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Vegan - da haben wir den Salat! - Sushi und Apfelkuchen


von regentag
27.10.2015
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Sushi ist normalerweise nicht vegan. Das japanische Gericht enthält traditionellerweise rohen Fisch. Das ist nicht jedermanns Sache, aber diese vegane Version solltet ihr unbedingt ausprobieren! Sie ist vollgepackt mit leckerem heimischem und exotischem Gemüse und Früchten und kann in unendlichen vielen Versionen nachgerollt werden.

Am meisten Spaß macht das Sushi-Essen mit mehreren Freundinnen und Freunden bzw. Familienmitgliedern, da die Vorbereitung etwas länger dauert, aber gleichzeitig sehr entspannt ist. Nichts kann überkochen oder anbrennen. Wenn man sich schon mal die Mühe macht, Sushi selbst zu rollen, kann man auch gleich so viel vorbereiten, dass es ein kleines Festmahl ergibt oder noch für den nächsten Tag reicht. Auch Japaner essen die aufwändigen kleinen Röllchen nur zu besonderen Anlässen.

Die Zutaten findet ihr inzwischen auch in den meisten Supermärkten. Ansonsten ist ein Besuch in einem Asiamarkt oft richtig spannend. Noriblätter, Saucen und Sushireis sind dort oft billiger als bei Rewe und Edeka und man entdeckt auch unglaublich viel Neues. Ein Küchenutensil, dass traditionellerweise zum Sushirollen benutzt wird, sind Bambusmatten. Die kleinen Teppiche aus dünnen Holzstäbchen sind günstig erhältlich und erleichtern das Sushirollen enorm. Im Notfall funktioniert es aber auch mit den bloßen Händen auf einer trockenen Küchenarbeitsfläche.

Für etwa vier Portionen des veganen Sushis benötigt man:

400g Sushi-Reis (dieser ist besonders klebrig)

Reisessig 8 Nori-Blätter (die bestehen aus getrocknetem und geröstetem grünem Seetang)

Salz

Zucker (oder ein Ersatzprodukt wie Agavendicksaft)

Für die Füllung habe ich folgende Zutaten verwendet:

Karotten, Gurke, Zucchini, Champignons, Mango, Avocado, Rucola, Paprika, Tomate, veganen Frischkäse, Sesamsamen

Denkbar sind aber auch viele andere Zutaten. Minze oder Basilikum, Rotkohl, Tofu, Blumenkohl, Pastinaken, Sprossen, Kürbis... kombiniert einfach, was zu Hause vorrätig ist, worauf ihr Lust habt oder was gerade saisonal erhältlich ist.

Und als Dips hatte ich:

Sojasauce, Wasabi, Gari (eingelegter Ingwer)

Den Reis nach Packungsanleitung kochen und danach mit 3 EL Reisessig, einer Prise Salz und etwas Zucker verrühren. Anschließend ein paar Stunden abkühlen lassen. Ggf. kann man den Reis auch schon am Vortag kochen.

Jetzt beginnt die große Schnippelei: Alle Zutaten müssen in dünne Streifen geschnitten werden, die nachher gut in eine Sushirolle passen. Karotten, Gurken und Zucchini muss man nicht schälen, sondern nur gründlich abwaschen. Ebenso mit der Paprika und den Tomaten verfahren. Den Rucola abspülen und abtropfen lassen. Die Champignons am besten mit einer weichen Bürste säubern und ebenfalls in kleine Stücke schneiden. Die Mango schälen, den Kern entfernen und das Fruchtfleisch in Streifen schneiden. Die Avocado der länge nach durchschneiden, die Hälften auseinander drehen, den Stein entfernen und dann mit einem Esslöffel die Fruchthälften aus der Schale heben. Diese ebenfalls in Scheiben schneiden.

Und jetzt kommt die Herausforderung: Wir rollen Sushi! Die Bambusmatte auf eine trockene, ebene Oberfläche legen und ein Noriblatt darauf legen. Jetzt mit den Fingern oder einem Teigschaber eine etwa 5 mm dicke Reisschicht so gleichmäßig wie möglich auf dem gesamten Blatt verteilen. Das ist eine ganz schön klebrige Angelegenheit! Aber der Aufwand wird sich lohnen, versprochen. Nun geht es an die Füllung: Ein paar der Zutaten ca. 3 cm vom unterem Rand quer über das Noriblatt verteilen. Je nachdem, wie dick das Sushi nachher werden soll, kann das Blatt mehr oder weniger großzügig belegt werden. Meine Sushirollen platzen, wie man auf den Bildern sieht, etwas aus den Nähten. Klassisches Sushi ist kleiner und enthält nur ein bis zwei verschiedene Füllungen.

Als nächstes mit Hilfe der Bambusmatte das Noriblatt um die Füllung herum aufrollen. Die Enden der Noriblätter mit etwas Reisessig bestreichen, dann bleiben sie besser kleben und die Rolle geht nicht wieder auf. Die Rolle noch ein paar Sekunden zudrücken und dann auf einem großen flachen Teller ablegen. Nun ist das nächste Noriblatt an der Reihe. Solange fortfahren, bis alle Zutaten aufgebraucht sind.

Zum Abschluss die Rollen ganz vorsichtig in ca. 4 cm lange Streifen schneiden und anrichten. Jetzt kann man die kleinen Kunstwerke noch mit Sesamsamen bestreuen, in Sojasauce dippen, mit dem Gari-Ingwer belegen oder mit Wasabi nachwürzen.

In Sushirestaurants werden die Röllchen meist mit Stäbchen verzehrt. Für alle, denen das ganz schön schwer fällt, habe ich noch einen kleinen Trost: Traditionell werden die Stücke einfach mit der Hand gegessen.

 

Vom fernen Asien zurück in den heimischen Garten: Herbst ist Apfelkuchenzeit! Mit diesem saftigen Rezept habe ich neulich meine Mutter überrascht, die Streuselkuchen liebt.

Zutaten für den Teig:

750g Äpfel

200g Mehl

125g Margarine

60ml Wasser

1 Päckchen Vanillezucker

7 EL Apfelmus (kann man sehr gut selbst kochen!)

2 EL Zucker

1 TL Backpulver

Für die Streusel:

150g Mehl

80g Margarine

6 EL Zucker

1 TL Zimt

Die Äpfel waschen, entkernen und in dünne Scheiben schneiden. Für den Teig nun einfach Mehl, Margarine, Wasser, Vanillezucker, Zucker und Backpulver nach und nach zu einem glatten Teig verkneten. Diesen ca. 1 Stunde kalt stellen. Für die Streusel ebenfalls alle Zutaten verkneten und kalt stellen. Dann den Teig in einer Springform verteilen und am Rand ein paar Zentimeter hochdrücken. Die Form mit den Apfelschnitzen auslegen und diese mit dem Apfelmus bestreichen. Nun den Streuselteig in der Hand zu groben Bröseln pressen und über den Kuchen streuen. Das Ganze ca. 40 Minuten auf unterster Schiene bei 200°C Ober-/Unterhitze backen. Wie das duftet!

 

Letzte Woche ließ uns Laura hier mit ihren Kürbisgerichten das Wasser im Mund zusammenlaufen! 

 

*Schatz kommst du? Das Essen wird welk!*

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Kommentare (7)
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Sortieren nach Aktualität:
01.11.2015
Buchenblatt hat geschrieben:
Das klingt lecker! Ich probiere die Rezepte auf jeden Fall bald aus:)
31.10.2015
Jayfeather hat geschrieben:
Hab den Apfelkuchen gestern mal ausprobiert. Er ist einfach köstlich ! :D und super einfach zu machen. Kann ich nur weiter empfehlen.
28.10.2015
Laura619 hat geschrieben:
mhhh wie lecker! Bei mir muss es bald auch wieder Sushi geben *_*
28.10.2015
regentag hat geschrieben:
Jaa, Sushi ist wahnsinnig lecker. Und Apfelkuchen gehört zum Herbst wirklich einfach dazu. Zu Hause haben wir auch drei große Apfelbäume, sodass wir dann immer Apfelmus und Apfelkuchen für das komplette nächste halbe Jahr einfrieren konnten. Gerade im Herbst vermisse ich es, einen Garten zu haben...
27.10.2015
RichardParker hat geschrieben:
Ich liebe Apfelkuchen!! :)
Kuchen schmeckt generell am besten, wenn man ihn selber gemacht hat, oder wenn die Oma gebacken hat ;-)
27.10.2015
EvaUll hat geschrieben:
Mmmhh....danke für den Bericht! :) Vegane sushi habe ich auch letztens selbst gemacht , echt lecker :)
Den apfelkuchen muss ich unbedingt machen. ..wir haben gerade viele Äpfel aus unserem Garten ;)
27.10.2015
midori hat geschrieben:
Sushi! Köstlich!! <3 Und wenn man den Dreh einmal raus hat, geht das auch superfix zuzubereiten und dann wälze ich es immer in der Sojasoße :D
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