Ist das Licht aus?


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Weniger ist manchmal einfach mehr


von Laura619
19.07.2015
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Hallo ihr Lieben!

 

Es gibt hier schon so einige Artikel über den Konsumwahn und die Wegwerfgesellschaft von heute, trotzdem liegt es mir sehr am Herzen, heute noch ein paar Fakten mit euch zu teilen.

Insbesondere im Bereich Kleidung schlagen viele Menschen oftmals über die Stränge, obwohl sie die Teile im Endeffekt nur selten tragen.

Ich für meinen Teil investiere inzwischen lieber in ein teures Basic-Teil aus Biobaumwolle von einem grünen Modelabel, von dem ich weiß, dass es zeitlos ist und ich es noch mehrere Jahre tragen werde. 

Weltweit werden heute 4x so viele Textilien hergestellt wie vor 20 Jahren.

Jeder Bundesbürger kauft im Schnitt 60 neue Teile pro Jahr. Einige davon sind "Partyklamotten", die im Endeffekt nur durchschnittlich 1.7 mal getragen werden. Dafür wurde Boden vergiftet, Wasser verbraucht, dafür wurden Menschen geschunden und ausgebeutet. 

Für mehr Informationen schaut euch doch mal den Film "The True Cost" an.

In dem Film geht es um den langen Weg, den Kleidung zurücklegt, bis sie in den Läden hängt. Kinder von Näherinnen in Bangladesch, Vietnam und Indien kommen behindert zur Welt, weil die Pestizide, die auf den Baumwollfeldern in eben diesen Ländern gespritzt werden, das Grundwasser verschmutzen. Dieses wird auch zum Trinken genutzt.

Ich finde das sehr erschütternd und tragisch und möchte durch meine Kaufentscheidungen nicht mehr zu solchen Schicksalen beitragen.

Es ist wichtig, dass ein Bewusstsein in unserer Gesellschaft für das geschaffen wird, was sich am anderen Ende der Welt durch unsere Entscheidungen abspielt.

Auch mit "grüner Mode" kommt man bei diesem Problem nicht weit, wenn man sein Kaufverhalten nicht ändert. Der leitende Grundgedanke hierbei sollte der sein, einfach weniger zu konsumieren.

Die CO2-Belastung, der Energieverbrauch und die Ressourceneverschwenung sind einfach zu enorm, um sich Kleidung zu kaufen, die man nur 1x im Jahr zu besonderen Anlässen trägt. Lieber in zeitlose Basics investieren, die man sowohl chic als auch leger kombinieren kann und die vor allem aufgrund ihrer guten Qualität lange halten.

 

 

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Kommentare (8)
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21.07.2015
Laura619 hat geschrieben:
Sehr sehr lobenswert ! @RichardParker
20.07.2015
RichardParker hat geschrieben:
Also ich kann mich Gott sei Dank zu denjenigen zählen, die wirklich nicht viel Kleidung im Jahr neu kaufen und die auch noch Klamotten von vor drei Jahren tragen :))
20.07.2015
Laura619 hat geschrieben:
Ja, Flohmärkte sind auch eine tolle Option :-)
20.07.2015
PeddyTiger hat geschrieben:
Mein Tipp sind gar nicht mal so Second Hand Läden sondern Trödelmärkte!! Da findet man eigentlich für jeden Geschmack etwas, sogar teure Markenklamotten werden immer häufiger nagbeoten und doch meistens wird alles zu einem überdurchschnittlich guten Preis angeboten...
20.07.2015
Laura619 hat geschrieben:
@BlueLikeTheSky: Ich gehe momentan auch am liebsten Second Hand shoppen!
Da findet man teilweise echt tolle Stücke zu einem super Preis!
@Fenris: Das ist doch schon einmal lobenswert, wenn man nicht alle paar Wochen losrennt, und sich komplett neu eindeckt. Darum geht es ja schließlich und darauf wollte ich auch mit meinem Artikel aufmerksam machen. Bio-Kleidung ist natürlich optional, aber definitiv ein guter Schritt. Wenn sie dir nicht gefällt, kann man da natürlich nichts dran ändern, aber inzwischen finde ich, dass in den letzten 5 Jahren die sogenannte Öko-Kleidung gar nicht mehr soooo öko aussieht.
19.07.2015
Akatsuki hat geschrieben:
Ist halt auch so, Ich kaufe nicht bei billig Klamottenmarken ein aber das was bei Grüner mode angesagt ist entspricht nicht meinen Stil.
19.07.2015
Akatsuki hat geschrieben:
Na ich kann von mir sagen, dass ich mir nicht wirklich oft neue Sachen kaufe. Dafür habe ich 1. nicht genug Geld um jeden Monat shoppen zu gehen und 2. Wenn die Von vor zwei Jahren noch passen wozu brauche ich dann neue. Bei Schuhen genauso. Ich kaufe nur neue wenn die alten kaputt sind oder halt nicht mehr passen
19.07.2015
BlueLikeTheSky hat geschrieben:
Da kann ich dir nur zustimmen! Second Hand ist deshalb auch eine gute Alternative zu den "normalen" Klamotten :) Ich erleb den Konsumwahn selber auch in nähster Nähe mit: Es ist einfach absolut normal geworden, jeden Monat seine überquillenden Kleiderschrank um noch mehr Kleidung zu bereichern, was sehr schade ist mit Blick auf Umwelt und Arbeitsbedingen.
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