
Tut mir leid wegen der schlechten Lesbarkeit. Das liegt aber daran, dass man hier keine Absätze machen kann - sobald man was abschickt, erscheint es leider als zusammenhängender Text.
Kürzer kann ich mich nicht fassen, wenn ich alle wichtigen Punkte ansprechen soll :-)
30.01.2011
Juliaaa hat geschrieben:
Jaap. Echt schlimm wie lang die Kommentare hier sind...da blickt ja keiner mehr durch.

Mmmh. Also ich denke, dass zum Beispiel meine Katzen sich meiner unterordnen. Jetzt sag mir nicht, dass das nicht geht. ich kann denen ohne Probleme Kunststücke beibringen und sie suchen immer die Nähe zu mir.
Was bedeutet denn artgerecht jetzt überhaupt?
28.01.2011
MarcelB hat geschrieben:
Die Frage die durch den Bericht ausgelöst werden soll lautet: Wer definiert eigentlich "artgerechte Haltung"?
Zoos definieren Artgerechte Haltung im Allgemeinen so, daß ein (Wild-)Tier dann Artgerecht gehalten wird, wenn es sich ohne Zwang in Gefangenschaft fortpflanzt.
Bis vor einiger Zeit waren Elefantengeburten in Zoos so gut wie unbekannt. Ihr versteht das alle glaub ich falsch. Der Schlüssel zu diesem Artikel ist die "richtige" Analyse. Es geht nicht darum schlimme, bestehende Bedingungen schlecht zu machen. Oder Terraristiker schlecht zu machen, die sich rührend um ihren "Exoten" kümmern. Ich wollte mich Zentral um die Prävention kümmern. Es ist wichtig, und das wurde schon gesagt, der Generation "Bild" klar zu machen, dass nicht der Mensch mit seinem Bedürfnis nicht allein zu sein, im Zentrum steht, sondern der Exot. Dieser sich an die neue Umgebung anpassen muss. Normalerweise geschieht dieser adaptive Vorgang nur in freier Wildbahn. Nun greift der Mensch mit ein. Können wir das legitimieren, frage ich mich da. Nur weil ein Tier artgerecht gehalten wird, heißt es nicht automatisch, dass sich das Tier auch wohlfühlt. Noch ein Tipp zum Kommentieren: Versucht euch kürzer zu fassen, lange Texte zu lesen und darauf einzugehen ist sehr schwierig und aufwendig.
27.01.2011
logeFS hat geschrieben:
@MarcelB,

Zuerst dachte ich: Wieder ein Blog-Beitrag, welcher die Exotenhaltung zum Thema macht. Alles sehr reisserisch - ohne Quellenangaben.

Dann sah ich Deine Frage: "Was haltet ihr von diesen schlimmen Bedingungen für "moderne Haustiere"? Was kann man gegen diesen neuen Trend tun?".

Zuerst zu den "schlimmen Bedingungen" für "moderne" Haustiere (lass uns bitte von Exoten sprechen, die Terraristik ist ebenso alt, wie die Aquaristik - aber zum Glück bis auf den Hype auf Farbmorphen noch nicht so verkommen; Haustiere sind es ebenfalls nicht, da es sich um Wildtiere handel):

Die Medien werden immer nur Beiträge produzieren, die sich verkaufen. Einen Beitrag über die verantwortungsvolle Haltung lässt sich nicht verkaufen - das möchte die Große Masse nicht sehen. Ich habe über die vielen Jahre, wo mich das Thema begleitet keine Schlimmen Dinge gesehen. Schau mal unter www.dght.de, sicher ist in Deiner Nähe eine Stadt- oder Regionalgruppe. Sicher kannst Du Dir dort den einen oder auch anderen Vortrag von Haltern von Exoten anhören - vielleicht hilft Dir das Dein Bild zu vervollständigen.

Gegen den Trend, dass sich manche Leute immer wieder auf bestimmte "Modetiere" stürzen kann man relativ wenig, bis gar nichts machen. Diese Leute interessieren sich auch nicht wirklich für diese Tiere. Hat es immer schon gegeben und wird es immer wieder geben. Traurig, aber wahr.

Zu Deinem Text muss ich sagen:
Ich finde es doch sehr beachtlich, dass sogenannte "Tierschutzorganisatoren" immer wieder diese Texte ins Netz setzen. Ich finde es ebenfalls beachtlich, dass immer wieder willige Nutzer finden, die von dem Wahrheitsgehalt einfach überzeugt sind - ohne das jemals zur Story belastbare Angaben zu Quellen gemacht werden. Generation "Bild"-Zeitung?

@Salissa, kurz zum Nachdenken: Ein kleiner Italiener ... in Offenbach. Er ist schon seit Jahren willig und posiert stetig vor der Kamera. Und immer nur er und so penetrant. Warum? Persönlich finde ich die Frage um das Warum am interessantesten. Den Italiener muss man nicht mögen, seinen Umgang mit seinen Panzerechsen schon gar nicht gut finden.

Dein Artikel ist einseitig gefärbt - Deine Aussagen werden an keiner Stelle belegt - Alles nur: "Hören, Sagen"?

Dein Persönliches Fazit: "Reptilien gehören von Natur aus in die Natur. " würde ich auch gerne unterschreiben, wenn da nicht der Artenschutz und vorallem der Gedanke der Erhaltung von Arten wäre.

26.01.2011
webtile hat geschrieben:
Noch zu deiner anmerkung bezüglich des Reihenhauses: für potentiell gefährliche Tiere (Krokodile, Riesenschlangen und große Echsen) gilt die Gefahrtierverordnung. Diese besagt bestimmte Schutzmaßnahmen die erfüllt werden müssen (das wird wenn es dem vet.Amt bekannt ist sogar relativ gut kontrolliert) so z.B. darf auch ein eindringen dritter Personen zu dem Tier nicht möglich sein.
26.01.2011
Salissa hat geschrieben:
Ich habs auch gesehen. Furchtbar dass es erlaubt ist, die Tiere zu halten, vor allem, dass Krokodile in einem REIHENHAUS gehalten werden können.
Erstmal ist das für die Nachbarn störend, ich würde es nicht tolerieren, außerdem ist die artgerechte Haltung nicht gegeben.
Die Tiere werden verwöhnt ohne Ende und kennen das Leben in Freiheit nicht. Aber ich denke sie haben den Drang sich auszuleben.
Die Besitzer sollen sich nicht wundern, wenn die Tiere sich wehren oder sie angreifen.
Dann sind aber wieder die Tiere schuld.. und werden aus Aggreesivität eingeschläfert.
Ist das fair?
25.01.2011
xXStraightEdgeXx hat geschrieben:
Zu Marcel: Es sollte kein persönlicher Angriff auf dich speziell sein, ich kann es nur nicht leiden, wenn Dinge pauschalisiert werden, wenn man nur eine einzige Quelle vorliegen hat.

Für mich gibt es keinen Grund, für bestimmte Tierarten ein generelles Haltungsverbot auszusprechen. Das Problem ist (davon abgesehn, wenn ihr gegen jedwede Haltung von z.B. Exoten seid), dass ihr nicht daran denkt oder euch nicht vorstellen könnt, was Menschen, für die das wirklich das Wichtigste ist, auch als Privatleute für ihre Tiere auf die Beine stellen können! Natürlich kostet es für große Tierarten unfassbar viel Platz und Geld, aber manche Leute haben diese Möglichkeiten! Warum sollte ich dann also die Haltung einer Kornnatter erlauben und eine Netzpython verbieten?! Selbst bei tödlich giftigen Tieren, die mir persönlich im Leben nicht ins Haus kämen, kann ich mich nicht für ein generelles Haltungsverbot aussprechen, da ich weiß, dass es Leute gibt, die wirklich Ahnung und die Möglichkeiten haben diese Tiere zu halten! Deswegen ist es für alle Beteiligten (wiederum außer für die, die gegen jede Tierhaltung sind) [sprich: verantwortungsbewusste Halter, Tiere, unbeteiligte Bürger, Behörden] das Beste, wenn es endlich diese einheitlichen und klare Vorschriften gäbe, die ich in meinem anderen Beitrag schon genannt habe. Im Übrigen bin ich auch ein absoluter Gegner, davon Tiere wahl- und grenzenlos aus der Natur zu ?rauben? und somit ein Gegner von Wildfängen und sogenannten Farmzuchten. Es gibt von vielen Arten schon weit mehr als genug Deutsche Nachzuchten.

Danke Nemo und Julchen. Zum Thema füttern im Terrarium. Wie füttere ich meine Schlangen? Zunächst muss man den Charakter der Schlange kennen lernen, darauf wird die Fütterung abgestimmt. Manche Schlangen sind keine guten Jäger, hier füttere ich tot, zum Schutz der Maus, damit sie nicht lange leiden muss und zum Schutz der Schlange, damit sie keine Futtertier-Bisse davon trägt. Die meisten Schlangen sind gute Jäger, hier füttere ich mal so, mal so. Wenn lebend gefüttert wird, hat die Maus keine Möglichkeit Panik zu entwickeln, da alles viel zu schnell geht. Die Mäuse merken so gut wie nie, dass die Schlange sie anvisiert, oft laufen sie sogar aus Versehen auf die Schlange zu. Sobald die Schlange schlägt, ist die Maus auch schon gefangen. Deswegen kann ich auch nicht wirklich den Einwand verstehen, dass die Maus in der Natur noch fliehen könnte. Schlangen sind keine Hetzjäger, sie sind Lauerjäger. Klar kommt es mit Sicherheit vor, dass auch mal ein Beutetier entkommt, aber meist merken die Beutetiere erst, dass die Schlange da ist, wenn es schon zu spät ist. Da werden (z.B.) Zebras, die von Geparden gejagt werden, extrem viel mehr Stress erleben!

Danke webtile und Nivis. Zwei Beispiele für allein durch Privathalter gerettete Arten sind das Przwalski-Pferd und der Mesopotamische Damhirsch. Arten die man noch hätte retten können, wenn es damals schon ein solches Bestreben in den Zoos gegeben hätte, wären z.B. das Quagga und der Beutelwolf.

Warum fragst du mich, wieso es keine Sachkundenachweis-Pflicht für andere Haustiere gibt? Ich habe keine Ahnung, wieso das noch nicht durchgesetzt wurde. Ich bin die Erste, die dafür plädiert, in erster Linie auch für ALLE Hundehalter, egal von welcher Rasse oder Größe ihr Hund ist! Nur so kann auch in dieser Hinsicht Gerechtigkeit den Haltern und vor allem den Tieren gegenüber geübt werden! Kein Hund wird böse geboren, das Problem ist immer am anderen Ende der Leine, deswegen hast du zwar Recht, dass es darum geht, dass die Leute ihre Hunde nicht erziehen. Aber darum ging und geht es definitiv nicht beim Großteil der Berichterstattungen in Zeitung und Fernsehen (und die BILD ist in Sachen blutrünstige Berichterstattung und Panikmache eben ganz vorne mit dabei). In der Presse geht es darum, willkürlich ausgesuchte Hunderassen zu diskriminieren und die Bürger gegen sie aufzuhetzen. Als Reaktion ernannten Politiker sich selbst zu Experten und verfassten nach eigenem Gutdünken irgendwelche Rasselisten. Wie Martin Rütter zu diesem Thema so schön sagt, als die Rassenliste in (ich glaube es war) NRW rauskam, hat er sich zu Wort gemeldet und erstmal klar gestellt, dass eine der aufgelisteten Rassen seit Jahren ausgestorben war. Damit zeigt sich, dass die Verantwortlichen wahrscheinlich einfach auf der Suche nach ?böse? aussehenden Hunden durchs Netz gesurft ist und sich welche rausgesucht hat?
Auch hier geht dieser Wahn vor allem auf Kosten der Tiere, die zuhauf im Tierheim landen und mal wieder werden nur die verantwortungsvollen Halter getroffen, weil diese sich viel Mühe geben und absurde Steuern zahlen und Auflagen erfüllen müssen. Die ganzen Idioten hingegen haben nach wie vor keine Skrupel, halten die Tiere illegal und werden, wie ich im letzten Beitrag schon sagte, mitunter noch mehr von den Listenhunden angezogen, um die ?bösen? Hunde als Statussymbol zu halten.

Wenn du der Meinung bist, dass man kein einziges Tier halten sollte, dann gibt?s da auch nichts zu diskutieren. Das ist eine Meinung, die sich jeder selbst bilden muss. Aber für alle anderen sollte es das Wichtigste sein, sich über die Haltung egal welchen Tieres Gedanken zu machen.

Ich möchte dazu aber noch etwas sagen: Ich würde mir niemals anmaßen zu behaupten, dass die Tiere, die (so) artgerecht (wie möglich) gehalten werden, auf jeden Fall rundum glücklich sind. Ich kann den Tieren nicht in den Kopf schauen, ich weiß nicht, ob sie das gut oder schlecht finden, ABER das kann eben auch niemand anders. D.h. Leute, die der Meinung sind, man solle überhaupt keine Tiere halten, können ebenso wenig ?nachweisen?, dass es die Tiere ja ach so schrecklich finden!

Ich denke nicht, dass die Tiere es zwangsläufig furchtbar finden in Menschenobhut zu leben. Würden sonst Greifvögel beim Freiflug auf den Handschuh des Falkners zurückkommen? Natürlich nicht. Ein Greifvogel ist nicht domestiziert. Er kann problemlos jagen, also alleine für sich sorgen. Er kommt auch nicht aus Zwang, denn keiner kann ihn einfangen, wenn er wegfliegen würde. Er kommt, weil er sich für das Futter entscheidet. Das heißt, es ist ihm scheinbar wichtiger an leichte Beute zu kommen, als in Freiheit zu leben. Greifvögel sind nicht dumm, sie wissen, dass sie irgendwann wieder in die Voliere kommen, wenn sie nicht wegfliegen. Genauso ist es mit Freigänger-Katzen. Auch die könnten sich gut selbst versorgen, aber scheinbar finden sies gut einen Dosenöffner zu haben und vielleicht mögen sie es ja auch einfach gerne, mal im warmen Wohnzimmer mit Herrchen oder Frauchen zu kuscheln! Ich halte das für durchaus wahrscheinlich :-)

Zu der Aufklärung des Missverständnisses (Marcel) möchte ich noch sagen, dass ich das nicht so verstanden hatte. Da ich den Beitrag nicht gesehn habe und somit nur deinen Text als Vorlage hatte, kann ich natürlich nicht wissen welche Bedingungen dort wirklich vorgeherrscht haben. Ich denke, ich habe klargemacht, dass ich tierquälerische Haltung, egal welcher Tiere, absolut nicht toleriere und definitiv für stärkere Kontrollen und Vorschriften plädiere.

25.01.2011
Nivis hat geschrieben:
Du kannst das Ganze auch in mehrere, kleine Berichte aufsplittern. In jedem Bericht behandelst du ein Thema...oder du beschreibst die Anschaffung eines bestimmten Reptils, von der Idee bis zur Ansiedlung im Terrarium...hm...
25.01.2011
webtile hat geschrieben:
Ja ich bin dabei :D Ist nur gar nicht so einfach keinen 10 Seiten bericht zu schreiben :D
Aber wenn jemand einen konkreten Punkt oder eine Frage hat kann er sie mir gerne schicken und ich baue sie dann ein...
25.01.2011
Nivis hat geschrieben:
@Webtile: "Dazu später mehr..." heißt das, dass du bald einen Bericht zu dem Thema veröffentlichst? =)
@MarcelB: Dir muss noch klar werden, dass eigentlich kein Tier in eine Wohnung geboren wurde, alle Tiere gehören ursprünglich in die Natur, ob es nun ein Hund ist oder ein Reptil. Von daher muss man, wie ich finde, unterscheiden, ob man nun generell über Haustierhaltung diskutieren möchte, oder über die Reptilienhaltung an sich. Das sind zwei verschiedene Paar Schuhe
25.01.2011
webtile hat geschrieben:
Ah, ok. Ich finde diese (also deine^^) Aussage zu persönlich geprägt und leicht missverständlich bzw. unverständlich. Man könnte da noch lange weiter drüber diskutieren aber ich lasse das mal so stehen. Falls du es auch so gemeint hast das man die Tiere nicht als Statussymbole verwenden soll gebe ich dir recht. Auf das Sofa zum kuscheln gehören sie sowieso nicht, aber dazu später mehr....
25.01.2011
MarcelB hat geschrieben:
Mein Kommentar lief auf Antwort von Nemu's Beitrag. Ich finde das driftet jetzt ein wenig zu weit ab, wie Nivis es schon sagte.
Mein Persönliches Fazit ist folgendes:
Reptilien gehören von Natur aus in die Natur. Genauso wie viele andere Lebewesen. Sollte eine Population gefährdet sein, ist es selbstverständlich okay wenn man sie einfängt und unter genauer Beobachtung untersucht und kontrolliert vermehren lässt. Ich zitiere mal die Stelle, die bei einigen von euch zu Missverständnissen geführt hat: "Man sollte sich fragen, ob die Haltung der Tiere, die Besitzer in eine andere geistig Sphäre versetzt hat? Kein Tierliebhaber würde wilde Tiere in einem heimischen Gefängnis festhalten und andere gezielt für die Nahrungsmittelproduktion züchten." Der Fehler hier liegt klar auf meiner Seite, ich dachte das wäre klar. Dieser ganze Bericht handelt ausschließlich von schlechter Haltung, die nicht tiergerecht war und ist. Mit meinem Zitat beziehe ich mich auf Halter, den nicht bewusst ist wie sie den Tieren schaden. Es ist hier die Rede von einer Schlange die beinahe die ganze Wohnung zur Verfügung hat und auf der anderen Seite die Tiere die der Python als Nahrung dienen. Diese Leben dann zu 12. in einem 1/2 m² Vogelkäfig. Die Halter der Mäuse ist den meisten egal..Hauptsache sie können Abends vor der Glotze mit ihrem Exot kuscheln. Ich denke des weiteren das dies die breite Masse trifft. Natürlich gibt es Ausnahmen, keine Frage! Aber nicht grade deswegen sind wir hier bei der WWF Jugend und diskutieren fleißig. Anderen ist es einfach scheißegal..und das finde ich schade! Ich hoffe meine Message wurde jetzt verstanden..

25.01.2011
Nivis hat geschrieben:
Ja, genau. Ich find es auch einfach witzig, wie man sich hier darüber beklagt, dass ein Terrarianer (schreibt man das so? ?_?) in die Natur eingreift, aber sich nicht darüber bewusst ist, dass man schon allein damit in die Natur eingreift, dass man nicht auf seinen CO2-Verbrauch achtet, dass man unsinnig Wasser verschwendet oder irgendwo seinen Müll abläd - ein Mensch greift nun mal schon von seinem Wesen in die Natur ein. Ich finde, dass man sich darum mal etwas mehr Gedanken machen sollte, denn durch dieses Verhalten werden ganze Populationen ausgelöscht oder sind es schon längst.
25.01.2011
webtile hat geschrieben:
Ja Nivis, und nochmehr: Terrarium könnte der Mensch eingreifen und das Leiden der Maus verkürzen wenn die Maus z.B. nach einem Angriff der Schlange nur verletzt wurde und die Schlange dann das Interesse verliert.....
25.01.2011
Nivis hat geschrieben:
Ich finde diesen Vergleich auch etwas komisch...das heißt in der Natur ist es eben egal, ob die Maus drauf geht...hätte sie eben mal schneller oder früher wegrennen sollen? Aber im Terrarium hat sie eben gar nicht erst die Möglichkeit und deswegen ist es unmoralisch? Naja...
25.01.2011
webtile hat geschrieben:
Ich verstehe nicht ganz auf welchen Beitrag du dich beziehst Marcel, aber hatte dein Schnitzel auch noch die Chance zu fliehen? Was ist mit den anderen Fleisch liefernden Nutztieren, z.B. für die Tiger im Zoo?
Durch die Haltung im Terrarium bietet man den Tieren einen sekundär Lebensraum, der sie vor den Umwelt zerstörungen des Menschen schützt und so ihren Erhalt für nachfolgende Generationen (Leitgedanke der Nachhaltigkeit) gewährleistet ist und so für spätere Ansiedlungsprojekte genutzt werden können (sowohl die Tiere als auch das durch die langjährige Haltung gewonnene Wissen)
25.01.2011
MarcelB hat geschrieben:
Nein. Im Terrarium herrschen eben nicht die selben Bedingungen wie in der Natur. Jetzt mal ganz praktisch: Wie fütterst du eine Schlange? Du schmeißt ihr eine Maus ins Zuhause und wartest. In der Natur ist das etwas völlig anderes: Da muss die Schlange für ihr essen selber Sorgen. Die Maus hat, im Gegensatz zum Terrarium, in der Natur noch die Chance zu fliehen. Die Wahl des Leben und Sterben trifft hier wieder der Mensch. Das war es, was mich an der Python gestört hat.
25.01.2011
Nivis hat geschrieben:
Ich finde, dass Webtile in seinem letzten Kommentar etwas sehr wichtiges angesprochen hat: Viele Tiere können in der Natur nicht mehr überleben, weil wir, der Mensch, seinen lebensraum bedrohen oder schon zerstört haben. Daher gibt es Artenschutzprogramme in Zoos oder eben von privaten Haltern. Man kann das ganze nicht schwarz oder weiß sehen, sondern hier sind viele Ebenen zu betrachten, die wir hier noch gar nicht erfassen konnten.
Ich finde deine Reaktion auch etwas übertrieben, MarcelB. StraightEdge hat einen guten, sehr qualifizierten Beitrag zu dieser Diskussion geleistet, dem ich nur zustimmen kann.
ich finde es immer sehr einfach und unüberlegt Sachen verbieten zu wollen, als sich darüber wirklich Gedanken zu machen und zu einer Lösung zu kommen mit der alle Parteien bestmöglich zurecht kommen. Und ehrlich gesagt bin ich hinter einige deiner Argumente nicht durchgestiegen...ich glaube, dass Halter exotischer Tiere mehr über das Tier und seine Herkunft wissen, als ein 'normaler' Hunde- oder Katzehalter. Ich habe selbst zwei Katzen und zwei Aquarien...klar weiß ich welche Rassen meine Katzen sind, aber ich hab nur wenig Ahnung über die Geschichte dieser Rasse und so weiter. Jedoch weiß ich über die Fische, die ich halte wohl Bescheid, weil es hierbei auch drauf ankommt, wie das Aquarium ausgestattet sein muss und welche Gegebenheiten geboten sein müssen. Von daher greift dein Vergleich mit den Hunden und Katzen nicht. Und ausserdem leben noch Vorfahren unserer Haustiere Hunde und Katzen in unserer Natur - die Wildkatze gibt es noch, der Wolf ist am zurückkehren.
25.01.2011
webtile hat geschrieben:
Ich würde dem Menschen nicht mit einer Maus im Terrarium vergleichen denn der Mensch hat sich (leider) aus der Nahrungskette verabschiedet.....
25.01.2011
webtile hat geschrieben:
Ja Urmeli, zu deinen ersten Sätzen: Klar da hast du recht und das wird auch von allen vernünftigen Haltern unterstützt, nur wie willst du soetwas nachprüfen? Das schafft man ja schon bei den "klassischen Haustieren" nicht. Auch große Reptilien wie Panzerechsen und Riesenschlangen sind es doch wert vor dem Aussterben geschützt zu werden?! Engagierte Privathalter schaffen es locker gleiche Haltungsbedingungen wie in einer zoologischen Einrichtung zu erreichen. Klar dies kostet viel Geld und viel Platz (z.B. den gesamten speziell dafür hergerichteten Keller) aber es kann zur Nachzucht einer bedrohten Art führen. Man kann sich halt nicht immer auf Mutternatur verlassen, da ursprüngliche Populationen vom Menschen zerstört und ausgelöscht werden. So gibt es von einer bestimmten Pfeilgiftfroscharte in Terrarien mehr Tiere als in der Natur, da sie dort nur in einem Wald auf einem Berg vorkamen der von den Menschen abgeholzt wurde.
25.01.2011
Anni09 hat geschrieben:
Ich habe mit keinem Wort gesagt, dass die Natur brutal ist. Für mich herrscht in einem Terrarium einfach keine Natur.
25.01.2011
Anni09 hat geschrieben:
Ich finde es nicht in Ordnung lebende Tiere zu verfüttern! In der Natur mag das ja auch total normal sein, aber dort haben sie wenigstens noch die Möglichkeit zur Flucht. In einem Terrarium nicht! Das ist einfach nur brutal. Ich würde euch mal gern erleben, wenn man euch in ein Terrarium ohne jegliche Fluchtmöglichkeit stecken würde.
25.01.2011
Juliaaa hat geschrieben:
"Ich finde es nicht sonderlich ekelhaft, dass lebende Tiere verfüttert werden. In der Natur werden sie auch nicht tiefgekühlt geliefert." DITO! Was ist schlimm daran, dass ein Schlange eine Maus frisst? Was soll sie denn sonst essen? Gras? :D "Peinliche Hintergrund Musik und Teenies, die so etwas "cool" finden. In meinen Augen einfach nur peinlich" Hääß Hab ich was nicht mitgekriegt? Was ist daran peinlich? Da frisst eine Schlange eine Maus, oder?!?! Dreh ich durch? ^^
24.01.2011
HannaS hat geschrieben:
Hallo xXStraight EdgeXx, danke für deinen Kommentar, ich finde es immer gut, wenn ein Thema von vielen Seiten beleuchtet wird und sich vor allem Leute zu Wort melden, die sich auskennen bzw. die es betrifft. Ich denke, Marcel, das sollte auch kein persönlicher Angriff sein, ist halt ein schwieriges Thema und ich kann mir schon vorstellen, dass man als Halter exotischer Tiere viele Vorurteile zu spüren bekommt.
Ich kann außergewöhnlichen Haustieren auch nicht viel abgewinnen, aber ich bin völlig deiner Meinung, dass Massentierhaltung etc. schlimmer ist, als selbst Futtertiere zu züchten und zu verfüttern. So hat man wenigstens, wie du schon sagst, die Kontrolle darüber, wie sie aufwachsen und muss nicht auf Tiere aus der "Fließbandproduktion" zurückgreifen.
Den Gedanken, dass es für exotische oder schwierige Haustiere strengere Auflagen bzw. Nachweise geben sollte, finde ich gut. Bei den traditionellen Haustieren, gerade bei Hunden, glaube ich, das geht zu weit. Zwar wäre es wünschenswert, wenn sich alle Halter viel mit dem Thema beschäftigen würden, aber selbst für Kinder gibt es ja keinen "Eignungsnachweis" - da wäre das für Hunde schon ein wenig übertrieben, oder?
24.01.2011
MarcelB hat geschrieben:
Als Autor dieses Artikels habe ich alle Kommentare durchgearbeitet, doch erst nachdem "Kommentar" von xXstraight EdgeXx werde ich mich auch mal in die Diskussion einschalten, da ich mich nun persönlich angegriffen gefühlt habe.

Jetzt mal ganz im Ernst, du als Halter einiger Reptilien, denkst doch wohl nicht tatsächlich, dass diese Arten dazu bestimmt sind 'Haustiere' zu sein?

Desweiteren ist deine Argumentation gegen mich lächerlich, wie ich finde. Nun mal ganz langsam mit den jungen Pferden! Ich kritisiere meinerseits kein Stück die Menge aller 'Exoten' Besitzer. Was stoppen muss sind die völlig übertriebenen 'Tierliebhaber', die allein aus egoistischen Gründen wilde Tiere aus der Umwelt rauben.

Die genannten Tierarten sind nicht für den "heimischen Gebrauch" gedacht! Sie gehören in die freie Wildbahn. Denkt doch mal zurück an die Zeiten, wo Hunde und Katzen noch zur Natur gehörten. Du weißt doch sicher selbst nicht, wo der ehemalige Lebensraum unserer heutigen Lieblingshaustiere lag. Also hör doch bitte auf solche laute Töne wie "Tut mir leid, wenn ich euch jetzt irgendwelche Illusionen nehme" oder "JEDER Terrarianer muss einen Sachkundenachweis gemacht haben!".

Ich sag dir mal was, wieso gibt's den denn nicht für andere Haustiere? Die Maulkorbpflicht hat sich ja durchgesetzt, da sollte es bei einem "Nachweis" nicht scheitern. Leute die sich für Vereinheitlichung auf Bundesebene aussprechen, verstehe ich nicht. Wiegt man die Argumente für beide Seiten ab, so wird man zum Schluss kommen, dass die Regelung auf Ländersache besser legitimiert werden kann.

Zur Kampfhunde-Debatte: Das die Politik oder Bürger handelten, weil die Bild schrieb ist mal völlig absurd. Alle Nationalen Medien berichteten drüber! Außerdem ging es darum, dass immer mehr Menschen ihre Hunde nicht mehr erziehen und deshalb kleine Kinder oder unschuldige Bürger zu Schaden kamen. Für Hunde gibt es einfach keine einheitliche Pflicht "Hundeerziehungsschulen" zu besuchen.

Ich scheue schon lange die Haltung von Haustieren ab. Es gehört zur Freiheit jedes Individuums, genauso wie es bei uns Menschen im Grundgesetz der Fall ist, nicht in Gefangenschaft leben zu müssen. Statt um Regeln für Haustierhaltung zu diskutieren, bedarf es einer Debatte um die Notwendigkeit überhaupt Tiere Zuhause halten zu müssen die doch eigentlich in die Natur gehören!
24.01.2011
Anni09 hat geschrieben:
@freyarn: Ich hab ja auch nicht gesagt, dass ich die Fütterung abartig finde, ich finde lediglich das Halten von exotischen Tieren abartig, denn diese Tiere gehören mit Sicherheit nicht in ein Wohnzimmer. Was ich aber nicht in Ordnung finde, wenn lebendige Tiere verfüttert werden.
24.01.2011
Maide hat geschrieben:
Haltung von Tieren, denen man kein natürliches Umfeld bieten kann, sollte verboten werden. Das gilt auch, oder vor allem, für Vögel oder alle anderen Käfig/Voliere/Terrarium/Aquarium-Tiere. Das ist unnötiges Leid zur Freude des Besitzers.
24.01.2011
xXStraightEdgeXx hat geschrieben:
Tut mir leid, dass es jetzt so ein fließender Text ist, eigentlich hatte ich es gegliedert, damit man es leichter lesen kann. Ich hoffe, es kämpft sich doch der ein oder andere durch, denn mir war es wikrlich wichtig das zu schreiben!
24.01.2011
xXStraightEdgeXx hat geschrieben:
Danke webtile und Nivis für eure durchdachten Kommentare.
Ich finde es immer sehr schade, dass die meisten Menschen, weil sie mal einen Beitrag im Fernsehen gesehen haben, sofort ein komplettes Thema verurteilen.
Wie schon gesagt gibt es sehr viele Terrarianer, die ihre Tiere so artgerecht wie möglich halten und teilweise sogar etwas zum Artenschutz beitragen. (Das bezieht sich auch auf Zoos, die ihre Sache gut machen, aber das ist ja hier nicht das Thema)
Diese verantwortungsvollen Halter sind die Ersten, die dafür wären, wenn es endlich sinnvolle Regeln geben würde für die Haltung solcher Tiere. Leider sind unsere Politiker aber zu selbstverliebt, als dass sie sich mal ernsthaft von Experten beraten lassen würden! Deswegen sind die Regelungen, die es schon gibt, meist absoluter Schwachsinn... an manchen Stellen viel zu hart, an anderen dafür viel zu lasch.

Sinnvoll wären:
- verbindliche Haltungsvorschriften (dh. Terrarienmaße, Terrarieneinrichtung etc.)
- Vorzeigen eines Sachkundenachweises beim Kauf eines Tieres (dh. JEDER Terrarianer muss einen Sachkundenachweis gemacht haben!)
- Giftschlangen und andere Tiere, die sehr gefährlich oder tödlich sein können, dürfen nur mit einem besonderen Sachkundenachweis gehalten werden
- Kontrolle durch Veterinäramt, zumindest bei gefährlichen oder schwierig zu haltenden Arten
- einheitliche Regeln für ganz Deutschland; ein Tier wird nicht plötzlich gefährlicher, nur weil es die Bundeslandgrenze überquert!

Ich bin auch dagegen, dass jeder x-beliebige hingehen kann und sich ein Gifttier oder einen Babyalligator für ein paar Euro besorgen kann, aber es ist definitiv der falsche Ansatz dann einfach die komplette Haltung exotischer Tiere verbieten zu wollen. Es ist nämlich nunmal so, dass die Leute, die sowieso keine Skrupel und kein Verantwortungsbewusstsein haben, trotzdem noch an die Tiere kommen; oft werden diese sogar noch mehr davon angezogen, wenn es verboten und ?böse? ist. Die Leute jedoch, die wirklich Ahnung haben und wirklich damit umgehen können, die werden dadurch mal wieder getroffen! Das sind nämlich dann diejenigen, die sich auch daran halten! Somit treffen generelle Verbote immer die Falschen!
Wo ich allerdings wirklich wütend werde, ist wenn ich so etwas lese:
?Kein Tierliebhaber würde wilde Tiere in einem heimischen Gefängnis festhalten und andere gezielt für die Nahrungsmittelproduktion züchten.?
Darf ich mal fragen, in welcher Welt ihr lebt? Es scheint zwar einige unter euch zu geben, die sogar Hundehaltung ablehnen, aber ich glaube kaum, dass das die große Mehrzahl ist? Was meint ihr, fressen die?
Ich züchte auch Mäuse und Ratten zu Hause für meine Reptilien und die haben definitiv ein besseres Leben als Massentierhaltungskühe, die zu Hundefutter verarbeitet werden oder gefrostete Mäuse, die ich im Zoofachhandel kaufe! Tut mir leid, wenn ich euch jetzt irgendwelche Illusionen nehme, aber Tiere fressen einander nunmal, das hat die Natur so eingerichtet! (Zu den Leuten, die meinen, sie müssten ihre Hunde und Katzen vegetarisch ernähren sag ich jetzt nichts, außer dass mich sowas anwidert! Das hat sich die Natur nämlich nicht so gedacht!)
Zu Urmelis Kommentar in Bezug auf die Fütterung lebender Tiere: Ja du hast Recht, dass es offiziell verboten ist - Da hätten wir sie mal wieder, die ahnungslosen Politiker! Interessant, dass es wieder mal völlig in Ordnung ist, Eintagsküken aus Käfighaltung und Fleisch aus Massentierhaltung zu verfüttern, aber es ist ja ach so brutal und grausam, wenn beispielsweise eine Wachtel, die man in eine Adlervoliere setzt, innerhalb von einer Sekunde tot ist. (Ich habe in einer Falknerei gearbeitet und weiß, wovon ich spreche.) Genauso ist es mit der Reptilienfütterung. Ich kenne meine Schlangen ganz genau und weiß wer ein guter Jäger ist. Da leidet keine Maus lange!
Zum Thema Presse: Klar kann man solche Beiträge schauen und selten wird ja auch mal die andere Seite, nämlich verantwortungsbewusste Halter gezeigt. Aber ich möchte euch doch alle herzlich bitten: Wenn ihr sowas seht und euch drüber aufregt, dann informiert euch noch in anderen Quellen über dieses Thema! Leider wird nämlich viel zu oft eine Hysterie geschürt, die völlig fehl am Platz ist, wie, um ein anderes Beispiel zu nennen, die ganze ?Kampfhund?-Debatte. Diese wurde nur durch die reißerische Berichterstattung der BILD-Zeitung angestachelt und auch dabei ließen und lassen sich ja leider bis heute nicht nur die Bürger, sondern auch die Politiker viel zu sehr beeinflussen.
24.01.2011
webtile hat geschrieben:
Da ich selber keine Wirbeltiere verfüttere habe ich mich mit dem Thema und den Paragraphen noch nicht so befasst und es wird, auch in unseren Reihen kontrvers diskutiert. Denn die Frage ist auch: Wenn man Frostfutter kauft (also als TK-Ware, versteht ihr?) wie hat der Züchter die Tiere dann umgebracht? Läuft es in einer großen konventionellen Futtertierzucht (Da komme ich gerade auf die Idee von Bio-Mäusen... :D) nicht vllt sogar schlechter (für die Tiere) als bei einer kleinen Nebenbei-Hobbyzucht?........
Im Tierschutzgesetz heißt es glaub ich z.B. das man Wirbeltiere artgerecht und ohne vermeidbares Leid töten soll, nur was heißt das jetzt in der Praxis???......Vllt hat ja jemanf Lust im DGHT Forum nach der Diskussion zu suchen......
24.01.2011
webtile hat geschrieben:
Es gibt Haltungsverbote Exotischer Tiere, dies ist bis jetzt jedoch Sache der Länder, sodass es keine bundeseinheitlich Regelung gibt.
Auch können Ausnahmegenehmigungen für einen Halter und eine bestimmte Art und Anzahl an Tieren erteilt werden.
Ihr Wissen können engagierte Halter z.B. durch den Erwerb eines Schkundenachweises, auch wenn dies noch kein offizielles Papier ist vorweisen. Diesen Bedarf hat auch die DGHT erkannt und versucht dem Gesetzgeber hierbei mit dem Fachwissen zur Seite zu stehen.
24.01.2011
Angelina hat geschrieben:
Oh mein Gott, ich habe mir dieses Video angesehen aber nur kurz weil das richtig ekelig war!
Es ist wirklich schlimm wie manche Tiere dort gehalten werden, da es bestimmt nicht argerecht ist! Ich stimme Nivis zu , dass die Halter dieser Tiere eine Schulung haben müssten oder eine Genehmingung...!
24.01.2011
webtile hat geschrieben:
Hallo Leser,

Klar sind die meisten in dem Bericht geschilderten Verhaltensweisen eine absolute Unverschämtheit.
Trotzdem muss ich die Quelle etwas kritisieren, handelt es sich bei solchen Sendungen der privaten Sender leider meist um die sensationsgeilheit der Reporter. Selten werden verantwortungsbewusste Terrarianer zu Rate gezogen.
So schützen diese Halter, die sich zum Beispiel in dem weltgrößten Verein DGHT - Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (www.dght.de) zusammen tun bedrohte Arten und sammeln ein unendliches Wissen über deren Lebensweise in Natur und Gefangenschaft.
Man darf halt wegen einigen negativ Beispielen, die es in jedem Hobby gibt, nicht gleich ein ganzes Hobby verurteilen. Aber jeder betroffene wird es wissen: nur negatives schaffte es in die Presse und bleibt hängen.

Hat jemand ernstgemeinte Fragen zu dem Thema Terraristik kann er oder sie sich gerne an mich ober direkt an die DGHT wenden, ich würde mich freuen.
Denn die verantwortungsbewussten Halter versuchen selber gegen diese negativ Beispiele vorzugehen und für eine Aufklärung der breiten Masse zu sorgen!


Grüße Lasse
lassebrandt@gmx.de

PS: es heißt Chamäleon
24.01.2011
Nivis hat geschrieben:
Also Marcel, du hast du ein sehr gutes aber sehr weitreichendes Thema angesprochen, das, wie ich finde, viele Facetten hat und man deshalb nicht einfach sagen kann "Boah, ist das scheiße" oder "Ist doch ok.". Ich denke, dass wir uns alle einig sind, dass diese genannten Beispiele von dir Extremfälle sind, die man nicht gutheißen kann, weil die Tiere nicht artgerecht gehalten werden können. Prinzipiell vin ich nicht dagegen, dass manche Menschen, die sich für Reptilien interessieren, auch welche 'halten'. Da kommt es zum Beispiel auf die Tiere an und auf die Ausstattung des Terariums und so weiter. Ich bin aber auch der Meinung, dass es Grenzen gibt...und die sind für mich bei einem Alligator oder einer riesigen Python einfach überschritten. Und hier müsste es einfach verschärfte Gesetze geben, die das regeln. Das betrifft nicht nur die Art der Tiere, sondern auch die Menge, was ich aber nicht nur auf Reptilien beziehen würde,sondern generell auf Haustiere. Ich habe kürlich auch eine Reportage gesehen, da hat ein mann eine Zucht mit giftigen, bedrohten Froscharten aufgemacht. Dieser Mann ist Tierpfleger gewesen und kannte sich mit den Tieren aus und vermittelte die Tiere danach auch an Zpss und ähnliches weiter. Das dient dem Artenschutz, was ich wiederrum gut finde. Es gibt also Menschen, die durchaus damit etwas gutes tun können. Diese Menschen müssen aber dann geschult sein und sozusagen eine 'Sondergenehmigung' haben. So sehe ich das.
24.01.2011
Stoffie hat geschrieben:
ich finde ein hund ist ein tolles haustier wenn man viel mit ihm rausgeht und der hund sich viel bewegen kann. oder ein pferd das man dann aber auch nicht nur in seiner box stehen lassen darf.
schlangen spinnen krokodile bleiben sehe ich nicht als haustiere an und sie sind nun mal wilde tiere und es geht einfach nicht das sie so gehalten werden. ich finde selbst in zoos werden solche tiere oft auf viel zu kleinen raum gehalten.
eine freundin von mir hat zum beispiel degus (auch strauratten genannt). anstatt sie in einem relativ kleinen käfig zu halten hat sie einen 2m hohen und 2 m breiten käfug gebaut damit ihre degus mehr platz haben. so etwas sehe ich dann schon eher als artgerechte haltung an, als eine schlange durch die wohnung schlängeln zu lassen wo doch eigentlich dieser raum völlig fremd ist und nicht mal ansatzweise etwas mit ihrer natürlichen umgebung zu tun hat.

und jetzt noch mal zu hitler: ich hätte nicht gedacht das ein mensch der so viel schlimmes vielen millionen menschen angetan hat vegetarier war und das er sich über die schlimmen bedingungen der tierhaltung beklagt, wo es zu dieser zeit warscheinlich noch nicht viele andere menschen genauso beklagt haben über die grauenhaften bedingungen.
24.01.2011
Freyarn hat geschrieben:
Prinzipiell bin ich auch nicht großer Fan von "ich kauf mir ein Tier und sperr es in ein Käfig zum anstarren"
Was ich aber nicht verstehe ist, was daran abartig sein soll, wenn z.B. diese Schlange (Kornnatter wenn ich mich nicht irre) ihre Beute frisst bzw. die schlange gefüttert wird. Ich meine irgendwie muss das Tier ja fressen und ich bin ehrlich gesagt froh das die Tiere was bekommen, es gibt weitaus schlimmere Situationen wo Reptilien und andere Tiere vernachlässigt werden.
Jeden anderem "gewöhnlichen" Haustier wie Katze gibt man auch Futter, bzw. Katze bringt ihr Futter mit und das ist weitaus krasser anzuschauen wenn eine Katze ihre Maus "totspielt".
Das einzig schlimme ist und das kann ich nachvollziehen ist die übertirebene Musik und das Schlangenbesitzer eine eigene Mäusezucht haben.
24.01.2011
Anni09 hat geschrieben:
Das ist doch total abartig! Einer aus meinem Dorf hat zwei oder drei Aligatoren und lässt die frei im Haus rumlaufen und sein Baby liegt im Maxi Cosi und schläft. Einfach unverantwortlich, sowohl den Kindern als auch den Tieren gegenüber.
Die armen Tiere können doch niemals artgerecht gehalten werden. Auch wenn das irgendwie möglich wäre, gehören diese Tiere nicht in eine Wohnung sondern in die Natur.


24.01.2011
Zerschmetterling hat geschrieben:
Wildtiere gehören für mich nicht in die eigenen vier Wände. Man kann doch auch den Lebensbedingungen der Tiere zu Hause gar nicht nachkommen.
Und es stimmt, gefährlich ist das auch.
Wenn eine Katze dich kratzt, ist es ja noch nicht so wild, aber wenn der Aligator oder die Schlange mal einen schlechten Tag hat, geht das nicht so glimpflich aus.

Trotzdem finde ich das letzte Foto sogar schön. Dort ist die Schlange friedlich und das Kind hat ein tolles Vertrauen zu dem Tier. Ich finde das Bild harmonievoll.
Auf dem Bild hatte die Schlange einen sichtlich guten Tag, aber wie schon geschrieben, es bleibt ein Wildtier mit Gefühlen und wenn das Tier mal schlecht drauf ist, kann das vlt. such anders aussehen.
24.01.2011
midori hat geschrieben:
Ich habe den Bericht leider nicht gesehen, aber ich schätze das auch sehr kritisch ein. Wir haben schon genug Tiere für den "Hausgebrauch" domestiziert. Ich denke von exotischen Tieren sollten wir absolut die Finger lassen. Zum einen können wir ihnen, was auch immer wir anstellen, kein artgerechtes Leben ermöglichen und zweitens, vermute ich, wird die Rate der artgeschützten geschmuggelten Tiere deutlich zunehmen, sollte dieser Trend nicht bald wieder abebben. Es wäre schlimm, wenn hier bald jeder ein Krokodil oder Alligatoren hält, so wie es die Amerikaner mit Tiger zu tun pflegen.
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