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Meine Erfahrungen beim Klimafasten


von Maike11
12.04.2015
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Ja Ostern ist vorbei und damit auch die Fastenzeit- allerdings nicht für mich :)

Was es damit auf sich hat, was ich überhaupt gefastet habe und wie ich die Verzichte erlebt habe, werde ich euch hier erzählen.

 

Als ich Anfang des Jahres hier einen Bericht über das Klimafasten gelesen hatte, war ich sofort begeistert und beschloss in der Fastenzeit für das Klima zu fasten.

Ich machte mir in den darauf folgenden Wochen Gedanken und sammelte erst einmal Ideen was ich alles fasten könnte.

Das erste was mir einfiel war natürlich Fleisch und Plastik- in welcher Form auch immer.

Nach kurzer Zeit hatte ich meine Liste um unnötiges Einkaufen, verschwenderischen Strom- und Wasserverbrauch und das Nutzen von Autos erweitert.

 

Dann begann ich zu überlegen was ich davon wirklich umsetzen konnte und legte mich schließlich auf

1.)    kein Fleisch,

2.)    keine Plastikflaschen,

3.)    keine Plastiktüten und

4.)    weniger Wasser zu verbrauchen (z.B. beim Duschen) fest.

 

Eigentlich wollte ich die Idee auf das Auto zu verzichten oder es einfach weniger zu nutzen auch realisieren, was aber nicht möglich war, da ich u.a. momentan meinen Führerschein mache, nicht ganz so zentral wohne und in der Fastenzeit auch Auswärtsspiele hatte.

 

Als nächstes musste ich leider feststellen, dass ich bei den Plastikflaschen fürs Training und die Spiele eine Ausnahme machen muss, da in den meisten Sporthallen Glasflaschen verboten sind. Hinzukam, dass ich noch gar keine „Alternativtrinkflasche“ hatte…

 

Nachdem ich zu Hause keine plastikfreie Flasche finden konnte und auch in der Stadt nicht fündig wurde (vielleicht lag das auch zu genauen Vorstellungen :D), musste eine leere Salatsoßenflasche aus Glas herhalten.

Nicht das Beste, aber naja…

Da ich aber auch im Verlauf der Fastenzeit nicht fündig wurde, benutze ich die Flasche immer noch und musste bisher nur einmal den Deckel wechseln, weil dieser anfing zu rosten (ist ja auch eigentlich eine Einwegflasche…).

 

Erstaunlicher Weise konnte sich meine Familie auch für das Fleischfasten begeistern und so kam fast 7 Wochen kein Fleisch bei uns auf den Teller (okay, mit kleinen Ausnahmen, meine Eltern und meinen Bruder betreffend).

 

So nun aber zu meinen Erfahrungen:

Also am leichtesten fand ich es auf Fleisch zu verzichten, was erstens daran lag, dass ich schon vorher nur wenig Fleisch gegessen habe und zweitens daran, dass meine Familie mit fastete.

Ich habe beschlossen weiterhin so gut es geht auf Fleisch zu verzichten, aber über komplett vegetarische Ernährung muss ich noch nach denken, da ja z.B. in ziemlich vielen Produkten auch Gelatine ist und ich noch nicht sicher bin, ob das bei mir so klappt.

 

Auf Plastikflaschen zu verzichten hat (mit der Ausnahme) auch gut geklappt. Ich habe überwiegend Leitungswasser, welches hier super schmeckt, getrunken. Gelegentlich auch mal Saft etc aus Glasflaschen. (Die Nutzung von Tetrapacks habe ich auch versucht zu reduzieren.)

Auch hier mit werde ich weiter machen, da ich kaum Probleme oder Einschränkungen hatte und unser Müll an Einwegplastikflaschen sehr, sehr stark zurück gegangen ist.

 

Ich habe mittlerweile auch schon eine kleine Sammlung an Glasflaschen, so dass ich für jeden Anlass die richtige Flasche habe.

 

Komplett auf Plastiktüten zu verzichten gestaltete sich da schon etwas schwieriger…

Beim Einkaufen und Shoppen war das kein Problem, da ich schon seit längerem ausschließlich Jutebeutel und Papiertüten nutze.

Das Problem lag eher bei den Gefrierbeuteln, den Tüten bei Lebensmitteln und Klasischtsfolien.

 

Gefrierbeutel werden in unserem Haushalt viel genutzt. Ich habe mich betreffend versucht diese nicht zu nutzen, jedoch kam ich an manchen Stellen nicht drum herum.

Ich wollte meine Familie nicht noch mehr mit einbinden, weil das nicht unbedingt ihren Ansichten entsprach oder ihnen einfach nicht gefiel.

Gleiches galt für Plastiktüten bei Lebensmitteln.

Den Versuch auf Klasichtsfolien zu verzichten, brach ich nach einer Woche ab.

Es war einfach nicht möglich so etwas kurzfristig durch zu führen, da diese Hüllen feste Bestandteile in meinem Schulzeug und generell überall in meinem Zimmer verteilt sind.

Um diese zu reduzieren, habe ich momentan keine Zeit und wenig Lust, da ich gefühlt mein ganzes Zimmer auf den Kopf stellen müsste!

Vielleicht lässt sich das ja in den Sommerferien erledigen…

 

Nun zum letzten Punkt: weniger Wasser!

Dies hat sich bei mir hauptsächlich aufs Duschen bezogen, da ich in den kälteren Monaten nichts gegen eine ausgiebige warme Dusche habe…

Ich glaube wir brauchen nicht darüber zu diskutieren, das 10 min eventuell ein bisschen zu lang ist :)

Zu Beginn ist es mir echt schwer gefallen, konsequent das Wasser beim Einseifen auszuschalten und am Ende das Wasser direkt auszuschalten.

Später ging es ein bisschen besser, aber wirklich geschafft habe ich es eigentlich nicht.

Es war einfach zu verlockend nach einem anstrengenden Spiel oder an einem kalten Tag eine lange warme Dusche zu nehmen…

 

Mein Fazit:

Bis auf die Klasichtsfolien und das Wasser hat es super geklappt und mir hat auch nichts gefehlt, weshalb ich weiterhin versuche größtenteils auf Fleisch, Plastikflaschen und Plastiktüten zu verzichten.

Dadurch, dass wir dem Sommer entgegen gehen, wird meine Duschzeit sich sicherlich im Laufe der Zeit selber verkürzen. Ich meine wer will schon bei wärmerem Wetter 10 min unter einer heißen Dusche stehen? Ich nicht! :P

 

 

Danke fürs Lesen, ist doch länger geworden als gedacht…

Habt ihr auch gefastet? Wenn ja, was und wie ist es euch dabei ergangen?

Maike

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Kommentare (9)
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06.11.2015
Maike11 hat geschrieben:
Nachtrag: seit Mai lebe ich komplett vegetarisch und jetzt im November benutze ich auch immer noch Glasflaschen (mit Ausnahme), mittlerweile eine "richtige".
Und für alle ängstlichen: in diesen 10 Monaten ist keine Glasflasche bei mir zu Schaden gekommen... Alle noch ganz ;)
21.05.2015
FineEngland hat geschrieben:
Hey. Find ich super, dass du das durchgezogen hast!
Ich versuche selbst, auf Plastiktüten zu verzichten und auch Bäcertüten, etc. mehrmals zu benutzen, auch wenn man da komisch angeschaut wird ;)
Vegetarismus ist gar nicht so schwer! Ich schaff das auch seit Jahren!
Gut, es ist manchmal anstrengend zu schauen, ob wo Gelatine drinne ist, aber man wird darin geübt. :)
Daumen hoch auf jeden Fall!
14.04.2015
Maike11 hat geschrieben:
@cookie: Danke :)
Metallflaschen sollten kein Problem sein..., aber ich habe leider noch keine passende gefunden.
@Janinadl: Nee, Handball :D
14.04.2015
Janinadl hat geschrieben:
Super!

Spielst du Fussball?
13.04.2015
Cookie hat geschrieben:
Danke für den schönen Bericht! Ich finde es total super, dass du beim Klimafasten mitgemacht hast. Dass mit den Glasflaschen in Sporthallen hab ich gar nicht gewusst. Wie sieht es denn mit Metallflaschen aus?
Auf jeden Fall auch Tatzen hoch für deine Familie, genial, dass sie mit dir zusammen auf Fleisch verzichtet hat!
13.04.2015
Maike11 hat geschrieben:
Mal sehen...
Ich denke auf alle Fälle die selben Dinge wie dieses Mal.
Vielleicht auch Auto fahren und am besten wäre es ja wenn es dann mit dem Duschen und weniger Wasser klappen würde :D

Hast du noch Ideen?
13.04.2015
Frywamalia hat geschrieben:
Super Idee! Hast du vor nächstes Jahr noch mehr zu Fasten?
12.04.2015
Maike11 hat geschrieben:
Hallo Sarah,
Du hast schon recht, sich an eine Zeit im Jahr zu binden ist eigentlich nicht so toll.
Schließlich sollte man das ganze Jahr ans Klima etc denken!
Für mich war das eher so ein Startschuss. Seit dem Beginn denke ich viel mehr an den Klimaschutz usw als vorher....
Ich werde wie im Bericht bereits gesagt, die Dinge weiter durch ziehen und auch sonst mehr auf solche Sachen achten.

Ich glaube ohne das Fasten hätte sich bei mir gedanklich nicht ganz so viel geändert, weshalb ich stolz auf mich bin, dass ich diesen Schritt gewagt habe ;)
12.04.2015
Sarah25 hat geschrieben:
Hallo Maike :) Das klingt toll! Hut ab! Vor allen Dingen finde ich gut, dass deine Familie auch mitgemacht hat beim Fleischfasten. Es ist sehr viel einfacher auf Fleisch zu verzichten als die meisten Menschen denken. Ich habe mich so daran gewöhnt kein Fleisch zu essen, dass ich mir gar nicht mehr vorstellen kann, warum ich Fleisch essen sollte :D

Ich habe nicht gefastet, da ich es nicht mag, mich an solche Daten zu binden. Ich versuch eher allgemein, hier und da, wenn es mir gelingt ein bisschen zu "fasten". Aber ein eingeschränkter Zeitraum ist natürlich praktischer, um Sachen auszuprobieren und auch für eine gewisse Zeit durchzuhalten!
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