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Klonen von Tieren


von Cata
09.02.2010
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Seit Klon-Schaf Dolly im Februar 1997 erstmalig Schlagzeilen machte, ist das Thema Klonen ein Dauerbrenner. Seit im Januar 2008 zunächst die amerikanische Lebensmittelbehörde FDA grünes Licht für die Markteinführung von Produkten und Lebensmitteln geklonter Rinder und Schweine gegeben hat, droht nun auch die Europäische Union nachzuziehen. Doch das Klonen von Tieren ist bislang wenig »erfolgreich« und zudem mit zahllosen Tierversuchen, Leiden und Schmerzen verbunden.


Aktuell Klonen in der EU:


Vor der EU-Wahl am 7.Juni 2009 haben sich sämtliche Bundestagsfraktionen gegen das Klonen von Tieren zur Lebensmittelproduktion und gegen die Vermarktung von Milch und Fleisch solcher Tiere und ihrer Nachkommen gestellt. Doch ihre Vermarktung soll nicht verboten werden, sondern „geregelt“. Aber wenn man sich die Aussagen der Politker vor der Wahl anschaut ist dies doch ein Skandal. Wieso setzt sich keiner ein um Klonen abzuschaffen?


Was ist klonen überhaupt:


Unter Klonen versteht man die ungeschlechtliche Vermehrung von Organismen. Dabei kann es sich um einzelne Zellen oder auch um »ganze« Tiere oder Menschen handeln. Klone können auf natürlich Weise entstehen, wenn sich die befruchtete Eizelle in der Gebärmutter in den ersten Tagen der Trächtigkeit oder Schwangerschaft in zwei oder mehr sich eigenständig weiterentwickelnde Lebewesen teilt. Daraus entstehen dann eineiige Zwillinge (oder weitere eineiige Mehrlinge).
Vor allem wissenschaftlich oder wirtschaftlich »interessante« Tiere, wie z. B. »Hochleistungstiere« zur Milch- oder Fleischproduktion, sollen jedoch auf künstlichem Weg geklont und damit vervielfältigt werden, um auf diese Weise noch mehr Gewinn zu machen.
Seit die Existenz des Schafs »Dolly« 1997 weltweit Schlagzeilen machte, ist das Thema Klonen ein Dauerbrenner. Bis zu Dollys Geburt dahin galt es als unmöglich, dass ein bereits ausgewachsenes Tier geklont wird.
Wenn heute von Klonen gesprochen wird, wird darunter meistens die Methode verstanden, mit der Dolly geklont wurde. Das heißt die künstliche Methode.
Warum sollen Tiere geklont werden:
Neben dem Forscherdrang, Neues auszuprobieren, sollen geklonte »Hochleistungstiere« mehr Milch und Fleisch, also letztlich mehr Geld, liefern. Gentechnisch veränderte Tiere, deren Weiterzucht auf konventionellem Weg oft nicht gelingt, sollen durch Klonen »in Serie« gehen. Auch bei diesen transgenen Tieren steht oft die Leistungssteigerung - und damit der Profit - im Vordergrund.
In der medizinischen Forschung sollen als »Organspender« vorgesehene genmanipulierte Schweine durch Klonen vermehrt werden, ebenso wie transgene Schafe oder Ziegen, die in ihrer Milch u. a. menschliche Blutgerinnungsfaktoren oder industriell nutzbare Eiweiße produzieren.
Bedrohte oder bereits ausgestorbene Tiere sollen wieder zum Leben erweckt werden, wobei sich niemand zu fragen scheint, wo diese Tiere leben sollen, wenn ihr Lebensraum nicht mehr existiert oder mehr und mehr zerstört wird. Und manche Menschen können sich nicht damit abfinden, dass Leben nicht ewig geht und möchten ihren Hund oder ihre Katze nach deren Tod geklont haben.

 


Folgen:

Auch wenn weltweit Forscher daran arbeiten, Tiere erfolgreich zu klonen, ist das Ergebnis bislang äußerst dürftig. Die aktuelle Stellungnahme der Europäischen Lebensmittelbehörde EFSA zitiert einige Studien, in denen von mehreren Tausend Versuchen, Rinder zu klonen, lediglich in 9 Prozent der Fälle lebende Kälber zur Welt kamen, von denen einige kurz nach der Geburt starben. Bei Schweinen kann die »Erfolgsrate« beim Klonen unter 1 Prozent liegen. Die geschätzte Zahl der 2007 weltweit lebenden geklonten Rinder beträgt etwa 4.000 (davon etwa 100 in der EU), die Zahl der geklonten Schweine liegt etwa bei 1.500 (davon in der EU weniger als 100).
Die wenigen geklonten Tiere, die bis zur Geburt überleben, weisen häufig gesundheitliche Schäden auf. Bei Rindern, Schafen und Ziegen weist ein Teil der geklonten Kälber bzw. Lämmer bei der Geburt ein zu hohes Gewicht auf, verbunden mit einer abnormen Körpergröße (Large Offspring Syndrome - LOS), was eine Entbindung durch Kaiserschnitt erforderlich macht. Diese Tiere sind dann teilweise nicht lebensfähig, da auch die inneren Organe fehlgebildet sind, sie eine erhöhte Krankheitsanfälligkeit zeigen sowie Schwierigkeiten beim Atmen, Saugen und Stehen. Weiterhin treten auf: Störungen der Muskelfunktion (auch des Herzmuskels), verminderte Anzahl roter und weißer Blutkörperchen, Lungenversagen, abnorme Entwicklung der Nieren, Fettleber.
Generell kommen Probleme mit dem Atemapparat, den inneren Organen sowie Schwäche bei geklonten Tieren häufig vor.
Nicht zu vergessen ist auch, dass die »Klon-Eltern«, d. h. die Tiere, denen Zellen oder Eizellen entnommen werden oder die als »Leihmütter« herhalten und die geklonten Embryonen austragen und - notfalls durch Kaiserschnitt - gebären müssen, ebenfalls Eingriffen unterzogen werden, die mit Schmerzen, Leiden und Schäden einhergehen können.

Können wir das wirklich verantworten? Ich finde nicht. Meiner Meinung nach hat jedes Tier das Recht ein Individuum zu sein. Was würdest du sagen, wenn plötzlich ein Doppelgänger von dir existiert nur um dir eine Leber zu spenden, wenn du krank wirst. Kennst du eineiige Zwillinge? Frag sie mal, ob es wirklich immer so toll ist jemanden zu haben, der genauso ist wie du. Doch beim klonen kommt noch dazu, dass der andere von euch beiden nicht wirklich da ist. Wie würdest du dich fühlen, wenn du wüsstest, dass du nur auf der Welt bist um anderen Menschen deine Organe zu geben. (wie in dem Film, „Das Leben meiner Schwester“)
Wie du oben bei den Folgen gelesen hast, haben die meisten Tiere die durch künstliches klonen auf die Welt kommen Krankheiten. Ist das fair? Nein!! Sie wären vielleicht ganz anders auf die Welt gekommen, wenn sie durch eine ganz normale Befruchtung eines Männchens enstanden wären.
Auch kann ich nicht verstehen, wenn man seine tote Katze klont. Ja sie ist gestorben und das ist bestimmt nicht so leicht zu verkraften, doch die Katze, die dann auf die Welt kommt ist nicht die gestorbene Katze, sondern ein künstliches Abbild. Mir tun diese Tiere sehr leid und ich finde, das kann man nicht so durchgehen lassen.
Hier findest du ein paar Tipps, was du gegen das Klonen tun kannst:

 


Was du tun kannst:


Schreibe an Bundeslandwirtschaftsministerin Aigner.
Der ehemalige Bundesminister Horst Seehofer hat sich auf der Landwirtschaftsmesse »Internationale Grüne Woche« im Januar 2008 in Berlin dagegen ausgesprochen, Lebensmittel von geklonten Tieren in den Handel zu bringen. Er habe »unter ethischen Gesichtspunkten äußerst große Vorbehalte, geklonte Tiere als Lebensmittel in die Lebensmittelkette zu bringen.«

Bitte schreibe an die Ministerin und zeige ihr, dass du ihre Meinung teilst.
Fordere sie auf, sich auch auf EU-Ebene gegen Lebensmittel von geklonten Tieren einzusetzen.
Weise sie auf die vielen Fehlschläge hin. Die »Erfolgsrate« beim Klonen beträgt laut Stellungnahme der Europäischen Lebensmittelbehöre EFSA nur wenige Prozente. Die meisten geklonten Tiere sterben als Embryo; die wenigen überlebenden sind oft missgebildet und sterben häufig kurz nach der Geburt.
Weise auf das Leiden hin, dass dadurch bei Tieren verursacht wird.
Weise darauf hin, dass Klonen weder für die Tierzucht noch zur Lebensmittelerzeugung notwendig ist.
Weise sie auch auf den EU-Reformvertrag hin, der 2009 in Kraft getreten ist und der den Schutz der Tiere als fühlende Wesen enthält.

Schreiben Sie an:
Bundesministerin Ilse Aigner
Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
11055 Berlin.
Fax: 030 - 185 29 31 79
eMail: poststelle@bmelv.bund.de


Umso mehr Leute mitmachen umso eher schaffen wir es, gegen das Klonen vorzugehen. Ich hoffe ich habe euch zum Nachdenken gebracht und euch ein bisschen mehr übers Klonen informiert. Ich drücke uns die Daumen, dass wir es schaffen Klonen abzuschaffen.

Viele Grüße
Cata
 

 

infos: www. tierrechte.de

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Kommentare (7)
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Sortieren nach Aktualität:
13.07.2015
Pauli99 hat geschrieben:
Hey, ein echt cooler und informierender Bericht!
Hat mir sehr bei einem Schulprojekt geholfen :)
11.02.2010
Cata hat geschrieben:
hey urmel88,
soweit ich weiß ist genmodifizerter Mais sozusagen perfekter mais. Seine Gene sind das Beste aus allen Genen zusammen. er wird chemisch hergestellt.
grüße
cata
10.02.2010
Franzi hat geschrieben:
Ja, super Bericht! Danke:)
10.02.2010
tierfreund1994 hat geschrieben:
echt interessanter bericht.das klonen schon so häufig vorkommt wusste ich gar nicht.so ausführlich habe ich mich noch gar nicht mit dem thema beschäftigt.mein kompliment!!!^^
10.02.2010
TilmanFCC hat geschrieben:
gute idee an frau aigner zu schreiben...
09.02.2010
Taki hat geschrieben:
Durch das Klonen geht die Gen vielfalt verloren, somit erkranken alle Klone ohne eine Genresistenz an der Gleichen Krankheit erheblich schneller. Das Risiko von einem Springenden Gen auf die Umwelt ist viel zu Groß.
09.02.2010
Linda hat geschrieben:
Sehr interessanter Bericht! Ich finde es furchtbar, dass immer mehr in natürliche Vorgänge eingegriffen wird. Und immer geht es einfach nur ums Geld, egal wie viel Leid damit verbunden ist.
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