Ist das Licht aus?


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Stromzählen für’s Klima?


von JohannesB
22.02.2011
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Die Gäste sind weg und nun heißt es, Bettwäsche und Handtücher zu waschen. Fragt sich nur mit welcher Temperatur? Reichen 60° oder ist das Kochwäscheprogramm doch die bessere Wahl?
Klar, die niedrigere Temperatur würde Energie sparen, aber doch nicht so wirklich viel, oder?

Die Unwissenheit vieler Verbraucher, wie viel Energie sich jeden Tag ganz einfach im Haushalt einsparen lässt, geht bisher viel zu oft zu Lasten von Umwelt und Geldbeutel.
Nur wenige wissen genau darüber Bescheid, wie viel Energie die einzelnen Geräte im eigenen Haushalt eigentlich verbrauchen. In einer Untersuchung von Shahzeen Attari, Umweltingenieurin am Columbia University Earth Institute, unterschätzten die allermeisten der 505 Befragten die Einsparungen, die mit modernen Geräten möglich sind.
Und mal ehrlich, kannst Du Dir konkret vorstellen, was es für den Energieverbrauch bedeutet, einen sparsamen neuen Laptop statt eines alten Rechners laufen zu lassen? Wahrscheinlich nicht.
Doch moderne Stromzähler könnten hier künftig Abhilfe schaffen.

Für ein Modellprojekt im Märkischen Viertel, einer Siedlung im Norden Berlins, wurden 10.000 Wohnungen nun mit intelligenten Stromzähler ausgerüstet, die den Bewohnern bequem und in Echtzeit Informationen über den aktuellen Stromverbrauch liefern.
Wer schnell mal den Wäschetrockner anwirft kann so gleich darauf im Internet, auf dem Smartphone oder dem Fernseher den Anstieg des eigenen Energieverbrauchs mitverfolgen. Nun mag es ja spannender sein, einen Krimi oder die Fußball-Bundesliga live zu verfolgen, aber auch die neuen Stromzähler bekommen Aufmerksamkeit und erzielen erste Wirkung. „Als ich gesehen habe, wie der Verlauf nach oben geht, wenn ich das Licht anschalte, habe ich überall Energiesparlampen eingesetzt“ berichtet ein Bewohner von den positiven Effekten der neuen Technik.

Bis die modernen Stromzähler, auch Smart Meter genannt, flächendeckend zum Einsatz kommen wird es noch ein paar Jahre dauern. Bislang ist es nur bei größeren energetischen Sanierungen und Neubauten vorgeschrieben, die Geräte zu installieren und noch gibt es keinen brancheneinheitlichen Standard für die kleinen Sparhelfer. Dass aber in der Technik großes Potential steckt, meint auch Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik. Man schätzt dort, dass jeder Haushalt dank der intelligenten Zähler mit fünf bis zehn Prozent weniger Energie auskommen könnte. Damit verbunden eine Kostenersparnis und natürlich eine willkommene Entlastung für unser Klima. Bezieht man alle deutschen Privathaushalte in die Rechnung mit ein, erscheinen so jährliche Einsparungen von etwa 4 Millionen Tonnen CO2 als realistisch.

 

 

Quellen:
http://www.zeit.de/wissen/2011-01/smart-meter-psychologie?page=1
http://www.ifea.tugraz.at/wp-content/uploads/2009/06/intelligenter_zaehler-_smart_meter.jpg

 

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Kommentare (5)
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24.02.2011
JohannesB hat geschrieben:
Ja das waere echt sinnvoll, ist aber leider erst langsam im Kommen. In ein paar Jahren sieht's hoffentlich schon anders aus.
24.02.2011
laSarah hat geschrieben:
es wäre aber ziemlich nützlich
24.02.2011
Stoffie hat geschrieben:
hmm das ist schade...
22.02.2011
JohannesB hat geschrieben:
@Stoffie: Das geht leider, soweit ich weiß, nicht. Für den Einbau der Stromzähler sind nämlich die Netzbetreiber zuständig, also z.B. RWE oder E.ON. Aber zu kaufen gibt es zumindest Geräte, mit denen Du den Energieverbrauch von verschiedenen Haushaltsgeräten messen kannst.
22.02.2011
Stoffie hat geschrieben:
hey das ist ja cool :)
kann mich sich den iwo kaufen und iwo zu hause anschließen oder so?
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