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Quinoa - das ehemalige Korn der Inkas


von Mohnblume
14.06.2015
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Quinoafeld in BolivienDas "Gold der Inkas" sollte den meisten, insbesondere den Vegetariern und Veganern unter euch kein Fremdwort mehr sein. Das Pseudogetreide hat sowohl einen hohen Protein- als auch Mineral- und Vitamingehalt, weswegen es häufig Bestandteil pflanzlicher Speisen ist. Gesund, alternativ , hipster. Quinoa liegt zweifelsfrei im Trend und ist längst nicht mehr nur in Reformhäusern zu finden. Die Nachfrage der Industrieländer boomt. Die Vereinten Nationen kürten das Jahr 2013 zum "Jahr der Quinoa", welches seit Jahrtausenden in den Hochländern von Peru, Bolivien und Ecuador angebaut wird.

QuinoaDadurch entstand ein bedrohlicher Trend in der Heimat des Quinoa. Um der hohen Nachfrage gerecht zu werden, wich der aufwändige traditionelle Terrassenanbau vieler Kleinbauern den großen Plantagen großer Unternehmen. Die Schere zwischen Arm und Reich spaltet sich weiter, während Kleinbauern dem Konkurrenzkampf nicht standhalten können. Oftmals sehen die Kleinbauern keine andere Alternative als die Landflucht. Doch in der Stadt finden sie meist ein Leben im Slum.
Die riesigen Anbauflächen rufen natürlich auch die Problematik der Monokultur, wie Erosion, Artenverlust, Verdrängung der Mischkultur, salzhaltige Böden hervor.

Quinoa wird in seinen Ursprungsländern fast ausschlißlich nur noch für den Export produziert. Der Marktpreis ist um 86% gestiegen, weshalb sich die arme Bevölkerungsschicht das Powerkorn nicht mehr leisten kann. Durch Mangelernährung verursachte Krankheiten sind die Folge, was wiederum weitere Armut und Verelendung begünstigt.

Hipsterfood Quinoa

Jedoch bringt auch der probeweise Anbau in anderen Ländern seine Probleme mit sich. Große Schwankungen im Marktpreis, mit welchen Boliven, Peru und Ecuador nicht mithalten können, können entstehen. Außerdem wächst die sonst anspruchslose Planze nur auf Lamadung optimal.

Nach all den negativen Aspekten, darf natürlich nicht vergessen werden, dass Exporteure und Farmer von den Preisen profitieren und selbst einige einheimische Bauern sich dadurch eine Existenz aufbauen konnten.

Quinoaspeise

Nicht zuletzt wird die glutenfreie Andenhirse auch oft in Zusammenhang mit der Stillung des Welthungers gebracht.

Trotzdem sollte man auch mal im wahrsten Sinne des Wortes über den Tellerrand schauen!

DiagrammDiagrammDiagramm

Quellen:

http://www.theguardian.com/commentisfree/2013/jan/16/vegans-stomach-unpalatable-truth-quinoa

http://www.quetzal-leipzig.de/lateinamerika/bolivien/quinoa-kaufen-oder-nicht-kaufen-ist-das-die-richtige-frage-19093.html

http://www.dw.de/quinoa-preise-als-sozialer-sprengstoff/a-17496875

http://www.eco-world.de/scripts/basics/econews/basics.prg?a_no=27407

Titelbild: © Diversity International / CC BY-NC-ND 2.0 / https://flic.kr/p/baCbk4                                                                                                               

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Kommentare (10)
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18.06.2015
Taki hat geschrieben:
Hallo Lisa,

Gerne kannst Du mir die Beiden Quinoa Rezepte zusenden. Habe noch gar nicht gewußt das es auch Bratlinge draus zubereitet werden können. Vielen Dank im Voraus.
18.06.2015
Johannisbeere1502 hat geschrieben:
Danke für den Bericht, ich fand es sehr interessant. Das scheint echt immer so zu sein, wenn etwas im "Trend" liegt, da muss ich jan_muencher Recht geben.
18.06.2015
Lisa18 hat geschrieben:
Achso. Wenn du magst, ich könnte dir zwei Rezepte geben, einmal für einen Quinoasalat und für Quinoabratlinge.
17.06.2015
Taki hat geschrieben:
Nein Lisa mir ging es nur um Rezepte für und mit Quinoa. Die findet man sehr selten. Trotzdem Danke für den Hinweis.
17.06.2015
Lisa18 hat geschrieben:
@Taki Wenn du Rezepte aller Art suchst, findest du echt super Sachen bei chefkoch.de ;D
16.06.2015
Taki hat geschrieben:
JA es ist sehr schmackhaft. Ich esse es auch sehr gerne. Hat jemand noch ein paar Rezepte. Freue mich Rezepte zu erhalten. Danke
15.06.2015
Buchenblatt hat geschrieben:
Super Artikel! Wir essen auch oft Quinoa, allerdings immer aus dem Eine-Welt-Laden also "fairtrade". Trotzdem hätte ich nicht gedacht, dass Quinoa inzwischen auch in Monokulturen angebaut werden muss.
15.06.2015
Carina hat geschrieben:
Danke für den Bericht. Ich habe vor zwei Tagen das erste Mal Quinoa gegessen und war echt begeistert. Jetzt bekommt es natürlich einen bitteren Beigeschmack ...
15.06.2015
jan_muecher hat geschrieben:
Ich möchte mich auch für die Aufklärung bedanken. Leider ist dies viel zu häufig der Rattenschwanz vieler Trends und Hypes :/. Anscheinend greift wieder „Wär ich nicht arm, wärst du nicht reich."
14.06.2015
Lisa18 hat geschrieben:
Danke dir für die Aufklärung. Wie eigentlich bei allen Lebensmitteln bzw. den Produkten sollte man darauf achten, dass sie aus nachhaltigem Anbau stammen. Sprich Bio-Siegel, wie Demeter, Naturland und Bioland, sollten auf den gekauften Produkten stehen, wenn man all die negativen Aspekte, die du sehr gut geschildert hast, vermeiden möchte.
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