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'Gallenbären - gefolterte Seelen' Teil III


von Nivis
28.02.2011
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79 P

 

- Hoffnung -

Genau diese Frage stellte sich Jill Robinson, Gründerin der Animals Asia Foundation, als sie 1993 eine Farm entdeckte, die Bären unter den schrecklichsten Bedingungen hielt, die sie je gesehen hatte.

Sie ging damit an die Öffentlichkeit und schockte.
„Das ist eine Folterkammer, ein Höllenloch für Tiere. Wie Sie selbst sehen, können sie sich kaum bewegen, sie können nicht aufstehen, sich nicht umdrehen; sie können nur ihre Tatzen soweit aus dem Käfig strecken, um an das Futter heranzukommen.“
Solche Bilder hatte man bis dahin noch nicht in der Presse gesehen und veröffentlicht. Die Regierung sah sich gezwungen diese besagte Farm zu schließen und übergab die Bären in die Obhut von Jill Robinson.

Der Grundstein für die Rettung der Bären in Asien war gelegt.

 

 Die Animals Asia Foundation, kurz AAF, ist seitdem auf mehreren Ebenen aktiv:


o Regierungsarbeit

Eine wichtige, vielleicht sogar die bedeutendste Ebene auf der die Stiftung tätig ist, ist die der Politik. Das heißt, dass sie seit Anbeginn mit Behörden in Kontakt getrete, in einen Aushandlungsprozess eingestiegen ist, in dem es darum geht Alternativen aufzuzeigen, der Politik ihre Verantwortung der Spezies Bär gegenüber bewusst zu machen und mit ihr Ziele zu formulieren.

 

Im Jahr 2000 gelang es der AAF zusammen mit den chinesischen Behörden ein Abkommen aufzustellen:

„Kurzfristiges Ziel – die schlimmsten Farmen in Sichuan zu schließen und 500 Bären zu retten.
Mittelfristiges Ziel – das Programm auf ganz China auszudehnen und die Anzahl der Bären auf Farmen kontinuierlich zu reduzieren.
Langfristiges Ziel - die Farmhaltung von Bären zu beenden und den verbleibenden Bären Fürsorge und Zuflucht zu gewähren.“

Dieses historische Abkommen war die erste Übereinkunft zwischen der chinesischen Regierung und einer ausländischen Tierschutzorganisation überhaupt.

11 Jahre später kann man folgende Bilanz ziehen:
277 Bären gerettet werden, 43 Bärenfarmen wurden von der chinesischen Regierung bisher geschlossen.

 

o Aufklärungsarbeit
Doch nicht nur das Bewusstsein der Regierung muss sich verändern, sondern auch der Bevölkerung muss verständlich werden, dass die Rettung der Bären wichtig und erstrebenswert ist. Denn unter ihnen sind die Abnehmer der Gallen-Medikamente und somit die, die die Nachfrage danach konstant halten.
Daher hat die AAF verschiedene Kampagnen gestartet und arbeitet stark mit den Medien zusammen, ob nun mit Fernsehsender, mit Zeitungen und Magazinen oder mit Radiosender.

Auch ihr Internetauftritt schafft Auklärung.                                                                     Die Seite informiert nicht nur über Neuigkeiten der Stiftung, sondern liefert auch viele Informationen über die Geschichte der Bärenfarmen, über die Bären an sich und die Fortschritte vor Ort.
Außerdem hat die Animals Asia Foundation einen eignen Youtube-Kanal.

Eine weitere Form der Öffentlichkeitsarbeit bietet das Schutzreservat in dem die Bären leben, denn hier können sich Besuchergruppen zweimal im Monat zu einem „Tag der offenen Tür“ einfinden, welche dann von den Mitarbeitern durch das Schutzzentrum geführt werden und die geretteten Bären live erleben können.

 

o Arbeit vor Ort
Die wahrscheinlicht schwierigste Arbeit ist jedoch die Arbeit vor Ort, das heißt all das, was zu tun ist, wenn erfreulicherweise erneut eine Bärenfarm geschlossen wurde:
Die gefangen Bären zur Rettungsstation bringen, sie in ihrem schockierenden Zustand – abgemagert, verstört und krank – annehmen und je nach den individuellen Bedürfnissen durch die Tierärzte vor Ort behandeln, pflegen und versorgen. 

Die Genesung dauert oft mehrere Monate. Ein Auswildern ist unmöglich.
Viele von ihnen wurden schon in Gefangenschaft geboren oder als Welpe gewildert und haben nicht die Fähigkeiten, um in der Wildnis zu überleben. Viele von ihnen haben ausserdem eine geistige Behinderung davongetragen.
Daher wurde beim Bau des Schutzgebietes einen besonderes Wert auf die naturgetreue Lage und Ausgestaltung gelegt, welcher von einer renommierten Architektin für Tieranlagen nach einem innovativen Konzept entworfen wurde, das das Rehabilitationszentrum mit dem Freigelände des Bambuswaldes kombiniert – die erste Anlage in dieser Form weltweit.
Das Rettungszentrum und -Schutzgebiet hat über 70 Angestellte vor Ort, vom Bärenpfleger über Sicherheits- und Wartungspersonal bis hin zu Köchen. Nur so kann sichergestellt werden, dass jeder Bär bedürfnisgerecht versorgt werden kann


Doch das härteste sind die Schicksale der Bären selbst. Viele haben zwar den Sprung in die Freiheit geschafft, letztendlich verloren sie den Kampf und erlagen ihren gesundheitlichen Schäden. Der Verlust jedes einzelnen Bärs ist immer wieder aufs neue ein schwerer, schmerzlicher Verlust für das Team um Jill Robinson.

 

-> 'Gallenbären - gefolterte Seelen' Teil IV

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Kommentare (3)
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Sortieren nach Aktualität:
18.05.2011
Beere hat geschrieben:
Was genau können WIR denn jetzt tun? Man fühlt sich so hilflos!
20.03.2011
Waldelb3 hat geschrieben:
Oh wei....
01.03.2011
Stoffie hat geschrieben:
schlimm das die tiere nicht ausgewildert werden konnten :(
aber echt toll das es ihnen in dem gehege was für die bären aufgebaut wurde viel besser geht!
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