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Schauplatz Deutschland: Zwischen Wildlachs und Aquakulturen


von MarcelB
28.02.2011
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Die Profitgier des Menschen hat ein neues Opfer gefunden, den Wildlachs. Durch Schleusen, Dämme, die Verschmutzung der Flüsse und Überfischung wurde der Lachs nun ans Existenzminimum gebracht.

Nun scheint die Lösung gefunden zu sein, Fischzucht zwischen Windparks am Bremerhaven. Das neue Zentrum für Aquakulturenforschung (ZAF) plant ein riesiges Projekt an einen anscheinend „idealen“ Ort. An einem hektar großem Windkraftpark im Nordseeraum soll eine Fischzuchtanlage gebaut werden. Diese soll die zunehmende Nahrungsmittelnachfrage stillen und gleichzeitig die Arten vor dem aussterben retten.
Nach dem Untergang der Hochseefischerei hatte die Stadt mit einem enormen finanziellen Verlust zu kämpfen, die Aquakulturen sollen nun dabei helfen, den letzten Ruin abzuwenden.

Auch Forscher haben sich eingeschaltet, sie untersuchen die Fische für Forschungszwecke. Geprüft werden sollen schwerpunktmäßig die besten Futtermethoden und mittel, der Schutz der Zuchtfische vor Krankheiten (ohne Einsatz von Medikamenten) und die Auswirkungen von Hochseezuchtanlagen auf die Umwelt.

Doch der Mythos, dass Zuchtlachs den Wildlachsbestand retten könne, ist längst aufgegeben. Aquafarmen sin deine immer stärker werdene Bedrohung, nicht nur weil die riesen Mengen an Kot die Fjorde verseucht, sondern weil viele Fische ausbrechen und in freie Wildbahn gelangen, was dann passiert ist völlig neu: Neue Fressfeinde, unkontrolliertes Populationswachstum, ja!, die Zuchtlachse töten sogar die Wildlachse, desweiteren können auch neue Krankheiten übertragen werden.

Der Unterschied zwischen Wild- und Zuchtlachs ist für den normalen Verbraucher kaum erkennbar, auch die Verpackungen sind häufig verwirrend.

In den letzten 20 Jahren hat sich die Produktion vom Lachs verfünzehntfacht auch die wachsende Weltbevölkerung trägt massiv zum Schaden der Lachse bei. Einst der König der Fische, heute der Knecht des Menschen. Wir müssen uns entscheiden, ist uns unser eigener Wohlstand, wie in Bremerhaven wichtiger oder wollen wir lieber eine über Aquakulturen gesteuerte Lebensmittelversorgung?

Quellen:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,746763-3,00.html

Berliner Morgenpost vom Sonnabend, 26. Februar 2011

Bilder:

http://blogs.taz.de/kochblog/files/2008/12/710_008_81821_kueche_1254_.jpg

http://www.n-tv.de/img/92/927265/O_1000_680_680_AP081015056922.jpg

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Kommentare (3)
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28.02.2011
MarcelB hat geschrieben:
Dat war ne krasse Formulierung am Ende...die würde ich nicht unterschreiben, noch haben wir die Möglichkeit jeden Fisch und auch andere Lebenwesen zu retten! Daran zu denken, iwann mal Tiere zurückzulassen, kommt für mich nicht in Frage...Das mit den gesperrten Bereichen ist auch so ne Sache, kann man sich weder praktisch vorstellen noch ethisch vertreten. Wir wollen ja auch nicht in einer Zelle eingesperrt leben wollen, nur um unsere Spezies zu schützen.
Menschen sind gefühllose Maschinen...dabei sind wir uns zumindest einig! :))
28.02.2011
MarcelB hat geschrieben:
@Stoffie: Schwierig...Fische schwimmen doch immer hin und her, man kann doch nicht sagen, ihr müsst jetzt da leben. Das wäre ein Leben in Gefangenschaft...tierquälend und nicht artgerecht...außerdem, überall wo freie Fische sind, sind auch Leute die sie jagen...

@Marco93: Ja, genau das ist es, man kann sich nicht einfach für eine Position entscheiden! Einerseits ist es sehr lobenswert, die Wildlachse retten zu wollen, müssen sie auch! Doch wie, ist die nächste Frage...Aquakultur wäre eine Möglichkeit die Art, wenn sonst nichts hilft zu "retten", doch für welchen Preis? Aquakulturen sind speziell für die Nahrungsmittelproduktion vorgesehen und nicht für den Artenschutz, verstehste? ;(
28.02.2011
Stoffie hat geschrieben:
hmm. iwie ist das ne totale zwickmühle... ich denke es wäre besser das mit so ner aquakultur sein zu lassen, denn wenn man teile des meeres zum kompletten schutzgebiet errichten würde, würde sich der fischbestand überall erholen.
danke für den bericht marcel! :)
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