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was du isst!


© WWF
Wir zahlen viel zu wenig für unser Essen!


von Marcel
20.01.2016
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Bauern produzieren Weizen, die Mühle mahlt das Mehl, Bäcker backen daraus Brötchen. Und ich gehe dort morgens hin, bezahle mein Brot und habe dadurch nicht nur den Bäcker entlohnt, sondern auch die Bauern, die das Getreide hergestellt haben. Logisch! Also warum sollte ich darüber noch weiter nachdenken? Weil in der Landwirtschaft die Realität momentan anders aussieht.

Fünf Cent müssen für den Bauern reichen - Nach meinem Weihnachtsurlaub lag der Jahresbericht des Deutschen Bauernverbandes auf meinem Schreibtisch. Bei der Lektüre wollte ich meinen Augen nicht trauen. Seite 23 ließ mich erst kurz stutzen, dann ungläubig den Kopf schütteln und letztlich sauer aufschreien. Dort steht, dass von dem einen Euro, den ich für Brot ausgebe, nur 4,8 Cent beim Bauern landen. 1955 waren es noch umgerechnet 44 Cent. Bei anderen Produkten sieht es zwar besser aus, aber im Durchschnitt bekommen die Landwirte weniger als ein Viertel vom Verkaufserlös ihrer Produkte. 1955 waren es noch 62 Prozent. Der Rest bleibt wohl in den Händen der Händler, Verarbeiter und Logistiker.

Robert Habeck, Grüner Landwirtschaftsminister Schleswig-Holsteins, brachte es bei einer Veranstaltung Mitte Januar auf den Punkt: „Die Bauern haben uns reich gemacht“. Was Habeck zu Recht meinte war, dass die Bauern die Lebensmittel immer preiswerter auf dem Markt geworfen haben und wir im Gegenzug genügend Geld haben fürs Reisen, Smartphones auch für die Achtjährigen, Fertiggerichte, Autos und sonst welchen Konsum.

Nur noch zehn Prozent des Haushaltseinkommens in Deutschland wird für Lebensmittel ausgegeben.

In den vergangenen Jahrzehnten wurde das Gros der Landwirte immer ärmer. Viele landwirtschaftliche Betriebe sprangen über die wirtschaftliche Klinge und mussten ihren Betrieb dicht machen. 1975 waren es noch 904.700 Bauern in Deutschland, 2014 (sind es) nur noch 286.000. Tendenz sinkend. Übrig geblieben sind die „Großen“, die immer noch größer werden. Eine weitere interessante Zahl dazu: Die meisten Landbesitzer bewirtschaften ihre Flächen nicht mehr selbst: Über 60 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche ist Pachtland. Diese Entwicklung hat jedoch noch viel weitergehende Konsequenzen – immer größere landwirtschaftliche Strukturen haben unmittelbare Auswirkungen auf unsere Artenvielfalt in der Landwirtschaft und im Boden. Damit beschäftigt sich der WWF als Naturschutzorganisation.

Arme Landwirtschaft, arme Landschaft - So hat die Landwirtschaft, die uns individuell monetär reicher und sich selbst ärmer gemacht hat, uns alle gemeinsam – unseren gemeinsamen Lebensraum ärmer gemacht. Wie? Durch die intensive Landwirtschaft. Das heißt: kurze Fruchtfolgen, Einsatz von Pestiziden, die Trennung der Tierhaltung vom Land, keine Weidehaltung, Entwässerung von Feuchtgebieten, den satten Einsatz von synthetischen Düngern, immer größere Flächen mit noch weniger Feldrainen, Hecken, Randstreifen, Wiesen.

Alle diese Prozesse führten dazu, dass praktisch alle Tier-und Pflanzenarten verschwinden, die an die landwirtschaftlich geprägten Kulturlandschaften Mitteleuropas angepasst sind. Wie etwa das Rebhuhn: Von 18 Rebhühnern, die 1990 noch auf den Äckern lebten, hat nur ein eins überlebt. (Also angenommen, Rebhühner würden so lange leben.)

Genau hier kann ich nur schreien. Die Bauernschaft wickelt sich selber ab, indem sie versucht immer billiger zu produzieren. Immer weniger Bauern überleben das und müssen schließen. Die Gesellschaft, also wir alle, haben mehr Geld in der Tasche, um einem Konsum zu frönen, der weltweit unsere Ressourcen plündert. Und gleichzeitig bleibt unsere Artenvielfalt auf der Strecke.

Ich will dies nicht. Ich will, dass es weiterhin Bäuerinnen und Bauern gibt, die unsere Landschaft erhalten und pflegen, die wirklich qualitativ hohe Lebensmittel produzieren und auch davon leben können. Klar brauchen wir dazu Gesetze, die extreme Auswüchse verhindern und wir brauchen staatliche Gelder, um besondere Leistungen für die Natur belohnen – auch wenn sie betriebwirtschaftlich nichts bringen. Ehrlich gesagt, werden unsere Steuergelder nicht ausreichen, um hier gegen die kurzfristig hohen Erträge einer intensiven Landwirtschaft anzusubventionieren.

Wenn ich meinen Kinder noch Rebhühner auf dem Acker oder Kühe auf der Weide zeigen möchte und Apfelbäume im Garten, die von Bienen umflogen werden – dann muss ich selber bereit sein, mehr als nur zehn Prozent meiner Ausgaben für Lebensmittel auszugeben. Diese Signale sind wichtig, denn ansonsten wird der ruinöse Preiskampf nach unten, der von weiten Teilen des Lebensmitteleinzelhandels geführt wird, nie aufhören. Das Argument lautet: Für die Deutschen ist der Preis, mit Abstand der entscheidende Faktor beim Einkauf. Eine vierköpfige Familie gibt in Deutschland monatlich nur 370 Euro für Lebensmittel aus, also drei Euro pro Tag und Person. Nur 70 Cent davon gehen an die Landwirte, für die Produktion von Weizen, Gemüse, Obst, Fleisch.

Ja, es gibt eine große Anzahl von Menschen in Deutschland, für die es einen Unterschied macht, ob der Einkauf einen oder zwei Euro mehr kostet. Aber Hand aufs Herz: Bei einer Mehrzahl von uns, geht es hier nicht um die Existenz – sondern darum, ob ich alle zwei oder drei Jahre ein neues Handy oder eine neue Klamotte kaufe.

Text: Matthias Meissner, Landwirtschaftsexperte beim WWF

Fotos: Titel © Maja Petric CC BY bit.ly/1S21y7X; Rüben © Robert Günther / WWF

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Kommentare (13)
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26.01.2016
Meisenmann hat geschrieben:
Die Grüne Woche ist vorbei, so dass ich wieder zu Arbeiten, wie dem Lesen von Kommentaren auf den Blogbeitrag komme. Ich habe eine etwas längere Antwort dort gepostet, die Bezug nimmt auf einige eurer.

Außerdem möchte noch mal zur Frage der Markenprodukte etwas sagen: Wie sich Preise auf dem Agrarmarkt entwickeln, ist komplex. Es gibt keinen Automatismus, dass ein Markenmehl mit einem höheren Preis den Bauern und Bäuerinnen mehr Erlös in die Tasche spült, als das Discountermehl. Jedoch ist die Marge bei niedrigpreisigen Produkten niedriger als bei hochpreisigen.
Klar ist jedoch, dass direktvermarktete Produkte immer den höchsten Verkaufserlös für die Bauern und Bäuerinnen erbringen. Umso weniger Stationen zwischen Erzeugenden und Kaufenden liegen, desto mehr Geld bleibt auf dem Betrieb. Daher ist es zwar derzeit am Aufwendigsten, aber dafür auch am wirkungsvollsten direkt auf den Markt zu gehen oder im Supermarkt auf die regionale Vermarktung zu achten und dort einzukaufen.
Beispielhaft könnt ihr euch unter http://www.erzeuger-direkt.de/ , http://www.landservice.de/pls/agronet/start_bereich?land=D&ap=5&bernr=106 oder http://www.bioeinkaufen.de/ erkundigen.
23.01.2016
Marielle hat geschrieben:
@JohannesB: von Freunden die in der Schweiz leben :D
23.01.2016
Luke24 hat geschrieben:
Ein sehr interessanter Bericht mit gleichfalls interessanten Kommentaren.

Auch wird die Aussage meines Vorredners stimmen, wonach in Deutschland u.a. deshalb so wenig Geld für das Essen bezahlt wird, weil wir ein Land mit vielen wohlhabenden Einwohnern sind.

Aber man muss sich im zweiten Schritt fragen, warum wir ein aus materieller Sicht reiches Land sind. Hier kommen wir nämlich wieder schnell auf die von Marcel angedeuteten Probleme zurück. Gerade in den Nachkriegsjahren, in denen der deutsche Wohlstand seinen Ursprung hat (Stichwort Wirtschaftswunder) spielten Natur- und Umweltschutzaspekte meines Wissens kaum eine Rolle. Ich möchte nicht sagen, dass es nur deshalb vielen Bürgern in Deutschland gut geht (und hierzulande daher verhältnismäßig wenig für Lebensmittel ausgegeben wird), weil wir seit eh und je auf Kosten der Umwelt leben, aber es ist aus meiner Sicht ein wichtiger Puzzlestein.
22.01.2016
JohannesB hat geschrieben:
Völlig klar, dass in der Landwirtschaft einige Sachen schief laufen und wir da Veränderungen brauchen. Gerade was eine umwelt- und klimaverträgliche Landwirtschaft angeht.

Grundsätzlich sind Lebensmittel in Deutschland auch wirklich sehr sehr günstig. Auch wenn in den letzten Jahren gerade die Preise für Gemüse und Obst recht stark gestiegen sind.

Mir ist auch klar, dass die Wertschätzung für Essen in Deutschland nicht besonders groß ist und sich der Wettbewerb fast ausschließlich über den Preis definiert. Das ist wirklich traurig und für alle Gutverdiener auch beschämend. Viele stellen sich offenbar gar nicht die Frage, welche Qualität man von einem Kilo Hackfleisch erwarten kann, das nicht mal 3 Euro kostet. Und welche Produktionsmaschinerie dahinter stecken muss.

Dass die Deutschen nur einen geringen Teil ihres Einkommens für Lebensmittel ausgeben, hat aber auch mit unserem Wohlstand zu tun. Je reicher eine Gesellschaft ist, desto mehr Güter kann sie sich leisten, entsprechend geringer ist der Anteil der Ausgaben für Lebensmittel. Ein Geringverdiener gibt nun mal prozentual mehr für sein Essen aus als ein Millionär.

Ganz interessant ist da im internationalen Zusammenhang diese Statistik: https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/LaenderRegionen/Internationales/Thema/Tabellen/Basistabelle_KonsumN.html

Dass viele Bauern kaum über die Runden kommen ist natürlich bitter. Daran sind sie aber zum Teil auch selbst schuld. Wenn man mal als Beispiel die Milchbauern nimmt. Es gab über 30 Jahre lang die Milchquote, die die gesamte Milchmenge in Deutschland und der EU gedeckelt hat. Seit dem vergangenen Jahr gibt es diese Quote nicht mehr, die Bauern wollten so viel produzieren wie sie wollen und auf dem Weltmarkt mitspielen. Fast die Hälfte der deutschen Milch geht in den Export. Vielen Milchbauern scheint aber nicht klar gewesen zu sein, dass der globale Milchmarkt stark umkämpft ist. Starke Preisschwankungen sind im Agrarbereich nichts Außergewöhnliches. Wie überall in der Marktwirtschaft bestimmen Angebot und Nachfrage den Preis, und wenn weltweit weniger Milch getrunken wird, fällt nun mal der Preis. Wer also massenhaft Milch produzieren will, um sie auf den Weltmarkt zu exportieren, muss die Risiken kennen und mit Preisschwankungen leben können. Das ist hart, aber damit müssen andere Branchen auch fertig werden.


@Marielle: Nach diesen Zahlen vom Statistischen Bundesamt geben die Schweizer noch weniger Geld für Lebensmittel aus als wir. Nicht mal 9% der gesamten Konsumausgaben. https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/LaenderRegionen/Internationales/Thema/Tabellen/Basistabelle_KonsumN.html
Wo hast Du denn die Info mit dem Drittel her?

@Cookie:
Zu Deiner "Marken"-Frage. Soweit ich weiß, kommt der Marken-Aufschlag den Marken zu gute und kaum den Landwirten. Bei Beispiel Milch profitiert also die Molkerei, nicht der Bauer. Die Molkereien bezahlen einen Preis an den Bauern und machen daraus dann ein No-Name-Produkt, aber eben auch ein Markenprodukt mit dem sie mehr verdienen.
21.01.2016
Cookie hat geschrieben:
@Marielle: Das habe ich ja auch gar nicht bestritten.
Was ich aussagen wollte, war
1. Menschen geben durchaus mehr für Marken aus. Verdienen daran die Marken oder die Landwirte?
2. Ich kann nicht mehr Geld ausgeben, als ich habe und gebe außer für Essen, Miete und Uni kaum was aus.
21.01.2016
Marielle hat geschrieben:
@Cookie & @Jayfeather: stimmt. Aber man muss auch bedenken dass wir Deutschen im Durchschnitt in Europa am wenigsten Geld für Lebensmittel ausgeben. In der Schweiz geben die Menschen 1/3 ihres Gehalts für Lebensmittel aus. In Deutschland boomt hingegen schon länger das "Geiz ist geil" Prinzip. Und das nicht nur bei den Lebensmitteln. Wir deutschen geben auch weniger Geld für Kleidung aus. Das bedeutet nicht, dass wir weniger konsumieren. Im Gegenteil, wir konsumieren in Massen und möglichst billig und das ist das eigentliche Problem.
21.01.2016
Jayfeather hat geschrieben:
@Cookie: Genau das habe ich mich auch gefragt. Wenn ich ein teureres Brot kaufe, hat dann der Landwirt was davon oder doch jemand anderes?
21.01.2016
Buchenblatt hat geschrieben:
Toller Bericht!
Vielleicht sollten wir alle darüber nachdenken, ob uns gutes Essen und nachhaltige Landwirtschaft nicht etwas mehr wert ist. Allerdings stimmt auch das, was Anne anmerkt: Von den Produkten, die teurer sind, kommt nicht unbedingt mehr Geld beim Bauern an. Dafür müsste es eine Art Siegel geben, um das Problem zu umgehen.
Erschreckend finde ich auch, dass von dem Essen, was gekauft wird, dann auch noch ein Teil weggeworfen wird.
Vielleicht könnte man zu dem Thema auch nochmal einen Ideensturm veranstalten...
21.01.2016
Cookie hat geschrieben:
Danke für diesen Bericht, Marcel! Er hat mich erschüttert und mir auch ein ziemlich schlechtes Gewissen gemacht, denn wenn ich nach dem Einkauf auf meinen Kassenzettel schaue, denke ich mir meistens eher: "Das war viel zu teuer!" Allerdings bin ich mir aber auch sehr sicher, dass das einzige, wofür ich mehr ausgebe als für Essen, die Miete ist. Ich studiere, hab zur Zeit keinen Nebenjob und muss jeden Cent zwei mal rumdrehen. Ich verstehe total, dass es so nicht weitergehen kann und finde die Entwicklung auch schlimm, aber es wäre für mich schon ein Problem, wenn Essen auf einmal teurer würde.

Eine Frage stelle ich mir aber bei der ganzen Sache:
Es gibt ja durchaus Preisunterschiede zwischen einzelnen Produkten und auch genug Leute, die bereit sind, mehr Geld für einen Joghurt oder eine Packung Milch oder so auszugeben, weil eine bestimmte Marke draufsteht. Was ich mich nun frage: Geht, wenn ich ein solches teureres Produkt kaufe, mehr an den Landwirt oder bezahle ich für den Namen auf dem Etikett? Denn wenn Letzteres der Fall ist, finde ich es schwierig, zu sagen, dass die Verbraucher zu wenig für Essen ausgeben, um ihrem Konsum frönen zu können, da es ja tatsächlich jede Menge Leute gibt, denen Markennamen wichtig sind und die dafür auch mehr Geld hinlegen.
21.01.2016
opakrieg hat geschrieben:
toller bericht find ich echt gut :)
20.01.2016
lena.lux hat geschrieben:
Toller Bericht.Mein Vater ist Demeter-Bauer in Luxemburg und auch hier merkt man wie der Beruf des Bauers unterschätzt und vernachlässigt wird. Es gibt immer grössere Betriebe mit veriegelten Ställen und mega strengen Hygiene Vorschriften. Manchmal finde ich es traurig wenn Kinder auf den Hof kommen und sich nicht trauen Kartoffeln aus der Erde zu nehmen oder fragen wieso unsere Kühe nicht Lila sind. Aber dann wiederum gibt es die die so viel Spass auf dem Hof haben. Ich fände es unvorstellbar wenn (unsere) Kinder nicht mehr wüssten was ein Landwirt ist und nicht die Möglichkeit hätten einen Bauernhof zu besuchen. Öfters unterhalte ich mich mit meinen Freundinnen über unser Landwirtschaftspraktikum und eines der Themen ist dann immer dass Landwirte für ihre anstrengende Arbeit viel zu wenig verdienen. Ich finde es sehr traurig. :(
20.01.2016
Hummelelfe hat geschrieben:
Ich habe auch schon davon gehört, dass die Bauern für Brot, Milch etc. nur wenig bekommen. Aber dass das nur 4,8 Cent von 1 Euro sind, darauf wäre ich niemals gekommen.
20.01.2016
Marielle hat geschrieben:
Danke Marcel für diesen Bericht. Du hast da ein Thema angesprochen, dass mich schon seit langem immer wieder auf die Palme treibt. Ich glaube ich werde ihn mal an ein paar Menschen schicken, die sich immer wieder beschweren Lebensmittel wären ja so teuer.
Ich bringe mal ein Beispiel aus dem Kita-Alltag. Immer mehr Kinder bleiben ganztags in den Kindertageseinrichtungen und müssen dementsprechend versorgt werden. So auch bei mir: die Kinder kommen nach der Schule in den Hort, bekommen dort eine warme Mahlzeit, die morgens tiefgekühlt geliefert wird, dann nur erwärmt und den Kindern als frisches Essen verkauft wird (schmeckt genauso wie es sich anhört). Das meiste essen die Kinder gar nicht und so landen bei uns jeden Tag mindestens 10-15 Portionen Essen im Müll. Man könnte weniger bestellen, darf man aber nicht, jedes Kind muss ja versorgt werden. Schließlich bezahlen die Eltern ja auch Geld für die Verpflegung. Und zwar nur 2,80€! Ich frage mich schon lange wie geht das? In diesem Geld mit inbegriffen sind Getränke (Wasser, Tee und Saft), ein warmes Mittagessen, Obst und Gemüse für Zwischendurch und nachmittags nochmal ein Snack, welcher meistens aus Brot mit Wurst und Käse besteht. Und dann gibt es Eltern die sich beschweren, dass der Preis für das Mittagessen zu hoch ist.
Als ich letztens für eine Woche in Finnland war, bin ich bei meinem Plan, möglichst wenig für Essen in dieser Woche auszugeben kläglich gescheitert. Ich glaube ich habe noch nie in meinem Leben 0,95€ für ne Packung Milch bezahlt. Das Brot ist teurer, der Käse ist teurer und trotzdem war immer genau das Brot weg, das am teuersten war. Wissen viele Finnen also anders als wir Qualität noch zu schätzen?
Und wegen der Existenz habe ich auch noch ein Beispiel. Bei einigen Familien mag es bei Lebensmitteln wirklich um die Existenz gehen. Aber selbst diese Familien, die zu fünft in einer kleinen 2-Zimmer-Wohnung hausen, die keine Türen innerhalb der Wohnung und nicht genug Geld für Essen haben, genau deren Kinder kommen nach den Weihnachtsferien zurück in die Einrichtung und präsentieren dir ihr neustes iPhone. Und du stehst fassungslos da und fragst dich, wie sowas angehen kann.
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