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© WWF
Leben ohne Geld, Containern, Foodsharing und CO


von UnsereGeneration
27.03.2013
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Wie der Titel schon sagt, soll es in meinem heutigen Bericht um ein Thema gehen, das mir erst seit einigen Tagen Kopfzerbrechen beschert.

Ich sah folgenden Beitrag auf youtube, den ich sehr ineressant fand

 

Es geht hierbei darum, dass das Ehepaar im Geld- beziehungsweise im Konsumstreik leben.

Was bedeutet das?

Es geht darum, dass Raphael Fellmer, seine Frau Nieves und seine Tochter Alma komplett auf Geld in ihrem Leben verzichten.

Wie geht das?

Die drei leben gut. Sie haben ein Dach über dem Kopf, haben genug zu essen, leben vegan und ausgewogen, sind den Tag über beschäftigt und das ganz ohne Geld zu verdienen, also ohne zu arbeiten, oder Geld auszugeben.

Raphael Fellmer hält Vorträge an Unis und Schulen, in Vereinen, Supermärkten oder Unternehmen, die es interessant finden sich im Bereich "Bewusstwerdung" weiter zu bilden.

Das alles macht er ohne etwas zu verdienen. Denn sein Traum ist es, dass die Menschen irgendwann nicht mehr mit Geld handeln, sondern das jeder das gibt, was er geben kann.

Raphael sagt, dass es in unsere heutigen Gesellschaft nciht mehr um den Menschen an sich geht. EIn Zitat von ihm: " Ich gehe zum Bäcker, um fürs Brot zu bezaheln, ich gehe zur Prostituierten, um für Sex zu bezahlen". Seiner Meinung nach steht dabei der Mensch, um den es eigentlich dabei geht im Hintergrund. Ich gehe, bezahle, bekomme und verlasse den Ort, ohne mich mit dem Menschen beschäftigt zu haben.

So hofft er, dass es irgendwann nich mehr nötig sein wird zu bezahlen, da jeder das gibt, was er geben kann. Kann einer nichts geben, wird er trotzdem nicht hängen gelassen, sondern mit gezogen, solange bis er wieder slebst etwas geben kann. So braucht auch niemand Angst zu haben, im Alter allein zu sein.

Der Familie geht es auch darum sich dem Konsum in unsere heutigen Zeit bewusst zu sein, der Überproduktion, der verschwenderischen Lebensform und der Art, wie wir heute leben.

Die Familie lebt nur von Containerten oder gespendeten Lebensmitteln. Was sie nicht brauchen wird weiter gegeben, oder auf foodsharing.de ins Netz gestellt. :

foodsharing.de/

Hierbei handelt es sich um eine Plattform auf der jeder, Lebensmitel, die er nciht aufbrauchen kann, die er nicht braucht, die er kurz vor dem Urlaub noch loswerden möchte oder die er einfach in zu großer Menge selbst hergestellt hat, tauschen kann, oder weitergeben kann.

Es ist mitlerweile zu einer regen Lebensmitteltauschplattform geworden.

Beim oben schon erwähnten Containern handelt es sich um eine Form der Lebensmitelbeschaffung. Ein paar Links dazu habe ich euch hier zusammengestellt.

www.wastecooking.com/

www.containern.de/

www.wasteleaks.org

Containern ist unter jungen Leuten und vor allem bei alternativ lebenden Menschen, aber auch bei vielen Studenten mittlerweile bekannt.

Dabei geht es darum bei Einkaufsketten oder Märkten die Lebensmittel aus den Mülltonnen zu holen, die noch verwertbar sind und somit der Überkonsumation von Lebensmitteln undd er Wegwerfgesellschaft entgegen zu wirken. Raphael aus dem Film, muss dies gar nicht mehr an der Mülltonne selbst machen, sonder hat eine Kooperation mit einem Biosupermarkt, der ihm die Lebensmittel, die am Tagesende übrig sind, zukommen lässt.

Raphael lebt konsequent gegen den Konsum. Er benutzt nur Fahrrad oder Mitfahrgelegenheiten. Über couchsurfing, eine Plattform über die man überall in der Welt umsonst bei Menschen übernachten kann, sucht er sich Schlafplätze, wenn er Vorträge in fremden Städten hält.

www.couchsurfing.com/

www.mitfahrgelegenheit.de/

Im Internet handelt er sogar auf Plattformen wie ebay andere Tauschmittel aus, um nicht mit Geld zahlen zu müssen. Für eine Waschmaschine putzt er Fenster, für den Fahrradanhänger, in dem er die Lebensmittel transportiert streicht er einen Nachmittag lang ein Badezimmer.

Er gibt von dem was er hat und nicht braucht alles an andere weiter.

So lebt er recht gut, vegan, fast ohne Co2-Emissionen, Ressorcen sparend und meiner Meinung nach sehr vorbildlich.

Weitere interessante Links, die ich euch nicht vorenthalten möchte und die viel in diesem Bereich weiter informieren:

Autarkes Leben:

Lebenskonzept Verzicht:

Selbstversorgerleben

experimentselbstversorgung.net/

Informationsplattformen:

www.utopia.de/

www.lilligreen.de/

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Kommentare (7)
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29.03.2013
UnsereGeneration hat geschrieben:
Danke für das Feedback..
Auf jeden Fall eine Lebensphilosphie, von der man sich in einigen Bereichen etwas abschneiden kann.
29.03.2013
clarafara hat geschrieben:
ich muss sagen anfangs war ich sehr skeptisch, aber es ist wirklich sehr beeindruckend, wie diese leute aus der ersten doku es schaffen, komplett auf geld zu verzichten! respekt!
28.03.2013
Saskia74 hat geschrieben:
Ich finde das Thema sehr interessant. Ich gebe diesen Leuten meinen Respekt.
Und der Bericht ist gut geschrieben. Weiter so:)
28.03.2013
Nick97 hat geschrieben:
Wäre für mich nix aber trotzdem versuche ich meine CO2 Bilanz möglichst klein zu halten. immerhin jemand der leute zum nachdenken anregt
28.03.2013
UnsereGeneration hat geschrieben:
Danke für die beiden sehr interssanten Beiträge und ich teile bei beiden einen Teil der Meinungen.

@Jonpackroff: Ich finde auch, dass Geld an sich nicht schlimm ist, aber wie Glühwürmchen schon richtig geschrieben hat ist es heute zu einer Art Lebenseinstellung bei vielen Menschen geworden.
Wie ich es bei Herr Fellmer heraus gehört habe, geht es ihm in erster Linie eher um den, wie er es nennt "Weltfrieden", das heißt, dass die Menschen wieder mehr miteinander in Kontakt kommen und sich eben nciht nur über das Geld identifizieren.

Geld ist eigentlich ein Tauschmittel, einfach bedrucktes Papier oder nicht einmal das, sondern nur eine Zahl auf einem Computerbildschirm. Ich finde die Idee des Tauschens durch Geld super, denn dann erhält alles einen Wert, der mit anderen Werten verglichen werden kann.
Was mir jedoch heut zu Tage immer auffällt ist, das diesem Stück Papier oder der Zahl auf dem Bildschirm zu viel Wert an sich zugesprochen wird. Es sollte nur Wert haben, wenn ich etwas dafür bekommen. Aber außerhalb des Supermarktes sollte es keine so wichige Rolle spielen.

Und ich teile ebenfalls deine Meinung,, dass er auf Kosten anderer lebt. Ich meine, er wäre sonst auch im Supermarkt einkaufen gegangen und dann wäre das, was er jetzt als Reste bekommt, gar nciht im Müll gelandet, weil er es gekauft hätte. Also läuft da irgendwas schief.
Aber das ist die Kritik bei Containern allgemein. Ich denke, dass es den meisen "Mülltauchern" eher darum geht gegen die Überproduktion an zu gehen. Wenn diese irgendwann eingestellt ist, würden sie auch geren wieder einkaufen gehen.
Aber das sie auf Kosten anderer leben, da gebe ich dir Recht.
28.03.2013
Gluehwuermchen hat geschrieben:
Sehr spannend, danke für den Bericht!
Solche Menschen bewundere ich immer sehr, weil sie nicht nur jammern, sondern vorleben, dass es geht, wenn man will.

In meinen Augen ist Geld kein reines Tauschmittel mehr. Es hat sich quasi verselbstsändigt, existiert größtenteils nur noch auf dem Papier und in einer Zeit, in der jeder Staatsbürger von Geburt an verschuldet ist, sollte man sich echt fragen, wohin das noch gehen soll und was man eigentlich anders machen könnte.
In einer weiter emtwickelten Gesellschaft ist ein Leben ohne Geld für mich gut vorstellbar, aber in unserer jetztigen Situation wäre es eine Katastrophe, wenn man es abschafft von heute auf morgen.
Die Menschen denken total mit diesem Geldsystem und wären ohne vermutlich aufgeschmissen.

Geld an sich ist nicht "schlecht", auch wenn viele es verteufeln. Aber wie gesagt: Geld ist zu einer Lebenseinstellung geworden, zu einem Hauptproblem, zu einem Teufelskreis...

In erster Linie geht es nicht darum, womit der Mensch handelt, sondern wie er denkt und was er vom Leben erwartet.
Die einen haben ein Leben lang das Geld im Fokus ihrer Sorge und andere begreifen, dass der Sinn des Lebens nichts mit dem Abrackern für Scheinchen zu tun hat...
27.03.2013
Jonpackroff hat geschrieben:
Sehr interessantes Thema und guter Diskussionsanstoß!
Vorbildlich finde ich an diesem Leben allein den ökologischen Aspekt. Es ist wirklich sehr löblich, dass Herr Fellmer CO²-Neutral lebt, keine Frage! Über alles andere lässt sich aber streiten.

Ein Leben ohne Geld. Warum? Weil jeder freiwillig geben sollte, was er geben kann. Der Ansatz klingt natürlich gut, aber mal ganz davon abgesehen, dass so ein System praktisch nicht umsetzbar ist, ist sein Weg zu diesem Ziel auch völlig falsch! Wenn er tatsächlich so lebt, wie es in dem Artikel beschrieben ist, lebt er auf Kosten anderer.

Einerseits ganz direkt: Er lebt von gespendeten Lebensmitteln, also von solchen, die andere gekauft oder angebaut, auf jeden Fall aber durch Arbeit verdient haben.
Und andererseits indirekt: Er lebt von den Lebensmitteln, die ein Supermarkt sonst wegwerfen würde, das ist wirklich gut und nicht kritisierbar! Aber wenn ich den Bericht richtig verstanden habe, zahlt er dafür nicht, warum auch, könnte man meinen, es wär ja sowieso im Müll gelandet. Aber dabei wird ein Aspekt übersehen: Andere, die nicht wie er aufs Geld verzichten, hätten für die selben Lebensmittel eine Gegenleistung erbringen müssen, wenn sie sie kaufen würden. Er muss das nicht. Das halte ich für ungerecht!

Nochmal zurück zum Thema "Eine Gesellschaft ohne Geld": Geld ist ein Tauschmittel. Es wurde eingeführt, um das Leben aller zu vereinfachen, weil man so das, was man hat, gegen Geld tauschen und dieses Geld dann gegen alles tauschen kann, was man will. So muss man nicht mehr jemanden finden, der genau das braucht, was man selbst hat und genau das hat, was man selbst braucht, was ja unglaublich schwierig ist. Geld ist eine unglaublich geniale Errungenschaft der Menschheit!
Diese nützliche Errungenschaft wieder abzuschaffen und wieder zu tauschen macht überhaupt keinen Sinn, denn für die Ungerechtigkeit in der Welt, für die sozialen Unterschiede und auch dafür, dass sich angeblich niemand mehr mit anderen Menschen beschäftigt kann das Geld wenig, genauer gesagt: Nichts! Diese Probleme kamen nicht mit der Einführung des Geldes und verschwinden auch nicht mit dessen Abschaffung. Diese Probleme sind Menschengemacht, sie haben ihren Ursprung in der Gier einzelner oder vieler Menschen. Der Glaube, diese würde aus den Menschen verschwinden, wenn das Geld aus ihren Taschen verschwindet, ist schier Unsinn!
Der Weg zurück zum Tauschhandel bringt also nichts, außer eine unglaubliche Verkomplizierung des Lebens.

Da braucht es schon eine ideologische Idee. (Ob diese dann aber Umsetzbar ist, daruf möchte ich wie gesagt nicht weiter eingehen). Diese hat Herr Fellmer zwar aber sein Umsetzungsversuch führt meiner Meinung nach in die falsche Richtung!
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