Ist das Licht aus?


Good bye


stand-by.


© WWF
Das Umweltaktive Paket


von TaraWon
25.02.2016
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Der Lkw ruckelte und zuckelte, doch ich würde nicht umkippen, dessen war ich mir bewusst. Ich war einer der untersten, eingeengt zwischen dem gelben aufgedrehten DHL-Paket und dem ständig aufquitetschenden Zalando-Päcken. Wer sich über mir befand, konnte ich nicht erkennen, aber einer musste auf jeden Fall Angst haben, denn unser Stapel zitterte erheblich und dies nicht wegen der unebenen Straße. Doch dies störte mich nicht, es gab schon viel unangenehmere Mitfahrer. Vor ca. einer Woche wurde ich zwischen zwei kleineren Paketen eingeklemmt. Das Linke war noch sehr freundlich und lächelte mich entschuldigend an, jedoch das rechte war keinerlei angenehm. Anscheinend wurde mit in ihm ein Handy eingeschickt, dass einen Defekt hatte, denn er vibrierte stark in gleichmäßigen abständen. Dies war mir sehr unangenehm, da meine rechte Seite empfindlich war und schon geklebt wurde.
Somit ertrag ich das Quietschen und zittern indem ich mir etwas suchte mit dem ich mich ablenken konnte. Ich sah einen kleinen schwarzweißen Zettel mit einem Panda darauf und darunter der Schriftzug des WWF`s.
Ich wusste, für was der WWF steht und fing an nach zu nachzudenken und fragte mich:„Bin ich eigentlich Umwetbewusst?“
Leider sagte ich das laut und von links oben kam ein böses lache nund ich war mir sicher, dass es ein Amazon- Paket war, nur die lachen so bösartig!
Nun war ich aber wirklich neugierig und stieß das linke Paket neben mir leicht an.
„Hey du! Bin ich umweltbewusst?“
„Kein Plan alter, ich verschicke Kloreiniger!“Sagte er und stieß mir trotzig seine Ecke in meine Seite.
„Super, wie freundlich die hier immer sind!“ dachte ich diesmal im Stillen.
Doch dann vernahm ich ein leises Räuspern vom WWF-Paket: „ Sorry, ich weiß das zwar nicht so ganz, bin ja nur das Paket, aber da hinten ist der Zeitungsstapel, vielleicht wissen die ja was!“
Ich war überrascht und war aber gleichzeitig nicht sicher, ob ich die Zeitungen wirklich darauf ansprechen sollte, da diese immer so besserwisserisch waren und uns Pakete nicht im geringsten Respektieren. Ja klar, wir sind innen hohl, aber nur, wenn wir nicht arbeiten und das ist sehr selten. Ich bedankte mich trotzdem und da ich so neugierig war, entschloss ich die Zeitungen zu fragen. Ich sollte mich nicht darum kümmern, was die von mir denken. Sobald sie gelesen sind, werden sie doch häufig in den Kamin geworfen.
Ich räusperte mich und sprach die Zeitungen direkt an: „ Tschuldigung, ich wollte euch Zeitungen mal fragen, ob ihr zufällig wisst, ob ich ökologisch bin?“
Erst war es still, ich hörte nur die leisen Verfluchungen von links oben ( dem Amazon-Paket) und dann eine sehr angenehme und sehr schlau wirkende Stimme. Die Zeitung sprach sehr gehoben und machte deutlich, dass sie wirklich alles weiß.
„ Naja, das ist so nicht genau zu sagen! Viele Menschen erwerben im Onlinehandel aus purer Bequemlichkeit oder wegen der billigeren Preise. Das Umweltbewusstsein liegt dabei nicht im Vordergrund!“sagte die HNA.
Daraufhin die Bild: „ Hä, was willst du eigentlich, ist doch geil, diese ganzen krassen Angebote!“
Nun meldete sich die Schwäbische zu Wort: „ Ich glaube, dass diese Antworten, dem Paket nun wirklich nicht weiterhelfen. Ich könnte dir ein paar wirklich hochinteressante Informationen bieten, falls du dies hören möchtest!“
„Ähm klar!“ sagte ich etwas zu schnell.
„ Nun dann, zu nächst sollten man erfahren, dass der Einkauf im Onlinehandel immer Risiken mit sich bringt. Somit sind deine Daten im Internet nicht sicher aufgehoben und deine Privatsphäre wird nicht respektiert. Jedoch ist der Einkauf in der Stadt viel persönlicher und man kann auch kleine Unternehmen unterstützen. Im umweltbewussten Licht betrachte, zeigt es jedoch, dass der Paketdienst besser abschneidet, als das persönliche Einkaufen. Seit 2015 ist das Sendungsvolumen um 4,5% gestiegen. Dies brachte das Ökoinstitut dazu, eine kleine Recherche zu beginnen, die auf ein interessantes Ergebnis führte. Somit ist nun bekannt, dass ein Schuh, der im Internet gekauft wurde einen Co verbrauch von 660g hat. Rechnet man die Lieferung dazu steigt der Betrag auf ca. 1000g Co verbrauch. Ein Einkauf in der Stadt, zu Fuß oder Rad, verbraucht ganze 1300g und sobald dieser mit dem Auto oder der Straßenbahn getätigt wird, steigt der Verbrauch schon auf 1700g. Dieser Betrag kommt auch durch den großen Energieverbrauch der Läden. Doch um zu diesen Werten noch etwas hinzuzufügen, muss ich sagen, dass das Institut einiges nicht beachtet hat. Somit wurde auf den Verbrauch von Pappe und recycelbaren Paketen nicht geachtet. Genauso der Energieverbrauch der Lagerung der Onlineartikel.
Doch ich würde trotzdem nicht wagen zu behaupten, dass du schlecht für die Umwelt bist, sogar etwas umweltbewusst.“
Ich musste lächeln und wollte mich schon bedanken, das quasselte die Bild auch schon los: „ Man, das waren vielleicht krass mega viele Zahlen, puh, zum Glück muss ich das nicht alles wissen!“
Ich verkniff mir mein Lachen und bedankte mich herzlich bei der Schwäbischen.

Woher habe ich die Daten? ;)

Hier sind die Infos!

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Kommentare (2)
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Sortieren nach Aktualität:
26.02.2016
Gangsterhunnie hat geschrieben:
Super gute Idee, das genze aus der Sicht eines Paketes darzustellen. Darauf wäre ich nie gekommen. ^^
26.02.2016
Buchenblatt hat geschrieben:
Interessant, die Welt einmal aus der Sicht eines Paketes zu sehen:)
Über das Thema hatte ich mir noch gar keine Gedanken gemacht. Auf den ersten Blick erscheinen mir Online-Bestellungen auch umweltfreundlicher. Das Problem liegt, denke ich, darin, dass viele Kinder mehrere Produkte bestellen und einen Teil wieder umschicken.
Super Artikel!
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