Ist das Licht aus?


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© WWF
Papier sparen - so geht's


von vince
24.08.2013
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Hallo Community,
die Anzahl von kostenlosen Zeitungen nimmt in Deutschland immer mehr zu. Was wir am Samstag immer im Briefkasten haben, Markt, Tip der Woche, HamburgerAbendblattSpezial, Rundschau, Einkaufaktuell (eher so n Werbepaket) und und und. Eine Papierverschwendung ohnegleichen, zumal dort sowieso nur unnötiges Zeug drinsteht und der Rest ist Werbung. Warum das Geschäft mit diesen Zeitungen so boomt: Die WERBEBEILAGEN. In jeder Zeitung sind mindestens zwei Werbezettel drin, meist von Supermärkten, Möbelhäusern, Baumärkten oder Drogeriemärkten. Und diese Werbebeilagen ZÄHLEN NICHT ALS WERBUNG da sie in die Zeitung eingelegt werden, und diese ist eine kostenlose Informations- und Anzeigenzeitung.
Viele Leute haben an ihrem Briefkasten ein "Bitte keine Werbung" - Schild dran. Das kann von Straße zu Straße Unterschied, schonmal bis zu 50% aller Briefkästen sein. Die werbenden Supermärkte etc. wollen aber trotzdem, dass jeder ihre Werbung liest. Und da ist wohl mal irgendjemand auf die schlaue Idee gekommen, das genze mit einer Informationszeitung zu verschachteln.
Da ich ja mehr oder weniger vom Fach bin und in Hamburg als Zeitungsausträger arbeite (leider immer noch, da ich in HH mit 17 und wenig Zeit keinen besseren Schülerjob finde), habe ich mal darauf geachtet, wie viele Leute die Zeitung direkt wegschmeißen, nachdem sie aus dem Briefkasten genommen wurde und kam zu dem Ergebnis: Mindestens 3/4 aller Zeitungen landen sofort im Müll. Meist auch im Hausmüll oder die Leute schmeißen die Zeitung auf die Straße oder ins Gebüsch neben der Tür... alles schon erlebt...


Hier mal anschaulich: Die Zeitungen und Werbebeilage die angeliefert werden:

 

und jetzt die, die tatsächlich gelesen werden:


 

Die Leute WISSEN ES EINFACH NICHT, dass die Zeitung nicht als Werbung zählt. Ein Typ sagte auch einmal zu mir, nachdem ich eine Zeitung in einen Briwfkasten mit "Keine Werbung"-Aufschrift geworfen hatte: "Junge, komm mal her. Was steht hier: Keine Werbung. Was ist da drin: Werbung. Nächstes Mal gibt’s Anzeige!“ Meine Standardantwort darauf: „Kleben Sie „Keine Kostenlosen Zeitungen“ an ihren Briefkasten, dann bin ich nicht verpflichtet diese einzuwerfen“.


Und genau das sag ich euch jetzt auch. Ganz so umfangreich wie auf dem Titelbild muss es nicht sein, aber ein Zettel mit KEINE WERBUNG UND KEINE KOSTENLOSEN ZEITUNGEN reicht völlig aus und bringt wirklich was. Denn jeden weiteren Klebezettel mit dieser Aufschrift muss der Zusteller an den Vertrieb melden, und eine Zeitung und 3 Beilagen weniger werden gedruckt. Und das bei jeder Zeitung. Und das multipliziert mit allen Community-Mitgliedern… Jede Zeitung wiegt etwa 100g... also ihr könnt euch ja vorstellen welche Ausmaße das annehmen kann, wenn jeder einen kleinen Schritt macht.
 

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Kommentare (8)
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17.11.2013
Traeumerin hat geschrieben:
Ich finds echt bescheuert! Ich mein es reicht doch im radio, im Tv, oder im internet die ganzen Werbungen! Überall werbung, werbung, werbung! Ich find das ist rausgeschmissenes geld! Die gucken es kurz durch und dann schmeißen sie es eh wieder weg oder benutzen es zum ofen anfeuern!
27.08.2013
vince hat geschrieben:
wahrscheinlich ist das Werbung, die wie die Zeitungen nicht als solche angesehen wird. oder die verteiler sind zu faul oder können nicht lesen. auf jeden fall darf Werbung als solche NICHT in briefkästen mit dem vorhandenen aufkleber gesteckt werden.
27.08.2013
AlexButterfly hat geschrieben:
Bei uns ist es so, dass man trotz des Schildes "bitte keine Werbung" am Briefkasten die Werbung hineingeschmissen bekommt. Warscheinlich müssen die meisten die Werbung überall einschmeißen, oder sie sind einfach zu stur oder bequem, die Schilder zu beachten! :/
25.08.2013
LSternus hat geschrieben:
So einfach kann das gehen.
Bei uns besteht gut 50% (oder mehr) der Dicke einer Zeitung aus Werbung.
24.08.2013
vince hat geschrieben:
Das kann ich mir leider nicht erlauben. Das steht 3 mal im Vertrag, dass die Werbeverweigerer auch beliefert werden müssen. Die verdienen an der Werbung, und es werden regelmäßig Telefonkontrollen durchgeführt, wo die Anwohner befragt werden ob sie die Zeitung UND die Werbung bekommen haben. Ja, es passiert nichts, wenn jetzt eine Person sagt, dass sie keine Zeitung bekommen hat. Aber sagen das 50%, kann man Gehalt abgezogen bekommen und gefeuert werden.
24.08.2013
Lukas96 hat geschrieben:
Ich habe nie Zeitungen ( kostenlose) in Briefkästen gesteckt wo "bitte keine Werbung draufstand und bekam nie Probleme...
24.08.2013
vince hat geschrieben:
Nein, das ist zumindest bei meiner Zeitung nicht so. Der Verteiler meldet die überschüssige Anzahl dem Vertrieb, und der ändert dann die Auflage. Es gibt wahrscheinlich wirklich Verteiler, die das nicht machen, weil sie zu faul sind, oder, weil sich der Gehalt nach der Anzahl richtet, bewusst nicht melden. Aber whats the Problem, 4 Cent weniger pro Zeitung. Sollte sich die Auflage wirklich sehr krass ändern, kann der Verteiler aber auch einen zweiten Bezirk annehmen um wieder auf den gleichen Betrag zu kommen. Dass die Zeitungen in der Auflage weitergedruckt werden, ist aber quatsch. Allerdings rufe ich auch nicht bei jedem weiteren Schild beim Vertrieb an, sondern melde dann etwa quartalsweise zwischen 3 und 6 hinzugekommene "Bitte keine Zeitungen"-Schilder. Das verändert an meinem Gehalt vielleicht monatlich -0,5%.
24.08.2013
Denis-C. hat geschrieben:
Nettes Thema was du ansprichst, leider mit einem dicken Problem.
Ich weiß ja nicht wie das bei dir abgerechnet wird, aber hier in meiner Gegend geht es nach verteilten Zeitungen. So habe ich schon mal mit bekommen, das ein Zeitungsjunge knapp die Hälfte seine aus zu tragenden Zeitungen einfach weg warf. Als ihn fragte, warum er das täte, nannte er mir folgenden Grund: "Obwohl etliche Bewohner bei der Zeitungsredaktion sowie deren Verleger anriefen und das kostenlose Käseblatt abbestellten, produziert der Verlag trotzdem die gleiche Menge an Haushalten die in diesem Bezirk zu verteilen sind."
Somit entsteht wieder ein riesengroßer Haufen an unnötigen Papiermüll, auch wenn dieser recycelt werden kann, so ist es doch unnütz, trotzdem Farbe und Papier für das nicht-lesen verbraucht zu haben.
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