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Vegetarismus - Diskussionsreihe Teil 1


von MJ1499
25.04.2012
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Hallo liebe Community, nachdem wir immer mal wieder Diskussionen über Vegetarismus, Veganismus und alles was dazu gehört hatten, haben Urmeli und ich uns überlegt, dass wir die ganze Diskussion mal in einer Berichtreihe aufgreifen. Wir haben beide schon mehrfach an den verschiedensten Stellen über Vegetarismus diskutiert, meistens miteinander, aber auch unabhängig voneinander. Dabei gehen wir beide mit unterschiedliche Grundvoraussetzungen an die Sache ran. Urmeli ist Vegetarierin, ich selber bin es nicht.
Allgemein haben wir das Gefühl, dass die ganze Diskussion etwas verfahren ist, und sich Vegetarier und Nicht-Vegetarier teilweise ziemlich in die Haare bekommen, darüber, welches Lebensmodel besser ist, was mit den Tieren ist undundund. Damit diese Diskussionen jetzt etwas entschärft wird, und wir nicht dauernd die gleiche Diskussion hören, werden wir in der Folge nach und nach auf verschiedene Argumente, Ansichten und Meinungen zu Vegetarismus eingehen, sie beantworten, diskutieren oder auch einfach mal unseren Senf dazugeben. Das Ganze wird dabei keineswegs ein wissenschaftlicher Bericht, es wird mehr unsere persönliche Meinung zum Ausdruck gebracht. Wissenschaftliche Erklärungen sind deswegen nicht zwangsweise immer zu erwarten.
Zum Start unserer Berichtsreihe wollen wir eine allgemein sehr wichtige Frage beantworten: Was ist für dich Vegetarismus?
MJ: Vegetarismus ist für mich einfach nur der Verzicht auf Fleisch und teilweise Fisch. Je nachdem, wie streng die Vegetarier sind, essen sie dann auch andere spezielle tierische Produkte nicht. Nicht mehr und nicht weniger. Ich kann an Vegetariern keine andere Haltung zum Leben entdecken und spreche sie ihnen auch nicht zu oder ab, im Vergleich zu uns normalen Menschen. Für mich sind Vegetarier keine besseren Menschen. Ich muss sagen, dass sie mich teilweise sogar nerven können. Andererseits finde ich, haben diese Menschen von uns den Respekt verdient, die sie uns auch geben. Meistens esse ich kein Fleisch, wenn ich mit Vegetariern alleine esse, als Zeichen des Respektes. Aber wenn sie versuchen, mich zu bekehren, oder sich weigern, die Wurst anzufassen, um sie jemandem zu geben, dann stören sie mich meistens schon. Ich toleriere es dann gezwungenermaßen, aber schön finde ich es trotzdem nicht.

Urmeli: Es wird wahrscheinlich niemanden überraschen, dass ich eine etwas andere Meinung vertrete als MJ1499.

Als erste Klarstellung bedeutet Vegetarismus für mich nicht nur das Meiden von Fleisch. Aus meinem Ernährungsplan wurden ebenso Fisch, Meeresfrüchte, Gelantine, Lab etc gestrichen. Auch meide ich Leder- und Pelzartikel.

Für mich bedeutet Vegetarismus mehr als nur eine Ernährungsumstellung. Es ist eine Lebenseinstellung, die sich im gesamten alltäglichen Lebensbereich, also auch in der Ernährung widerspiegelt. Ich möchte Vegetarismus nicht wirklich mit einer Religion vergleichen, das ginge zu weit, aber so in der Art kann man es betrachten. Man glaubt an die Richtigkeit und Wichtigkeit einer Sache und lebt danach. Das Thema werde ich im Rahmen der Berichtreihe noch weiter ausführen.

Dass Vegetarier und Mischköstler sich manchmal gegenseitig missverstehen ist nachvollziehbar. Der Vegetarier ist von sich und seiner Einstellung ziemlich überzeugt, der Mischköstler eher genervt. Ich versuche niemanden zu bekehren Vegetarier zu werden, erwarte aber von meinem Gegenüber Akzeptanz. Sprüche wie "Schau dir mal das Fleischbuffet an....wie lecker" sollte man einem Vegetarier gegenüber bitte sein lassen. "Wir" sehen dort eher den Friedhof der Kuscheltiere.

Soviel zum ersten Teil der Berichtreihe, weiter wird es in der nächsten Woche mit der Diskussion der verschiedenen Argumente für oder gegen Vegetarismus gehen.

 

(c)2012: MJ1499 und Urmeli

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Kommentare (25)
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10.05.2012
Akari1994 hat geschrieben:
ich bin auch Vegetarierin - als einzige meiner Familie. Meine Oma verkauft Wurst (ihr Beruf) und ist damit überzeugte Fleischesserin, wie alle in meiner Familie. Klar muss ich mir das eine oder andere anhören, aber sie haben auch gelernt, dass es mein Wille ist und sie akzeptieren es. Auch dass ich keine Wurst anpacke. Klar finden sie es übertrieben, aber liebe Nicht-Vegetarier, versetzt euch mal in unsere Lage! Für uns ist das totes Tier! Warum essen wir es denn nicht? Weil es uns anwidert (mich persönlich zumindest) und deswegen könnt ihr nicht erwarten, dass ich es berühre. Klar, wenn ich es nicht berühren muss, geht es noch, aber so anpacken mag ich es auch nicht
09.05.2012
gelöschter User hat geschrieben:
Ich selbst lebe seit 1 1/2 Jahren vegetarisch und das aus Überzeugung. Es ist also eine Lebenseinstellung und nicht nur einfach ein Verzicht.
Ich möchte damit zeigen, dass es auch noch Menschen gibt, die sich Gedanken machen und nicht blind durch die Welt gehen. Wir sind auch nur Lebewesen und haben kein Recht uns über die Tiere zu stellen.
Klar, ich muss es so akzeptieren, dass nicht alle so denken. Es gab schon immer Fleisch- und Pflanzenfresser :p Aber ich erwarte dafür auch Akzeptanz, wie oben schon erwähnt.
07.05.2012
CaroLin96 hat geschrieben:
ich möchte mal etwas dazu sagen :)

also ich finde es echt sehr sch** von vielen Leuten , die meinen den Vegetariern zu ärgern oder das die jenigen einfach uns Vegetarier nicht verstehen können.
ich bin selbst ein Vegetarier & ich bin echt sehr froh darüber.
Denn ich kann keine Tiere essen , die denn wegen mir bzw wegen uns Menschen sterben müssen oder das sie jeden Tag leiden müssen . Besonders in den Massentierhaltungen. Da bin ich so dermaßen dagegen.
Wenn Tiere leiden müssen o.ä. dann kann ich es nicht mit ansehen, aber leider kann ich bzw können wir bestimmt nicht alle Menschen auf der Welt zu Vegetarier machen. Oder komplett die Massentierhaltungen zu verbieten & die ganzen Tierquäler ausschalten & richtig hart bestrafen. Ich möchte dies so sehr & wünsche es mir, da Tiere ein Teil meines Lebens sind & mich vervollständigen. Tiere liegen mir sehr sehr am Herzen.

VEGETARIER haben ihre Ernährungsweise & damit sollten alle klar kommen (die Fleisch essen) & uns nicht so runter labern, denn wir verstehen es wenigstens was die Tiere wegen den Menschen durchmachen müssen. Aber auch sehr viele denken einfach nicht an die Umwelt. All das ist sau traurig & kann ich nicht verstehen.

TIERE haben ein Recht zu leben.!

Lg Caro :)
29.04.2012
Zerschmetterling hat geschrieben:
@MJ1499: Ja, es gibt einen Unterschied.
Die Ernährungsweise.

Ernährungsweise ist übrigens ein interessantes Wort.
Wir haben da "Ernährung" und "weise".
Also: ernähre Dich weise.
Was das für jemanden bedeutet ist individuell.
Was das für die Natur bedeutet, ist glaube ich verantwortungsvoller Genuss.

Peace
28.04.2012
MJ1499 hat geschrieben:
@Zerschmetterling: Ob es da einen unterschied zwischen gibt oder nicht, werden wir bis Ende der Reihe hoffentlich feststellen. Deswegen sind die "Normalos" auch bewusst in Anführungszeichen gehalten, auch Vegetarier sind natürlich normal ;)

Ich muss sagen, dass ich aber schon das Gefühl habe, dass da ein Unterschied besteht. Aber ich hoffe, dass wir den bis zum Ende der Reihe herausarbeiten können oder diesen Verdacht widerlegen.

In diesem Sinne
Peace zurück :)
28.04.2012
Zerschmetterling hat geschrieben:
@Urmeli: Ich weiß, Du hast es nicht böse gemeint, aber es gibt keinen Unterschied zwischen Vegetariern und "Normalos".
Vegetarier sind auch "Normalos", die sich halt anders ernähren.

Und, diese ganze Unterteilungen von Vegetariern ist auch übertrieben.

Ich habe nichts dagegen, wenn jemand selten Fleisch isst.
Aber wenn ein Mensch das Fleisch in sich reinstopft, wird mir auch ganz anders.

Da ich gerade ein Test-Jahr ohne Fleisch mache, kann ich nur sagen:
Es stimmt, Sprüche wie "Mmmmh, lecker, lecker Fleisch ...." sind echt nervig!
Ich stelle fest, dass es besonders beim Mittagessen sehr gut ohne Fleisch geht.
Mir fehlt allerdings das Salami-Brötchen. Das gebe ich offen und ehrlich zu.

Ich habe allerdings schon immer auf Fleisch/Fisch außerhalb von zu Hause verzichtet, aus dem einfachen Grund, dass ich nicht kontrollieren kann, wo es herkommt.
Nachher sitze ich im Restaurant und esse Massentierhaltungsfleisch oder umweltschädlich-gefangenen Fisch (egal ob erste od. zweite Wahl). Und genau das will ich vermeiden.
Und dazu halte ich auch Begleiter von mir an.
Zu Hause, wenn man weiß, es ist BIO-Fleisch, kann man gerne ab und an mal zugreifen.
Aber bitte nicht mehr als 1 Mal die Woche. Denn zwei Mal im Monat reicht auch.

Ich finde, jeder darf auf VERANTWORTUNGSVOLLE Weise das essen, was ihm/ihr schmeckt.

Und ich werde mir vielleicht im Januar 2013 ein Mal im Monat eine Packung Salami kaufen.
Vielleicht.

Peace
26.04.2012
BioApfelKaetzchen hat geschrieben:
Ich bin mittlerweile Fast-Veganerin.
Ich hab mir überlegt, was das für Produkte sind, die da vor mir auf dem Tisch stehen und ich habe für mich entschieden, dass ich nicht vor mir verantworten kann, dieses System zu unterstützen, in dem Tiere als Produkte/ Wirtschaftsobjekte und nicht als Lebewesen gesehen werden.
Darrum verurteile ich aber niemanden, der darüber anders denkt. Andere haben sich das vielleicht auch überlegt und sind zu einem anderen Schluss gekommen. Ich finde es nur traurig, wenn das Problem so offen verdrängt wird.
Ich muss/ kann kaum über Vegetarismus diskutieren und habe das Gefühl, dass das vor allem so ist, weil andere in meinem Alter sich gar nicht damit beschäftigen wollen.

Tiere essen oder nicht ist ja auch ein sehr philosophisches Thema und ich denke, darum diskutiert man so gerne darüber, wenn man sich länger damit beschäftigt. Für mich ist Vegetarismus eine Lebenseinstellung, die viel mehr beeinflusst, als nur die Ernährung.

Vieles wird bei den Diskussionen immer wieder wiederholt, das stimmt. Es wird sicher auch nach dieser Reihe wieder etliche Diskussionen über Fleisch geben und das ist auch ok, finde ich.
Ich finde eure Idee super. Es gibt bestimmt viele in der Communty, die dazu, was zu sagen haben :o)
26.04.2012
Lumikki hat geschrieben:
Ich finde, das ist eine super Idee, was ihr euch da überlegt habt mit der Diskussion.
Ich sehe das Ganze so wie Urmeli. Bin selbst Vegetarierin und habe auch meinen Konsum an Milchprodukten, Eiern etc. eingeschränkt.
Klar würde ich es besser finden, wenn mehr Menschen Vegetarier wären, aber deshalb hasse ich nicht alle Leute, die Fleisch essen.^^ Aber ich finde es auch wirklich schade, wie wenig es manchen Menschen bewusst ist, was genau sie da in Mengen konsumieren. Immerhin musste dafür etwas sterben. Und das sollte, meiner Meinung nach, nicht als selbstverständlich hingenommen werden.
Jeder muss für sich selbst entscheiden, was richtig für ihn ist. Aber für mich gibt es einfach zu viele Gründe, als dass ich noch guten Gewissens Fleisch essen könnte.
26.04.2012
gelöschter User hat geschrieben:
@Uli:
Die Frage die wir uns stellen, ist natürlich auch an alle gestellt die sich angesprochen fühlen :)

Man sieht ja bereits jetzt, dass es unter den Veggies und Normalos verschiedene Ansichten gibt. Eine tatsächliche Einteilung wer was ist und sich wie nennen darf/kann/will ist daher schon recht schwierig. Zumal das Thema ja schon fast eine "Glaubensfrage" ist :)

Auf das Thema "bekehren" gehen wir zu einem späteren Zeitpunkt nochmal genauer drauf ein, deswegen spare ich mir jetzt erstmal ein Statement dazu :)
26.04.2012
gelöschter User hat geschrieben:
gelöscht
26.04.2012
gelöschter User hat geschrieben:
Ich selbst sehe mich nicht als Vegetarier, aber ich meide Fleisch so oft wie möglich. Auf mein Brot kommt keine Wurst oder ähnliches und auf die Boulette beim Mittag verzichte ich auch gern.
Ich esse höchstens einmal pro Woche Fleisch, manchmal auch nur einmal alle 2 oder 3 Wochen.
Und wenn, dann überwiegend nur Bio-Fleisch. Nicht das "Normale" Bio-Fleisch, sondern das von Bio-Verbänden, wo die Tiere WIRKLICH ordentlich gehalten werden.
Oder aber Fleisch, dass vom Bauernhof der Freundin meiner Mutter stammt, denn da weiß ich, dass die Schafe wie es ihnen gefällt auf einer großen, und ich meine damit wirklich GROßEN, Wiese rumrennen können und auch kein Soja im Futter ist (das ist mir besonders wichtig >siehe Regenwald).
Meine Freundin isst überhaupt kein Fleisch und damit hat niemand ein Problem, denn sie hält keinem vor, wie falsch es doch ist Fleisch zu essen und versucht auch niemanden zu "bekehren".
26.04.2012
JoBlubb hat geschrieben:
Echt ein großes Lob an euch zwei! Super Idee! Und der 1. Teil gefällt mir jetzt auch gleich mal sehr gut. Es ist schon spannend, das ganze aus den verschiedenen Standpunkten zu sehen. Macht so weiter und ich freu mich auf den nächsten Teil!
26.04.2012
midori hat geschrieben:
Ich finde diese Diskussionsreihe echt prima. Ihr solltet am Ende jedes Berichts eine eindeutige Frage formulieren, zu der jeder seine Meinung äußern kann, denn sonst wird sich das genauso entwickeln, wie bei den vorherigen Diskussionen zum Thema.

Ich bin auch nicht von einem Tag auf den anderen Vegetarier geworden. Es kamen immer neue kleine Schritte hinzu. Mittlerweile achte ich auch auf Gelatine in Lebensmitteln und eben auch Lab. Aber das geht auch nicht immer - wenn bei jemandem zu Gast ist, wirkt das zuweilen sehr anspruchsvoll, wenn man den Käse nicht anrühren möchte.. :o) Soll heißen, auch ich muss manchmal kleine Ausnahmen machen.

Was mich vor allem stört, ist diese Unterteilung von Vegetariern, wie Jule sie vorgenommen hat. Denn dann hält der Lakto-Vegetarier seine Lebensweise vielleicht für viel besser als die eines Ovo-Vegetariers und nicht selten gibt es dann Zickereien unter den Vegetariern. Das finde ich total albern.

Vegetarier sein, bedeutet für mich, mich bewusster und gesünder zu ernähren und darüber zu reflektieren, woher meine Lebensmittel kommen und wie sie zubereitet werden. Demzufolge schließe ich auch Fleischkonsum aus, weil ich es nicht gut finde, unter welchen Umständen die Tiere gehalten und geschlachtet werden.

Vegetarismus ist bei mir auch gleichbedeutend mit einer möglichst fairen und biologischen Ernährung :o)

So viel dazu - ich freu mich auf den nächsten Bericht!
26.04.2012
gelöschter User hat geschrieben:
@Ökojule:
Wir haben anfangs auch überlegt erstmal die tatsächliche Bedeutung von Vegetarimus auszuführen, haben uns dann aber bewusst dagegen entschieden. Hier soll es nicht um die tatsächliche Bedeutungen gehen, sondern um Meinungen und verschiedene Sichtweisen. Die offizielle Bedeutung muss nicht unbedingt mit der Sichtweise eines Vegetariers übereinstimmen, also ist erstmal nicht sooo wichtig.

Die "vegetarische" Auswahl in einigen Lokalitäten nervt mich allerdings auch :)
26.04.2012
Oekojule hat geschrieben:
Vielleicht sollten erst einmal die Begrifflichkeiten klar gestellt werden. Ich bin auch Vegetarierin und wenn ich in einigen Restaurants die vegetarische Karte aufschlage, regt es mich jedes Mal auf, wenn dort etwas mit Fisch steht. Ich frag mich dann immer, ob die Leute keinen Ahnung haben, was "Vegetarismus" heißt...

Vegetarier sind Leute, die grundsätzlich auf alles, was mit Fleisch und Fisch zu tun hat, verzichten. Leute, die nur auf Warmblüter verzichten, also Fisch zu sich nehmen, nennen sich Pescetarier. Das würde also auch auf dich zutreffen, wintersommer. Du bist Pescetarierin. Unter den Vegetariern unterscheidet man noch die Lakto-Vegetarier (die essen zusätzlich keine Eier) und Ovo-Vegetarier (hier wird nur noch auf Milch verzichtet).

Ich esse auch manchmal Gummibärchen. Wenns da auch noch ne Unterteilung gibt, teilt mir das bitte mit. Würde mich mal interessieren. :)

Prinzipiell nerven mich solche Anti-Vegetarier-Sprüche auch total. Ich finde es einfach dreist und unberechtigt, so über Tiere zu sprechen. Anders herum, versuche ich aber tatsächlich, meine Familie dazu zu bewegen, weniger Fleisch zu essen. Wenn ich mir meinen Vati anschaue, der wie ein Scheunendrescher totes Tier in sich rein frisst, wird mir manchmal übel... Wenn ich koche, gibts prinzipiell nur vegetarisch. Da kann eben mal kein Fleisch gegessen werden. Punkt. :)
Ich vertrete nicht wirklich den Standpunkt, dass jeder essen sollte, was er mag. Man sieht ja, was das für konsequenzen hat. Wenn jeder nur die Hälfte Fleisch essen würde, wäre das schon ein super Fortschritt. Deshalb finde ich, dass wir Vegetarier und dafür einsetzen sollten, dass die Leute weniger Tier zu sich nehmen. Und manchmal eben zwangweise. Die Auswirkungen, die der hohe Fleischkonsum bringt, kennen wir ja alle.
26.04.2012
Wannaknow hat geschrieben:
Ich bin deiner Meinung.. jeder sollte das essen, was er mag und wobei er ein gutes Gefühl hat. Ich bin auch erst seit einigen Monaten Vegetarier, aber ich habe mich immer gefreut von meinen Freunden etwas über deren Essgewohnheiten zu erfahren, Ihre persönlichen Gründe und alternativen ;) ! Meine besten Freunde sind zum größten Teil Vegetarier und die haben mich halt aufgeklärt und irgendwann war es halt irgendwie einfach nicht mehr richtig Fleisch zu essen, deshalb habe ich damit aufgehört, außerdem hat es mir nicht mehr geschmeckt. Sowie Fisch und Eier, zusätzlich bin ich Lactose-intolerant, für mich war eigentlich nur schwer mich an dieses Leben ohne Gelantine zu gewöhnen :P Ich habe Gummibären von Haribo ja so geliebt !! :)
26.04.2012
TaniaTukan hat geschrieben:
ich find's voll gut, dass ihr diese reihe macht und ich freu mich schon auf die vortsetzung!
@ wannaknow: ich glaube, deine ansicht beschreibt gut dass problem: du fühlst dich extrem gestört, wenn jemand anti-vegetarier-sprüche macht und findest das schlimmer als andersherum. ich könnte wetten, dass die meisten mischköstler auf dem genauen gegenteil beharren.
deswegen ist es gut, dass urmelie und maurice als vegetarier und "normalo" beide meinungen zu wort kommen lassen.
ich bin selbst erst seit einigen monaten vegetarierin und ich kann mich noch gut daran erinnern, wie nervig es war, über seine essgewohnheiten belehrt zu werden. zur vegetarien geworden bin ich schliesslich, weil ich 2 wochen bei einer vegetarierin gewohnt habe, die mich nicht versucht hat zu bekehren. toleranz und offenheit ist wichtig - ich finde es gut, darüber zu reden, aber im endeffekt entscheidet jeder selbst, wie er sich wohl fühlt.
26.04.2012
gelöschter User hat geschrieben:
gelöscht
26.04.2012
wintersommer hat geschrieben:
Also ich persönlich esse auch seit 1 1/2 Jahren kein Fleisch mehr und nur wenig Fisch.
Ich find aber den Begriff "Vegetarier" immer so unglaublich hoch gegriffen. Mich selber bezeichne ich nicht gerne als Vegetarier, da ich ja trotzdem ab und zu Fisch esse, mich also nicht nur von Gemüse ernähre, was ja eigentlich die Bedeutung des Wortes Vegetarier ist.
Meiner Meinung nach, kann jeder für sich selbst entscheiden, was er isst und was nicht und es sollte auch nicht darüber geurteilt werden, weder von der einen, noch von der anderen Seite.
Ich stimme Momo (so heißt du doch, oder?) zu, ich kann es auch nicht haben, wenn manche immer alle bekehren wollen oder sich unheimlich anstellen, wenn es um Fleisch geht. Und für mich sind Menschen auch nicht besser, nur weil sie kein Fleisch essen. Das ist doch eine persönlich Entscheidung und geht andere nichts an.
Meine Freunde akzeptieren das, klar, darf ich mir auch ab und zu einen doofen Spruch anhören, aber da steh ich einfach drüber.

Ich find den Gedanken gut, diese Diskussionreihe zu starten. Vorherige Versuche sind ja ziemlich aus dem Ruder gelaufen, jedoch sollte man hier versuchen, objektiv zu bleiben, damit es nicht wieder passiert!
26.04.2012
Wannaknow hat geschrieben:
Ich bin selbst Vegetarier, fast Veganer- und stimme Urmeli voll und ganz zu ! :)
Nur wenn mir dann von sämtlichen guten Freunden gesagt wird, dass ich ihnen bitte erklären soll warum für mich denn bitte Vegetarismus als die einzige Vernünftige Variante Tieren gegenüber ist, ich dies tue, und dann als Antwort bekomme: Hey, ich mag Tiere auch, am liebsten Medium gebraten..- nee, echt da könnte ich ausrasten ! Mein Freundeskreis besteht zwar überwiegend aus Vegetariern und Veganern, aber die Leute, die Fleisch essen, und lieben versuchen immer noch mich dazu zu bringen, ebenfalls Fleisch zu essen..
Das finde ich ehrlich gesagt schlimmer, als wenn Vegetarier versuchen ihren Punkt zu vertreten.Nach meiner Erfahrung nach zu urteilen akzeptieren die meisten Vegetarier 'Fleischesser' ( finden es aber nicht gut!!!), aber andersrum herrscht totale Intoleranz und Unakzeptanz, vielleicht nur zum Spaß- um mich zu ärgern, aber wer weiß, so ist das auch doof.
26.04.2012
MJ1499 hat geschrieben:
@LSternus: Weil genau der Punkt, den du ansprichst, in der Vergangenheit nicht funktioniert hat. Jede Woche findet sich ein neuer Artikel über Vegetarismus und wie toll das doch sei, und jede Woche gibt es wieder irgendwo eine hitzige Diskussion, wo sich beide Seiten anzicken. Leute wie du oder ich sind mittlerweile ziemlich genervt von der Diskussion (so wie ich es bei dir rausziehe). Aber es gibt genug, die die Diskussion immer wieder anstacheln, und da möchten wir ansetzen.
26.04.2012
LSternus hat geschrieben:
Ich feu mich dass ihr Verständnis schaffen wollt, aber ich muss ganz ehrlich mal was sagen: das ganze Thema wurde wirklich schon oft ausgefochten. Warum kann man es nicht mal auf den Punkt bringen, dass manche kein Fleisch essen und andere kein Problem damit haben?
26.04.2012
gelöschter User hat geschrieben:
Wir haben ja nicht vor, eine Diskussion einzudämmen, sondern sie auf eine "sachliche" Ebene zu heben. Viele Diskussionen sind zu Streits entflammt die sich im Kreis gedreht haben, ohne das auf die Argumente der Gegenseite eingegangen wurde und selbst für mein Verständnis wurden "Fleischesser" oder "Normalso" wie Maurice sie gerne nennt :) sehr hart angegangen.

Wir versuchen aufzuzeigen, dass auch ein Dialog möglich ist und so die Diskussion fortführungswürdig wird.
25.04.2012
MJ1499 hat geschrieben:
Also aus meiner Sicht schließt sich "Diskussion entschärfen" und "diskutieren" nicht aus. Was in letzter zeit häufiger vorkam, ist, dass sich Leute regelrecht darüber zerstreiten. Wir sind weiß Gott nicht gegen Diskussionen, sondern diskutieren selber sehr gerne. Es geht (zumindest mir) viel mehr darum, mit den Artikeln und den Meinungen, die wir ausdrücken, eine Art Verständnis zu erzeugen. Das heißt, du liest diesen Artikel, und gleich beim ersten Mal ist ja die Differenz hauptsächlich die Frage, ob es Lebenseinstellung ist oder nicht. Das sollte jeder selber beantworten, aber wir zeigen halt (gerade durch unsere Gegensätzlichkeit) ein Spektrum an Typen von "Normalos" und Vegetariern auf, und in der nächsten Diskussion zu dem Thema wird sich ein "Normalo" vielleicht erinnern "Ach Moment, das war ja eine Lebenseinstellung für die, kein Wunder, dass die da so komisch drauf reagieren."

Zusammengefasst: Es geht nicht darum, die Diskussion zu beenden, oder sie zu unterdrücken, sondern darum, Verständnis zu schaffen. Und das denke ich, wird nach unserer Reihe eher vorhanden sein als vorher.

Noch eine Anmerkung: Das ist natürlich nur meine Meinung, Urmeli kommuniziert ihre selber ;)
25.04.2012
Jonpackroff hat geschrieben:
Könnt ihr mir mal bitte erklären, wie ihr die Diskussion entschärfen wollt, wenn ihr mit jedem eurer Artikel eine Steilvorlage für neue Diskussionen liefert?
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