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Back to the roots?!


von Cata
17.01.2012 - 22:22h
100 P
8

Müssen wir wieder zurück in unserer Entwicklung?

In Afrika hungern die Menschen während wir ihre EU-genormte Bananen essen.

Bananen sind nicht die einzigen Lebensmittel die wir aus dem Ausland importieren. Dabei gibt es einige Probleme:

1. Die Bevökerung bekommt von ihrem Anbau wenig ab und muss vielleicht sogar aus anderen Ländern importieren. Dies bedeutet für die Bevölkerung teure Nahrung obwohl sie gut vom Anbau in ihrer Region leben könnten.

2. Die CO2 Emissionen die durch den Transport entstehen sind gewaltig. Denkt mal an die Tausend Tonnen Essen wie per Flugzeug hier zu uns geschickt werden.

3. Kleinbauern in Deutschland müssen gegen Großkonzerne kämpfen die durch ihren Billiglohn in z.B. Afrika anbauen und somit die Deutschen Bauern zu Niedriglöhnen bzw. Pflanzengifte zwingen. Somit wird der Deutsche Bauer entweder finanziell ruiniert oder kann kein Bio produzieren.

Was gibt es für Lösungen?:

Jedes Land muss wieder seine eigene Nahrung produzieren. Das bedeutet für uns ein Leben mit den Jahreszeiten. Auf Bananen muss somit eben entweder verzichtet werden oder sie müssen in bestimmten Gewächshäusern angebaut werden. Außerdem müssen wir auf BIO Produkte achten. Um Faire Produkte zu erhalten ist es wichtig Produkte mit dem FAIR TRADE Siegel zu kaufen.

Bsp:

1. Meine Familie bezieht unser Gemüse und Obst von der Firma NOVUM. Sie bezieht ihre Lieferung größtenteils von Bauern aus der Umgebung. Wenn etwas aus dem Ausland kommt muss es Fair trade und Bio sein.

http://www.novum-gemueseabo.de/?s_id=1

2. Wer den Film "Tast the Wast" gesehen hat, kennt von dort eine kleine Gemeinde die sich eine ganz Neue Idee ausgedacht hat. Es wird soviel Geld für die Bauern aus der Umgebung gesammelt, dass sie davon leben können. Sobald die Ernte eingefahren wurde kann sich jeder Finanzier daran beteiligen in den Mengen die er braut. Somit wird noch der Aspekt des wegwerfens von Essen mit einbezogen. Jeder nimmt nur soviel wie er braucht.

Für mich stellt sich die Frage, ob wir wieder in unserer Entwicklung zurück müssen um unserem Planeten und seiner Bevölkerung zu helfen? Sollte die Globalisierung in diesem Fall eher Probleme gebracht haben?

Cata

Bildquelle: http://putzlowitsch.de/wp-content/uploads/2009/06/bananen-erdbeeren-1600.jpg

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Kommentare (8)
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24.01.2012 14:08
Joslinde hat geschrieben:
Guter Bericht!! außerdem sollten wir die idee wirklich in erwähnung ziehen die lebensmittel selbst anzubauen
19.01.2012 10:18
MJ1499 hat geschrieben:
Alternativ zu Waren aus dem Supermarkt kann man übrigens bei den meisten bauernhöfen auch direkt kaufen. So gibt es zum Beispiel bei uns eine Biokiste, die man kaufen kann. Da sind nur regional angebaute Erzeugnisse drin, und wenn man was nicht aus der Region besorgen kann (z.B. Weintrauben), dann gibt es die nur Fair Trade und Bio. Außerdem wird auf Saisonalität geachtet. Ein wie ich finde sehr interessantes und auch unterstützenswertes Projekt. Mehr Infos: http://bringmirbio.de/shop/frische-pakete-gemuese-kisten?gclid=CMH24pfg260CFQGGDgodwxHflw Das ist ein Anbieter. Da gibt es aber auch noch jeweils regionale Anbieter, einfach mal ecosiaen.
19.01.2012 08:34
Urmeli hat geschrieben:
Ein vollständiger Verzicht auf Importware ist nicht machbar und auch keine wirkliche Lösung. Deutschland zB hat nicht genug Fläche, um die gesamte Bevölkerung zu ernähren. Wir müssen also importieren.

Der Im- und Export an sich ist ja auch keine schlechte Sache, solange er fair und nachhaltig erfolgt. Wir müssen lernen, dass wir nicht jede Sache bis zum letzten Tropfen ausquetschen können. Wenn natürliche Ressorcen aufgebraucht sind, sollten wir uns nicht nach Ersatz umschauen, sondern vorher schon darauf achten, dass wir diese natürlichen Ressorcen einsparen. Weniger ist manchmal auch mehr.

@Lukas: Also ich bestehe darauf, dass meine Gurke genormt ist.....wer will denn schon bitte eine natürlich ausstehende Gurke....? ;)
18.01.2012 19:39
LukasHatesFascism hat geschrieben:
Also..
Ich bin der Meinung, dass ein genereller verzicht auf Importware auch niemandem hilft, da die Länder, die die Bananen etc. exportieren, davon leben.
Viel mehr muss die Zahl der importierten Lebensmittel drastisch sinken, dazu wird viel zu viel weggeworfen. Zudem muss diese pervers anmutende EU-Norm-Idiotie endlich geändert werden. Nur weil eine Gurke nicht gerade ist wird sie in der EU ja nichtmals mehr verkauft.

Die Globalisierung hat aber, um mal auf den allgemeinen Aspekt einzugehen, meiner Ansicht nach deutlich mehr Probleme gebracht als Vorteile. Ganz zu schweigen von der Abschaffung der EU-Zölle.
Das ganze ist zwar eine tolle Erleichterung für den internationalen Handel mit Waren, ist aber letztendlich eine Erleichterung für Unternehmen, die so ihre Produktion ins Ausland verlagern und vor allem die Ursache für die Ausbeutung anderer Völker.

Ich sehe es wie midori und Urmeli, dass ein Schritt weg von der uneingeschränkten Globalisierung kein Rückschritt ist sondern neue Wege offen legt für ein faireres Handeln.

Und zu dem Fair Trade und dem Bio... das ist - glaube ich - hauptsächlich ein großer Schwindel. Die Richtlinien sind schwammig und das ganze gilt wohl eher dem guten Gefühl beim Konsum als dem fairen Handel und der ökologischen Bewirtschaftung.
18.01.2012 16:55
hat geschrieben:
Ja das was du sagst stimmt völlig, aber es gibt leider nur wenig Leute,die diese Meinung teilen..sie sind nicht bereit mehr für ihre Produkte zu zahlen..sie sehen nicht die armen hungernden Kinder.. Ihnen gehts eben um diese blöden 50ct.. -.- Das ist eben Globalisierung.
18.01.2012 15:21
Anni09 hat geschrieben:
Du hast sicherlich recht mit deinen Lösungsansätzen, jedoch finde ich es ziemlich extrem direkt auf alles zu verzichten was importiert wird. Mit solchen Ansätzen vergrault man eher die Menschen, vielleicht sollte man damit anfangen den Konsum einzuschränken, anstatt direkt von verzichten zu sprechen. Vielleicht bin ich bei dem Thema so empfindlich weil für mich die Banane das wichtigste Obst ist :D. Sie ist einfach leicht verträglich weshalb sie auch so gut für Babys geeignet ist :). Anstonsten esse ich Obst und Gemüse nach der Saison. So kann man sich wenigstens noch auf verschiedene Arten Obst oder Gemüse freuen. Im Winter freu ich mich auf Wirsing und im Sommer auf Erdbeeren :)
18.01.2012 12:32
midori hat geschrieben:
Für viele mag es ein Rückschritt sein - ich sehe es eher als Fortschritt für unsere zukünftigen Generationen. Verzichten lernen heißt auch, Bewusstsein lernen. Ich sehe ehrlich gesagt auch keine andere Alternative..
18.01.2012 09:16
Urmeli hat geschrieben:
Ich denke nicht, dass wir in unserer Entwicklung zurück müssen. Wir müssen unseren Lebensstial an die momentane Situation anpassen. Dass das vll in manchen Augen ein Rückschritt ist, bedeutet nicht, dass es tatsächlich einer ist.

Ich muss im Winter keine Erdbeeren kaufen. Ob ich es will ist eine ganz andere Frage. Die Äpfel müssen auch nicht aus Neuseeland hergeschifft werden. Die deutschen Äpfel schmecken in den meisten Fällen sogar besser :)

Die Gesellschaft ist leider in ein Konsumverhalten geraten, dass nicht mehr danach ausgerichtet ist was wir brauchen, sondern was wir wollen. Und wir wollen alles, ohne darüber nachzudenken, was unser Konsum verursacht. Ein Auge für die Konsequenzen des Handels hatte der Mensch ja leider noch nie wirklich.

Ich finde, dass das ein echt interessantes Thema ist, weil hierbei man wieder sehr deutlich wird, dass jeder Einzelne durch sein persönliches Verhalten etwas verändern kann. Ein kleiner Schritt kann viele positive Veränderungen bewirken, vom Bauern bis zum Weltklima!

Also beim Einkauf immer schön auf Ware aus der Region achten und im besten Fall fairtrade oder Bio kaufen :)
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