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Erneuerbare Energien als einziger Ausweg


von TilmanFCC
15.09.2009
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Rund 500 Forscher diskutieren in Jena über Klimawandel / Kritik an Abwrackprämien und Atomstrom

Während man beim Kanzlerduell dem Thema Umweltschutz keine Bedeutung beimaß, ist es in Thüringen das Hauptthema.

Unberechenbare Unwetter, ein steigender Meeresspiegel und neue, riesige Wüsten - all diese Katastrophen sind realistische, wissenschaftlich belegbare Szenarien. Das betonten gestern Forscher am Rande der 8. Internationalen Kohlenstoffdioxidkonferenz in Jena.

Ebenfalls erwiesen sei zudem, dass der Klimawandel vom Menschen verursacht wird, sagt Professor Martin Heimann. Als Direktor des Jenaer Max-Plank-Instituts für Biogeochemie ist er der Gastgeber der Tagung, die sich seit Sonntag um den weltweiten Kreislauf von Kohlenstoffdioxid dreht - dem gefährlichen Klimagas. In der Friedrich-Schiller-Universität wollen die Experten ihre Beobachtungen, Studien und Analysen zusammentragen und vergleichen. Daraus sollen neue Erkenntnisse über den Klimawadel und dessen Folgen abgeleitet werden. Diese sollen dem UN-Klimagipfel im Dezember in Koppenhagen vorgestellt werden. Disskutiert wird beispielsweise über die Auswirkungen des CO2-Ausstoßes für die Ozeane. "Sie versauern immer mehr durch die Bindung von Kohlendioxid - mit fatalen Folgen für Korallen und andere Meeresorganismen" warnte Professor Nicolas Gruber von der Eidgenössichen Technischen Hochschule Zürich.

Dass die Klimakatastrophe durch die gegenwärtige Wirtschaftskrise in den Hintergrund gedrängt worden ist, glauben die Forscher nicht. Man ziehe nur unterschiedliche Konsequenzen in der Bekämpfung beider Probleme, sagte Dr. Annette Freibauer. "Während etwa Tailand nun ganz verstärkt auf erneuerbare Energien setzt, führt die Bundesregierung eine unsinnige Abwrakprämie ein", so die Forscherin vom Braunschweiger Institut für Aggrarrelevante Klimaforschung. Erneuerbare Energien seien der einzige Weg aus dem Dilemma, betonte sie. "Wenn man sieht, wie viel Gelder für Konjukturpakete plötzlich da sind, dann erscheint auch die konsequente Förderung erneuerbarer Energien möglich", ergänzte Gruber.

Dennoch werden die Experten auch über die Speicherung von Kohlenstoffdioxid im Untergrund debattieren. Bislang gilt diese Methode allerdings als risikoreich und unausgereift.

Keine Rolle - darin sind sich die Wissenschaftler einig - wird dagegen die Nutzung von Atomstrom als Waffe gegen die Erderwärmung spielen. Darin könne aufgrund der Gefahren und des atomaren Mülls nicht die Zukunft liegen, erklärte Annette Freibauer. Befürworter der Kernenergie loben diese immer wieder als klimafreundlich, weil kein CO2 ausgestoßen wird. Fälschlicherweise würde sich die Atomlobby auf die Vereinten Nationen berufen. Tatsächlich gebe es kein Dokument der UN, das die Atomenergie billigen würde, sagte Freibauer.

 

nach Thüringer Allgemeine, 15. September 2009

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Kommentare (8)
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17.09.2009
Fredi hat geschrieben:
dazu müsste man aber die politiker erst einmal richtig wachrütteln...
17.09.2009
franzi94 hat geschrieben:
Ich finde auuch, dass die Regierung das Geld für die Abwrackprämie lieber für erneuerbare Energien einsetzen sollte. Was ist denn wichtiger: eine reiche, starke Wirtschaft und eine zerstörte Natur oder eine intakte Natur und eine schwächere Wirtschaft?? Atomenergie ist miener Meinung nach auch keine Alternative. Hoffentlich wird sich da mal was ändern.
16.09.2009
Tim94 hat geschrieben:
"Sie versauern immer mehr durch die Bindung von Kohlendioxid - mit fatalen Folgen für Korallen und andere Meeresorganismen"

Das Wälder durch sauren Regen versauern hab ich gewusst, aber dass auch die Meere versauern ist mir neu. Bitter für unsre Welt.
16.09.2009
StrongBad hat geschrieben:
@TilmanFCC

ja eben, kurz angesprochen, was will man mehr, erstaunlich dass die grünen es quasi überhaupt geschafft haben dass atomkraft zu einem wahlthema wird.
also mir ist meine zukunft wichtiger, nämlich wie ich an geld rankommen und meine familie ernähren kann -->arbeit, steuern!
umweltschutz-->untergeordnet
16.09.2009
TilmanFCC hat geschrieben:
was wurde denn viel über umweltschutz beim kanzlerduell gesagt? es wurde atomenergie kurz angesprochen, doch da sind die standpunkte von spd und cdu klar, aber nichts über CO2-normen oder neue schadstoffbegrenzungen - keine neuen ziele oder ideen...
16.09.2009
StrongBad hat geschrieben:
"Während man beim Kanzlerduell dem Thema Umweltschutz keine Bedeutung beimaß, ist es in Thüringen das Hauptthema."

wieso denn keine bedeutung? es wurde doch angesprochen, aber man kann ja nicht 90 minuten die zuschauer mit umweltschutzdebatten langweilen...will ja keiner hören.

Ich bin auch für erneuerbare Energien, doch bis diese effizient genutzt werden können, und vor allem flächendeckend und weltweit, ist es noch ein sehr langer weg...
15.09.2009
isabella hat geschrieben:
die technik wäre ja auch schon so weit...aber setzten die staaten es ein...NEIN...das muss sich echt mal ändern...
15.09.2009
Helen hat geschrieben:
Ich bin auch voll für erneuerbare Energie!! Doch bei manchen Sachen,wie bei den Sonnenkolektoren,müsste man aber noch etwas verändern.Denn die Herstellung und das Material sollte ja auch umweltfreundlich sein!
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