Das "Gottesteilchen", offizieller Name Higgs-Boson, soll aller Materie ihre Masse verleihen. So zum mindestens die Theorie die es jetzt schon seit fast 50 Jahren gibt und von dem Physiker Peter Higgs kam. Seit dem wird fieberhaft nach dem 5. der Grundkräfte der Natur (nähere Erklärung im Artikel Teil 1) gesucht. Bisher erfolglos. Doch nun haben Wissenschaftler neue Hinweise auf das Higgs-Bsoson gefunden und der Durchbruch scheint bevorzustehen.
Allgemeines über das Higgs-Boson: Das Higgs-Boson soll wie gesagt allen Teilchen/Partikeln seine Masse verleihen und ist das letzte noch fehlende teil im Standartmodell der Elementarphysik. Dieses Higgs-Boson soll Bestandteil eines Feldes sein, welches alles durchdringe und den Teiclhen ihre Masse gibt. "Wir schwimmen sozusagen in dem Ozean des Higgs-Feldes", sagte Physiker Mnich. "Doch das Feld an sich ist schwer nachzuweisen. Das gelingt nur über seine Manifestation, das sogenannte Higgs-Boson." Dieses Teilchen wiederum wäre ein Beweis für das Feld, das allen anderen Teilchen wie Quarks und Elektronen, aus denen Materie besteht, ihre Masse verleiht. Und damit letztlich sogar dafür sorgt, dass es das Universum und damit auch uns, die Menschen und alles Leben auf der Erde überhaupt gibt. Dehalb hat das Higgs-Boson auch den Namen "Gottesteilchen" bekommen. 2008 begann die Suche nach dem Teilchen mit der Maschine Superbeschleuniger LHC. In dieser Maschine rasen Teilchen mit annährenden Lichtgeschwindigkeit aufeinander, genauer mit 1.079.252.848,8 km/h oder 299.792,458 km/s. Im LHC werden die Begebenheiten des Urknalls versucht nachzustellen.
Nun scheint die tatsächliche Entdeckung nicht mehr allzu fern. Neue Ergebnisse und verstärkte Hoffnung für die Wisschenschaftler. Mit ihren Versuchen und Experimenten sind die Forscher in dem Tielchenforschungszentrum Genf in der Schweiz dem "Gottesteilchen" dicht auf der Spur. In dem 27 Kilometer langen Ringtunnel des "Large Hadron Colliders" (LHC), einem Superbeschleuniger zum Erforschen und Suchen des Higgs-Boson, am Cern beschleunigen Physiker Protonen fast auf Lichtgeschwindigkeit. Beim Aufprall entstehen Energien wie kurz nach dem Urknall - und neue Teilchen, die wieder zerfallen und so Spuren hinterlassen. In diesem künstlich erzeugten Teilchenschauer vermuten Wissenschaftler, wenn auch sehr simulierte Teilchenkollision selten, ein Higgs-Boson. Da es schnell zerfällt, kann es nur indirekt über seine Zerfallsprodukte nachgewiesen werden. Und das ist nicht gerade einfach.
Die Physiker haben nun ihre neusten Ergebnisse veröffenlticht und gaben bekannt, dass sie den Bereich schon mehr eingerenzen können wo sich das Teilchen befinden muss. Laut den Experten liegen sie am ehesten im Energiebereich zwischen 116 und 130 Gigaelektronenvolt (GeV)*. Weitere Daten weisen auf ein Intervall zwischen 115 bis 127 GeV hin. Besonders häufig hätten die Forscher Spuren des Teilchens bei einer Masse von rund 125 GeV beobachtet, sagt die Physikerin Fabiola Gianotti vom Atlas-Experiment. Insgesamt haben die Physiker vielleicht schon erste Konturen des "Gottesteilchens" beobachten können. Durch viele weitere Experimente wollen die Physiker das mögliche "Fenster" weiter eingrenzen. Es geht darum die genaue Masse des Higgs-Boson zu bestimmen, denn alle anderen Eigenschaften des Winzlings sind durch die Standartmodell der Teilchenmodells schon vorgegeben. In der Physik muss mit einer Wahrscheinlichkeit von 99,999% ein Zufall ausgeschlossen sein. Der Physiker Mnich sagte: "Die Hinweise die das Higgs-Teilchen gibt, verdichten sich immer mehr. Wir können es zwar noch nicht wirklich erkennen, aber das Bild wird schärfer." Rund 400 Billionen Teilchenkollisionen haben die Forscher bis jetzt analysiert. Und es werden noch viel mehr folgen...Schon jetzt sind sich manche Physiker zu 95% sicher die richtigen "Gebiete" für das Teilchen zu kennen und die Entdeckung rückt näher.
Die Physiker rechnen damit, dass sie Ende 2012 feste Ergebnisse haben könnten! Damit wäre ein riesiges Geheimnis um den Urknall gelüftete. Wie wichtig das fehlende Teil Higgs-Boson ist beschreib der Cem-Chef Rolf-Dieter Heuer wie folgt: "Wenn dieser Grundbaustein aber nicht existiert, dann hätten wir 40 Jahre nach Einführung dieses schönen Modells zum ersten Mal einen echten Bruch entdeckt. Was bliebe, wäre ein großes Loch, und wir müssten etwas anderes finden, um es auszufüllen." Andere Wisschenschaftler sehen es eher mit Humor...Wir werden sehen was sich bewahrheiten wird...

weiteres Bild einer Kollision Quellen: www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,803420,00.html http://www.stern.de/wissen/kosmos/die-jagd-nach-higgs-boson-fuer-das-gottesteilchen-wird-es-eng-1762297.html http://www.stern.de/wissen/kosmos/dem-gottesteilchen-auf-der-spur-knockin-on-heavens-door-1761004.html, www.hephy.at/physik/die-technik/teilchenbeschleuniger/ Fotos von den oben genannten Seiten / www.spiegel.de/fotostrecke/fotostrecke-76154-7.html
*Als Einheit der Energie - und damit als Maß für die Stärke eines Beschleunigers - verwendet man das Elektronenvolt (eV). Ein Gigaelektronenvolt (1 GeV = 1 Milliarde eV) entspricht nach E=mc2 ziemlich genau der Masse eines Protons.
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