Ist das Licht aus?


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Solarfahrradwege - Bald Realität?


von MarcelB
03.05.2011
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Käse, hohe Deiche und Holzschuhe – daran denkt man wohl als erstes, wenn man an unseren Nachbarn die Niederlande denkt.


So ging es jedenfalls mir, als ich kürzlich dort im Urlaub war. Doch was die wenigsten wissen, Holland steht für viel mehr: Lange Tulpenwiesen, wunderschöne Sandstrände und eine atemberaubende Weitsicht und einen Haufen Fahrräder!


Mit über 30°C in der Sonne kamen wir in einer kleinen Stadt in der Nähe von Amsterdam an. Dort fiel mir durch Plakate sofort ein atemberaubendes Projekt auf, Sola Road.

Sola Road ist ein Vorhaben, welches Radwege mit Sonnenkollektoren ausstatten soll. Hierbei werden in Betonplatten dicke kristalline Silizium Solarzellen eingebettet und mir einer gehärteten Glasoberfläche abgedeckt. Die Solarzellen speichern während intensiver Sonnenlichtzeiten die Energie und lagern sie für weniger starke Lichtperioden, dies sorgt für eine Gleichverteilung. Diese Solarzellen produzieren pro Quadratmeter im Jahr 50kWh. Damit könnten die Solar Fahrradwege die Verkehrssysteme, die Straßenbeleuchtung und sogar naheliegende Wohnanlagen versorgen. Nicht umsonst sagt der Erfinder, was wir in Zukunft brauchen ist eine Straße die sich selbst finanziert. Das Projekt ist weltweit einzigartig und befindet sich derzeit noch in der Startphase.


Holland ist mit seinem 85.000 Meilen umfassendem Fahrradnetz, proportional zur Größe des Landes, wohl das größte der Welt. Das ist ein erstaunliches Potential für die zukünftige Energiegewinnung. Die Idee hat weltweit zum Nachdenken angeregt, wieder zuhause habe ich weitere Nachforschungen angestellt und bin auf ein amerikanischen Prototyp gestoßen, der sich genau dieses zur Vorlage gemacht hat. Nur in einem größerem Maßstab, der Kraftfahrtstraße.


Ein amerikanisches Expeditionsteam hat sich zur Aufgabe gemacht, der ständig zunehmenden Bedrohung der planetarischen Katastrophe - vom Klimawandel bis zur toxischen Verschmutzung von Wasserknappheit und der Zerstörung der Lebensräume -, zu bekämpfen und in den 50 Staaten nach alternativen (auch auf leicht lustiger Weise) zu suchen. Eine davon war ein nicht weiterentwickelter Prototyp aus dem Jahre 2009. Ziel des Teams war es den auf erdölbasierten Asphalt auf den Fahrbahnen zu ersetzen um den Bedarf an fossilen Brennstoffen zu reduzieren.


Fazit: Eine Energiewende ist daher möglich, Solarstraßen und Solarfahrradwege sind keine Illusionen mehr. Nun muss in diese kostbaren Technologien investiert werden.

 

Quellen:

http://www.youtube.com/watch?v=Ep4L18zOEYI&feature=player_embedded#at=69

http://www.go-green.ae/greenstory_view.php?storyid=1513

http://www.solarpower-gmbh.com/uploads/pics/Solarzellen_neu_04.JPG

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Kommentare (20)
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10.05.2011
HatTrick hat geschrieben:
Definitiv ein potentieller und wortwörtlicher "Weg" in die Zukunft

Eine sehr interessante Idee. Ich glaube, dass da wirklich Potential hintersteckt. Hochgerechnet wäre der Nutzen sicherlich hoch. Eine Nutzung der stärksten regenerativen Energiequelle mit super System und Selbstfinanzierung - Was will man mehr? Mal schauen ob die deutsche Politik dieses Potential auch entdeckt. Die Welt braucht mehr von solchen Superideen.

Bei der Umsetzung solch großer Flächen könnte es jedoch Probleme bezüglich des Materialbedarfs geben. Auch der Einfallswinkel der Sonnenstrahlen könnte für die Energieausbeute kritisch werden. Wartungsarbeiten könnten auch schwierig sein.

Letztendlich ein sehr toller Bericht! Wäre super, wenn du uns auf dem Laufenden hälst.
05.05.2011
Jolly hat geschrieben:
Die Idee hat wirklich Zukunft! So kann sich auch niemand beschweren, dass die Solaranlagen irgendwo nerven oder hässlig aussehen oder sie der Umwelt nicht gut tun etc. Vielleicht sollte man wirklich ungenutzt Flächen dazu benutzen, was niemandem stört! :) Danke für den Bericht, toll geschrieben!
05.05.2011
Nivis hat geschrieben:
Wow, davon hab ja ja noch nie gehört, aber total spannend! Hoffentlich wird das wirklich der Zukunftsweg sein, denn die Idee ist genial!
04.05.2011
MarcelB hat geschrieben:
um erstmal Cedrics Frage zu beantworten: http://www.hausbautipps24.de/online-ratgeber/ratgeber-solarenergie/wie-kann-solarstrom-gespeichert-werden.html - ganz leicht! :D
Zum Thema rutschige Oberfläche: Es handelt sich laut Hersteller um ein Spezialglas, dass über eine Antirutschoberfläche besitzt. Zudem ist es leicht und stabil! Es entstehen auch keine Risse, sollte ein LKW mit High-Speed drüber fahren. Unglaublich wozu die heutige Technik alles fähig ist! :)
Abgesehen von den Kosten sehe ich noch den mutwilligen Vandalismus als mögliches Problem, die der Realisierung gefährlich werden könnten...
04.05.2011
Cedric hat geschrieben:
an sich klingt das ja echt alles super!!! ist ne kreative Idee! Und wenn man mal von den rutschproblemen absieht, würden wahrscheinlich die einizigen Probleme, an dem es scheitern könnte, die Kosten sein......
Aber eine Sache verwirrt mich noch. Du hast geschrieben, dass diese Solarzellen die Energie für nachts speichern. Wie machen die das denn bitte? Weil Strom ist ja an sich seeehr schwer zu speichern. :(
04.05.2011
gelöschter User hat geschrieben:
Die Idee ist klasse. Hoffentlich nehmen sich andere Länder ein Beispiel daran...
Allerdings hat alles irgendwie Nachteile, wobei ich hoffe das hier keine allzu großen Probleme entstehen. Toi toi toi
04.05.2011
Marielle hat geschrieben:
mmmh naja also ich finde die idee ja nich so prickelnd. versteht mich nicht falsch so gesehen ist die idee ja echt cool, aber ich hab so meine bedenken. schon bei regen ist das rutschig aber was wird wenns schneit??? da rutscht man ja schon auf den groben strassen aber auf so ner glasplatte hat man echt keinen halt. ausserdem frage ich mich ob das glas die belastung so gut aushält...ich meine das glas darf ja auch nicht zu dick sein...oder?
03.05.2011
Bienenkoenigin hat geschrieben:
Total geile Idee ;) aber warum nur auf Radwegen? Überall hindamit ;) Einkaufspassagen würden sich doch auch gut dafür eignen, wenn keine Rutsch gefahr besteht ;)

@Fabia: Vill. kann ihn Zukunft ja keiner mehr damit prahlen, da es zum alltag gehört ;)... drücken wir mal die daumen, dass es mit solchen Ideen vorran geht ;)
03.05.2011
Waldelb3 hat geschrieben:
Ich bin aber trotzdem für Solar auf dem Dach, weil man dann einfach unabhängiger von den Stromanbietern ist. Für die Straßenlaternen und andere Sachen, die was mehr Strom brauchen könnte man ja extra was machen, z. B. mit diesen Wegen.
03.05.2011
anni95 hat geschrieben:
Das mit dem Rutschen ist mir auch überhaupt nicht in den Sinn gekommen... Sag Bescheid, wenn du was herausgefunden hast.! An sich finde ich die Idee nämlich echt cool...!
03.05.2011
Stoffie hat geschrieben:
nicht schlecht! unsere nachbarn sind echt vorbildlich!
03.05.2011
Carphunter hat geschrieben:
hey, also ich finde die idee echt super genial!
ich hoffe, die werden das weiter ausbauen. vielleicht lassen sich unsere "guten" politiker ja auch irgendwie von dieser idee überzeugen? nur wie würde man das am besten anstellen?
03.05.2011
Fabia hat geschrieben:
ich bin begeistert Fahrradfahrerin und ich finde die Idee absolut umwerfend. Es ist unglaublich kreativ und wer kann schon behaupten, dass er einen Solarfahrradweg gefahren ist ...
03.05.2011
MarcelB hat geschrieben:
Die frage ist nur, was ist prdouktiver 85.000 Meilen Solarzellen oder ein paar Dinger auf ausgewählten Privatanbietern. Es geht doch um die Gemeinschaft, oder möchtest du mit den Dingern auf deinem Haus die Straßenlaternen "erleuchten" oder den Strombedarf deines Nachbars decken? Nein. Deshalb sollte das auch an öffentlichen Orten sein, von daher finde ich die Idee vom Fahrradweg gut. Der Eigengebrauch ist doch völlig irrelevant von der Idee hier! :)
03.05.2011
Waldelb3 hat geschrieben:
Aber sonst hört sich das ganz gut an. Nur, welche E-Mail??
03.05.2011
Waldelb3 hat geschrieben:
Naja, also das Rutschproblem könnte kritisch werden...
Ich persöhlich halte mehr von Solarzellen auf den Dächern von Häusern.
03.05.2011
Cookie hat geschrieben:
Also, das jetzt schon mehrmals angesprochene Rutschproblem kam mir auch als erstes in den Sinn, vor allem, als ich das Bild gesehn hab. Das sieht echt verdammt glatt aus! Aber ansonsten klingt das echt nach ner total tollen Idee und es ist schön zu hören, dass es solche kreativen Menschen gibt, die sich so was einfallen lassen! Danke für den Bericht, ich bin schon sehr gespannt, was bei deiner E-Mail rauskommt! :)
03.05.2011
MarcelB hat geschrieben:
fürs blenden gibts doch ne Sonnenbrille :D, an das Rutschproblem bei Regen habe ich garnicht gedacht um ehrlich zu sein! Also es gibt grundsätzlich einen sogenannten Antirutsch Siebdruck. Aber den Quadratmeterweise zu beschichten könnte ziemlich kostenintensiv werden. Am besten man fragt die da mal zu wa? Ich werde der Firma dann mal die Tage eine E-Mail schreiben! Ob die wohl daran gedacht haben? Gute Frage! :D
Ich denke das im Video ist zusätzlich zu den Solarzellen ein eingebautes Sicherheitssystem. Welches durch den Solarstrom beliefert wird. Man sieht ja wie die Kinder da rausspringen, und das Ding alarm gibt, scheint also mit physischen Impulsen zu funktionieren. Wie gesagt, dieser Fahrradweg war die Grundidee..da es in der Wüste oft keine Wohnungen gibt, oder Lampen, werden die den Strom wohl so ersetzt haben. denn Kilometerlange Leitung zu verlegen, wäre sicherlich nicht machbar...
03.05.2011
BackToNature hat geschrieben:
Hört sich zwar prinzipiel echt gut an, aber für mich klingt das vorallem nach einer rutschigen Angelgenheit!
Die (Glas-) Oberfläche muss bestimmt ganz glatt sein um das Sonnenlicht an die Kollektoren zu lassen! Im Regen und mit dem Fahhrrad muss das die Hölle sein... ;)
03.05.2011
Gluehwuermchen hat geschrieben:
Eine kreative Idee :-) Aber blendet das denn nicht wie irre ? :D
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