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Vegan bleiben


von Maide
13.03.2010
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54 P

Wer alles bei Gerrys veganer Woche mitmacht, der weiß, dass man fürs vegan sein viel Selbstdisziplin braucht. Aber mit Motivation und ethischer Einsicht lässt es sich leicht vegan leben.


Und nach der veganen Woche?


Warum nicht vegan bleiben?


Dieser Bericht befasst sich mit den ethischen Gedanken des Veganismus.

Viel Spaß beim Lesen und Nachdenken!
____________________________________________________________

Die Geburt - das große Fressen – Das Schlachten


So könnte man die drei Lebensphasen von Tieren bezeichnen, die wir Menschen gerne mal verspeisen. Kaum geboren nähern sie sich ihrem Ende. Dazwischen wird gefressen. Und zwar sehr viel. So viel, dass sie höllische Gelenkschmerzen und Atemprobleme bekommen. Das Leben selbst ist für die Tiere das reinste Sterben.


Aus diesem Grund verweigern einige Menschen den Verzehr von Fleischprodukten. Der Grundgedanke ist einfach: Man möchte nicht, dass nur wegen einem selber ein Tier sterben musste.


Da die Erde zurzeit übermäßig stark bevölkert ist, muss man ebenfalls übermäßig viel Nahrung herstellen. Massenprodukte für die Masse. Zu diesen Massenprodukten gehören auch Fleisch, Milch und Eier. Die Nachfrage dieser Produkte wird immer größer, da auch der Preis für pflanzliche Produkte steigt. Das Prinzip dabei: Möglichst viel Produkte mit möglichst wenig Aufwand. In diesem Sinne verfolgt man ökonomische Prinzipien: Alleine auf das eigene Wohl aus sein und geschädigte dritte ignorieren. Diese ‚Dritten‘ sind hier die Tiere.


Beispiel Rind: Neugeborene Kälber werden sofort von ihrer Mutter getrennt. Sie dürfen keine Muttermilch bekommen, da durch gezielte Überzucht die Muttermilch einen zu hohen Anteil an Milchfett besitzt, wovon die Kälber krank werden. Die Mutterkuh gibt dann ihre Milch…erst mal an keinen. Durch die vielen Hormone, die die Tiere bekommen, ist die Milch in den ersten Tagen nach der Trächtigkeit, aber auch in den letzten Tagen ihrer Trächtigkeit, für den Menschen ungenießbar. Erst nach ein paar Tagen fängt sie an, im Akkord für den Menschen geeignete Milch zu produzieren. Das Kalb wird in der Zwischenzeit mit entfetteter Milch aus der Flasche gesäugt. Das ethische Argument für eine vegane Ernährung lautet daher:


Um produktiv Milch zu gewinnen trennt man das Kalb von seiner Mutter. Eine Beziehung zur Mutter ist für das Kalb daher unmöglich, was aus ethischer Hinsicht nicht zu tolerieren ist, vor allem bei solch sozialen Tieren wie den Rindern.

 

Beispiel Henne: Das Leben der Hühner ist auch nicht viel besser. Als kleine, gelbe, flauschige Küken werden sie zu hunderten in einen Korb geschmissen und dann von Fachpersonal selektiert: Weibliche Küken in die Legebatterien, männliche in eine Art Hexler, wo sie zu Tiermehl verarbeitet werden.
Für die Henne beginnt dann der unendliche Kampf, ein Küken zur Welt zu bringen. Im Jahr brüten sie durchschnittlich 300 Eier, dann aber nur, wenn ihnen das Ei sofort weggenommen wird. Wenn dies nicht geschieht, wärmt sie das Ei und versucht, zu brüten, auch wenn sie nicht weiß, ob das Ei befruchtet ist. Auch hier zeigt die Überzucht ein Fehlverhalten: Die meisten Hennen besitzen den Trieb zur Brut nicht mehr oder nur noch teilweise, da man es ihnen ganz gezielt weggezüchtet hat. Auch bei diesem Beispiel gilt:


Um möglichst viele Eier zu produzieren trennt man das Ei von der Henne, die nicht die Chance bekommt, es auszubrüten. Man kann es fast als niemals endender Versuch einer Mutter, ein Kind zu bekommen, bezeichnen.
____________________________________________________________
 

Als Veganer bezeichnet man all jene, die aus diesen Gründen es ethisch nicht einsehen können, dass der Mensch den Tieren ihren Lebenswert beraubt. Sie verzichten vollkommen auf den Verzehr von allen möglichen Tierprodukten, wozu auch der Verzehr von Honig gehört. Kleidung spielt dabei auch eine große Rolle. Das Tragen von Leder oder Wolle ist bei Veganern nicht erlaubt.


Als Vegetarier hat man in unserer heutigen Konsumgesellschaft noch gute Chancen, seine Grundprinzipien zu vertreten. Schwieriger haben es die Veganer, die immer wieder energisch auf die Zutaten bei ihrer Nahrung achten müssen.


Aber letztendlich ist der Veganismus eine ethisch korrekte Einstellung gegenüber der Ausbeutung der Tiere. Auch wenn einige nach eigenen Angaben sagen, dass sie es nicht schaffen können, vegan zu leben, einen Versuch sollte jeder mal wagen.

 

Bild: pixelio.de
 

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Kommentare (11)
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Sortieren nach Aktualität:
05.05.2010
Maide hat geschrieben:
Klar, aber andere Meinungen sollte man trotzdem akzeptieren. Anstatt zu sagen: Ach, Veganer sind alle doof, kann man sagen: Veganer verdienen Respekt, da sie nicht auf Kosten anderer Tiere leben.
05.05.2010
Line hat geschrieben:
mit der wolle ist es wie wenn man zum frisour geht die fällt sonst auch so ab. was essen veganer dann? auch früchte entstehen nur durch tiere!
du übertreibst wirklich. ich bin nicht veganer und auch nicht vegetarier und ich stehe dazu!
05.05.2010
Line hat geschrieben:
also es ist überhaupt nicht gesund so zu leben. es können auch sehr viele krankheiten hervorgerufen werden, außer natürlich man nimmt zusätzlich noch tabletten und die müssen wieder getestet werden ob sie überhaupt verträglich sind. und das an wem wohl?
vegetarisch: ok(die stoffe kann man auch anderweitig mit natürlicher Nahrung zu sich nehmen), aber vegan: nein danke
17.03.2010
micah hat geschrieben:
soja kommt aber ursprünglich auch nicht aus afrika (wiege der menschheit), und wer weder soja noch fleisch zu sich nimmt, bekommt schwere mangelerkrankungen. was haben die ersten menschen also wohl gegessen? klar macht übermäßiger fleischkonsum krank. der mensch ist nicht zum reinen fleischesser gemacht. dass heute die meisten menschen viel zu viel fleisch essen, steht auch außer frage. ganz wie maide geschrieben hat, fleisch sollte man nicht als grundnahrungsmittel, sondern als luxusgut ansehen. deswegen fände ich es auch ok, wenn es noch deutlich teurer wäre als im moment. von dem zusätzlichen geld könnte man dann für eine vernünftige behandlung der tiere sorgen. aber du willst doch wohl nicht im ernst behaupten, dass Hühner in Freilandhaltung gequält werden??? mit der argumentation ist es auch unmöglich, dass menschen in regionen leben, in denen es im winter kälter als 5°C wird - schließlich kommen wir ja aus den steppen afrikas... mal ganz davon abgesehen, dass unsere heutigen hühner mit diesen urhühnern nicht mehr viel gemeinsam haben, und sich rein klimatisch im regenwald absolut nicht mehr wohlfühlen würden.
17.03.2010
Maide hat geschrieben:
@micah
Ich stimme dir dabei vollkommen zu! Es ist auch meiner Meinung nach nicht falsch, Fleisch zu essen. Das Problem liegt darin, dass wir Menschen 1. das Fleisch nicht würdigen und es eher als Produkt ansehen als ein einstiges Tier und 2. die Tiere komplett falsch behandeln. Anstatt ihnen ein schönes Leben zu gönnen, weil sie uns mit Fleisch beglücken, halten wir sie so, dass sie davon völlig traumatisiert werden.
Andererseits finde ich, dass, wenn man die Möglichkeit hat, ohne Fleisch zu leben, wo wie das beim Menschen ist, sollte man die Chance weitgehend ergreifen.
16.03.2010
micah hat geschrieben:
@schaf: die realistischere variante meines hofs besteht sowieso hauptsächlich aus hühnern um den eigenen bedarf an eiern zu decken, weil für hühner ja sogar ein ziemlich großer garten schon ausreicht (wenn man nicht zu viele hält). aber wenn ich genug land und know-how hätte, würde ich auch noch kühe für die milch dazunehmen und ja, ich würde meine tiere auch schlachten. ich bin (auch jetzt) keine vegetarierin und ich finde es ganz natürlich, tiere zu essen. fressen und gefressen werden, das ist die natur. raubtieren sprechen wir ja ihr recht auf leben auch nicht ab. sterben müssen wir alle mal, und einfach einschlafen tun die wenigsten menschen und tiere. ich finde das ok. nicht ok finde ich, wenn die tiere schon zu lebzeiten leiden müssen. und wenn eine weide groß genug ist, glaube ich nicht, dass die tiere darauf leiden.
13.03.2010
Maide hat geschrieben:
@Nemo
Bei Honig ist das so 'ne Sache.Die Bienen bauen Honigwaben, um dort die Eier der Königin reinzulegen. Außerdem essen die Bienen den Honig und leben auch dort. Wenn man also Honig isst, isst man die Heimat der Bienen. Veganer schätzen das Leben der Tiere sehr hoch ein, fast menschengleich. Und daher ist es ethisch nicht korrekt, dem Tier nach dem natürlichen Tod die Haut abzuziehen (Das würdest du ja auch nicht bei einem Menschen machen). Bei Wolle ist es dasselbe, es ist ein Tierprodukt und gehört auch dem Tier, wobei ich hier aber sagen muss, dass Schafe auch so gezüchtet worden sind, dass sie viel Wolle geben können, daher ist es für sie eigentlich nicht schlimm, geschorren zu werden.
Achja, und zu Leder: Rinder oder Schweine leben ziemlich lange und bis zu ihrem natürlichem Tod ist ihre Haut nicht mehr gut erhalten. Solches Leder wäre auf dem Markt nicht erwünscht.
13.03.2010
Maide hat geschrieben:
Genau! Die belegen ihr Brötchen schön mit Butter und Käse und wissen dabei gar nicht, wie viel (Tier-) Blut da eigentlich dran hängt!
13.03.2010
micah hat geschrieben:
mach ich^^

die meisten menschen denken leider gar nicht darüber nach, wo ihr essen eigentlich herkommt.
13.03.2010
Maide hat geschrieben:
@micah
Klar, es geht immer anders! Leider denken die meisten Menschen aber nicht so wie du und ich...
Das ist wirklich ein schöner Traum! Wenn du deinen Bauernhof hast, sag mir bescheid, dann kauf ich nur noch bei dir ein ;)
13.03.2010
micah hat geschrieben:
hmmm... also grundsätzlich stimme ich dir zu, dass der Verzehr von Tierprodukten, die aus solchen Verhältnissen stammen, unethisch ist. Aber es geht ja auch anders. Mein Traum ist es, später mal selbst einen kleinen Bauernhof zu besitzen, auf dem ich darauf achten kann, dass die Tiere vernünftig behandelt werden. Ich denke, in so einem Fall ist es definitiv ethisch vertretbar Tierprodukte (und Fleisch!) zu essen.
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