Ist das Licht aus?


Good bye


stand-by.


© WWF
Europäisches Stromnetz in der Nordsee


von TilmanFCC
05.01.2010
3
0
41 P

Norwegische Wasserkraftwerke, Gezeitenmeiler an den Küsten von Belgien, Dänemark und den Niederlanden oder Windkraftanlagen vor der deutschen und britischen Küste: all das soll vernetzt werden, und zwar mit gewaltigen Hochspannungsleitungen unter Wasser.

Insgesamt neun europäische Regierungen beteiligen sich an diesem Mammutprojekt. Das Ziel – mehr Vernetzung bei den erneuerbaren Energien, um ihren Anteil am Energiemix auf diese Weise zu erhöhen.

„Es wäre sinnvoll, bevor man einzelstaatliche Lösungen anfängt, zu versuchen einen europäischen Ansatz zu bringen. Wir brauchen einen europäischen Energiemarkt, deshalb muss man hier zusammenarbeiten. Auch diese ganzen Leitungssysteme sind mit erhebliche Kosten verbunden und wenn man durch gemeinsames Vorgehen es attraktiver, bezahlbarer, effektiver machen kann ist es sinnvoll...“ so Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle. Denn die Europäer haben sich eine Menge vorgenommen. In Deutschland soll in den kommenden 10 Jahren knapp 1/3 der Stromerzeugung aus Ökoenergie kommen. In der gesamten EU soll der Anteil der erneuerbaren Energien auf 20% steigen.

All das kann aber nur klappen, wenn die erneuerbaren Energie grenzüberschreitend ziehen , so das Dokument über das geplante Hochspannungsnetz auf dem Grund der Nordsee. Auch würde der Netzverbund helfen Energie aus Wind- und Wasserkraft berechenbarer zu machen, z.B. um Wetterschwankungen auszugleichen.
Das Netz könnte die großen Energiekonzerne auch dazu zwingen, ihre Konzernstrategie schneller im Sinne der Ökologie umzustellen, als ihnen lieb ist.

Umsonst gibt es das natürlich nicht. Dies koste bis zu 30 Mrd Euro berichtet zumindest die britische Zeitung „The Guardien“. Eine Summe die Brüdele nicht bestätigen will, es sei zu früh über diese Zahlen zu reden. Der Löwenanteil soll auf jeden Fall von der Wirtschaft aufgebracht werden berichtet die „Süddeutsche Zeitung“, allen voran von den Energiekonzernen, die bei den Verhandlungen schon mit am Tisch sitzen sollen. Dies kann aber auch ein großer Fehler werden, wenn die großen Konzerne mit den Regierungen sich zusammensetzen um die Zukunft der erneuerbaren Energien so zurechtschneiden zu wollen, dass sie wieder das Angebotsmonopol haben, so die Meinung von SPD-Energieexperte Scheer im Nachrichtenradio MDR Info.

Bis es soweit ist dürfte aber noch eine weile vergehen, denn das Projekt steckt noch in den Kinderschuhen. Anfang Februar wollen sich Vertreter der beteiligen Regierungen ein erstes mal zusammensetzten, mit dabei Belgien, Großbritannien, Norwegen, die Niederlande, Dänemark, Irland, Schweden und Luxemburg; Deutschland hat die Koordinierung

Weiterempfehlen

Kommentare (3)
Um einen Kommentar zu schreiben einfach registrieren oder einloggen.
Sortieren nach Aktualität:
08.01.2010
nera8 hat geschrieben:
Als ich das in den Nachrichten gesehen habe fand' ich die Idee erst total super, aber dann wurden Bilder gezeigt wie im Watt gearbeitet wurde. Dadurch wird der Lebensraum vieler Tiere sicherlich belastet. Dadurch wurde meine Freude etwas gedämpft. Trotzdem bin ich der Meinung, dass dieses Projekt durchgesetzt werden sollte. Denn ich denke sobald die Windräder stehen werden sie nicht weiter stören.
05.01.2010
MJ1499 hat geschrieben:
Das Problem ist aber, dass je nachdem wie und wo man sie baut dadurch die umwelt der energieanlagen dauerhaft geschädigt werden kann^^
05.01.2010
Franzi hat geschrieben:
Es bleibt zu hoffen, dass Deutschland sein Ziel, die erneuerbaren Energien weiter auszubauen, auch wirklich umsetzt! LG
Login
E-Mail


Passwort


Kostenlos registrieren
Mitglied werden
Könnte dir auch gefallen
Die WWF Jugend gegen den Abfallwahnsinn – Restlos glücklich
Die WWF Jugend gegen den Ab...
Meist denken wir beim Abfallwahnsinn an Plastik, unnötig gestaltete Verpackungen von Leben... weiter lesen
Handy aus
  Kurzer Hinweis vorab: Das ist mein erster Bericht. :-)   Ich saß gera... weiter lesen
Deine Ansprechpartner
Marcel
Marcel Gluschak
WWF Jugend Community Manager
zum Profil
Luise
Luise Neßler
WWF Jugend Community Moderatorin
zum Profil
MarcelB
Marcel Brüssow
WWF Jugend Redaktion
zum Profil
Ronja96
Ronja Post
WWF Jugend Aktionsteamer
zum Profil
HannahFee
Hannah Fesseler
hilft dir bei technischen Fragen
zum Profil
AndreaRentschler
Andrea Rentschler
hilft dir bei Fragen zur WWF Jugend Mitgliedschaft
zum Profil
NicoleB
Nicole Barth
hilft dir bei Fragen rund um die WWF Jugend Camps
zum Profil