Ist das Licht aus?


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© WWF
Das trockene Nass


von Franzi
02.03.2012
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Wasser bedeutet Leben, gedeihen, wachsen, reifen. Und kein Wasser? Über kurz oder lang bedeutet „kein Wasser“ nichts anderes als Tod.

Eine neue Studie des WWF weist auf das größte Dürreproblem dieser Welt hin. Für mindestens einen Monat im Jahr haben 2,7 Milliarden Menschen an 201 Flüssen nicht genug Wasser. Erschreckend, oder?

Diese neusten Ergebnisse sind sogar noch drastischer als Experten zuvor angenommen hatten. Denn dank einer neuen Berechnungsmethode kann die Wasserknappheit einzelner Regionen nun viel präziser gemessen werden: das Wasservorkommen- und der entsprechende Verbrauch werden nun nämlich nicht mehr pro Jahr und Region verzeichnet, sondern pro Monat. Denn innerhalb eines Jahres kann der Wasserspiegel eines Flusses oder Sees so stark schwanken, dass es im Jahresmittel wieder realtiv normal aussieht. Die tatsächliche Situation zu den jeweiligen Jahreszeiten wird damit aber nicht widergespiegelt.
Des weiteren wurde in der groß angelegten Studie eine detaillierte Analyse des Verbrauchs und der Übernutzung vorgenommen, anstatt wie üblich nur die reine Wasserentnahme aufzuzeichnen. In den Jahren 1996-2005 wurden so insgesamt 405 Flüsse in die Untersuchung miteinbezogen.

Die Gründe des zu hohen Wasserverbrauchs sind vielfältig. Zum einen verbraucht die Industrie und Landwirtschaft in vielen Ländern zu viel Wasser, bzw. verschmutzt und verunreinigt es. Durch ausgetrocknete Flussbetten sind aber nicht nur die dort ansässigen Menschen gefährdet, auch Süßwasserfische, Delphine und andere Arten sind betroffen.

"Diese Untersuchung gibt einen detaillierteren und vollständigeren Überblick über die Beziehung zwischen der Wassermenge, die bei der Produktion von Waren und Dienstleistungen konsumiert wird, und den wachsenden Problemen von Wasserknappheit sowie deren umwelttechnischen, sozialen und wirtschaftlichen Folgen", sagte Ruth Mathews von der Organisation Water Footprint Network.

Und wie ihr bestimmt schon geahnt habt: Industrieländer wie Deutschland verbrauchen nochmal deutlich mehr als Schwellen- und Entwicklungsländer. Mit dem Wohlstand steigt der Wasserverbrauch und die Essgewohnheiten, und alles zusammengenommen wird sehr viel mehr Wasser verbraucht, als vorhanden ist.
Traurig, aber wahr. Der endlose Wasserstrom aus unseren Hähnen ist eben genau das nicht: „endlos“.

Quellen: http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,818623,00.html

Für mehr Infos: Das Fachjournal "PLoS ONE"

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Kommentare (1)
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02.03.2012
Peet hat geschrieben:
Wasser war schon immer die wichtigste Ressource. Öl, Kohle, seltene Erden etc. sind wichtig, aber Wasser ist lebensnotwendig. Die Kriege der Zukunft werden größtenteils um solche Ressourcen gehen...so traurig das ist. Und wer zieht wieder den Kürzeren? Richtig, der, der nicht befragt werden kann - die Natur.
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