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Am Anfang war die Energiefroschunke


von ufriendlyfuture
06.05.2011
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 Wisst ihr was eine Energiefroschunke ist? Oder was es mit der Fraunhofer Energieforschung auf sich hat? Glaubt es oder nicht, die beiden haben mehr gemeinsam, als man auf den ersten Blick vermuten mag. Aber auch erst seitdem wir sie entdeckt haben. Und das eigentlich nur durch Zufall. Aber manchmal ist der Zufall sehr entscheidend für den Durchbruch und die Innovation.
"Neugier ist der stärkste Antrieb" - so lautet der Slogan des Bundesministeriums für Bildung und Forschung für das Wissenschaftsjahr 2010. Und wer neugierig surft der findet. Und als wir herausfanden, dass vom 23.-24.September über unsere Zukunft diskutiert wird, war natürlich klar, dass wir den Wettbewerb der Fraunhofer Gesellschaft gewinnen mussten, um das nicht zu verpassen. Das war dann auch die Geburtsstunde der Gattung Energiefroschunke.
Denn sie ist der Kopf unseres Kurzkonzeptes, wie die Fraunhofer Energieforschung einen höheren Bekanntheitsgrad erlangen kann. Unsere Zukunft hängt von den erneuerbaren Energien ab und damit wir in absehbarer Zeit ohne fossile Brennstoffe wie Kohle und Erdöl auskommen können, muss gründlich geforscht werden.

Daran arbeiten diverse Institute und Firmen in Deutschland, allen voran die Fraunhofer Gesellschaft. Um dieses wichtige Thema weiter zu diskutieren und voneinander zu lernen, kamen 182 Wissenschaftler, Politiker und Ökonomen der in diesem Sektor führenden Unternehmen Deutschlands in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften zusammen. Und wir waren dabei und durften interessanten Vorträgen folgen. Mitten in Stuttgart soll beispielsweise Bioabfall via Biogasanlage für Energie sorgen, die wiederum für Elektroautos bereitstehen soll, sodass diese sogar als Energiespeicher für intelligente Stromnetze zur Abfederung von Spannungspitzen durch Wind- oder Solarparks dienen können.

Mit Slogans wie "Wer den Sturm sieht, wird Energie ernten" soll die Amphibie Maskottchen und Leitbild sein und auch junge Leute ansprechen. Denn wenn die beiden Generationen vor uns über die Zukunft reden und darauf hinweisen, dass, was momentan passiert, zur größten Herausforderung ihrer Kinder, Enkel und Urenkel führen könnte, heißt das noch lange nicht, dass sich der pubertierende und in der Gegenwart lebende Teenager dafür interessiert. Das soll die Energiefroschunke ändern. Denn jeder sollte sich mit diesem Thema beschäftigen, schließlich hängt die Zukunft der Menschheit davon ab. Man stelle sich ein Leben ohne Benzin fürs Auto, Strom aus der Steckdose oder Öl für die Heizung vor. Können Sie es? Können Sie sich vorstellen, in einer solchen Welt zu leben? Umdenken ist also nötig und kein Tropfen auf den heißen Stein - Grundlagenforschung ist Zukunft!

Doch die Bevölkerung für dieses Thema zu gewinnen scheint schwieriger zu sein, als man meinen sollte. Durch die erweiterten Laufzeiten der Kernkraftwerke wird nicht eben dazu beigetragen, diesem Ziel einen Schritt näher zu kommen. Ehrlicherweise wird dadurch nur Zeit erkauft, die Herausforderungen zu bewältigen. Wie soll man sich das Leben im Jahre 2050 vorstellen, wenn wir die 20% regenerative Energien schon lange überschritten haben, wir in Minimallastzeiten sogar Geld für den Stromverbrauch bekommen? Lassen wir Computer den ganzen Haushalt steuern, um den Strom ideal zu nutzen? Werden riesige Speicherkraftwerke gebaut, um den Überschuss an Energie eines heißen Sonnentages oder eines stürmigen Herbsttages für "schlechtere" Zeiten zu bunkern?Werden wir neue Hochspannungsleitungen und Leitungen von Smart Grits auch in unseren Regionen akzeptieren, oder stimmen wir eher riesigen Landschaftsbauprojekten für Pumpspeicherkraftwerken zu? Optimisten werden sich darauf stützen, einfach weiter an der Tankstelle einmal vollzutrinken. Doch angesichts der Verknappung der Ressourcen wird dieses Szenario nicht mehr ohne klaffendes Loch im Geldbeutel stattfinden. Und wollen wir bis zu diesem "GAU" wirklich noch den Rest an Schadstoffen und CO2 in die Luft pumpen, um unsere Lebensqualität und unseren Lebensstandard zu gefährden?

Klar ist: Klimaschutz sollte keine Angstmache sein. Zu oft klingen die Szenerien so düster, dass viele denken, man könne ja eh nichts daran ändern. Sie wollen deshalb ihre Lebenszeit noch in vollen Zügen genießen. Und natürlich spricht auch die Forschung vom Erhalt des Komforts, der von den Errungenschaften und Änderungen im Energiesystem nicht genommen werden soll. Dabei sind wir hier mit jährlich ca. 17min Stromausfall mehr als verwöhnt: Nämlich Weltspitze. Desto mehr sollten wir für Veränderung und vielleicht einen etwas holprigen Weg bereit sein. Per aspera ad astra.
Denn so können wir auch bei dem Einsatz von regenerativen Energien Weltspitze bleiben.

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Kommentare (2)
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10.05.2011
Stoffie hat geschrieben:
ich muss marco zustimmen: super berichte!
07.05.2011
ufriendlyfuture hat geschrieben:
Hey Danke Marco. Wenn ich's könnte würde ich's auch mit einem Fingerschnippen ändern. Aber die Dinge brauchen ihre Zeit... was man allerdings nicht als Entschuldigung nehmen sollte, nötige Investitionen und Anreize auf später zu verschieben ;-)
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