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Kik-Soziale Ausbeutung auf höchstem Niveau


von MarcelB
03.10.2010
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 „Besser als wie man denkt“ , mit diesem Slogan wirbt Kik, doch wie „gut“ ist Kik wirklich? Wahr ist es allemal, mit weniger als 30€ kann man sich bei Kik komplett von Kopf bis Fuß einkleiden, die Jeans für 7,99 Euro, die Strickjacke für 9,99 Euro, das T-Shirt für 1,99. Wie kann Kik Klamotten so billig verkaufen?
Das Geheimnis liegt nicht hier in Deutschland, sondern in der Produktionsstätte: Bangladesch. Kaum einer weiß wo dieses sagenumwobene Land liegt. In Dhaka, der Hauptstadt, müssen die Menschen für 18–24 Euro pro Monat arbeiten. Dies ist so wenig, dass keine ausreichende medizinische Versorgung möglich ist, Kinder hungern, Menschen müssen in völlig verdreckten Zimmern zu acht in einem Bett schlafen. An einem Tag müssen sogar Kinder von morgens bis spät Abends arbeiten, oft werden noch Überstunden gefordert. Wer nicht mitmacht, wird sofort fristlos gekündigt, und fällt in das Tiefe Loch der Existenzlosigkeit. Kik ist die Würde der Menschen gleichgültig, was beim Unternehmen zählt ist die unbeugsame Arbeitskraft, bis zur Erschöpfung. Kaum einer kann dies durchhalten. In einem Interview mit der ARD, sagen Näherinnen aus Dhaka selbst, wie grausam die Arbeit dort ist, doch sie haben keine andere Wahl, sie brauchen das wenige Geld. Weinend sitzen sie dort, ohne Hoffnung, einen Glauben und Zuversicht eine bessere Zukunft irgendwann haben zu können. Stefan Heinig, der Chef von Kik sieht das alles gelassen. Ein ehemaliger Realschüler der sich nach oben geboxt hat, eine atemberaubende Karriere. Bei Kik Deutschland überlebt nur der, der seinen Mund hält, oft schon ist es vorgekommen, dass Mitarbeiten Gewerkschaften über schlechte Arbeitsverhältnisse alarmiert haben, doch bereits am nächsten Tag, wurde das gesamte Mitarbeiterteam ausgetauscht. Die alten Mitarbeiter wurden ohne jegliche Benachrichtigung auf die Straße gesetzt. Kik setzt auf ein Kontrollsystem, hierfür gibt es spezielle Spione, die nach Ladenschluss die Taschen der Mitarbeiter nach Ware durchsuchen, um Diebstahl zu verhindern. Außerdem gibt es in allen Kik Filialen keine Mülleimer, dies war dem Unternehmen zu teuer. Daher gilt unter den Kollegen das Motto: „Der letzte nimmt den Müll mit.“ Auch im Winter ist es verboten die Heizung einzuschalten, dies soll Kosten sparen. Unbezahlte Praktikanten müssen oft stundenlang alleine eine Filiale führen, nicht mal aufs Klo dürfen sie gehen, da sonst der Laden unbeaufsichtigt ist. Eine echte Horrorvorstellung die sich dort in jeder Kik Filiale in ganz Deutschland zeigt.

Auch heute kann keiner Kik so richtig stoppen, gesetzlicher Mindestlohn wurde erst nach Druck eingeführt und Menschenrechtsorganisationen helfen den Menschen in Dhaka. Einsicht von Kik kam erst spät, doch dies ist nur eine aufgesetzte Maskerade, denn sonst würden sie etwas an ihrer Marketingpolitik ändern. Wir alle können verhindern, dass Unternehmen wie Kik Menschen in armen Teilen der Erde ausbeutet. Beim nächsten Shoppingtripp, sollte man also erst nachdenken, ob man die billige von Kik oder eine „normale“ Hose kauft.

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Kommentare (24)
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25.03.2011
gelöschter User hat geschrieben:
Hey Marcel, bin gerade wieder über den Bericht gestolpert und habe bemerkt, dass ich deine Antwort gar nicht gelesen habe, weil das ja leider nicht angezeigt wird (bei Neuigkeiten). Jetzt wollte ich deinen anderen Bericht suchen und kann ihn nicht finden :D
Dann wollte ich auf dein Profil und dir eine Nachricht schicken, aber das ging auch nicht, schaffte es noch nicht mal auf die Profilseite.

Kannst du mir eine Nachricht mit einerm Link oder dem Titel des Berichts schicken, damit ich ihn suchen bzw. lesen kann? Dann können wir auch (endlich) die Diskussion weiterführen.

Grüße, Laura
02.12.2010
MarcelB hat geschrieben:
Danke Laura!
Du sprichst das nächste Problem auch schon an: Wohin mit den kaputten und ausgetragenen Klamotten. Viele Spenden diese Kleider nach Afrika und merken nicht, wie sie dadurch den Regionalen Markt zerstören. Hilfe zur Selbsthilfe, ist hier das Stichwort! Doch was wir tun ist sie abhängig von uns zu machen, indem wir ihnen ständig Kleidung zukommen lassen.
Zu diesen Thema habe ich auch einen Artikel geschrieben, sollte dich das interessieren lies ihn dir durch und wir reden dann bei dem Artikel weiter! :)
02.12.2010
MarcelB hat geschrieben:
Danke!
Meinung ist mir sehr wichtig! :)

Ich weiß, das sich das Problem nicht nur auf KiK bezieht, aber das besondere bei Kik ist eben das die Arbeiter hier auch ausgebeutet werden. Dies ist sehr untypisch...und keiner porduziert so billig wie Kik...man merkts ja an den Preisen.
Das Problem der Falle in den Billigpreisen kenne ich, doch das sollte man aufpassen! Denn nicht jede Ware die teuer oder teurer ist, ist auch fairer gehandelt. Und auch nicht jede Ware die billig erscheint wurde von ausgebeuteten Arbeitern produziert! :)
Man sollte also eine gute Allgemeinbildung und Aufklärung der einzelnen großen Ketten haben! :)
Und genau das schaffen wir durch solche Berichte!!
Lieben Gruß :)
02.12.2010
lisagruber94 hat geschrieben:
Klasse Artikel. Wenn es aber dann nur Kik wäre, aiuch H&M stellt Sachen in Bangladesch her, leider.
26.11.2010
Alltagsheldin hat geschrieben:
super artikel:) ich denke jedem Menschen, der so günstig einkauft ist klar warum dies funktioniert... der reiz eines günstigen einkaufs ist oft hoch.. auch ich bin da schon häufig rein gefallen...denn kauft man in günstigen läden eine sache, werden daraus schnell viele...
19.10.2010
MonaR hat geschrieben:
Das ist echt schlimm. Ich wusste zwar schon, dass Kik nicht gerade das Beste ist, aber, dass es glei so schlimm ist...zum Glück hab ich no nie da eingekauft und dank deinem Bericht werde ich so was auch nie tun und alle, die ich kenn, davon abhalten ;D
15.10.2010
Bluesky hat geschrieben:
@BackToNature: Es gibt mittlerweile einige labels, die sowohl 100% fair als auch total bio sind. armedangels ist ein beispiel, es gibt aber noch einige mehr. findet man schnell im internet. die haben meistens online-shops. hier ein paar beispiele: http://www.fairtragen.de/ http://gluecksstoff.de/ http://www.fairliebt.com/ http://www.armedangels.de/ http://www.greenality.de/
09.10.2010
Morgan hat geschrieben:
Auf irgendeiner Website hab ich grad eben gelesen,das Kik (in Deutschlad) 3000 Filialen hat...
08.10.2010
BackToNature hat geschrieben:
Okay, ich habe schon verstanden, dass Kik ne Sünde ist.
Aber was soll denn jetzt unser Ziel sein?
Klar, wenn es irgendwie geht auf Biobaumwolle achten, aber gibt es irgendeinen Hersteller, der auch noch fair produziert, gute Löhne zahlt und auch noch "normale" Geschäfte in deutschen Innenstädten hat?
In unserer Konsumgesellschaft ist es doch kaum mehr möglich 100% okölogisch und fair zu kaufen. Ich achte echt auf meine Lebensstil, bin z.B. Vegetarierin. Aber gerade bei Kleidung gibt es doch keine Alternative?!
Hinzu kommt, dass man den Schildern nicht vertrauen kann. Und die Wege sind total undurchsichtig.
08.10.2010
MarcelB hat geschrieben:
@Cata: Den ersten Teil deines Kommentares teile ich auch! Der letzte Satz stört mich ein wenig. Kik produziert dort, hat Angestellte. Klar ist es erstmal gut, dass sie Geld dafür bekommen. Doch gerade, weil Kik dort produziert hat Kik eine Verantwortung für die gerechte Versorgung ihrer Mitarbeiter. Dies sollte bei jedem Unternehmen so sein. Sie haben sich für diesen Standort aufgrund ihrer Faktoren entschieden, das bedeutet nicht, dass sie alles machen können was sie wollen. Und als Argument benutzen: das die mal gefälligst Zufrieden sein sollen das es überhaupt Arbeit gibt, doch dieses Argument ist menschenrechtsverletzend und völlig gegen sozialen Ausgleich und für mich nicht nachvollziehbar. Kik hat für normale Arbeits und Lebensverhältnisse zu Sorgen!

@BackToNature: Ich kann es nur wiederholen, ja das ist nicht nur bei Kik so. Doch gerade bei Kik ist es besonders schlimm.
08.10.2010
Cata hat geschrieben:
Leider hat "BackToNature" recht denke ich. So werden viele Klamotten produziert. Deswegen ist das aus meiner Sicht nicht zu rechtfertigen!! Es gibt fair und ökologisch prodzierte Kleidung.Wenn wir die kaufen, dann fangen auch die anderen Unternehmen an so zu produzieren. Natürlich ist das dann für uns ein bisschen mehr Geld als sonst, aber das müssen wir dann ausgeben, wenn wir es uns leisten könne, für die Fairheit auf der Welt. aber man muss auch dran denken, dass z.B. Essen in solchen Ländern viel billiger ist. Du hast recht, Ärzte und so können die sich nicht leisten, doch wenn sie Arbeit haben, können sie sich shconmal mehr leisten als andere!!!
08.10.2010
BackToNature hat geschrieben:
Herschen denn nicht überall diese Bedingungen? Man hat es doch schon oft gelesen, das selbst Markensachen in Entwicklungsländern von Kindern hergestellt werden. Wo gibt es denn umweltfreundliche Sachen, die nicht viel teurer sind? Mir würden von H&M die Biobaumwollsachen einfallen, aber das ist auch kein soziales Unternehmen... Und kommen nicht die Pestizide in jedes Stück Stoff, welches in Deutschland verkauft wird?
05.10.2010
midori hat geschrieben:
@Marcel: Unseriös wirkt es eigentlich nur dann, wenn Du eben keine Quelle angibst! ;o) Also schreib ruhig in Zukunft dazu, woher Du die Informationen hast. Sonst kann Dein Artikel schnell als leichtfertige und unüberlegte Behauptung abgestempelt werden und das wollen wir doch alle nicht! :)
05.10.2010
MarcelB hat geschrieben:
@lolfs: Ja habe ich jetzt, da dies mein erster veröffentlichter Artikel ist. Sost gilt man ja gleich als unseriös etc. Da ich noch zahlreiche noch spannendere Artikel auf Lager habe, möchte ich dies verhindern. Bitte.
@Taki: Ich verstehe kein Wort! Hää?? Kann mir jemand erklären was man von mir will? Klar gibt es das auch in anderen Unternehmen, nicht Firmen, aber soll ich jetzt einen Artikel über jedes Unternehmen schreiben?
04.10.2010
Taki hat geschrieben:
@ MarcelLecounte: Ist ein Tipp Fehler. In anderen Frimen werden Deutesche Arbeiter auch ausgebeutet, Das Sozieale halt e zählt nicht.
04.10.2010
lolfs hat geschrieben:
Und nun hast du sie doch einfach preisgegeben. Danke.
04.10.2010
lolfs hat geschrieben:
Quelle: ARD ..na toll .. Tag, Uhrzeit, Internet? Bei solchen "Anschuldigungen" sollte man zumind. die Quellen genau angeben.
04.10.2010
MarcelB hat geschrieben:
gäbe es hier n gefällt mir button wie bei facebook, würde ich den jetzt drücken! :-D
04.10.2010
MarcelB hat geschrieben:
@TarjaVivienne: Wieso Oberflächlich? Du kaufst sicherlich bei Forever20 oder H&M, dort sind die Umstände ähnlich. Kannst du dir vorstellen, dass dort ein armes kleines Mädchen deine Jeans genäht hat? Und sie vor dir in der Hand hatte? Nein sowas ist für und Menschen in einem Industrieland wie Deutschland unvorstellbar! Diese soziale Ausbeutung von einem privaten Unternehmen, welches nur auf die Provitmaximierung hinaus ist, sogut wie von jedem Textilherrsteller! Ich habe nur das Beispiel Kik genommen, da dort die Umstände am schlimmsten sind. Dies ist ein Musterbeispiel, wie man es eben nicht tun sollte! Apropos, auch in Deutschland gibt es genügend arme Leute die auf Kik Kleidung angewiesen sind. Bei denen spielt es keine Rolle wie es aussieht. Wie sonst sollte Kik so bekannt sein, wenn dort nicht sehr viele einkaufen?
@Bluesky: Zu den ökologischen Problemen weiß ich momentan nichts genaueres. Das Rohmaterial für Jeans kommt sicherlich aus 5. Welt Ländern. Das dort die Umstände nicht sehr gut sind, versteht sich von selbst. Ich kann gerne für dich nochmal in diese Ecke recherchieren. Meine Informationen, sry fürs vergessen, habe ich hauptsächlich vom ARD. Die Zustände in den Fabriken sind fürchterlich. Besonders sehenswert, die Kik-Story bei Youtube beispielsweise. Dort zeigt sich die Atmosphäre und der Raue Ton, der in den Fabriken herrscht.
Nochmals Danke fürs Kompliment :-)
04.10.2010
Bluesky hat geschrieben:
sehr interessanter Beitrag, aber woher hast du deine informationen? kannst du bitte ein paar genauere angaben zu deinen quellen machen? und weißt du auch etwas zu der umweltsituation? die klamotten von kik sind ja wahrscheinlich nicht sehr öko, sondern eher voller pestizide - was auch schlimm für die arbeiter in den fabriken sein muss.
04.10.2010
MarcelB hat geschrieben:
@ Taki: Ich habe schon über mehrere Unternehmen und deren Arbeitsbedingungen hier und in Produktionsstätden recherschiert. So eine unfaire, antisoziale und ungerechte Behandlung wie dort habe ich nicht erlebt.
Was meinst du mit: "Das Soziel halt e zählt nicht?"
@Morgen: Ganz deiner Meinung, wäre es möglich kontakt zu deinen Freunden aufzunehmen, würde sie gerne interviewen. Über die Auswirkungen auf die Kinder würde ich auch gerne entwas schreiben, denn das wirkt sich auf eine ganze Generation aus. In manchen Gemeinden gibt es sogar ein Kik-Zentrum für Kinder-und Jugendliche. Das Dorf steht Kik kritisch gegenüber und will nicht, dass dieses Unternehmen an dem Nachwuchs manipuliert. Aufklärung ist hier das wichtigste! Über eingie Kontaktperson, gerne auch erwachsene würde ich mich sehr freuen

Mfg

Marcel LeCounté
03.10.2010
Taki hat geschrieben:
In anderen Frimen werden Deutesche Arbeiter auch ausgebeutet, Das Soziel halt e zählt nicht
03.10.2010
Morgan hat geschrieben:
"Besser als wie man denkt"-dabei dreht sich mir schon der Magen um.Wie kann man so einen Slogan verwenden,der nicht mal ganz "deutsch" ist?!?
Das ist ja nicht das Schlimmste...
Die Eltern von zwei Klassenkameraden von mir arbeiten bei Kik und ich hab von den Kindern auch einiges über die Arbeitsverhältnisse gehört.
Beschissen.

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