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Ostereier färben mit Beeren und Rüben


von Janine
17.04.2011
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Am kommenden Wochenende hoppelt der Osterhase wieder über die Wiesen. Ob er auch diesmal wieder bunte Eier im Gepäck hat? Und ob er sich wohl Gedanken über ihre Qualität macht? Wird er Bio-Eier verteilen? Und welche Farben hat er zum Verschönern der Eier ausgewählt?

Ich habe ein paar Tipps zusammen gesucht, um unser Osterfest ökologischer gestalten zu können.
Beim Kauf der Eier sollten wir natürlich auf das Bio-Siegel achten. Bio-Hühner bekommen ihr Futter in reiner Bio-Qualität und ganz ohne Gentechnik. Die Tiere dürfen regelmäßig an die frische Luft, picken, scharren und Nester bauen.

Für unsere Färbeaktion eignen sich weiße Eier besonders gut, da die Farbe an ihnen viel besser zur Geltung kommt. Dass weiße Eier von weißen und braune Eier von braunen Hühnern stammen, ist übrigens ein Irrglaube. Die Farbe der Ohrlappen bestimmt das Aussehen des Eis, nicht das Gefieder.

Zum Einfärben brauchen wir entweder ein Gefäß, das dreckig bleiben darf, oder einen Emailletopf, von dem sich die Farbe wieder löst. Edelstahltöpfe können die von uns verwendeten Farben verändern.

Um ein kräftiges Gelb zu erhalten, werden 10 Gramm gemahlene Curcumawurzeln mit 500 ml Wasser gemischt. Das Gebräu wird zehn Minuten lang auf dem Herd gelassen. Im Anschluss werden die Eier hineingegeben und zehn Minuten lang hartgekocht.

Eine helle bis grüne Gelbfärbung bekommen wir durch die Verwendung von Johanniskraut. Sechs Esslöffel werden in einen halben Liter Wasser gegeben. Auch dieses Gemisch wird zehn Minuten lang gekocht. Im Anschluss werden die Eier hinzugegeben. Nach erneuten zehn Minuten Färbezeit haben die Eier ihre neue Tönung angenommen.

Für ein schönes Lila werden 20 Gramm Heidelbeeren in einen Liter Wasser gegeben. Auch diese Mischung benötigt eine zehnminütige Kochzeit. Im Anschluss werden die Eier, wie auch bei den zuvor genannten Verfahren, im Sud gekocht.

Ein prächtiges Violett erhalten wir, indem wir drei bis vier rote Rüben (z.B. Rote Bete) schälen und 30-45 Minuten köcheln lassen. Danach wird der Sud abgegossen und mit einem Schuss Essig versetzt. Die Eier werden im Anschluss in der roten Flüssigkeit hartgekocht.

Auch grüne Eier sollen nicht zu kurz kommen. Wir brauchen 250 Gramm Spinat. Dieser wird in kaltem Wasser angesetzt und dann ebenfalls 30-45 Minuten lang gekocht. Nach Ablauf der Zeit wird die Spinatsuppe durch ein Sieb gefiltert und der Sud aufgefangen. Jetzt ist auch die letzte Farbe fertig "gemischt". Das Eier-Färbe-Verfahren funktioniert dann genauso wie bei den vorangegangenen Tönungen.

Wer keine Zeit zum Kochen hat, kann sich auch Farben auf pflanzlicher Ebene aus dem Internet bestellen. Hier zum Beispiel: www.memo.de oder www.grueneerde.com. Oder man besorgt sich welche beim nächsten Einkauf im Bioladen.

Wem einfarbige Eier zu langweilig sind, kann durch Muster oder auch Schriftzüge ein wenig Pep auf die Schale bringen.
Durch Zitronensaftkonzentrat lassen sich Flächen auf dem Ei imprägnieren. So kann sich die Farbe beim Kochen nicht festsetzen. Die vorbehandelten Stellen werden beim Färbevorgang also ausgespart. Der Zitronensaft kann zum Beispiel mit einem feinen Pinsel aufgetragen werden.

Auch Blattmuster sind ein richtiger Hingucker. Hierzu wird das rohe Ei zunächst gewaschen und gut abgetrocknet. Dann wird ein kleines Blatt oder auch eine kleine (flache/gepresste) Blume einseitig angefeuchtet, mit dieser Seite auf das Ei gebracht und gut angedrückt. Das Ei wird nun samt Blatt in einen Nylonstrumpf gebettet, der das Ei sanft aber fest umschließt. Am leichtesten funktioniert dies, wenn der Strumpf zugeknotet wird. Dadurch sitzt das Ei stabil in seinem Netz. Der Strumpf sollte glatt und straff am Ei liegen. Es muss darauf geachtet werden, dass das Blatt bei dem Vorgang nicht verrutscht. Am besten wird unsere Schablone beim Einpacken in den Strumpf mit einem Finger gut festgehalten.
Nachdem das Ei dann im Färbebad gekocht wurde, wird es an der Stelle mit dem Blatt geföhnt. Im Anschluss werden Strumpf und Schablone vorsichtig entfernt.

Wer seinen Eiern noch einen zusätzlichen Glanz verleihen möchte, der kann sie mit ein wenig Pflanzenöl polieren. Zum Beispiel Sonnenblumen- oder Olivenöl können dabei helfen.

Jetzt kann der Osterhase einiges von uns lernen! Und um unsere Aktion noch ein wenig ökologischer zu machen, können wir die Eier vor dem Kochen auch ausblasen und sie als Osterdekoration im nächsten Jahr wieder verwenden. Viel Spaß!


 

Quelle:
http://www.utopia.de/ratgeber/bunte-bioeier-faerben-umweltfreundliches-eierfaerben?p=2
Fotos:
Titel - Bettina Stolze / pixelio.de
Färben - Saskia Thomas / pixelio.de
Muster - bsg / pixelio.de
Nest - Jutta BSS / pixelio.de
 

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Kommentare (20)
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Sortieren nach Aktualität:
31.03.2013
girlofnature hat geschrieben:
Wow, toll! Dankeschön und frohe Ostern euch allen!
:-)
27.03.2013
Wasserjunge hat geschrieben:
Dankeschön für die Tipps! Echt tolle Ideen Eier so zu färbern! :)
09.04.2012
Nuramon hat geschrieben:
haha, wie traurig ist es das zwei post vorher erklärt wurde warum eier böse sind
06.04.2012
gelöschter User hat geschrieben:
Vielen, vielen Dank für die Tipps!
ich werd's gleich morgen ausprobieren (;
06.04.2012
Fini33 hat geschrieben:
cool. : ) probier ich aus.
05.04.2012
Veggieburger hat geschrieben:
Die Tipps sind wirklich hervorragend und viele habe ich in den letzten Jaren auch schon ausprobiert. Ich muss sagen die Farben selber herzustellen macht auch einfach mehr Spaß, als Chemiefarben zu kaufen!
05.04.2012
Jayfeather hat geschrieben:
das muss ich auch mal ausprobieren ;)
05.04.2012
gelöschter User hat geschrieben:
toller Beitrag, ab jetzt werde ich immer so meine Ostereier färben!
20.04.2011
Janine hat geschrieben:
Sorry, meine Tastatur gibt den Geist auf ;o)
20.04.2011
Janine hat geschrieben:
@Line: Du kannst ja die gekochten Sachen im anschluss noch essen, den Spinat zum Beispiel. schlag ihr dch einfach ein spinatessen vor und ein gleichzeitiges Eierfärben. Und zum nachtisch gibt's dann Rote Bete Salat :o)
20.04.2011
Line hat geschrieben:
das ist echt cool müssen wir dieses jahr unbedingt ausprobieren muss nur meine mum überreden
19.04.2011
gelöschter User hat geschrieben:
gelöscht
19.04.2011
Janine hat geschrieben:
@Oekojule und Cookie: Danke für euren Zwiebeltipp. Ich hätte gedacht, dass die Eier dadruch gelb werden.. ;o)
18.04.2011
Cookie hat geschrieben:
Also wenn man Zwiebelschalen nimmt sehn die Eier so aus wie das auf dem Beispielbild zu den Blattmustern, also eher so ein rötliches braun, wesentlich dunkler als die im Voraus braunen Eier.
18.04.2011
Oekojule hat geschrieben:
Entschuldigung - das hatte Cookie ja schon erwähnt!
18.04.2011
Oekojule hat geschrieben:
Schade, dass meine Ma schon das Chemie-Zeugs gekauft hat, bevor ich eingreifen konnte... Aber echt klasse Bericht! Eine braune Farbe kann man im Übrigen auch mit Zwiebelschalen erzeugen. Aber braune Eier gibts ja schon von Natur aus. ;)
18.04.2011
Stoffie hat geschrieben:
wow coole sache! danke für die ideen janine!
17.04.2011
Cookie hat geschrieben:
Das mit den Blumen und den Nylonstrümpfen kenn ich, das machen meine Oma, meine Tante, meine Schwester und ich jedes Jahr, zum Färben nehmen wir allerdings Zwiebelschalen. Das macht echt Spaß und sieht toll aus! Und dank dir weiß ich jetz auch, wie wir ganz ökologisch Eier in noch mehr Farben bekommen können! :) Danke, toller Bericht!
17.04.2011
Gluehwuermchen hat geschrieben:
Super tolle Tipps :-) Kommt in die Sammlung ;-)
17.04.2011
Carphunter hat geschrieben:
hey, echt ein super klasse bericht!
ich versuche, ob sich meine eltern dazu überreden lassen
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