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Mode-Recycling // Flasche wie Hose


von Laura619
30.09.2015
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Hallo ihr Lieben!

 

 

Heute möchte ich euch ein Update zum Thema recyclebares PET geben, welches heutzutage immer öfter dazu genutzt wird, um weiche, atmungsaktive und vor allem für die Umwelt verträgliche Mode herzustellen.

Recyceltes PET ist tatsächlich perfektes Rohmaterial zur Herstellung von Kleidung. Wieso das ? Hier ein paar Fakten...

 

Ideenursprung

Das Prinzip des PET-Recyclings ist mehr als 20 Jahre alt. Damals brachte der Outdoorhersteller Patagonia Fleecejacken aus PET raus, doch erst nach der Einführung des Dosen- und Flaschenpfands im Jahr 2003 entstand aus den vielen vermeintlich unbrauchbaren Plastikflaschen ein gutes Geschäft für die Recyclingbranche.

2013, also zehn Jahre später, brachte der Musiker und Produzent Pharrell Wiliams für G-Star eine eigene Denim-Kollektion aus recyceltem PET auf den Markt. Zu erwerben waren Jacken, Hemden und Hosen aus Plastik, das zuvor aus den Ozeanen gefischt wurde.

 

Ablauf der Verarbeitung

Da leider nur 1/5 der leeren Plastikflaschen wiederverwendet werden können, geht der Rest fast ausschließlich in die Textilindustrie. In Deutschland werden schon einmal 95% der 16 mio Tonnen PET-Flaschen zurückgebracht. Recyclinghändler kaufen den Supermärkten dann die Flaschen ab und bringen sie in Recyclinganlagen, wo sie anschließend zu "Flakes", also handgroßen Schnipseln, zerkleinert und von Rückständen befreit werden.

Dann werden sie nach China geschifft, weil die Weiterverarbeitung dort billiger ist. 

Dort werden die Plastikteile zerschreddert, in Seifenlauge gewaschen und eingeschmolzen. Im Anschluss wird die Schmelzmasse von Spritzdüsen zu langen Polyesterfäden gestreckt, zu Garn verdreht und aufgespult. Diese Garne sind zwar sehr dünn, aber dennoch sehr belastbar und reißfest. Zum Schluss werden sie zu Stoffstücken gestrickt und zurück nach Deutschland verfrachtet. 

Je nach Größe und Dicke entstehen aus ca. 20 Flaschen ein Pullover, Socken kann man aus weingier als einer Falsche herstellen.

 

Vorteile & Umweltverträglichkeit

Obwohl das Material für die Textilien aus recyceltem PET einmal um den Erdball verschifft werden muss, Chemie zum Einsatz kommt und es, wie jeder Kunststoff, aus Erdöl besteht, gibt es dennoch 2 klare Vorteile der Kleidung aus Meeresabfall:

1. Um 12 PET-Flaschen herzustellen, braucht man einen Liter Erdöl. Das entfällt beim Recycling komplett. Auch beim Wiederaufbereitungsprozess wird nur so viel Energie benötigt wie bei der Herstellung von neuen Plastikflaschen (minus Energie und Emissionen, die beim Abbau von Erdöl verbraucht werden).

2. Gegenüber Wolle oder Baumwolle haben PET-Garne den Vorteil, in der Weiterevrarbeitung insgesamt weniger Wasser zu verbrauchen. Außerdem entziehen Baumwollpflanzen dem Boden Nährstoffe und brauchen große Anbauflächen. Auch diesmal schneidet das PET in der Ökobilanz besser ab. Darüber hinaus lohnt sich die Verwertung nicht nur ökologisch, sondern auch wirtschaftlich, denn der Materialwert eines PET-Pullovers liegt bei unter 50 Cent. 

Positiv ist auch zu vermerken, dass die Nachfrage weltweit stetig wächst, sodass die Hoffnung, dass in Zukunft weniger Plastikmüll in der Umwelt entsorgt ist, nicht ganz unberechtigt ist.

Momentan schwimmt nämlich im Nordpazifik ein Plastikteppich, der so groß ist wie Mitteleuropa und in dem sich Meeressäuger verheddern oder den die Sonne so weit zersetzt, dass die kleinen Plastikteilchen von den Meerbewohnern für Nahrung gehalten werden. Die Tiere ersticken qualvoll an dem Plastik oder verenden an den gitfigen Stoffen des Plastiks.

 

Weitere Verwendungsmöglichkeiten von Plastik

Inzwischen gibt es nicht nur Kleidung aus recyceltem Plastik zu kaufen, auch Alltagsgegenstände wie Schlafsäcke, Rücksäcke oder Zelte (z.B. von Vaude), Handtaschen (Matt&Nat, Roeckl), Sneakers (Veja), und sogar Autositze gibt es inzwischen aus PET.

Recycelte Plastik-Jeans gibt es von G-Star, Kuyichi und C&A. 

 

 

Wenn also einige von euch noch ein paar neue Jeans oder ein neues Hemd für den Herbst brauchen, dann schaut doch mal auf der Webseite von G-Star Raw vorbei.

 

>>FOR THE OCEANS

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