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Vom Raubtier Mensch zum Vegetarier


von Kerstin
02.04.2013
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Was? Raubtier Mensch? Menschen sind doch gar keine Raubtiere! Wo sind denn da die coolen Fangzähne und Klauen?

Das ist vielleicht die erste Reaktion, wenn man sagt, dass Menschen Raubtiere sind. Eigentlich auch berechtigt, denn der Mensch ist kein Raubtier. Unser Verdauungstrakt und unser Gebiss sind eher für den Verzehr von Pflanzen ausgelegt und nicht auf den von Fleisch. Beispielsweise ist unser Darm sechsmal so lang wie unser Oberkörper, was auf einen Pflanzenfresser hinweist, denn der Darm von Fleischfressern ist nur dreimal  so lang wie ihr Oberkörper. Der Grund ist, dass das Eiweiß möglichst schnell verwertet und ausgeschieden werden muss, weil es hoch verderblich ist.

Heutzutage ist es sowieso einfach auf Fleisch zu verzichten, da wir uns die Nährstoffe, die in Fleisch enthalten sind, mit andereren Lebensmitteln zuführen können. Doch als der Mensch noch als Fred Feuerstein in einer Höhle hockte, war das nicht so einfach. Da gab es keinen Supermarkt in der nächsten Ecke, wo man sich nach Belieben sein Essen aussuchen konnte. Aber die benötigten Nährstoffe musste man trotzdem irgendwie besorgen. Da bot sich die Vielfalt der Tiere geradezu an, man hatte gar keine andere Wahl. Und obwohl der Mensch reichlich wenig bewaffnet ist hat er es geschafft sich als Jäger durchzusetzen. Und wie? Wir verfügen weder über Reißzähne, Krallen oder Gift noch über irgendwelche ausgeklügelten Tricks. Da ist noch nicht einmal ein schützendes Fell. Aber wir haben eine echte Superwaffe: unser Gehirn. Das hört sich erst einmal nicht sonderlich spannend an, macht aber Sinn. Denn jeden körperlichen Nachteil kann man mit Intelligenz wettmachen. So haben wir zwar keine natürlichen Waffen, aber können wir uns welche bauen. Wir haben mit dem Speer angefangen ( Juhuu, wir können einen Stein an einer Holzstange festbinden. Echt beeinduckend. :-) ) und sind nun beim Maschienengewehr angelangt. Also sind wir sozusagen Denk-Raubtiere (Mir fällt leider kein besseres Wort ein).

Und trotzdem brauchen wir Fleisch eigentlich nicht. Es ist auch nicht unser wichtigster Energielieferant, diese Rolle übernimmt das Getreide. Das Argument, dass uns ohne Flisch wichtige Nährstoffe fehlen ist eindeutig falsch. Der tägliche Fleischgenuss ist sowieso eine Begleiterscheinung unserer Wohlstandgesellschaft. Diplomatisch ausgedrückt sind wir Allesfresser (genau wie Schweine, hahaha, was für eine Ironie). Außerdem sind doch die größten und stärksten Tiere allesamt Pflanzenfresser. Man denke nur an Elefanten, Büffel, auch an Dinosaurier und an Gorillas (die haben allerdings richtig coole Fangzähne und das obwohl sich ein erwachsenes Männchen von 25 kg Grünzeug am Tag ernährt und nicht etwa von Fleisch)

Mein Fazit: Die furchtbaren Bedingungen in denen heutzutage Tiere ihr kurzes Leben fristen müssen sind schon Grund genug um vegetarisch zu leben und trotzdem muss jeder für sich selbst entscheiden was er möchte. Die Natur hat uns jedenfalls für beide Möglichkeiten die körperlichen Voraussetzungen mitgegeben.  Wir sind das Raubtier Mensch, können uns aber bewusst dagegen entscheiden ohne dass es irgendwelche negativen Auswirkungen auf unsere Gesundheit hätte.

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Kommentare (5)
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07.04.2013
Tigerleni hat geschrieben:
Super Artikel!! Immer wenn ich Leuten sage, dass ich Vegetarierin seit 6 Jahren bin, sagen alle nur, dass sie ohne Fleisch nicht leben könnten. So ein Schwachsinn. Die Tierhaltung wird total verharmlost, nur damit die Leute eine Ausrede haben doch Fleisch zu essen, aber das muss wirklich jeder für sich selbst entscheiden.
07.04.2013
gelöschter User hat geschrieben:
gelöscht
05.04.2013
girlofnature hat geschrieben:
Ein sehr guter Artikel! Es stimmt schon, dass unser Gehirn aus uns sozusagen ein Raubtier gemacht hat. Durch den verzehr von Fleisch oder Fisch hat sich unser Gehirn auch erst so weit entwickelt. Doch heute artet der Fleischverzehr regelrecht aus - da liegt das Problem. Leider werden rund 50% des Fleisches weggeworfen, die Tiere werden unwürdig gehalten und Fleisch ist zur Massenware geworden. Vielleicht sollten wir unser Gehirn, das eigentlich schon weit entwickelt ist, mal dazu benutzen, uns Gedanken darüber zu machen nicht jeden Tag Fleisch zu essen und zu anderen Nährstoffreichen Lebensmitteln zu greifen, die es heutzutage massenweise gibt (im Gegensatz zur Zeit von Fred Feuerstein)
04.04.2013
Niiura hat geschrieben:
Meine Worte!!!!...außer vielleicht das mit der Intelligenz, aber das kommt darauf an wie man diese definiert (ich weiß ja was du meinst;))=D
02.04.2013
Saskia74 hat geschrieben:
ich bin seit 6 Wochen Vegetarier. Ich kam auf die Idee, weil ich mir auch überlegt hab, für was wir eigentlich noch Fleisch brauchen. Wir haben so viel zum Essen. In der Jetzigen Zeit brauchen eigentlich keine Tiere mehr geschlachtet werden, da das total unnötig ist. Und ich finde, das es sich richtig anfühlt, kein Fleisch mehr zu essen:) und guter Bericht!:)
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