Fair, sozial, umweltbewusst!


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© WWF
Firmen mit Verantwortung - Teil II


von Maide
02.05.2010
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Wie versprochen ist hier Teil II der Reihe der umweltbewussten Konzerne.


Für die, die neu einsteigen:
Diese achtteilige Reihe hinterleuchtet verschiedene große und berühmte Konzerne, was sie in Sachen Umwelt und Nachhaltigkeit erbringen (oder auch nicht erbringen).


D wie dm


Der deutsche Drogeriemarkt dm zeigt beispielhaft, dass Bio- und Naturprodukte und Nachhaltigkeit nicht teuer sein müssen.
Im Sortiment findet man jede Menge Eigenmarken, wie alverde, Balea oder p2 Cosmetics, die nicht nur durch günstige Preise Aufmerksamkeit erregen, sondern auch durch ihre guten Noten im Ökotest überraschen; Oftmals sehr gut, aber auch gut.


dm hat viele Eigenmarken, die sich in jeglicher Art und Weise für Nachhaltigkeit engagieren. Ein kleiner Einblick hier mit zwei der größeren dm-Marken:


alverde
beispielsweise glänzt im Öko-Test mit einer Vielzahl der Note ‚sehr gut’. Diese Naturprodukte werden bevorzugt aus biologischem Anbau gewonnen und tragen zumeist das Vegan-Siegel, welches jegliche tierische Inhaltsstoffe im Produkt, sowie Tierversuche mit dem Fertigprodukt ausschließt. Von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) wird alverde als die meistverkaufte zertifizierte Naturkosmetikmarke Deutschlands bezeichnet. alverde stellt allerlei Produkte her, für die Gesichts- und Körperpflege, für die Haare, Babyprodukte oder, was am beliebtesten ist, Kosmetik. Eine genaue Liste der Produktvielfalt und viele Infos zu alverde gibt es hier.


Die Babykleidungsmarke Alana
trägt seit 2009 das GOTS-Siegel, das für schadstoffarme Öko-Qualität unter sozialen und fairen Bedingungen steht. Die Baumwolle besteht aus biologischem Anbau mit natürlichen Düngemitteln. Die Eigenmarke unterstützt zu dem faire und soziale Arbeitsbedingungen mit gerechten Löhnen, Arbeitsschutz, Vereinigungsfreiheit (Gewerkschaften) und das Verbot von Zwangs- und Kinderarbeit.
Noch mehr Öko-dm-Produkte findet ihr hier.


Auch sozial engagiert sich dm.
Der Konzern leitet viele Projekte in Übersee, wo sie zum Beispiel auch die Baumwolle für Alana produzieren. Die Arbeiter bekommen dort eine Krankenversicherung, die Trinkwasserversorgung in den Dörfern wird verbessert, die Kinder bekommen das Unterrichtsmaterial für die Dorfschulen und Kurse zur beruflichen Weiterbildung werden angeboten.


Nochmal zurück zum Thema Nachhaltigkeit.
Hier noch einige interessante Dinge:
Sogar bei den dm-Taschen wird auf ökologisch verträgliches Material geachtet. Die altbekannten Abreistüten bestehen aus Nature-Step, ein Folienmaterial, das komplett biologisch zersetzbar ist. Die Kunststofftragetaschen bestehen zu 100% aus Recycling-Kunststoff und sind mit dem Blauen Engel gekennzeichnet. Das Holz für die Papier-Tragetaschen kommt aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern und trägt zudem das FSC-Logo.


dm unterstützt den WWF. Schon den Panda auf einigen Produkten entdeckt? Vier Artikel bietet zurzeit dm an, dessen Verkaufspreis an den WWF fließt. Es handelt sich dabei um Soft&Sicher Recycling Taschentücher (mit dem Blauen Engel), ebelin nature Watte und Wattepads (aus Bio-Baumwolle) und Prodissimo nature Stearin-Kerzen (aus 100% pflanzlichen Inhaltsstoffen).

 

E wie Edeka


Edeka betreibt zurzeit der größte Fischhandel Deutschlands.
Deshalb legt der Konzern viel Wert darauf, nachhaltig zu fischen und Überfischung zu vermeiden. Aus diesem Grund unterstützt Edeka Fischereien, die umweltschondender Fangmethoden benutzten und auch nur so viel fischen, die auch nachwachsen kann. Das Ziel dabei: bis 2012 nur noch Fische und Meeresfrüchte zu verkaufen, die ausschließlich aus bestandserhaltener und umweltschondender Fischerei kommen. Fische, die vom Aussterben bedroht sind, kommen bei Edeka nie auf die Fischtheke, genauso wenig wie Fische aus nicht nachhaltiger Quelle, fördert dafür (auch mit Hilfe des WWF) Fischereien und Zuchten in Richtung Nachhaltigkeit.


Über der Theke hinaus
setzt sich Edeka auch dafür ein, dass sich die Fischereipolitik in der EU ändern soll. Dabei gedenkt Edeka zum Beispiel an das Discard-Gebot, wo der Beifang einfach wieder zurück ins Meer geworfen wird. Die Abschaffung dieses Gebots soll aufgehoben werden und auch gegen illegale Fischerei wendet sich Edeka ab. Außerdem unterstützt der Konzern großräumige Meeresschutzgebiete als Rückzugsgebiete der Fische und auch zum Schutz empfindlicher Lebensräume, wie zum Beispiel Korallenriffe (Warum man Korallenriffe schützen sollte, könnt ihr hier lesen.)


Der WWF hilft Edeka dabei, den richtigen Fisch zu kaufen.
Nicht nur fachliche Beratung steht hier im Vordergrund, sondern auch die richtige Kennzeichnung der Produkte, damit der Käufer auch weiß, was er bekommt. Von beiden Seiten wird darauf geachtet, dass die Fische und Meeresfrüchte aus nachhaltiger Fischerei stammen. Edeka unterstützt auch ein WWF-Meeresschutzprojekt im Indo-Pazifik, um umweltschonende Fangmethoden für Thunfisch zu fördern.


F wie Frosch


Seit 1986 schwört die Marke Frosch auf Bio-Qualität
und war damit einer der ersten ‚Öko-Pioniere‘ seiner Zeit (in Sachen Reinigungsmittel). In diesem Sinne werden für die Produkte ausschließlich auf Inhaltsstoffe zurückgegriffen, die in der Natur gut abbaubar sind. Froschprodukte waren seiner Zeit revolutionär: Zum Beispiel haben sie vor 20 Jahren als erste den phosphatfreien Reiniger auf den Markt gebracht, wonach sich viele andere Reinigungsmarken dann auch eingestellt haben. Im Laufe der Jahre hat sich dann Frosch immer mehr bemüht, bei der Produktion an Umwelt und Nachhaltigkeit zu berücksichtigen. Bei allen Produktionschritten achtet man auf eine schonende Prozedur. Hierfür ist das Unternehmen mit dem grünen Frosch auch umweltzertifiziert (EMAS II). Dadurch gewann man immer das Vertrauen der Kunden, was schließlich dazu führt, dass Frosch zum siebten Mal in Folge den Verbraucherpreis für die vertrauenswürdigste Marke im Bereich „Reinigungsmittel“ bekommt. In den Frosch-Produkten lässt sich übermäßig viele natürliche Wirkstoffe wie zum Beispiel Zitronensaft, Aloe Vera, Soda oder Essig finden. Anders als andere Reinigungsmarken ist der Verzicht auf für die Umwelt giftige Chemikalien nicht schwer.


Frosch schützt Frösche


Um ihren Namen treu zu bleiben engagiert sich die Marke zusammen mit dem deutschen Naturschutzbund NABU für die Wiederansiedlung des Laubfrosches in den Rheinauen zwischen Mainz und Bingen. Dazu kaufte Frosch einige Flächen in den genannten Gebieten auf und konnte dadurch den Amphibien ein neues zu Hause bieten.


Auch unterstützt Frosch seit 2009 den WWF Österreich
beim Erhalt des Feuchtgebiete und Flusslandschaften in den Alpen und im Donauraum und konnte daher vielen Amphibienarten wieder einen Lebensraum anbieten.


Nächsten Sonntag: Teil III der grünen Firmen

 

Quellen:

http://www.dm-drogeriemarkt.de/dmDHomepage/generator/dmD/Homepage/Unternehmen/Nachhaltigkeit/Nachhaltigkeit.html

http://www.edeka.de/EDEKA/Content/Engagement/index.jsp

http://www.frosch.de/

Bild:
pixelio.de

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Kommentare (3)
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Sortieren nach Aktualität:
03.05.2010
wolfine hat geschrieben:
superhilfreich die Berichte, freue mich schon auf die nächsten!!:)
02.05.2010
simon hat geschrieben:
super Serie! Danke dafür!
02.05.2010
Juliaaa hat geschrieben:
...Freu mich schon auf Teil 3...:) Ist echt ein interessanter Bericht..
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