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© WWF
Sündenfall im (Urlaubs-) Paradies, Teil 2


von ice
21.08.2009
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Hey, das ist jetzt, wie ihr wohl erraten habt, die Fortsetzung meines Artikels. Ich hoffe, er gefällt euch so, wie der erste. :) Zu diesem wollte ich noch sagen: Klar brauchen die Angler Köder zum Fischfang, aber müssen sie denn die kleinen Fische unbedingt in solchen Massen fangen? Das "verangeln" sie doch nie alles. Und müssen sie denn unbedingt im Meer angeln, obwohl das bekanntlich sowieso überfischt ist? Trotzdem muss ich gestehen, das ich mich mit dem Angeln nicht auskenne. Also, sorry an alle Angler, die sich jetzt denken: "Mann die hat ja überhaupt keine Ahnung!", oder die sich von dem Artikel angegriffen gefühlt haben. Aber ich will mich mit dem Angeln eigentlich gar nicht vertraut machen, schon gar nicht dem Angeln im Meer.

Wo das geklärt wäre, können wir ja zum nächsten Problem an diesem paradiesischen Ferienort kommen, das sich einem sowohl in den größeren Supermärkten (z. B. "Super U"), als auch auf den regelmäßig stattfindenden Märkten bietet. Und zwar an den Fischtheken oder -ständen. Wie schon oben gesagt finde ich, das schon der Fischfang im Meer allein eine Schweinerei (oder besser: "Menscherei") ist, vor allem wenn es um bedrohte Fischarten wie Thunfisch geht. Doch zu dem Problem, das wir die Fische durch gezielten Fang ausrotten, kommt ja auch noch das Problem mit dem ganzen Beifang, das der WWF aktiv zu reduzieren versucht. Darüber (auch über Zahlen und Statistiken) kann man sich gut auf der Internetseite des WWF Deutschland informieren.

Was mich aber an den Fischtheken am meisten schockiert, sind nicht etwa die Fische, sondern die zahlreichen Muscheln, Schnecken, Krebse und Hummer, die es dort immer frisch zu kaufen gibt. Denn was wären die Franzosen ohne ihre geliebten Meeresfrüchte? Und was wäre ein richtiger Urlaub in Frankreichs Küstenstädten ohne sie? Ich persönlich weiß nicht, was die Leute daran finden, denn das innere der Muscheln sieht, ehrlich gesagt, schonmal eklig aus. Gut, ich habe noch nie Meeresfrüchte probiert, also sollte ich wohl keine Vorurteile gegenüber dem Geschmack haben.

Doch ich sehe, wie die Muscheln (vornehmlich Miesmuscheln und Austern) von ihren natürlchen Standplätzen weggerissen werden, achtlos in Eimer mit Bergen ihrer Artgenossen geschmissen und später auf dem Markt oder im Laden angeboten werden. Direkt neben den Schnecken, für deren Verzehr ich noch weniger Vertändnis aufbringen kann. Sie werden genauso grob behandelt wie die Muscheln und viele sterben sicher schon jämmerlich auf dem langen Weg von ihrem "Fundort" zur Ladentheke. Gerade bei diesen  Tieren vergessen viele wohl völlig, dass auch sie Lebewesen sind, Tiere, die auch ein Recht auf ihr Leben haben. Ich finde es nicht fair, dass wir denken, wir könnten mit ihnen machen was wir wollen, nur weil sie klein und scheinbar unbedeutend für uns sind.

Die Hummer und Krebse werden in Reusen (Krebsfallen in Form von Kisten aus Netz unter Wasser) gelockt, aus denen es für sie, wenn sie erstmal darin sind, keinen Ausweg mehr gibt, da sie die Öffnung nicht mehr finden können. Wenn sie voll sind, werden die Reusen herausgezogen und die Krebse zusammengepfercht in Kisten auf dem Markt, oder in Glaskästen mit Wasser (der Begriff "Aquarium" wäre übertrieben) im Supermarkt lebend angeboten. In den Kisten ersticken sie langsam und qualvoll, wenn sie nicht früh gekauft werden.

Sollen diese ganzen Tiere dann zu Hause zubereitet werden, wirft man sie bei lebendigem Leib in einen Topf mit kochendem Wasser, in dem sie unter unerträglichen Schmerzen verbrüht werden. Viele glauben wohl auch, Weich- und Schalentiere hätten gar kein Schmerzempfinden, was natürlich völliger Schwachsinn ist, oder machen sich darüber überhaupt keine Gedanken.

All diese Qualen müssen die armen Dinger auf sich nehmen, damit irgendjemand ein leckeres französisches Essen mit Meeresfrüchten genießen kann. Doch muss das denn unbedingt sein? Wie können wir uns anmaßen, ein Tier so quälen zu dürfen, wenn wir es essen wollen? Obwohl ich Vegetarierin bin, bin ich grundsätzlich nicht dagegen, das jemand Fleisch oder Fisch isst, solange die Artenvielfalt dadurch nicht gefährdet wird und das Tier nicht eine Sekunde unnötig leiden musste. Leider ist bei dieser "Menscherei" mit dem Fisch- und Meeresfrüchteverkauf weder das eine, noch das andere der Fall.

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Kommentare (1)
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22.08.2009
Fred hat geschrieben:
Wow noch ein toller Artikel:)
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