Fair, sozial, umweltbewusst!


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you drop


© WWF
Firmen mit Verantwortung - Teil III


von Maide
09.05.2010
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G wie Globetrotter


Globetrotter für die WWF-Jugend. Die Outdoor-Ausrüstungs-Marke unterstützt die WWF-Jugend Expedition in Dzanga-Sangha und stellte dafür Kleidung, Ausrüstung und was man noch so alles in der Wildnis braucht für das dreiköpfige Expeditionsteam Janine, Oliver und Silke zur Verfügung.


Willst du mehr über die Expedition im Herzen Afrikas erfahren?
Hier könnt ihr alles über den Aufenthalt der Drei im Dschungel lesen, wo sie waren, was sie gemacht haben und sonst noch alles.

 

H wie H&M


Green Fashion lautet die Devise der schwedischen Bekleidungsmarke Hennes & Mauritz. In der Produktion und Lieferungen setzt man sich daher eine Menge ökologische Ziele und Strategien.


Der Umweltkodex der Lieferanten soll, je nach Land, auf jeden Fall eingehalten werden. Dazu sieht sich H&M verpflichtet. Kleine Anmerkung meinerseits: Ob das wirklich ökologisch gut ist, ist fraglich, da z.B. in Indien zur Baumwollproduktion Pestizide oder zum Einfärben der Stoffe Chemikalien gesetzlich verwendet werden dürfen, die in Europa verboten sind. Die daraus gefertigten Kleidungsstücke werden aber trotzdem nach Europa gebracht und verkauft.


Trotzdem versucht H&M bei der Benutzung von Chemikalien sehr vorsichtig zu sein. Die Behältnisse werden entsprechend gekennzeichnet, beim Umgang wird Vorsicht geboten, der Umwelt und der Sicherheit der Mitarbeiter zu Liebe. Beim Färben beispielsweise achtet man darauf, dass die Färberein über Kläranlagen verfügen und Abfälle werden vernünftig entsorgt, so wie es das entsprechende Land vorgibt. Dennoch achtet H&M darauf, so wenig Chemie ins Spiel zu bringen wie nur möglich. Auf einige Chemikalien wie Quecksilber verzichtet das Modehaus komplett. So genannte Auditoren in den verschiedenen Ländern (Meist Indien, Bangladesch und China) versuchen vor Ort Verbesserungsvorschläge im Sinne der Natur einzuführen und sie schnellstmöglich umzusetzen.


Shoppen mit gutem Gewissen. H&M-Filialen richten sich möglichst grün ein: Man vermeidet PVC und halogene Kunststoffe, Metalle und Chemikalien.


100% Biobaumwolle – ein Ziel, woran sich H&M seit Jahren schrittweise antastet. Wer öfters mal dort shoppen geht, merkt, dass es immer mehr Biobaumwolle Produkte gibt. Das Etikett ‚Organic Cotton‘ verspricht Bio-Kleidung, wenn auch nur ab 50 Prozent. Parallel zur Nutzung von Biobaumwolle unterstützt H&M ein Projekt namens Better Cotton Initiative (BCI), die den konventionellen Anbau von Baumwolle verbessern möchte.


Den Anstoß für diese Zusammenarbeit ging, wer hätte es anders erwartet, im Jahr 2004 vom WWF aus.


Hier noch ein Video von H&M zum Thema Umwelt und Arbeitsbedingungen.

 


I wie Ikea


Bleiben wir mal in Schweden. Ein Konzern, der sich sehr um die Umwelt und soziale Probleme kümmert. Auch, wenn sie meistens nichts mit Möbeln zu tun haben…
Als Möbelhaus kann Ikea nicht auf Holz verzichten. Dennoch legt Ikea für sich Grundprinzipien in Sachen Holz fest. Demnach werden für Ikea-Möbel keine Bäume aus illegaler Baumfällung verwendet, genauso wenig Holz aus geschützten Wäldern, aus (sub-)tropischen Wäldern oder genetisch veränderte Holzplangaten (Stichwort: Geneticaly Modified, GM).


Licht an, Energie aus! Anstatt der herkömmlichen Glühbirnen, die ja schon in Teilen nicht mehr erlaubt sind, bietet Ikea eine riesige Auswahl an Alternativen wie Kompaktleuchtstofflampen, Halogen und LED. Auch neu im Sortiment: jede Menge Gartenlampen mit eigenen Solarzellen.


Beim Einkauf beratet der WWF.
Seit nunmehr 10 Jahren wird zusammen an einer verantwortungsvollen Fortwirtschaft gearbeitet. De der Baumwollproduktion wird mit der Prinzipien der Better Cotton Initiative gearbeitet.

Ikea hat noch jede Menge andere Projekte in Sachen Umwelt und Sozialem. Auf der Homepage kann man diesbezüglich eine ‚unendliche Liste‘ mit allen möglichen Entwicklungen des Großkonzern sehen. Reinschauen lohnt sich wirklich, es gibt auf jeden Fall viel zu entdecken! (Die Liste ist wahrhaftig lang, trotzdem lesenswert!)

 

 

Was gibt es bei diesen Konzernen negativ anzumerken?


H&M zerfetze im Januar dieses Jahres ihre nicht verkaufte Winterkollektion in einem Store in NYC, obwohl auf den Straßen vor dem Laden hunderte Obdachlose frieren, oder sogar erfrieren. Man fand Müllsäcke voll mit dicken Wintermänteln, Handschuhe, Mützen, allesamt mit Messern und Rasierklingen zerstört. Bei Facebook wurde deswegen zum Boykott des Modelabels aufgerufen. H&M versuchte sich zu rechtfertigen, die Kleidungsstücke entsprachen nicht den Qualitätsnormen und konnten deshalb nicht gespendet werden (Obwohl einem Obdachlosen irgendwelche ‚Qualitätsnormen‘ bestimmt total egal wären). Jedoch würde man versuchen, in Zukunft an der bisherigen Praxis etwas zu ändern.


Ikea stand vor ein paar Jahren vor einem Problem, dass sie leider ökologisch nicht lösen konnten. Ihnen ging das Öko-Holz aus. Oder besser gesagt, es gab nicht genug Öko-Holz auf dem Markt, denen sich Ikea bedienen konnte. Dadurch erlebte der Konzern ökologisch gesehen einen Rückschlag, obwohl sie sich doch fest vorgenommen hatten, bis 2009 30 Prozent das verwendete Holz aus Ökobeständen mit dem FSC Siegel zu beziehen. Laut Greenpeace sei aber die Anzahl an Öko-Holzprodukten im Ikeaprodukten nicht gestiegen. Grund dafür sei, so eine Sprecherin, dass „die Zertifizierung der Wälder“ langsamer ablief als gedacht, vor allem in Russland und China. Auch spiele das Wachstum an Ikea-Läden eine Rolle.
Ikea gibt aber trotzdem nicht auf, ihre ökologischen Ziele durchzusetzen. „Das Wichtigste ist, dass Ikea nun nicht aufgibt, sondern dranbleibt", meint daher auch Nina Grieshammer des WWF Deutschlands.

 

Zurück zum Anfang: Firmen mit Verantwortung - Teil I

Und hier geht's zu Teil II

Nächste Woche Sonntag, wie gewohnt, dann Teil IV.

 

Quellen:


http://www.wwf-jugend.de/index.php?id=115&article=585
http://www.hm.com/de/unternehmerischeverantwortung__responsibility.nhtml
http://www.ikea.com/ms/de_DE/about_ikea/our_responsibility/index.html
http://www.welt.de/wirtschaft/article5776040/Zerfetzte-Winterkleidung-bringt-H-amp-M-in-Bedraengnis.html
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/682/440424/text/


Bild:


pixelio.de
 

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Kommentare (4)
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11.05.2010
easii hat geschrieben:
ich weiß nicht ob die wirklich eine so reien weste haben wie auf ihren hopages beschrien,
100 % glaub ich dem ganzen noch nicht,den wie sollen sonst die waren so billig verkauft werden? das wwf und ikea partner sin, ist lobenswert.
10.05.2010
wolfine hat geschrieben:
Ich habe eben schon einen Kommentar geschrieben, aber ich glaube der wurde nciht veröffentlicht...deswegen jetzt nochmal:) falls ihr den jetzt 2mal seht, einfach den einen garnciht beachten;)

Beim shoppen auf das FSC- und Organic Cotton-Label zu achten, ist gut, aber ich denke, Viele Konzerne stellen sich "grüner" vor, als sie wirklich sind.

Ich persönlich achte bei meinen Klamotten mittlerweile auf die Qualität und wie sie hergestellt sind, kaufe meistens bei kleinen, hochwertigen Ökolabels ein.
Da kann ein Pullover mal 70-80 Euro kosten, hält dafür aber auhc 3 Jahre, und nicht 3 wäschen wie bei H&M.
Wenn jemand meint, er muss jeden Trend mitmachen und alle 2 Wochen shoppen gehen, ok, aber meiner Meinung nach sieht jeder zweite der bei H&M einkauft, gleich aus, auf jeden Fall sieht man woher die Klamotten kommen!! Also, lieber Qualität statt Quantität.
Und der Preis kommt ja nicht von ungefähr. Zum Beispiel wird, wie allgemein bekannt, an den Gehältern der Arbeiter in den 3. Weltländern, in denen die Klamotten produziert sind gespart. Es ist schön, dass sie sich an die dortigen Vorschriften halten, aber ich denke,diese sind in Ländern wie Indien oder Bangladesh auch nciht allzu hoch gesetzt!

Zum Theam Möbel: man kann sich seine Wohnung so geil mit alten, aber noch guten, günstigen Möbeln vom Flohmarkt, aus Kleinanzeigen oder vom Sperrmüll einrichten, und dann mit ein paar modernen Akzenten, die dan hochwertig und ökologisch hergestellt sind. Mein Ferund und ich haben unsere Küchenschränke umsont vom Sperrmüll und Verwandten geholt, dann die Fronten mit Zebra-Folie abgeklebt. Sieht super aus!
Alte Möbel kosten wenig bis nichts, und halten länger als z.B. eine Kommode im "Antik-Style", die 30 Euro bei IKEA kostet und aus Presspappe zusammengezimmert ist! (Übertrieben gesagt)
Zwar sind gebrauchte Möbel meist nicht aus "ökologischer Abholzung" (zu diesem Thema am besten Mal den Dhzanga-Shanga-Bericht ansehen, da wo sie die Holzfabrik besuchen), aber noch lebende Bäume werden dafür etwas länger geschont.

Man sollte nie vergessen, dass diese riesen Konzerne, auch wenn sie etwas auf ihre Ökobilanz achten(was natürlich für den guten Ruf sorgt und noch mehr Kunden anlockt ), trotzdem wahnsinnig viel Macht und Einfluss haben, was nicht immer positiv sein muss. Sie fördern den Konsumgeist der modernen Bevölkerung, und sind trotz allem für viel Umweltzerstörung und Ausbeutung verantwortlich.
Kleiner Denkanstoß: wenn McDonlads bald den Bioburger rausbringt, würdet Ihr dann allen empfehlen bei McDonalds zu essen?

09.05.2010
franzi94 hat geschrieben:
Ich finde es super, dass Firmen wie IKEA und H&M sich für umweltfreundliche Produkte engagieren. Denn vorallem durch ihre Bekannt- und Beliebheit können so viel mehr Leute auf das Problem hingewiesen werden und sie können erkennen, dass umweltfreundliche Sachen nicht gleichbedeutend mit hässlichen oder unpraktischen Sachen sind. Ich bin ein Fan von beiden Firmen und freue mich, dass sie sich für Umweltschutz einsetzen :)
09.05.2010
LeLe hat geschrieben:
Ja, von dem H&M Skandal in NY hat mir meine Schwester erzählt....Waren geschockt, weil wir da gerne einkaufen. Hoffe wirklich, dass kommt nicht wieder vor!
Kaufe auch sehr gerne organic-cotton.
Wäre doch traumhaft, wenn diese Baumwollqualität, bio und fair gehandelt, bals standard wäre, oder?
Bei IKEA gefällt mir die Konsequenz, mit der Ziele verwirklicht werden: Als sie in der Weihnachtszeit erfuhren, dass ihre Gänse lebendig gerupft wurden und ihre Lieferanten falsche Angaben gemacht haben, stellten sie den Verkauf sofort ein-sehr vorbildlich!
Ich finde: Überall gibt es schon viele super Ansätze und die weitere Entwicklung liegt vorallem in der Hand von uns Konsumenten!!
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