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Hanf - Die grüne Alternative


von Himbeere
09.09.2012
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Hanf (Cannabis sativa) ist eine der ältesten Kulturpflanzen überhaupt. Die ersten Texte über die medizinische Wirkung stammen aus China aus dem Jahre 2.800 v. Chr.! Hanf stammte ursprünglich aber wahrscheinlich aus Kasachstan. Die Griechen und Ägypter kleideten sich viel in Hanfkleidung. Die ältesten Funde in Europa sind ca. 5.500 Jahre alt und stammen aus dem Raum Eisenberg in Deutschland.

In der Mitte des 20. Jahrhundert verdrängte die Kunstfaser- und Baumwollindustrie den Hanf.

Aus Hanf kann man jedoch nicht nur Kleidung herstellen, sondern auch Medizin, Papier, Seile, Segeltuch, Leinwände, Farben, Nahrung es eignet sich sogar im Hausbau. Hanffaser ist sehr stabil und wesenltich besser recyclebar als Baumwolle.

Auch in vielen anderen Punkten ist Hanf, Baumwolle überlegen. Im Hanfanbau werden keine Pestiziden eingesetzt, da die Pflanze sich selbst vor Schädlingen schützt. Sie wächst in 100 Tagen über 3 m hoch und erbringt dreimal so viel Ertrag wie ein Baumwollfeld und viermal so viel Papier wie ein Wald. Dabei verbessert sie sogar noch die Böden:

"Die Wurzeln des Hanfs können bei entsprechenden Bodenverhältnissen (auf Braunerde, deren Humushorizont jedoch durch einen feinerdereichen Horizont unterlagert ist) bis zu 140 cm in den Boden eindringen – das ist wesentlich tiefer als bei vergleichbaren Nutzpflanzen. Aus diesem Grund wurde Hanf früher häufig auf ausgelaugten, verhärteten Böden gepflanzt, um den Boden zu lockern und gegebenenfalls für den späteren Anbau anspruchsvollerer Pflanzen wie etwa Getreide vorzubereiten. Hanf wurde ebenfalls in versteppten Gebieten verwendet, um den Boden nicht nur zu lockern, sondern zugleich zu beschatten. Erst wenn der Boden gebessert war, wurden andere Nutzpflanzen gesät." (Wikipedia)
 

Da beim Hanf der männlich Teil der Pflanze zuerst "fertig" ist und zuerst geerntet werden muss ist das Ernten ziemlich aufwendig - deshalb wird normalerweise nur beidgeschlechtlicher Hanf angebaut, den man aufeinmal ernten kann. Der ist zwar weniger ertragreich aber immer noch besser als Baumwolle.

Die grüne Alternative heißt eindeutig Hanf - nur die Textilindustrie sieht das wohl anders...

 

Quellen: Wikipedia, HanfHaus, Hanfmuseum Berlin

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Kommentare (12)
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18.09.2012
Himbeere hat geschrieben:
@Karolina An Hanf kann man nicht so viel verdienen, da es keine Pestiziden, noch Dünger, noch Behandlungen nach der Ernte bedarf. Außerdem ist die Baumwollindustrie inzwischen schon ziemlich mächtig geworden. Auch, dass Cannabis verboten ist erschwert das Ganze, weil kaum gezüchtet und ausprobiert werden kann, da die Pflanze ja auf keinen Fall irgendwelche Wirkstoffe haben darf.
11.09.2012
Himbeere hat geschrieben:
@Carina Du kannst ja Hanfbäuerin werden... :-)
10.09.2012
grinsekatze hat geschrieben:
Hi :)

Ich wusste gar nicht, dass Hanf so unglaublich vielseitig ist. Es ist wirklich an der Zeit, dass sich was ändert.
10.09.2012
Carinaa hat geschrieben:
Wenn das Einige Leute mal einsehen würden...
10.09.2012
Himbeere hat geschrieben:
@tierherzchen Oh, erfinden musst du sie nicht mehr - es gibt sie schon. Es gibt auch die Nachfrage! Es ist sogar so, dass die Nachfrage höher ist als das Angebot, aber das Problem ist die Textilindustrie - die macht es den Hanfbauern echt schwer. Aber Hanfbauer ist auf alle Fälle ein Beruf der Zukundft hat...
09.09.2012
Punky hat geschrieben:
Also ich wusste ja, dass Hanf eigentlich eine gute Pflanze ist, es gibt ja auch Hanfbrot beim Bäcker und Seile und Stricke sind auch oft daraus, aber dass das SO viel mehr bringt als Baumwolle, hätte ich nicht gedacht.
09.09.2012
Himbeere hat geschrieben:
Es gibt 14 legale Hanfsorten in Deutschland. Die Kontrollen sind außerdem sehr streng. Ich finde es schade, dass es den Hanfbauern so schwer gemacht wird. Marihuana ist doch nur verboten, damit es die Baumwollindustrie leichter hat.

Nach einer britischen Studie ist Cannabis sogar wesentlich ungefährlicher als Alkohol oder Nikotin (der, der die Studie gemacht hat wurde kurzerhand gekündigt). Es wäre also kein Weltuntergang wenn irgendwer das Zeug raucht, man bekommt es inzwischen doch eh überall...
Aber das ist ein anderes Thema.
09.09.2012
Malla hat geschrieben:
Nutzhanf hat einen wesentlich geringeren THC-Gehalt als für Marihuana oder Haschisch von Nöten ist, würde man also kontrolieren welcher Hanf angebaut wird besteht eine solche Gefahr wie du sie LSternus nennst nicht.
09.09.2012
LSternus hat geschrieben:
Man sollte trotzdem sicher gehen, dass niemand unterdem Deckmantel "Nutzhanf" Drogen herstellt!
09.09.2012
gelöschter User hat geschrieben:
naja, irgendwie schon ja, aber nutzhanf wird nicht für die herstellung von irgendwelchen drogen verwendet glaub ich ;)
09.09.2012
gelöschter User hat geschrieben:
gelöscht
09.09.2012
LSternus hat geschrieben:
Werden aus Hanf nicht auch Drogen hergestellt?
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