Ist das Licht aus?


Good bye


stand-by.


© WWF
Über Intelligente Stromnetze, Menschen und sie einfach mal machen lassen


von ufriendlyfuture
06.05.2011
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12 P
Tags: Smart

 Nur mit einer kleinen Handbewegung, einem kleinen Kippen, mit einem geringen persönlichen Energieaufwand kann heute jeder den Schalter umlegen und es Licht werden lassen. Beim Übergang in das Zeitalter der Erneuerbaren Energien ist es höchste Zeit den Schalter zu drücken, einen Gang zuzulegen und durchzustarten. Aber auch bemerken, dass vielleicht jetzt auch einmal noch mehr persönlicher Energieaufwand dazu nötig ist.

Und wir sprechen hier jetzt nicht von grünen Wohltaten, wie weniger Auto und mehr Fahrrad fahren, den Bus benutzen und auf einiges verzichten, sondern einfach "smart" zu sein, wie es Paul van Sonn beim Eon Research Ward gefordert hat: "Wir brauchen nicht nur Smart Grits, sondern auch smart people." Denn ohne ein Verständnis für die Mammutaufgabe Energiesicherung, wird das Projekt schon bald scheitern. Jeder verlangt Grüne Energie, aber auch maximalen Komfort ohne Einschnitte in sein persönliche Welt. "Not in my backyard" heißt das Phänomen auf Neudeutsch und spielt darauf an, dass die geforderten Windräder, Pumpspeicherkraftwerke und Hochspannungsleitungen verlegt werden sollen, nur eben nirgends: Niemand unternimmt erstens solche Riesen Investitionen einfach so und auf der Gegenseite will auch niemand die Dinger in der Gemeinde stehen haben. Alpha Venus ist ein Prestigeobjekt der deutschen Offshore Technologie. Hätte man sie aber in Sichtweite der Küste, statt 45km nördlich von Borkum in 30m Wassertiefe, gebaut, hätte man auch einiges an Geld, Zeit und Aufwand sparen können. Aber hier spielt noch ein viel wichtigerer Faktor als der finanzielle mit: der sozioökonomische. Der Rückhalt in der Bevölkerung und die Akzeptanz. Dr. Georg Schütte, Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung vermutet sogar, dass wir noch weit mehr Energie unseres Handels auf die Kommunikation zwischen Bürgern und Forschung einsetzen sollten. Denn einst ist klar: Wenn promovierte Männer, wie auf den Fraunhofer Energietagen, über zukünftige Energiespeichermethoden und Intelligente Netze sprechen, dann tun sie dass mit Fachwissen, Expertise und Elan. Aber Jugendliche findet man meist nur selten. "Das ist ja eigentlich nicht nur unsere Zukunft, sondern die unserer Kinder und Enkel", weiß Dr. Michael Weinhold, CTO Siemens Energie zu berichten, räumt aber auch gleich ein, dass er vom Verstehen der Jugendlichen heutzutage, Phänomenen wie Facebook weit entfernt ist. Kurz und knapp heißt das auch: Kommunikation wird immer schwieriger. Es geht hier nicht um die hellen Köpfe von Jugend forscht, nicht um eine Minderheit, sondern um eine ganze Gesellschaft, die die Wal zwischen verschwenderischem Schlendrian oder Revolution hat.

Es bestehen so viele Lösungen und Möglichkeiten, dass keiner meinen müsste, dieser Kampf wäre sowieso aussichtslos und deswegen kann man ja auch einfach genießen und verschwenden. Und auch Großteil der Energiebranche setzt auf den Konsum bzw. auf marktwirtschaftliche Instrumente. Subventionen führen zu Verzerrungen und was verkauft wird ist nicht nur Strom, sondern auch vor allem Komfort. Computer sollen die Waschmaschine zu Niedriglastzeiten einschalten, Lichter abschalten und quasi den Haushalt schmeißen. Diese Geschäft kann sich auf jeden Fall den Kleber "Klimaschutz" aufkleben, obgleich eigentlich wir uns von den Folgen schützen sollten. Doch Natur- oder Umweltschutz ist das nicht. So wäre es z.B für die nächsten Jahre lukrativ in Haushalten mit Solaranlagen auch Batterien zur Zwischenspeicherung zu installieren. Doch umweltfreundlich wäre es auf keinen Fall. Diese Version, von jeder trägt einen kleinen Beitrag zum Großen Ganzen bei, wäre eher kontraproduktiv. Riesige Mengen Lithiums, Schwefels oder Bleis für einen Effekt, der schnell überholt sein dürfte, oder gar den Elektroautos ihre Lebensgrundlage nimmt. Der ökonomische Gewinn würde auch nicht gerade nachhaltig sein, da Deutschlands Geopolitik den Zugang zu diesen seltenen Erden nicht mehr kontrolliert. Ganz im Gegensatz zu China, wohin wir jetzt schon die Zuschüsse des EEGs für Solaranlagen hinverfrachten. Und auch wenn es um Komfort geht, können wir nicht einfach dann Einfuhrzölle und weitere Barrieren hochfahren. Weil das wäre dann wirklich der Fußtritt zurück ins Hochofenzeitalter.

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Kommentare (3)
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10.05.2011
Stoffie hat geschrieben:
super bericht aber kleiner rechtschreibfehler. am ende des zweiten absatzes müsste es "wahl" und nicht "wal" heißen ;)
und noch ein tipp: gehe lieber auf nummer sicher und gib die quellen an!
07.05.2011
Speck hat geschrieben:
Das ist so dämlich, hätten die Lieber ein Atomkraftwerk da stehen?
Ich find es überhaupt nicht Schlimm Windräder in der gegend zu sehen.
06.05.2011
Cookie hat geschrieben:
Ein interessanter Bericht. Was die Tatsache angeht, dass jeder Dinge wie Windräder haben will, nur eben nicht bei sich, kann ich echt zustimmen. In einem unserer Nachbardörfer gibt es darum seit Jahren Diskussionen. Dort gibt es zwar ideale Voraussetzungen zum Aufstellen von Windrädern, aber die Einwohner sind dagegen.
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