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animal hoarding - Der krankhafte Zwang zum "sammeln"


von MarcelB
25.01.2011
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Nachdem der Diskussionsbedarf beim Artikel zur "modernen Tierhaltung" so vielseitig war, möchte ich euch heute von einer psychischen Krankheit berichten, die schon vielen Menschen den sozialen Absturz  beschert und Tieren enormen Schaden zugefügt hat.

Die Rede ist vom sogenannten Messie-Syndrom bei Tieren, animal Hoarding (Tierhortung).

Was ist animal hoarding?

Die Tiersammelsucht, ist eine im Gehirn ausgelöste Krankheit, die zum sammeln von lebenden Haustieren führt. Der Tiersammler sieht sich als Tierschützer.  Dem ist jedoch nicht der Fall, denn bei den Haltungsbedingungen kommt ist immer wieder zu Verstößen bei:

Hygiene,

Pflege,

Fütterung und

tierärztliche Versorgung 

Im laufe der Zeit, kommt es bei dem Tierhalter und den Tieren zur völligen Verwahrlosung. Der "animal Hoarter", verliert jede Art von Realitätswahrnehmung und ist nicht mehr Fähig sein leben selbst auf die Reihe zu kriegen.  Dies beginnt, bei Unordnung im Wohnzimmer, unerledigten Alltagsaufgaben, bis zum Verfüttern seines eigenen Essens an Tiere und der völligen Abgrenzung von der Gesellschaft.

Wie kommt es zu dieser Sucht? 

Ursache dieser ernsthaften seelischen Störung ist oft die Angst vor seelischer Isolation. Die Tiersammler schaffen sich Haustiere an, um nicht mehr alleine zu sein. Oft sollen sie als Kinderersatz dienen. Was die wenigsten wissen, sobald man ins Raster fällt beginnt ein nicht endender Teufelskreis. Indem die Isolation nach außen immer stärker wird und die eigene Anteilnahme an der Gemeinschaft sinkt. 

Animal Hoarding trägt sogar dazu bei, dass die Gesellschaft sich von den Haltern entfernt, man sieht sie als "asozial" an.

Treten Menschen wie die Familie ein um den Betroffenen zu helfen, stößt man nur auf  "Durchzug." Horter sind zwischenmenschliche Beziehungen egal sie reagieren eher sauer, anstatt Einsicht zu zeigen. Aus Enttäuschungen der Vergangenheit, wenden sie sich von den Menschen ab und bevorzugen die Tiere.

Das Muster des Tiersammlers ist laut Psychologen genau definiert. Tiermessies hatten ein Defizit in der Kindheit - meist Liebe und Fürsorge, zu 3/4 sind Frauen betroffen, sie sind arbeitslos, älter als 50 und alleinstehend. 

Animal hoarter sind keine Tierschützer, wie sie sich selbst definieren, sondern psychisch gestörte Menschen die dringend in Behandlung müssen und das dauerhaft sowie regelmäßig. Die Rückfallquote bei einer abgebrochenen Therapie liegt bei 100%.

Tiermessies, vernachlässigen nicht nur ihre ganze Wohnung sondern leben auch über ihren Verhältnissen. Das Arbeitslose sich wenig leisten können ist bekannt, anstatt dann aber sich den Bedürfnissen anzupassen werden sie "blind". In einem Interview, sagt eine Tiersammelsüchtige: "Der Preis ist mir egal, hauptsache die Qualität stimmt." Was sie da sagt, ist zwar lobenswert doch kaum richtig. Im Laufe des Berichts, kauft sie insgesamt für 30€ ein, davon aber nur "eine kleine Salamiepackung für sich selbst zum Abendessen", mehr brauche sie nicht, meint sie. 

Die Zustände in den meisten Wohungen der Sammler sind erschreckend, Kot und Urin auf dem Boden gehören noch zu den leichten Fällen meinen Experten. Oft liegen tote Tiere auch wochenlang am Boden und verwesen. 

Offene Wunden bei Tieren interessieren die Halter nicht, "meine Tiere sind meine Tiere und den Rest geht niemanden was an", sagt ein übergewichtiger junger Mann, als er auf ein humpelnden Hund in seiner Wohnung angesprochen wird. 

Auch unkontrollierte Vermehrung ist ein weiteres Problem. Nicht nur neue Tiere werden immer mehr dazugekauft, sondern auch die bestehende Anzahl der Tiere vermehrt sich unkontrollierbar weiter. 

Meistens bleibt nur noch ein Ausweg: Die Behörden müssen der Familie die Tiere wegnehmen. Dies ist für beide Beteiligten oft schwer und eine Qual. Attacken, Wutausbrüche, Heulereien bis hin zu Selbstmorddrohungen sei schon alles dabei gewesen, meinen Mitarbeiter.

Tiermessies ziehen darauf hin um und fangen den Kreislauf von neuem an. Animal hoarding ist noch keine rechtlich anerkannte psychische Krankheit.

 

Quellen:

http://www.stern.de/wissen/mensch/animal-hoarding-tierquaelerei-auf-engstem-raum-605662.html

http://www.sueddeutsche.de/leben/209/308157/text/

Bilder:

 http://2.bp.blogspot.com/_0BuvID10bgY/TEJQ5yZCnKI/AAAAAAAAChs/WOZHtmJ3OrM/s1600/poodle+hoarding.jpg

http://advocacy.britannica.com/blog/advocacy/wp-content/uploads/hoarding-1.jpg

http://www.petra-mross.de/wp-content/uploads/2009/02/neu7.jpg

http://1.bp.blogspot.com/_vv2IGE5obwk/TI25DEvlerI/AAAAAAAAGds/vEBZgt7b0do/s1600/cathoarder.JPG

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Kommentare (5)
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02.03.2011
Gluehwuermchen hat geschrieben:
Das ist ganz schön daneben. Vor allem frage ich mich, wie so viele Tiere auf einem Haufen noch Spaß machen können...
Sowas müsste man doch eigentlich therapieren können. Arme Menschen :( arme Tiere :(
08.02.2011
WolfsRain hat geschrieben:
okay, also von mir aus 3 hunde und 2 katzen zu halten ist okay aber nur wenn man ein großes grundstück,genug zeit und geld hat!!
26.01.2011
MarcelB hat geschrieben:
Würde ich so pauschal nicht sagen, Kate. Die Krankheit sorgt dafür, dass sich die Betroffen völlig abkapseln und keinen Bedarf an Hilfe sehen. Haustiersammleer tun mir sehr leid! Es muss furchtbar sein, ein leben lang mit seinen Defiziten fertig zu werden. Ich denke keiner so richtig weiß, wie es ist völlig allein gelassen zu werden.
26.01.2011
KatevomDorf hat geschrieben:
asloda tun mir die tiere eindeutig mehr leid Urmeli. menschen können sich hilfe suchen. tiere nicht!!!
25.01.2011
nichtmehraktiv hat geschrieben:
Ein wichtiges und trauriges Thema, leider passiert sowas oft und die Menschen in der Umgebung schauen einfach weg, weil sie das ja nichts angeht :(
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