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Unser Brot, ein Klimakiller?


von Schmusetigerle
31.01.2011
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Brot. Es gehört einfach zu unserem heutigen Leben dazu. Wir essen es täglich und ob nun als Pausenbrot oder vollwertige Mahlzeit, es ist nicht mehr aus unserem Leben wegzudenken.

Doch ist es mittlerweile leider so, dass mit dieser wichtigen Ressource einfach viel zu verschwenderisch umgegangen wird. So produzieren Bäckereien 10- 20 Prozent mehr, als sie tatsächlich verkaufen. Doch was passiert mit den ganzen Mengen an überflüssigem Brot? Es kann doch nicht sein, dass diese wertvolle Ressource, in der nicht nur wichtige Zeit und der Arbeitsaufwand des Bäckers stecken, sondern auch Energie, einfach weggeschmissen wird?

 Bei der Herstellung von 1kg Brot werden 600 Gramm CO2 freigesetzt, das entspricht einer Autofahrt mit einem VW Polo von 4 Kilometern! Und das landet alles einfach im Müll oder wird als Schweinefutter verarbeitet?! So kommen jeden Tag Tonnenweise Brot auf den Müll und damit ungenützte Energie. Unverbraucht und vergessen verschimmelt sie da einfach.

Da frage ich mich, ob es für uns wirklich so wichtig ist in den Bäckereien eine übergroße Auswahl vorzufinden. Denn dies ist einer der Hauptgründe, weshalb die Bäckereien so viel produzieren. Es entsteht ein richtiger Konkurrenzkampf um uns Kunden. Wer die größte Vielfalt an Brot- und Brötchensorten anbieten kann gewinnt und macht am meisten Gewinn. Und natürlich wirken da leere Regale eher abstoßend. Doch bei diesem Konkurrenzkampf bleiben zwangsläufig viel zu viele Mengen an Brot über.

Doch was ist nun die Lösung? So kann es natürlich nicht weitergehen, das ist klar. Doch seien wir mal ehrlich, wir profitieren doch von dieser Auswahl und sind damit eigentlich ganz zufrieden. Sicher ist es nicht nötig volle Regale bis zum Abend zu sehen, weil das einfach total überflüssig ist. Doch würde auch eine Reduzierung der Auswahl keine absolute Abhilfe des Problems schaffen.

Eine sehr interessante Idee finde ich, das überflüssige Brot einfach wieder in den Energiekreislauf zurück zu geben, denn Brot brennt genauso gut wie Holz! In der Bäckerei von Roland Schüren werden die überflüssigen Brote geschreddert und dann in Biomassekesseln verheizt. So können viele Holzpellets gespart werden und das Brot erfüllt einen ganz neuen Zweck. Stellen wir uns vor in allen Bäckereien Deutschlands würde das Brot so verwendet werden, wie viel Energie wir sparen würden! Da könnten wir glatt ein ganzes Kernkraftwerk ausschalten! 

Natürlich gibt es noch andere Zwecke für die das Brot verwendet werden kann, wie beispielsweise die Belieferung von Tafeln und das Herstellen von Paniermehl. Doch kann damit nicht das ganze Brot verbraucht werden. So würden immer noch Mengen and Brot übrig bleiben. 

Meiner Meinung nach würde dieses Energiekonzept maßgeblich zur Problemlösung beitragen. Also warum nicht einfach mal probieren?

Quellen u. a. : http://www.daserste.de/wwiewissen/beitrag_dyn~uid,rf3kfy5pfwnfskpb~cm.asp

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Kommentare (7)
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30.05.2011
Puma hat geschrieben:
Das wusste ich alles gar nicht!!
02.02.2011
lolfs hat geschrieben:
Du nennst gute Denkansätze. Jedoch, wenn ich mal abends Brot einkaufen möchte, sind die Regale in der Regel leer.
01.02.2011
UnsereGeneration hat geschrieben:
Also ich finde es erst einmal erschrecken, wie viele Tonnen Brot jeden Tag auf dem Müll landen. Aber ich finde es auch gut, dass du in deinem Bericht erwähnst, dass wir ja von der Vielfalt als Kunde profitieren, weil wir mehr Auswahl haben.
Die Idee mit den Brot-Pallets finde ich eine der besten Lösungen.
Zuerst Güntiger verkaufen und an Tafeln senden, dann an die Tiere und den Rest verbrennen.

Klingt ganz gut.
Ich denke auch wie Peet, dass das Umdenken schwer sein wird.

Unsere Generation
01.02.2011
Emila hat geschrieben:
DAS Geht doch garn nicht??
01.02.2011
Peet hat geschrieben:
@Jutta: Das "älteres Brot" am Tag danach billiger verkauft wird, ist fast schon gängig und auch gut so! :) Was mir Sorgen bereitet sind die Billig-Bäcker - Backwerk etc. Vielleicht könnte man da noch etwas nachhaken? Gesund kann dieses Brot nicht wirklich sein, für den Preis. :/
01.02.2011
Jutta hat geschrieben:
Ich finde es persönlich auch wichtiger, das möglichst wenig Brot "weggeschmissen" wird, da kann die Auswahl für mich ruhig auch mal etwas dürftiger ausfallen.

Ich arbeite selbst in einer Biobäckerei, das übrige Brot wird am nächsten Tag zu einem reduzierten Preis verkauft- das finde ich sehr gut! Was dann noch übrig bleibt wird an einen Schweinehof (natürlich auch ein bio-Hof) weitergegeben. Ich freue mich immer wenn abends möglichst wenig Brot übrig ist- nicht nur weil ich dann wniger wegräumen muss, sondern weil es traurig ist, das gute Brot wegtun zu müssen.

Wenn jedoch zu weinig Auswahl da ist, ist das geschähtsschädigend! Und dann wechseln die Kunden zum "normalen" Bäcker schräg gegenüber- das wollen wir ja auch nicht....
01.02.2011
Peet hat geschrieben:
Im Land der Bäckerein wird das nur schwer sein die Leute zum Umdenken anzuregen...Bei über 600 verschiedenen Brotsorten ist Deutschland weltweit gesehen auf Platz 1!

Wäre wirklich mal interessant zu sehen, ob sich da etwas in naher Zukunft tut. Vielen Dank für den tollen Bericht - Weiter so! :)
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