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Mensch und Geld, Geld und Mensch


von MaRyLoU
15.02.2012
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Geld, money, l’argent … Verschiedene Sprachen und doch bedeuten sie das gleiche. Unser deutsches Wort ist Geld. "Volkswirte nennen Geld ein Zahlungsmittel, für Soziologen ist es ein Mittel sozialer Differenzierung, für Moraltheologen die Inkarnation des Bösen, für Ethnologen dient es als Kultobjekt, und Juristen sehen darin einen Rechtsanspruch, für Literaten ist es eine Chiffre für Habgier, und für Dostojewski zählt es als „geprägte Freiheit“. Kritiker bezeichnen Geld als „Satans goldgewirkte Schlinge“." Geld spielt eine wichtige Rolle in unserem Leben. Spielte es schon immer. Und für manche vielleicht die wichtigste? Geld bedeutet die Möglichkeit etwas zu kaufen. Ob es nun Autos, Häuser, Lebensmittel, Wasser, Papier, Strom, Spiele, Möbel oder Kleidung und, und, und sind… Geld bedeutet Besitz und die Grundlage zum Leben. Dabei handelt es sich nur...Ja, um was? Um kleine Runde, platte Kreise und rechteckige, dünne Papierscheine. Und diese bestimmen hier über unser Leben. Ob wir es im Winter warm haben, auf der Straße frieren, im Sommer verreisen oder eine Flasche Wasser trinken. Geld ist unser Handel. Geld bedeutet Wirtschaft und Wirtschaft bedeutet Geld. Es bleibt eine Lebensgrundlage. Doch was bedeutet Geld für den Menschen persönlich? Verändert es den Menschen? Lässt es uns skrupellos andere ausbeuten um am meisten zu haben? Wie krass ist der Wettstreit/ Wettkampf ums Geld, wenn wir dafür andere hungern lassen und Firmen für den eigenen Profit Regenwälder abholzen und dort den Einwohnern ihr Zuhause nehmen?! Geldgier, Macht und Sorgen – wären wir ohne Geld besser dran? Doch würde das überhaupt funktionieren?

Studien zu Folge verändert Geld den Menschen, bzw. dessen Psyche tatsächlich. So verändert Geld z.B. Beziehungen. Die Studie von Richard Ryan von der Universität von Rochester, New York sagte aus, dass Menschen die sich Ruhm und Geld zum Ziel gesetzt haben,  ihre Beziehungen zu Freunden und Partnern negativer schilderten als Menschen mit anderen Zielsetzungen. Für sie waren andere Menschen oft nur Mittel zum Zweck. Experimente von Kathleen Vohs ergaben folgendes Resultat: “Money has been said to change people's motivation (mainly for the better) and their behavior toward others (mainly for the worse). The results of nine experiments suggest that money brings about a self-sufficient orientation in which people prefer to be free of dependency and dependents. Reminders of money, relative to nonmoney reminders, led to reduced requests for help and reduced helpfulness toward others. Relative to participants primed with neutral concepts, participants primed with money preferred to play alone, work alone, and put more physical distance between themselves and a new acquaintance.” * Der US-Wirtschaftspsychologe Daniel Kahnemann fand heraus, was man sich ja auch immer selber sagt, dass die Reichen keinesfalls glücklicher sind. Eher bleibt ein Jammerer immer ein Jammerer und ein Fröhlicher bleibt ein Fröhlicher. Und doch wollen alle Geld.

Und wie ist es dann erst wenn es um Riesensummen geht? Und wenn mehrere Menschen daran arbeiten, Geld zu horten? Wie z.B. im Unternehmen. Unsere Unternehmen in den Industrieländern geht es um Geld- was in dem Sinne auch natürlich ist, da ohne Geld nichts läuft. Jedoch ist die Geldgewinnungsart nur für die Firma am vorteilhaftesten. Geld für einen abgeholzten Regenwald und wenig Produktionskosten durch Kinderarbeit in armen Ländern. Doch damit kennt sich jeder ein wenig aus, auch wenn wir uns vielleicht schon daran gewöhnt haben.  Geld gegen Umwelt – so müsste das Motto einiger lauten. Selbst Staatsgelder werden in Massen ausgegeben und schaden dabei der Umwelt. Wir mit unserem Handeln – die mit ihrem Handeln. Der Volksmund sagt: „Geld regiert die Welt!“ Oder: „Nichts bringt den Menschen schneller um seinen Verstand als die Liebe und das Geld!“. Mit Geldpolitik konnte man immer Betrug, Verrat, Herzlosigkeit und Mord verbinden. Fürste, Könige und Päpste die im Mittelalter auf dem  |(c) C-PROMO| unrechten Pfad unterwegs waren und nun dafür in der Hölle schmoren. Okay, kleiner Spaß (: Da Geld auch dazu hilft, Not zu vermindern und Wohlstand zu erhalten kann man es auch als positiv betrachten. Geld erlaubt, den Austausch in Kauf und Verkauf zu unterteilen. Doch wie alles hat Geld eben auch seine sogenannten Schattenseiten. Doch es ist nicht alleine das Geld was „schlecht“ ist, sondern die mögliche Position die der Mensch zum Geld einnimmt. Geld wird oft mit Reichtum gleichgesetzt - es darf nicht zum Lebenssinn werden. Ludwig Börne sagte einmal: Reichtum macht das Herz schneller hart als kochendes Wasser ein Ei. Geld kann zu Neid, Habgier, Machtmissbrauch, Ungerechtigkeit, Hochmut, Stolz und weiterem führen. Liegt also z.B. Die Zerstörung des Regenwaldes nur am Menschen? Geld kann eingesetzt werden um der Umwelt zu schaden. Vermutlich ist das gar nicht die wahre Absicht. Aber Unternehmen gehen einfach über die nachfolgenden Umweltprobleme hinweg, da sie das sonst vom Profitgewinn abhalten könnte.

Ich habe mal eine Sendung gesehen und in der ging es um eine Dame, die ohne jegliches Geld lebte. Sie war zufrieden mit ihrem Leben so wie es war. Sie übernachtete dort wo es gerade passte und wo man gerade ein Zimmer frei hatte. Sie übernahm kleine Dienste und dafür bekam sie z.B. Butter. Kleidung trug sie Altkleider. Ein faszinierendes Beispiel ohne Geld zu leben. Doch würde das auch funktionieren, wenn alle so leben würden? Entweder man müsste alles selbsterzeugen – doch dafür fehlt der Platz- oder es gäbe noch die Möglichkeit zu tauschen. Würde das groß etwas verändern? Was wäre mit den Leuten die nichts zu tauschen zu haben? Ist Tauschen besser als Geld? Die Einführung des Geldes half jedoch eigentlich zur Reduzierung der vielen Tauschrelationen, da es beim Tauschen von Waren etc. keine richtige Einheit gibt. Daher wird Geld auch als Recheneinheit bezeichnet. Geld hat eben viele Bedeutungen.

Ist es uns überhaupt möglich ohne Geld zu leben? Wahrscheinlich erst mal nicht in unserer heutigen Gesellschaft – doch ist es ein interessantes Gedankenspiel. Und erschreckend zugleich, wozu Geld manche Menschen verleitet. Und genau das ist wahrscheinlich der wichtigste der Aspekt

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Kommentare (7)
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01.03.2012
KatevomDorf hat geschrieben:
guter bericht und tolles beispiel von MJ. es wird ja schon in den vermeindlich sozialen systemen versuch dem entgegen zuwirken mit steuern aber aus diesem grund wird eben noch mehr versucht von A zu erwirschaften um nochmehr aus dem kraislauf rausnhemen zu können. dabei ist man am ende doch nur konsument... und nützen tut enem das ganze gled eh nichts, wenn man tot ist oder inflation herrscht. da muss man eh selsbt etwas schaffen um voranzukommen. sollte es echt mal wider geben. dann fangen alle bei null an und ich wette akfrika würde uns rasendschnell in der entwicklung einholen, da sie 1. es gewohnt sind aus wenig viel zu machen und zum anderen nicht immer nur 2. von ihnen genommen wird, da bspw die infrastruktur nicht mehr vohanden wäre, wnen keiner da ist, der ssie bezahlen kann...
15.02.2012
Franzi hat geschrieben:
Ich denke dass Geld im Grunde nur ein Mittel zum Zweck ist. Es gibt nun einmal Dinge auf dieser Welt die für unsere Begriffe wertvoller sind als andere, teils weil sie selten sind oder man aus ihnen wiederum wichtige Sachen herstellen kann. Ob wir nun also mit Öl, Gold oder eben Geld handeln ist eigentlich egal. Das Problem liegt viel eher in der Natur des Menschen sich auf solchen sogenannten "Reichtum" zu fixieren und Geld zu horten, um eine oberflächliche Sicherheit vor den "Gefahren" des Lebens zu erlangen.
Angeblich ist der Mensch eine so höher entwickelte Rasse, doch manchmal benehmen wir uns wie triebgesteuert.... Aber auch das ist eine Entscheidungsfrage ;)
Vielen Dank für den tollen Bericht :)
15.02.2012
Anni09 hat geschrieben:
Geld kann Menschen wirklich richtig krank machen. Aber in den richtigen Händen kann man sehr viel Gutes damit vollbringen :D
15.02.2012
MJ1499 hat geschrieben:
Das Problem am Geld ist nicht das Geld, das Problem ist ein anderes. Ich möchte es mal an einem einfachen Beispiel verdeutlichen:

Jede Ware, die es gibt, verdirbt, nutzt ab oder ähnliches, wenn sie irgendwo rumsteht. Die Menschen versuchen deswegen, sie loszuwerden. Damit ist ein Kreislauf, in dem (nehmen wir zwei Parteien A und B) alle Waren immer hin- und herwandern. Geld verdirbt nicht. Dementsprechend wird also die Partei, deren Ware länger hält (Partei A), irgendwann sagen "wir kaufen nichts mehr", damit die andere Partei (B) den Preis senkt. Bei Partei A kommt also mehr Geld an, als ausgegeben wird. Damit ergibt sich ein Überschuss, sprich wir haben keinen Kreislauf mehr, sondern an einer Stelle wird etwas herausgenommen. Diese Waren fehlen jetzt im Kreislauf, das ist aber nicht zum nachteil von Partei A (die könnten ja jederzeit auf die Reserven zurückgreifen), sondern zum nachteil von Partei B, die unschuldig sind. Und das ist auch das Problem mit dem Geld: Irgendwer stoppt den Fluss und hat dann den Vorteil.
15.02.2012
gelöschter User hat geschrieben:
Ein sehr guter und interessanter Bericht..wirklich!
Also ich musste leider auch die traurige Erfahrung machen,wie Geld einen Menschen verderben kann...
Und wenn ich mich so umsehe geht es den meisten oft nur ums Geld. Selbst kleine Beträge,die einen nun wirklich nicht reich machen (wie z.B mal 5? im Jahr an den WWF zu spenden oder mal die Biomarmelade zu kaufen,die 50ct teurer ist) spielen eine wichtige Rolle.. traurig aber wahr "Geld regiert die Welt" :/
15.02.2012
Schimon hat geschrieben:
Man muss es auch so betrachten, dass wir Menschen stets auf dem Weg in Richtung "Perfektion" sind. Rückblickend auf die letzten Jahrhunderte hat sich so viel zum Besseren gewendet. Nur weil man selbst in heutiger Zeit lebt, heißt das nicht, dass die Entwicklung anhält. Klar könnte man ohne Geld leben, aber es würde alles nur schwieriger machen. Genauso könnte man nämlich mit Tauschwaren umgehen oder mit Diensten. Das wäre lediglich eine Regression der finanziellen Evolution. Man kann am Menschen auch nicht rütteln und ihn dazu bringen, nicht mehr das von dir geschilderte Verhalten aufzuweisen. Hätten wir dieses (geizige, egoistische etc.) Verhalten in Bezug auf Eigentum vor einigen Hunderttausend Jahren nicht gehabt, wer weiß, ob es uns heute noch in dieser Form gäbe oder es uns überhaupt gäbe.
Eine essenzielle Sache kann man aber sehr schnell sogar ändern. Wie es ebenfalls in der Evolution so war, gab es immer Sklaven, Gefangene und Untergeordnete. Heute sind das nunmal die Kinderarbeiter oder diejenigen, die für wenig Geld beispielsweise Metalle aus Mülldeponien sammeln usw. Daran ließe sich etwas ändern, soweit ist unsere Gesellschaft meiner Meinung nach schon.
15.02.2012
Jonpackroff hat geschrieben:
Sehr guter Artikel!
Ich sehe das genauso, Geld ist nicht schlecht, es kann nur manche Menschen dazu verleiten schlechtes auf Kosten anderer zu machen.
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