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Hydrauclic Fracturing


von cappuccino
05.02.2012
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auf deutsch: www.erdgassuche-in-deutschland.de/mediathek/hydraulic_fracturing.html

 

50km südlich von Bremen, in der Stadt Sulingen wurden am 27.Juli letzten Jahres 236 Kubikmeter Flüssigkeit in ein Bohrloch mit dem Namen Buchholz T12 gepresst. Untergemischt waren 1,6 Tonnen gefährliche und 13,3 Kilogramm als giftig klassifizierte Chemikalien, darunter 160kg Tetraethylenpentamin, das als langfristig schädlich für Wasserorganismen gilt.

Vermutlich sind hunderte verschiedene Chemikalien dem Wasser zugesetzt, die genaue Mischung ist allerdings Firmengeheimnis. Im Film „Gasland“ von Josh Fox wird von über 500 verschiedenen gesprochen. Im Tyndall-Center für Climate Change an der Universität Manchester wurden 260 bekannte untersucht, wobei herauskam, dass 38 für den Menschen giftig sind, 8 sicherlich und 6 weitere wahrscheinlich Krebs auslösen, 5 wirken negativ auf die Fortpflanzung.

Bei dieser Methode zur Erdgasgewinnung, dem Hydraulic Fracturing, wird in eine Gesteinsschicht unterhalb des Grundwassers gebohrt, die das Erdgas speichert. Dieses Bohrloch wird horizontal erweitert und durch das mit Chemikalien und Sand versetzte Wasser aufgebrochen und offen gehalten, so dass das Gas aufsteigen kann.
Befürworter dieser Technik weisen darauf hin, dass Deutschland selbst viel Erdgas besitzt, das entweder in festem Gestein (tight gas), in Schieferschichten (shale gas) oder in Kohleflözen eingeschlossen ist. Dadurch könnte zumindest ein Teil des Erdgases, das als Energiequelle immer wichtiger wird, da es als weniger klimaschädlich gilt als andere fossile Energieträger, in Deutschland gewonnen werden. Schätzungen gehen von 150 Milliarden Kubikmetern aus, allerdings können noch keine genauen Aussagen gemacht werden, schon gar nicht vond er Menge, die letztendlich gefördert werden könnte, da das „Fracking“ teuer und ineffizient ist, weil das Gas nicht vollständig gewonnen werden kann. Hinzu kommen die ökologischen Schäden.
Pro Quadratkilometer werden vier bis sechs Bohrungen vorgenommen, und an jeder Bohrstelle muss eine Infrastruktur errichtet werden für LKW, Tanks, Abwasserbecken, Container.
Auch Der Wasserverbrauch beim Fracking ist ernorm hoch. Das am Anfang erwähnte Bohrloch T12 ist noch eines der kleineren. Normal sind inzwischen Bohrlöcher mit sechsfacher Verzweigung, weshalb beim Fracken laut des Umweltbundesamters zwischen 54.000 und 174.000 Kubikmeter Wasser nötig sind. Das mit Chemikalien und Sand versetzte Wasser.


Quellen
Film „Gasland“ von Josh Fox gaslandthemovie.com/about-the-film/synopsis
Exxon Mobile: www.exxonmobil.com/Germany-German/PA/energy_erdgaserdoel.aspx
ÖkoTest Nr.11, November 2011
Bild: 1.1.1.2/bmi/gaslandthemovie.com/img/mediakit/thumb_Gasland_5Full.png

 

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Kommentare (3)
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14.02.2012
Kiki.19 hat geschrieben:
Sehr gutes Thema. Wusste ich bisher auch eigentlich nichts von! :)
Ich finde es irgendwie schon krass, zum Beispiel dass man Wasser anzünden kann. Das ist ja eigentlich voll der Gegensatz und zeigt wie gefährlich die Chemikalien wirklich sind, und dass sie auch ins Wasser gelangen können. ich bin mir auch ziemlich sicher, dass das hier in Deutschland nicht schief gehen wird! :O
Aber das ist den Konzernen ja meistens auch egal! -.-
07.02.2012
cappuccino hat geschrieben:
danke :) stimmt, besonders im film "gasland" sieht man, dass diese firmen keine rücksicht nehmen und man kaum widerstand leisten kann - wenn die politik eingreift, ist es meistens zu spät :(
06.02.2012
AkutoNakama hat geschrieben:
Ein guter Bericht von dir, wobei ich es interessant,aber auch erschreckend finde, dass den großen Firmen die Menschen und vorallem die Natur egal zu sein scheinen. :(
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