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Baumfreundlich ins neue Schuljahr starten (und andere Tipps rund ums Papier)


von Cookie
11.08.2016
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Die Schüler in Bremen, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen müssen schon wieder ran, in den restlichen Bundesländern genießt man noch ein wenig die Sommerferien. Womit beginnt ein neues Schuljahr meistens? Mit einer laaaangen Einkaufsliste. Besonders in den unteren Klassen hat jeder Lehrer ganz genaue Vorstellungen, welche Hefte und Umschläge es sein sollen. Insgesamt fallen in Deutschland jedes Jahr 200 Millionen Schulhefte an. Alles in allem verbrauchen wir Deutschen pro Kopf um die 250 Kilo Papier im Jahr. Beinahe jeder zweite industriell gefällte Baum wird zu Papier weiterverarbeitet. Aber sind Bäume nicht viel zu schade, um für unsere Mathe-Aufgaben und Grammatik-Übungen gefällt zu werden? Wenn du das auch so siehst, solltest du bei deinem Großeinkauf für das neue Schuljahr (und natürlich auch für das neue Semester ;-) ) auf den Blauen Engel achten:


(c) www.blauer-engel.de

Das Siegel zeigt dir, dass Produkte zu 100% aus recyceltem Altpapier bestehen. Damit rettest du nicht nur jede Menge Bäume, sondern im Vergleich zu Produkten aus Frischfaserpapier werden bei der Produktion von Recyclingpapier auch ca. 60% weniger Energie und ca. 70% weniger Wasser verbraucht.

Veranschaulicht bedeutet das:

Mit 3 Blatt Recyclingpapier kann man eine Kanne Kaffee kochen.
250 Blatt lassen eine 11-Watt-Energiesparlampe mehr als 50 Stunden leuchten.
Mit 500 Blatt kann man seine Wäsche waschen.

Außerdem könnt ihr sicher sein, dass sich in Papier mit dem Blauen Engel keinerlei giftige Chemikalien oder Zusatzstoffe befinden.

(c) www.pixabay.com

Frag in Schreibwarenläden also gezielt nach Papier mit dem Blauen Engel und lass die Hefte im Regal stehen, falls es keine aus 100% Altpapier gibt. Hat der Schreibwarenladen deines Vertrauens keine Recyclinghefte im Sortiment, hilft dir der Papierfinder, Läden in deiner Umgebung zu finden, die Blauer Engel Papier verkaufen. Bei EDEKA habe ich neulich sogar Schreibwaren mit Blauem Engel und WWF Logo entdeckt. Es handelt sich Produkte von der Firma umixx, die mit dem WWF zusammenarbeitet.

Das beste Papier ist allerdings immer noch das, das gar nicht erst benutzt werden muss. So sparst du in der Schule und zu Hause Papier:

Ein Blatt hat zwei Seiten, benutze immer beide. Auch beim Drucken solltest du Vorder- und Rückseite benutzen. Außerdem kannst in den Druckeinstellungen auch mehrere Seiten auf ein Blatt drucken. Dabei musst du nur aufpassen, dass es nicht zu klein wird.

Einseitig bedrucktes oder beschriebenes Papier eignet sich wunderbar als Schmierpapier. Das kann man auch in den Drucker stecken. Ich drucke zum Beispiel die Skripts, die ich in der Uni dabeihaben muss, immer auf Schmierpapier aus. Wenn deine Lehrer keinen Wert mehr darauf legen, dass du in Hefte schreibst, du aber noch stapelweise angefangene Hefte zu Hause hast, dann kannst du die leeren Seiten heraustrennen, sie lochen und in einen Hefter stecken. Nachdem ich das mit allen meinen alten Heften gemacht hatte, musste ich mir ein Jahr lang keinen College Block mehr kaufen.

(c) www.pixabay.com

Auch Bücher bestehen aus Papier und leider kann man sich meist nicht aussuchen, ob das Buch, das man gerade braucht, auf Altpapier gedruckt ist. Um Ressourcen (und gleichzeitig den Geldbeutel) zu schonen, empfiehlt es sich, die Bücher in der Bibliothek oder von Freunden zu leihen oder gebraucht zu kaufen.

Was man nicht unbedingt in Papierform braucht, kann man auch einscannen statt zu kopieren. Mit der App Tiny Scanner klappt das auch super mit dem Handy. SeDurchholz hat ein spannendes Experiment gestartet und versucht, in der Schule Papier zu sparen, indem er alles digitalisiert hat. Hier erfahrt ihr, wie es gelaufen ist.

Bloggerin Shia Su rät in ihrem Buch "Zero Waste – Weniger Müll ist das neue Grün" dazu, auch Info-Briefe von Bank und Co. einzuscannen und zum Schmierpapier zu legen, statt in Ordnern Staub ansetzen zu lassen. Sie hat außerdem denn Tipp, alte Briefumschläge mit einer wiederverwendbaren Metallklammer zusammenzuklippen. So erhält man einen kleinen Notizblock. Was Post angeht, sollte man auch unbedingt einen "Bitte keine Werbung!"-Aufkleber an seinem Briefkasten befestigen. So spart man jedes Jahr viele Kilo Papier, das meist auf direktem Wege in den Müll wandert. Wenn ihr die kostenlosen Zeitungen nicht lest, sollte auf dem Aufkleber außerdem noch "und keine kostenlosen Zeitungen" stehen. Auf unserem Briefkasten hab ich das noch durch "kostenlose Speisekarten" ergänzt, da die Pizzerien und Dönerläden ihre Speisekarten anscheinend nicht als Werbung ansehen und trotzdem einwerfen. Adressierte Werbung loszuwerden, ist etwas kniffliger. Da muss man mit dem Versender per E-Mail oder Telefon in Kontakt treten. Bestellt man einmal online, hat man oft auch gleich die Kataloge des Händlers an der Backe. Auch diese kann man abbestellen.

(c) www.pixabay.de

Papier braucht man nicht nur zum Beschreiben und Bedrucken, auch in anderer Form spielt Papier in unserem Alltag eine große Rolle: Klopapier, Servietten, Taschentücher… Natürlich sollte man hier auch auf den Blauen Engel achten, wenn man nicht – im wahrsten Sinne des Wortes – auf die Umwelt scheißen will. Aufs Klopapier wollen wohl die wenigsten verzichten, wobei durchaus Alternativen existieren, aber andere Einwegprodukte aus Papier lassen sich meist leicht vermeiden, wodurch man oft sogar Geld spart, da man sie nicht ständig nachkaufen muss: Taschentücher und Servietten gibt es auch aus Stoff und statt der Küchenrolle kann man ganz einfach einen Spüllappen verwenden. Pappteller müssen ohnehin nicht sein und statt den Coffee to go aus dem Pappbecher zu trinken, kann man sich seinen eigenen Thermobecher befüllen lassen. Geschenkpapier sieht zwar hübsch aus, landet aber nach wenigen Minuten im Müll. Hier findest du jede Menge kreative Ideen, wie du Geschenke stattdessen verpacken kannst.

Im Gegensatz zu Plastik ist Papier zwar biologisch abbaubar, trotzdem sollte man auch auf unnötige Papierverpackungen verzichten. Der Bäcker packt das Brot zum Beispiel auch gerne in den mitgebrachten Stoffbeutel.

(c) www.pixabay.com

Welche Papierspartipps fallen euch noch ein?

Quellen:

https://www.blauer-engel.de/de/news-infos/kinder-schule/schulstart-mit-dem-blauen-engel/recyclingpapier
http://www.wwf.de/themen-projekte/waelder/papierverbrauch/zahlen-und-fakten/
http://www.wwf.de/zusammenarbeit-mit-unternehmen/umixx/

Titelbild: www.blauer-engel.de

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Kommentare (5)
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01.11.2016
Mareikeee hat geschrieben:
In der Schule kann man auch super Papier sparen, indem man Blätter nicht mit Klebestift ins Heft klebt, sondern (wenn sie denn unbedingt direkt bei dem Eintrag sein müssen) mit Tesafilm.Ich sehe ein, Tesa ist Plastik, aber ich habe letztes Jahr ein ganzes Heft gespart, weil ich die Blätter eben nicht auf frei Seiten, auf die man noch etwas schreiben könnte, geklebt habe. Ich habe ein Heft für das Fach gebraucht, meine Freundin zwei. (wir schreiben ungefähr gleich groß)
Am besten sind natürlich immer noch Schnellhefter (natürlich aus recyceltem Papier statt Plastik) oder Ordner.
27.08.2016
Gangsterhunnie hat geschrieben:
erstmal super Bericht!
und leider bestehen bei mir in der Schule die lehrer darauf, immer nur in jede 2. zeile zu schreiben. Jedenfalls bei karo-papier. Aber in meiner Familie achten wir immer darauf, nur Papier mit dem blauen Engel zu kaufen.
23.08.2016
Buchenblatt hat geschrieben:
Ich schreibe seit etwa einem Jahr auch immer in jede Kästchenreihe und lasse lediglich für Absätze dann auch eine ganze frei. Wenn man deutlich und am besten mit Füller schreibt und eine kleine Handschrift hat, ist das kein Problem.

Nicht zum Papiersparen, aber für umweltfreundliches Schreiben, kann man sich einen sogenannten Konverter für den Füller Four zwei drei Euro anschaffen. Das ist eine wiederauffüllbare Patrone, die man an einem kleinen Tintenfass immer wieder aufziehen und somit viel Patronenmüll sparen kann.
Als Buchumschläge eignen sich alte Plakate, schöne Zeitungsseiten oder Packpapier.

Zum Papiersparen hilft es auch manchmal, die Lehrer freundlich daran zu erinnern, dass jedes Papier zwei Seiten hat.

Danke für den Artikel!
16.08.2016
Wasserjunge hat geschrieben:
Ich mache (wie du es schon super zusammengefasst hast) aus fast allem Schmierzettel! :D
Egal ob hab beschriebenes Blatt, Briefumschläge (und dessen Innenseiten) oder Pappe.
Spart Geld und schützt die Umwelt, also doppelt gut. :)
11.08.2016
Orcara hat geschrieben:
Wieder mal ein super Bericht wie man es von dir gewohnt ist :)

Was für mich persönlich auch eine gute Art zum Papiersparen ist, ist einfach recht klein und enger aufgeteilt zu schreiben. Das sieht sogar meistens viel ordentlicher aus. (Und es kommt mir vor als müsste ich weniger Seiten lernen, weil alles so nah beieinader ist :D)
Ausserdem finde ich dass die Ränder auf den Blöcken ziemlich breit sind. Ich kaufe mir einfach Umweltpapier-Blöcke ohne Rand und ziehe mir mit Bleistift und Lineal meinen eigenen schmaleren Rand. So hat man mehr Platz.
Nur einige Lehrer stört es ein bisschen, weil sie dann nicht mehr so viel Platz zum Korrigieren haben ^^
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