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Vegetarismus - Diskussionsreihe Teil 5


von MJ1499
05.06.2012
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So, wieder einmal sind zwei Wochen vergangen, also mal wieder Mittwoch Nacht, und damit auch mal wieder Zeit für einen Artikel über Vegetarismus.
Für alle Neueinsteiger noch einmal die kurze Info: in dieser Diskussionsreihe diskutieren Urmeli (Vegetarierin) und MJ1499 ("Normalo") über Vegetarismus, Vegetarier, Fleischkonsum oder -verzicht und alles was dazugehört. In der Reihe sind bisher vier Berichte erschienen, die unterschiedliche Fragen zum Vegetarismus beantworten. Wer Interesse daran hat, kann sie alle über mein Profil finden, die Reihe ist zusammenhängend am sinnvollsten.
Nach den ersten vier Teilen unserer Diskussion folgt also heute der fünfte Teil, mit dem wir die Reihe vorraussichtlich auch beenden werden. Solltet ihr Fragen haben, die wir in unseren vorherigen vier Artikeln noch nicht beantwortet haben, und die einen eigenen Artikel rechtfertigen, dann stellt sie ruhig, und wir stocken auf.
Natürlich wollen wir auch zum Abschluss der Reihe noch eine Frage beantworten. Heute dreht sich bei uns deswegen alles um die Frage: "Wie lebt ihr Vegetarismus bzw. "Normalismus"?" Eure eigenen Meinungen sind uns natürlich wie immer herzlich willkommen.
MJ1499: Ich lebe Normalismus wahrscheinlich immer noch nicht so, wie der Durchschnittsdeutsche. Das ist in der bisherigen reihe hoffentlich auch durchgekommen, trotzdem gibt es natürlich auch einiges, was mich von Vegetariern unterscheidet. Zum Beispiel stand ich am Samstag nach der großen Pfote gerade in Leipzig am Hauptbahnhof und fragte eine sächselnde Bäckereiverkäuferin, ob in dem Käse auf dem Käsebrötchen denn Lab sei. Ihre Reaktion: "Wos??" Nach erneuter Wiederholung, und phonetisch deutlich ausgeprägter Betonung ("Lab" - "WOS??" - "LAB") gab sie einfach auf und erklärte mir entnervt, dass sie das auch nicht wisse, und dass ich die Frage durch einen Blick in die Inhaltsstoffetabelle klären könne. Eine selbige gab sie mir aber nicht, oder erklärte mir nur, wo sie zu finden sei, sie schlug mir einfach vor, ein normales Brötchen zu nehmen. Meine Theorie ist, dass sie nicht mal wusste, wonach ich eigentlich gerade fragte. Na vielen Dank auch...ein Glück, dass ich kein Vegetarier war, und das Brot ohne ethische Bedenken nehmen konnte, obwohl es vielleicht gerade meinen vegetarischen Tag zerstört hatte. Auf die ellenlange Diskussion und Suche nach der Tabelle hatte ich nämlich ehrlich gesagt auch kein Bock. Naja, wie auch immer. Ich lebe Normalismus vor allem, indem ich darauf achte nicht zu viel Fleisch zu konsumieren. Insbesondere bei gemeinsamen Essen mit dem Kollegium, dem Frühstück generell, meinen immer wieder kommenden vegetarischen Tagen (sei es Absicht oder wie Samstag einfach nur Zufall), und auch einfach nur so esse ich kein bzw. wenig Fleisch. Trotzdem habe ich natürlich in den letzten Wochen auch viel gelernt, und wie man oben sieht hatte das liebe Urmel in den letzten Wochen einen kleinen Teilerfolg, auch wenn der so nicht beabsichtigt war.
Noch ein paar Worte zu meinem über den Tag verstreut liegendem Essen: Wie bereits gesagt, gefrühstückt wird immer vegetarisch, das habe ich mir mittlerweile so angewöhnt. Mittagessen gibt es entweder in der Schulmensa (mit widerlichem vegetarischem Essen) oder auch von zu hause mitgenommen, dann auch vegetarisch. Abendessen gibt es dann zu hause, gekocht von Mami (Abfallprodukt vom Tag ;) ), und oftmals gekocht mit Fleisch oder Fisch. Ich würde mir aber trotzdem bescheinigen, dass ich mit meinem eingeschlagenen Weg in der richtigen Richtung bin, und kann ihn nur weiterempfehlen. In diesem Sinne eine schöne Zeit, auch wenn unsere tolle Debatte hier nicht weitergeführt wird ;)

Urmeli: Der Vegetarismus ist ein Teil von mir und meinem Leben geworden. Er gehört dazu und prägt meinen Charakter und meinen Alltag.Wie kann eine Ernährungseinstellung ein Teil von mir werden? In meinem Freundeskreis ist es selbstverständlich dass ich Veggie bin und niemand würde es wagen das irgendwie anzuzweifeln oder niederzumachen. Es ist einfach so und durch meine Konsequentheit ist der Respekt mir gegenüber gestiegen.Seit dem ich mich vegetarisch ernähre habe ich viel mehr über Lebensmitteln und die Bedürfnisse meines Körpers gelernt als vorher. Ich achte mehr auf mich und meine Umgebung und natürlich auf das was ich esse.

Um so Zwischenfälle wie mit dem Lab zu vermeiden habe ich es mir angewöhnt bei fast allem die Inhaltsliste zu studieren und dabei schwenkt der Blick automatisch auf die Gesundheitstabelle mit Eiweißangaben etc. Ein Blick lohnt sich! [:)

]Dann gibt es jetzt von mir auch einen kleinen Überblick was ich so den lieben langen Tag futter :) Ich bin ein Frühstücksmensch! Soll heißen ich brauche Frühstück.....kein Frühstück, kein Urmeli. Ganz einfach. Kommt darauf an wie viel Zeit mir fürs Frühstück bleibt variert dieses vom Obstsalat mit Joghurt oder Kefir,Müsli mit oder ohne Früchten oder dem klassischen Käsebrot - natürlich ohne tierisches Lab. Mittags im Büro geht es dann meistens mit Obst und Müsli weiter. Es sei denn mein Freund hat vom Abendessen noch etwas übrig gelassen und ich kann es mir mitnehmen.Abends ist unsere Lieblingsspeise "Pfanne". Ich habe keine Ahnung wie wir auf den Begriff gekommen sind, aber er ist geblieben. Pfanne ist so ähnlich wie mein Panik-Eintopf aus dem letzten Berich. Viel Gemüse wie Paprika, Tomate, Mais, KidneyBohnen, Rote Beete usw usw usw wandern in einen Topf, werden wie in einem Wok zubereitet und am Ende gewürzt. Manchmal gibt es noch Vollkornnudeln oder Reis dazu.

Es freut mich natürlich, dass ich MJ ein klein wenig zum Nachdenken und handeln bewegen konnte :) Wobei mir im Rahmen der Reihe auch wieder klar geworden ist, dass nicht jeder Normalo eine Fleisch/Fisch vertilgende Fressmaschine ist.Es kommt immer auf den Menschen hinter der Ernährung an. Das sollten beide Seiten nicht vergessen und bei der nächsten Diskussion beachten.In diesem Sinne......be free, be veggie :)

So, das war es also mit der Debatte. Wie gesagt, bei Fragen einfach schreiben, wir melden uns dann. An dieser Stelle übrigens auch ein herzliches Dankeschön an alle, die unsere Artikel gelesen, kommentiert oder sonst was dazu getan/gesagt/sonstiges haben. Es war eine schöne Zeit mit euch, auf das nächste Projekt ;)

 

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Kommentare (4)
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11.06.2012
gelöschter User hat geschrieben:
@Elephant:
Wir/Ich fanden die Reihe auch super und hatten sehr viel Spaß beim Schreiben. Auch wenn wir uns manchmal die Meinungen um die Ohren gehauen haben, haben wir beide denke ich einiges gelernt :)
Ich persönlich habe mich über jeden Kommentar und jede Meinung gefreut. Vorallem die Toleranz in den Kommentaren hat mich gefreut. Wir haben das erreicht was wir wollten, eine faire hochklassige Diskussion die hoffentlich viele Augen und Herzen geöffnet hat :)
06.06.2012
MJ1499 hat geschrieben:
@Zerschmetterling: Oftmals ist mehr als einmal die Woche, ja. Einer der Gründe für den beschriebenen Teilerfolg Urmelis, das Umdenken meinerseits. Das "man sollte" und "ich achte auf wenig" wird momentan in meinem Kopf konkreter^^
06.06.2012
Zerschmetterling hat geschrieben:
"Abendessen gibt es dann zu hause, gekocht von Mami (Abfallprodukt vom Tag ;) ), und oftmals gekocht mit Fleisch oder Fisch" - OFTmals ist dann aber nicht selten od. ein Mal in der Woche, sondern eher mehr oder?
06.06.2012
Marcel hat geschrieben:
"...hatte das liebe Urmel in den letzten Wochen einen kleinen Teilerfolg, auch wenn der so nicht beabsichtigt war." :)
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