Fair, sozial, umweltbewusst!


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© WWF
Firmen mit Verantwortung - Teil VIII


von Maide
20.06.2010
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W wie WICK Blue


Den 25.000 Eisbären in der Arktis soll geholfen werden! Seit 2006 stehen die wuscheligen Bären auf der Roten Liste. WICK Blue Hustenbonbons wollen deshalb natürlich mithelfen, das Model für ihr Logo zu schützen. Letzten Winter, während des Klimagipfels in Kopenhagen, starteten sie eine Spendenaktion, die dem WWF helfen sollte, die arktischen Eisbären zu schützen.


Pro Packung 50m² Arktis schützen. Der berühmte WWF-Panda zierte einen ganzen Winter lang die Verpackung der Hustenbonbons. Pro Verkaufte Packung floss ein Teil des Gewinns in ein Projekt des WWF, zugunsten der WWF-Eisbärenpatrouille hoch oben in der kalten Arktis. Eine Packung WICK Bonbons konnte daher dafür genutzt werden, hochgerechnet 50m² Arktis zu schützen, und somit den Lebensraum der Eisbären zu erhalten.


Was macht die Eisbärenpatrouille? Das WWF-Eisbärenpatrouille im ostsibirischen Tschukotka schützen die Eisbären vor Wilderer und lösen auch Konflikte zwischen den weißen Bären und den Menschen (z.B. falls es mal passiert, dass sich ein Eisbär einem Dorf zu sehr nähert). Die Bewohner solcher Dörfer bekommen Verhaltensregeln gegenüber diesen Tieren gelehrt, womit man auch Wilderer vielleicht umstimmen könnte.


Was mit dem Geld gemacht wurde: Die vier Bärenteams bekamen mit dem WICK-Geld eine neue Ausrüstung finanziert, außerdem konnten zwei weitere Teams gebildet werden. Ein anderer Teil des Geldes wurde in die Publikation des Projektes investiert, zum Beispiel für eine eigene Homepage etc. Vor Ort in der Arktis soll mit dem Geld auch eine eigenständige Organisation gegründet werden, wo noch mehr Teams geschult werden sollen.


Für mehr Infos zur Aktion und vieles Wissenswertes und interessantes zum Thema findet ihr hier.

 

Y wie Yves Rocher


Die Pflanzen-Kosmetik-Marke schwört auf die heilende Kraft der Natur. Um diese auch zu erhalten, setzt sich der französische Konzern sehr stark in Sachen Umweltschutz ein und hat daher eine hauseigene Umweltstiftung namens Foundation Yes Rocher – Institut de France, die vieles zu bieten hat.


5 Millionen Bäume für die Schönheit der Natur.
Inspiriert von der Friedensnobelpreisträgerin Wangari Maathaï , Patin der Kampagne „Plant fort he Planet“ (Umweltkampagne der Vereinten Nationen) startete Foundation Yves Rocher 2007 eine Aktion, in der eine Millionen Bäume gepflanzt werden sollten, um dem Klimawandel entgegenzuwirken. Nun hat sich der Konzern aber um entschieden: Es sollen über 5 Millionen Bäume werden! Finanziert wird das alles von Kosmetik-Produkten wie „I love my planet“-Glanzshampoo. Gearbeitet wird mit 11 Non-Profit Organisationen auf fünf Kontinenten. Große Projektländer sind beispielsweise Senegal mit 5 Millionen Bäumen, Indien mit einer Millionen Bäumen und Mexico mit 320.000 Bäumen, bei dem sich der WWF auch mit engagiert.


"Trophée de femmes" für Umweltaktivistinnen.
Fast 200 Frauen in über 50 Ländern der Welt haben diesen Preis schon bekommen, zu Ehren ihres Engagements in Sachen Umwelt und Natur. Sie helfen durch eigene Projekte, der Natur ein wenig zurückzugeben, aber auch auf sozialer Ebene wird viel gearbeitet. Preisträgerinnen sind beispielsweise Susanna Drake Fuller aus Kanada, die den zweiten Preis für ihr Projekt „Fish for the Future“ bekommen hat. Sie entwickelte Fischereileitlinien für die Regierung und informiert Verbraucher und Lieferanten über die Meeresbiodiversität. Eine andere deutsche Preisträgerin ist Brigitte Peter, die die Organisation „Aktionsgemeinschaft Artenschutz e.V.“ gegründet hat, in der man sich für den Artenschutz vieler Tiere wie der Meeresschildkröten einsetzt.

Eine Liste mit allen Preisträgerinnen und ihren Projekten findet ihr hier.


Auf der offiziellen Seite der Umweltstiftung gibt es noch viel mehr zu entdecken. Reinschauen lohnt sich wirklich!

 

Z wie Zara


Umweltschutz kann gut aussehen! Das beweist der spanische Modekonzern Zara, der in den Filialen, in ihren Produkten und ihren Materialien umweltbewusst zu handeln versucht.


Naturschutz in der Filiale: Zara hat ein sogenannten ‘ökoeffizientes‘ Managementmodel, das heißt einfach nur: Es wird gespart, wo es nur geht. Vom Bau der Filiale bis hin zur Beleuchtung, Heizung und Kühlung, was den Energieverbrauch um 20 Prozent verringert.


Recycling wird ebenfalls großgeschrieben: Kleiderbügel, Diebstahlsicherungen, Pappe und Plastik, alles, was so nach dem Verkauf anfällt, wird vorbildlich recycelt. Die meisten Tüten, und zwar 90 Prozent, sind aus Papier. Die restlichen Plastiktüten tragen das Logo D2W, was die biologische Abbaubarkeit der Tüte verspricht. Alle Zara-Modekataloge werden auf FSC/PEFC-zertifiziertem Papier gedruckt.


Naturschutz bei der Kleidung: Manche, aber lange noch nicht alle, Zara-Klamotten sind aus 100 Prozent Bio-Baumwolle, das heißt frei von Pestiziden, chemischen Substanzen und Bleichmitteln. Diese Kleidungsstücke sind extra gekennzeichnet, also am besten auf das Etikett achten! Außerdem werden die Schuhe PVC-frei hergestellt. Leder und Pelz kommen bei Kleidung und Schuhe zum Einsatz, jedoch verspricht Zara nach eigenen Angaben, dass diese tierischen Produkte aus Tierzucht zur Nahrungsgewinnung entstammen und nicht von Tieren, die nur wegen ihres Fells geschlachtet werden, sind.


Schuhe aus Kinderhand?
2006 wurde Zara in die Mängel genommen: Es gab Anzeichen dafür, dass einer der Lieferanten aus Portugal des Modekonzerns Kinder unter elf Jahren für weniger als 17 Euro am Tag Schuhe anfertigen ließ. Zara reagierte natürlich sofort auf diese Vorwürfe und besuchte die beschuldigten Zulieferer und Angestellte wurden vor Ort befragt, die Familien der betroffenen Kinder und deren Schulen wurden besucht und befragt. Jedoch gab es keinerlei Anzeichen von Kinderarbeit und die Bedingungen entsprachen auch den Richtlinien des Code of Conduct. Die befragten Kinder besuchten auch regelmäßig die Schule. Der Vorwurf entstand wahrscheinlich daraus, dass es eine Familie gab, die im Rahmen der „Arbeit zu Hause“ gelegentlich den Sohn mithelfen ließ. Trotzdem nahm sich der Konzern jetzt vor, noch lückenlosere und strengere Kontrollen durchzuführen.

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Das war nun der letzte Teil der umweltbewussten Firmen! Es gab viel zu entdecken, viel Interessantes, vieles, was nicht so toll war.


Das Wort „Umweltschutz“ kommt immer mehr in Mode. Und das haben auch die Großkonzerne gemerkt und vermarkten sich mehr und mehr im Namen der Umwelt. Einige tun dies gewiss, um die Natur zu schützen, aber wiederum andere machen beim Umweltschutz nur mit, um Sympathie bei den Verkäufern zu entwickeln und streben eher nach höheren Profiten als nach einem niedrigeren CO2-Ausstoß. Wenn das Ergebnis aber gut für die Natur ist, ist die Absicht, meiner Meinung nach, eigentlich egal.


Umweltschutz beginnt bekanntlich vor der eigenen Haustür. Und so ist es auch! Schon mit einem kleinen Einkauf bei Konzernen, die ein Stück weit Verantwortung tragen, unterstützt ihr diese.


Also, sich informieren ist angesagt! Denn Aufklärung ist der erste richtige Schritt in eine grünere Zukunft!


Hier noch mal alle Teile im Überblick:


Teil I – Aldi, BMW und Coca Cola
Teil II – dm, Edeka und Frosch
Teil III – Globetrotter, H&M und Ikea
Teil IV – Jack Wolfskin, Kellogg’s, Langenese
Teil V – Mars, Nivea, O2
Teil VI – Philips, Rewe, Samsung
Teil VII – Tchibo, Ubisoft, vileda

 

Quellen:
http://www.wwf.de/kooperationen/wick/
http://www.yves-rocher-fondation.org/
http://www.zara.com/
http://www.aktiv-gegen-kinderarbeit.de/firmen/firmenliste/zara

Bild: pixelio.de
 

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Kommentare (2)
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Sortieren nach Aktualität:
22.06.2010
Janine hat geschrieben:
Maide! Vielen Dank für die große Mühe und die viele Arbeit, die du in die Artikel investiert hast! Ich werde das regelmäßige Aufblitzen eines neuen Artikels mit dem Titel "Firmen mit Verantwortung" vermissen ;)
Danke für deine Aufklärungsarbeit!
21.06.2010
Franzi hat geschrieben:
Super interessanter Bericht, danke!!:)
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