Fair, sozial, umweltbewusst!


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you drop


© WWF
Konsum und ethische Verantwortung


von Helen
09.12.2010
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Wir alle wissen es doch eigentlich: niedrige Preise drücken die Löhne in der Dritten Welt. Nur weil wir Klamotten schon ab ein paar Euros kaufen wollen, werden irgendwo die Arbeiter/innen in den Fabriken ausgebeutet und erniedrigt. Natürlich trifft eine große Schuld auch die Politik und die Unternehmen, aber was können wir verändern?

 

Hamburg - Der Preis spricht für sich: Ein T-Shirt und eine kurze Hose für Kinder kosten bei Lidl zusammen 4,99 Euro. "Welcher Kunde ist denn noch so dickfellig und weiß nicht, dass jemand für solche Preise büßen muss?", fragt Kirsten Brodde. "Trotzdem werden die Sachen weiter gekauft."  Zwar gibt es immer wieder einen Aufschrei der Empörung über die Methoden der Discounter,aber was ändern..tut sich nichts!

Natürlich ist es manchen auch finanziell nicht möglich faire, ökologische und soziale Produkte zu kaufen, sie haben überhaupt keine andere Chance, als die Billigprodukte zu kaufen. Aber um die Näherinnen vernünftig zu bezahlen, müssten die Klamotten  nur gering teurer werden, denn eigentlich geht es nur um ein paar Cent. Denn der Lohn der Näherinnen macht meist nur weniger als ein Prozent des Preises aus!
Dennoch wir haben die Wahl und was wir kaufen, das wird Produziert.         

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Nachhaltigkeit unserer Produkte. Dabei sind eine Wirtschaftsweise und eine Konsumkultur, die natürliche Ressourcen vernutzt und sie nach Gebrauch nicht in den Naturkreislauf zurückgibt, ebenso wenig Nachhaltig und zukunftsfähig wie ungerechte Arbeitsbedingungen und unfairer Handel.
Unsere Produktions- und Konsummuster sind erst dann im umfassenden Sinne ökologisch, gesellschaftlich und wirtschaftlich nachhaltig, wenn wir der Natur nicht mehr Rohstoffe entnehmen, als nachwachsen können.
Ein zukunftsfähiger Lebensstil umfasst daher den Kauf der "richtigen" Produkte, eine gewisse Umstellung und manchmal auch den bewussten Nicht-Konsum. Manchmal sollte man sich doch fragen: "Was brauche ich wirklich und was nicht?"

Zum Glück gewinnt die Nachhaltigkeit im Konsum bereits an Bedeutung: sei es durch die wachsende Nachfrage z.B. nach Bio-Lebensmitteln, nachhaltigen Geldanlagen oder nach nachhaltigen Tourismus angeboten. Doch leider ist dies immer noch stark in der Minderheit, oft durch Unwissenheit.
Deshalb ist die Politik gefragt, die staatlichen Rahmenbedingungen für alle Marktteilnehmer zu verändern. Der Durchbruch wäre, wenn die Ziele der nachhaltigen Entwicklung auch zur wirtschaftspolitischen Leitschnur und damit zur Orientierung für Investitionen, Forschung und Entwicklung der Unternehmen werden würden.

Die Verantwortung für die Konsumpolitik erstreckt sich also auf Politik, Unternehmen, Wissenschaft und natürlich...auf uns alle.

                                  

Hier noch ein paar Tipps:
http://www.saubere-kleidung.de/
http://www.nachhaltig-einkaufen.de/
http://www.fairtrade.de/
 

 

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,687968,00.html
www.nachhaltigkeitsrat.de/uploads/media/Broschuere Konsum und Nachhaltigkeit texte Nr 31 Maerz 2010.pdf
                                                       

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Kommentare (15)
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19.12.2010
Saida hat geschrieben:
Im einzel Fall vielleicht nicht aber wenn man das auf den ganzen Einkauf rechnet merkt man schon einen Unterschied. Du kannst ja mal nen Versuch machen ;) Würde mich interessieren, wenn du darüber einen Bericht schreibst :)
18.12.2010
Taki hat geschrieben:
Ist doch eine Klasse form der Wirtschfts und Aufbauhilfe wenn Billiglohn Länder was Produktives für die Weltwirtschaftshandel tun. Macht doch irgendwie Sinn Stadt ohne Geld als Detschland Billiglohnland Armut den vortschritt.
17.12.2010
Helen hat geschrieben:
16.12.2010
NilsR hat geschrieben:
Ich kauf auch ungern Markenprodukte, ich kaufe einfach Produkte aus z.B. reiner Schurwolle. Diese Produkte werden mit 100%ger Sicherheit in Irland oder England oder Schottlang gefertigt, dafür bezahlt man zwar etwas mehr, aber man unterstützt nicht mehr die Arbeit unter äußerst miserablen Bedingungen.
Die Adresse von dem Shop wo ich bestelle, geht auch telefonisch ist http://www.the-british-shop.de/ ich nehm immer besonders gerne die John Hanley Produkte weil das ein irischer Traditionsbetrieb ist (Kleinbetrieb)
16.12.2010
BackToNature hat geschrieben:
Ich finde bei Nahrungsmittel kann man auch als Normalbürger auf Bio und Faitrade achten. Das Angebot ist hier sogar im ganz normalen Supermarkt recht groß. Vorrausgesetzt man hat das Geld ;)
Aber bei Kleidung wird es schwieriger. Das Angebot ist wirklich sehr begrenzt und größere Auswahl an Bio bzw. Fairtrade Produkten gibt es nur in Onlineshops... Dazu kommen die Preise, die je nach Material echt heftig sind. Es bieten sich also kaum Alternativen. Und inzwischen weiß ja auch jeder, das sogar der gößte Teil der Markenprodukte unter miserablen Arbeitsbedingungen hergestellt werden... Ich denke die meisten sagen sich einfach: Was soll's? Ich kann ehh nichts ändern...
15.12.2010
Helen hat geschrieben:
ich komme noch mal kurz zum eigentlichen Thema zurück ;D
@Tasha: Ich stimme dir vollkommen zu. Ich denke nämlich auch, dass "Bio" und "fair" einfach schon nicht mehr normal, bei uns finden viele Jugendliche es auch "uncool". Dabei haben sie nicht mal eine Ahnung, dass Bio einfach noch die natürliche Form ist, ohne Chemie oder Genveränderungen usw.
14.12.2010
midori hat geschrieben:
@Gakje: Sehr interessant, was Du so geschrieben hast. Als Normalbürger hat man davon leider nie so viel Ahnung, dass man sinnvoll darüber diskutieren könnte. Bezüglich der HartzIV Gelder... es tut mir für die Personen leid, die sich wirklich bemühen eine Arbeit zu bekommen. Wenn ich allerdings die Familien aus meinem Block beobachte, dann lassen sie es sich damit richtig gutgehen. Dann noch Kindergeld drauf und fertig ist das entspannte Leben. Vielleicht kein Luxus, aber immerhin nicht arbeiten. Das macht mich auch fuchsteufelswild ö_________ö
14.12.2010
Taki hat geschrieben:
Hallo Gakje, ich stimme Dir mit Hartz VI völlig zu. Schau doch mal auf die Seite im Internt www.stadtohnegeld.de Das-Bedingungslose-Grundeinkommen Das ist doch wohl das Sozialste Systhem was es überhaupt gibt. Danke das Du mir so ausführlich geantwortet hast
13.12.2010
Taki hat geschrieben:
Ja da Ist das Problem Deutscland ist auch ein Billiglohn Land. Manche Zeitarbeitsfirmen zahlen nicht mal den Mindeststundenlohn. Noch immer hat sich die Deutsche Politik nicht dazu durchgerungen einen Mindestlohn per Gesetzt festzulgen. Was Also heißt, jeder muß Bilig einkaufen um der Steuerlast zum Leben zu mindern. Naja hinzu kommt noch Das sich nicht Jeder Teuer Markenklammotten leisten kann wenn er Hartz 4 bekommt. Also leisten wir doch mit den kauf von Billigwahren auch eine gute form der Entwicklungshilfe. Mann sollte ja nicht gegen den Globalen Handel sein. Wer Bilig Leben kann der sollte es auch tun.
11.12.2010
Saida hat geschrieben:
Ich kaufe bestimmte Lebensmittel wie Reis und Tee von Fairtrade. Würde man jedoch den ganzen Einkauf "fair" betreiben würde man schon einen deutlichen Preisunterschied sehen und ich glaube das können viele Leute nicht finanzieren.. Das ist meiner Meinung nach das größte Problem.
11.12.2010
Josephine hat geschrieben:
Ich glaube, dass sich der Großteil der Bevölkerung einfach nicht darüber im Klaren ist, wie schlecht die Arbeits- und Lebensbedingungen in der sogenannten "Dritten Welt" wirklich sind. Und ich muss ehrlicherweise sagen, dass ich auch nicht gewusst hatte, wie schlecht die Löhne tatsächlich sind. Dass die Näherinnen sehr wenig verdienen war mir klar, aber das es so wenig ist, hat mich einfach nur geschockt.
10.12.2010
Cata hat geschrieben:
das problem ist einfach, dass es bei uns keiner mehr kaufen würde, wenn man es fair, ökologisch und nachhaltig produzieren würde. ein Fußball, der bei uns 80 Euro im Laden kostet würde unter fairen Bedingungen hergestellt über 1000 Euro kosten. Wer bezahlt das für einen Lederfußball?
09.12.2010
Stoffie hat geschrieben:
danke für den bericht :)

du hast nochmals sehr gut verdeutlicht und auf das problem aufmerksam gemacht! "hauptsache ich verdiene geld!", dachte sich der einzelhandel und lachte sich tot.

die grafik veranschaulicht einem das nochmals sehr deutlich!
09.12.2010
Dragonia hat geschrieben:
So was nennt man schlicht und einfach "Ausbeutung"! So was ist einfach nur gemein wie Locke schon gesagt hat!!!
09.12.2010
Locke hat geschrieben:
sehr gute Grafik. Ganz schön gemein, dass der Einzelhandel so viel Geld bekommt, während andere hungern, weil der Lohn zu niedrig ist.
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