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Ökostrom


von PhilippK
02.02.2011
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Tags: Strom, Grün

Ökostromanbieter
Die Nachfrage an Ökostrom steigt!

Auf dem Deutschen Markt tauchen in den letzten Jahren immer mehr Ökostromanbieter auf, um der steigenden Nachfrage an „grünem“ Strom gerecht zu werden. Das liegt vor allem am steigenden Umweltbewusstsein der Bevölkerung.
Bei der Auswahl des Ökostromanbieters gilt jedoch einiges zu beachten, da es Unterschiede gibt.

Bringt es überhaupt etwas auf Ökostrom zu wechseln?
Die Antwort lautet „Ja“.
Denn mit steigender Anzahl der Nutzer steigt der Ökostromanteil im deutschen Netz und der Anteil des Kohle- und Atomstroms(65% Marktanteil 2009) kann langsam zurück gedrängt werden. Die Folge daraus ist, dass auf Seiten der Anbieter weitere Möglichkeiten zur Förderung von Ökostrom geschaffen werden müssen.
Wichtig bei der Auswahl ist einen Anbieter zu finden der nicht nur Ökostrom produziert, sondern auch fördert und in neue Kraftwerke investiert. Denn es gibt unter den Anbietern auch solche die derzeit nicht in neue Kraftwerke investieren wollen.
Viele schreckt der Gedanke ab mehr Geld für Ökostrom ausgeben zu müssen. Das ist häufig jedoch gar nicht der Fall und kann unter Umständen sogar günstiger sein.

Wie grün ist der Ökostrom wirklich?
Um wirklich sichergehen zu können das der angebliche „grüne“ Strom auch wirklich „grün“ ist, haben drei große Organisationen sich dazu entschlossen die Anbieter nach bestimmten Kriterien zu testen und zu bewerten. Wer wirklich „grünen“ Strom produziert erhält dann ein Zertifikat der jeweiligen Organisation.
Dabei handelt es sich um den TÜV, der Energie Vision e.V. und Grüner Strom Label e.V.

Anbieter die das „Grüner Strom Label“ erhalten zeichnen sich besonders dadurch aus, neue Investitionen in die Entwicklung erneuerbarer Energien zu tätigen. Dazu zählen zum Beispiel die NATURSTROM AG, Naturstrom Rheinland-Pfalz GmbH sowie zahlreiche Stadtwerke in ganz Deutschland.

Welchen Anbieter soll ich jetzt wählen?
- Tipp 1 lautet keine Stromanbieter wählen die auch in die Atom- und Kohlewirtschaft verstrickt sind. Denn dadurch investiert man man parallel immer noch in die klimaschädliche Energiegewinnung. Zu den großen Konzernen von denen man beim Thema „Ökostrom“ die Finger lassen sollte sind E.On, RWE, EnBW und Vattenfall.
- Tipp 2 lautet wie bereits oben beschrieben, darauf zu achten das der Anbieter auch neue Investitionen in den Ausbau neuer „Öko-Anlagen“ steckt.

Zu empfehlen sind folgende Anbieter:
NATURSTROM AG
Greenpeace Energy
LichtBlick
EWS Schönau

Schlussfazit:
Man sollte es einfach selbst in die Hand nehmen und mit dem Wechsel die Umstellung von „Fossilen Brennstoffen“ zum „Ökostrom“ voran treiben. Umso größer der Anteil an Ökostrom wird, desto mehr kann die „schlechte Stromerzeugung“ zurück gedrängt werden.

Links:
http://www.oekostromanbieter.org/
http://www.energiewendebuendnis.de/index.html

Bild:
Von Greenpeace & NATURSTROM AG zur freien Verfügung bereitgestellt

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Kommentare (3)
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Sortieren nach Aktualität:
12.02.2011
PhilippK hat geschrieben:
Hi,

und erstmal danke für den Zuspruch :)
Beim RECS Zertifikat ist das Problem, dass der Stromanbieter nicht zu 100% Strom aus Erneuerbaren Energien stammt.
Er kann beispielweise Atomstrom einkaufen. Für den bezahlt er die Summe x pro Killowattstunde.
Um das RECS Zertifikat zu erhalten berechnet der Anbieter jetzt zusätzlich ein paar Cent pro Killowattstunde, welche dann an Betreiber von Erneuerbaren Energien abgegeben werden.
Man nutzt damit im Prinzip Atomstrom und fördert mit gerade einmal ein paar Cent die Erneuerbaren Energien. Darüber hinaus weiß man bei solchen Anbietern nicht genau, ob auch in neue Kraftwerke für Erneuerbare Energien investiert wird.

Den "grünsten Strom" sage ich jetzt mal, bieten Anbieter mit dem "Grüner Strom Label" an. Denn diese beziehen zu 100% Ökostrom und kaufen nicht zusätzlich Kohle- oder Atomstrom ein.
Und was noch viel wichtiger ist, sie investieren auch einen großen Teil in den Bau neuer Kraftwerke wie Windparks, Wasserkraftwerke, Biomasse oder Sonnenenergie.

Hoffe ich konnte dir mit den Infos weiterhelfen :)

liebe grüße
philipp
12.02.2011
Nathalie hat geschrieben:
Danke für den infromativen Beitrag. :)

Du hattest in deinem Bericht erwähnt, dass man über Zertifikate von TÜV, der Energie e.V. und Grüner Strom Label e.V. überprüfen kann, ob der Stromanbieter wirklich Ökostrom anbietet oder nur Kunden locken will. Weißt du vielleicht wie es mit den RECS-Qualitätsstandarts aussieht? Ist dieses Siegel auch vertrauenswürdig?
02.02.2011
PhilippK hat geschrieben:
Habe soeben zu NATURSTROM AG gewechselt :)
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