Ist das Licht aus?


Good bye


stand-by.


© WWF
Gib nichts umsonst!


von Marcel
07.08.2009
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Wer geizig ist, ist klar im Vorteil. Naja, das gilt zumindest für den Klimaschutz. Wenn du es schaffst, Energie nicht zu verschwenden, sondern clever zu nutzen, hast du viel für die Umwelt geschafft.

Energie sparen ist nicht einfach - vor allem nicht unter Zwang. Im Energiesparexperiment probieren 15 von uns aus, wie sich das anfühlt, wenn man keine Alternative mehr hat. Wenn dir die Energie knallhart weggenommen wird. Dann doch lieber jetzt noch freiwillig Gutes tun, so wie es in dein Leben passt, oder? Für die 15 mutigen Energiesparer, aber natürlich für alle anderen auch, gibt's deshalb hier noch ein paar Facts und Tipps:

Geld in schönere Dinge stecken! Denn Energiesparen lohnt sich auch finanziell: Allein für Strom verbraucht eine vierköpfige Familie im Schnitt rund 4.430 Kilowattstunden (kWh) im Jahr. Diese Menge an Energie ließe sich um 1.500 kWh verringern. Das entspräche einer Einsparung von 975 Kilogramm Kohlendioxid (CO2) oder 270 Euro!

Die Zukunft abonnieren! Der WWF empfiehlt klimafreundlichen Strom aus Sonne, Windkraft, Biomasse und ökologischer Wasserkraft. Dabei entstehen keine Treibhausgase. Überzeuge deine Familie und Freunde, einen Stromanbieter zu wählen, dessen Strom aus erneuerbaren Energiequellen erzeugt wird. Der WWF hilft bei der Wahl mit dem "ok-power"-Siegel, das Ökostromanbieter kennzeichnet. Stromanbieter wechseln läuft einfach und unbürokratisch.

Erste Klasse? Achte beim Kauf von Elektrogeräten auf die Effizienzklassen A bis G. Dabei steht A für die sparsamsten Geräte und G für reine Verschwendung. Anders gesagt: Geräte unterhalb von B gehen gar nicht! Aber auch bei Geräten der Klasse A gibt es große Unterschiede. So wird zwischen A+ und A++ unterschieden. Beispiel: Wenn deine Familie ihre alte Kühl- oder Gefrierschrankkombination austauscht gegen ein Gerät, das die Energieeffizienzklasse A++ (mit Abtauautomatik) besitzt, kann sie bei normaler Gerätegröße bis zu 210 Kilogramm CO2 pro Jahr einsparen. Mehr Infos gibt's hier.

Good bye Standby! Geräte ganz ausschalten, denn auch im Stand-by-Modus verbrauchen elektrische Geräte Strom. In keiner Wohnung sollten abschaltbare Steckdosenleisten fehlen, die es dir ermöglichen, Fernseher, Stereoanlage oder Drucker den Saft abzudrehen. Schalte deinen Monitor aus, wenn du längere Zeit nicht am PC sitzt. Auch hilfreich: der Schlafmodus, da ein Bildschirmschoner beim Stromsparen nicht hilft. Ziehe Ladegeräte nach dem Gebrauch immer aus der Steckdose, da sie auch Strom abzapfen, wenn Sie nicht in Betrieb sind. Was das bringt? In einem durchschnittlichen Haushalt lassen sich so rund 400 Kilowattstunden im Jahr einsparen. Das entspricht 72 Euro und 260 Kilogramm Kohlendioxid.

Sei kritsch gegenüber Blendern! Eine Glühbirne verwandelt nur fünf Prozent des Stroms in Licht, der Rest verpufft nutzlos als Wärme. Energiesparlampen der Effizienzklasse A verbrauchen bei gleicher Helligkeit bis zu 80 Prozent weniger Strom und brennen bis zu achtmal länger als herkömmliche Glühlampen. Also: Alte Funzel raus, Energiesparbirne rein. Am meisten sparst du jedoch, wenn du Lampen bei Nichtgebrauch abschaltest. Unterm Strich ein guter Deal: Man spart rund 69 Euro und rund 250 Kilogramm Kohlendioxid im Jahr, wenn man anstelle von fünf herkömmlichen Glühbirnen fünf Energiesparlampen fünf Stunden pro Tag nutzt.

Hau rein - aber klimafreundlich! Kochen ohne Deckel kostet viermal so viel Energie wie mit Deckel, da sich die Garzeit erhöht. Außerdem kannst du bei Elektroherden bereits zehn bis 15 Minuten vor Zubereitungsende die Herdplatten eine Stufe zurückschalten sowie ein paar Minuten vor Kochende ganz ausschalten. Das reicht absolut aus. Wenn dann deine Gäste die Rechnung verlangen, kannst du locker antworten: Wir sparen rund 33 Euro und 118 Kilogramm Kohlendioxid im Jahr, wenn wir bei fünf Kochvorgängen pro Woche den Topfdeckel benutzen.

Hungrig auf Klimaschutz? Weitere Küchentipps: Nutze beim Backen die Restwärme. Das auch moderne Backöfen vorgeheizt werden müssen, ist ein Märchen. Umluft ist effizienter als Unterhitze. Bratpfanne oder Schnellkochtopf sind gegenüber dem Backofen effizienter. Den Kühlschrank regelmäßig abtauen. Erhitze dein Wasser im Wasserkocher (möglichst mit automatischer Abschaltung). Der benötigt weniger Energie als das Erhitzen in einem Topf. Wenn du zweimal am Tag Wasser kochst, sparst du jährlich 9,10 Euro beziehungsweise 33 Kilogramm Kohlendioxid.

Eine saubere Sache. Nutze die Sparprogramme deiner Wasch- und Spülmaschine und verwende beide nur, wenn sie voll beladen sind. Dank der verbesserten Waschmittel sind keine Waschtemperaturen über 60 Grad mehr nötig, um saubere Wäsche zu erhalten. Meistens kannst du problemlos auf die Vorwäsche verzichten. Wenn du die Möglichkeit hast, deine Wäsche lufttrocknen zu lassen, mach es - der Wäschetrockner verplempert jährlich viele zusätzliche Kilowattstunden. Zur Bilanz: Du sparst rund 50 Prozent Energie, wenn du deine Wäsche mit 40 Grad warmem statt mit 60 Grad heißem Wasser wäschst. Bei 160 Waschgängen pro Jahr mit 30 statt 60 Grad sowie Verzicht auf Vorwäsche und Trockner könnt ihr 720 kWh sparen. Vermiedenes CO2: 490 kg. Gespartes Geld: 136 Euro.

Was geht noch? Fahrrad statt Auto, Recyclen statt Wegwerfen, nachhaltig essen statt irgendwas futtern, Carsharing und Öffentliche Verkehrsmittel statt einsam rumgurken, umweltbewusst reisen statt hemmungslos drauf los jetten, Wasser sparen statt unnötiges Rumplantschen, ökologisch wohnen statt Klimanalagen- und Heizungsterror, Spaß am Leben haben statt sich selbst und den anderen den Klimastress zu geben. Fortsetzung folgt - nächste Woche im Rahmen unseres Energiesparexperiments. Stay tuned!

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Kommentare (3)
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21.03.2011
gelöschter User hat geschrieben:
oh, das ist ein schöner Bericht. Es für mich zwar auch nicht viel neues drin, aber mit den Zahlen kann man andere schon besser dafür überzeugen. DANKE DANKE DANKE
06.11.2010
KatevomDorf hat geschrieben:
also für mich wahr ehrlich gesagt nichts neues dabei.
denn als student muss man eh an allen ende sparen. aslo wenn's nicht sporsored by pai/mami ist. die zahlen dazu sind zwar schöne fakten aber nützen einemnicht wirklich was, denn ich beispielsweise kann es so oder so nicht ausgeben.
aber was mir fehlt ist sowas wie zeitschaltuhren oder das heizung runterdrehen zum abend hin. das ist ungefähr so wie mit dem herd. ne stunde vorm ins bett gehen kann die heizung locker auf 1 (von 3) zurückgedreht werden und das zimmer ist immernoch war.

was mich allerdings auch noch interessiert. ist ein gas herd einem e-herd vorzuziehen genauso wie eine gas therme. also wenn man nciht die möglichkeit hat erdwärme oder der gleichen zu benutzen, weil man zur miete wohnt?
24.08.2009
Fredi hat geschrieben:
mir war z.b. gar nicht bewusst wie viel energie man sparen kann, wenn man einen deckel auf den topf tut. das ein wäschetrockner eigentlich mehr sinnlos als nützlich ist, hab ich mir schon gedacht und deshalb konnte ich meine mutter auch davon überzeugen ihn abzuschaffen. aber vielen dank für die vielen anderen tipps...
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