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Fünf Gründe um vegetarisch/vegan zu leben!


von Meatala
04.06.2011
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Hi, ich bin's mal wieder.
Letztes Mal habe ich euch ja ein wenig über den Tierschutz und auch Vegetarismus erzählt. Und dann dachte ich mir, wieso nicht mal was für euch wirklich Nützliches dafür schreiben? Deswegen möchte ich euch heute ein paar Dinge zum Vegetarismus und auch zum Veganismus erzählen, damit ihr ein paar Hintergrundfakts für euren neuen Lebenswandel habt. Denn die Leute werden kommen und Fragen stellen.

Erstmal meine fünf Gründe, wieso man Vegetarisch oder Vegan leben sollte:

Platz 1: Tiere leiden.
Nicht nur unter der Schlachtung, das Leid geht schon viel früher los. Bereits in Käfigen zur Welt gekommen, sehen die meisten Masttiere ihre Eltern nie im Leben. Zu Dutzenden werden sie in winzigen kleinen Käfigen gehalten und können froh sein, wenn sie mal das Licht sehen. Sie werden mit Hormonen und Spezialfutter gefüttert, damit sie schnell zunehmen und fett werden. Besonders für Chicken Wings schlachtet man die Küken meist sofort; die männlichen Küken werden geschreddert, vergast oder erstickt, die Weiblichen landen als Legehennen in engen Käfigen und müssen von da an Eier produzieren, bis sie sterben und zu Hundefutter oder solchen Dingen verarbeitet werden können!
Aber auch für den reinen Konsum von tierischen Gütern müssen Tiere leiden – nicht nur als Versuchskaninchen für irgendwelche chemischen Mittel oder Kosmetika. Milchkühe werden geschwängert, damit sie weiterhin Milch geben. Wenn das Kalb auf der Welt ist, darf es kurz saugen und wird seiner Mutter dann weggenommen, damit sie weiterhin als Milchkuh nutzbar ist. Die weiblichen Kühe werden per Hand aufgezogen und enden dann irgendwann wie ihre Mütter. Bullen werden verkauft oder geschlachtet.

Platz 2: Fleischkonsum macht Dick!
Es ist Tatsache, dass die Menschen aus den Industrieländern immer dicker werden. Ebenso ist es Fakt, dass der Fleischkonsum dabei stetig zunimmt. Es mag sein, dass eine gewisse Menge Fleisch für unseren Körper ein wichtiger Eiweißlieferant ist, aber die meisten Leute übertreiben es. Dort kommt Fleisch zu jeder Mahlzeit auf den Teller und je fettiger desto besser. Besonders jetzt im Sommer startet die Grillsession und es wird meist mehr gegessen, als der Magen wirklich haben möchte. Fakt ist, dass ein Stück Tofu oder andere, teilweise echt gut schmeckende, Alternativen den selben Zweck erfüllen und sogar weniger Kalorien haben als ein Schnitzel.

Platz 3: Tierische Produkte kosten Natur
Es ist doch an sich ganz einfach: Zum Beispiel eine Kuh bekommt ein Kalb, das möchte Milch haben. Damit die Kuh Milch geben kann, muss sie Futter bekommen – im besten Fall Gras. Außerdem brauchen Sie und ihr Kind Platz, also muss es eine Koppel geben. Damit man diesen Platz hat, werden Wälder gerodet. Nicht nur der tropische Regenwald muss weichen, damit die Farmer ihre immer größer werdenden Herden vorwärts treiben können, auch direkt vor deiner Haustür passiert das. Wo du heute ewig weite Felder siehst und Koppeln, hat sich vielleicht einmal ein Wald befunden.
Es gibt ländliche Gegenden, die sich ein großartiges Konzept ausgedacht haben und auf jeder verbrauchten Wiese wieder Bäume gepflanzt haben. Sie fällten drei Bäume für eine neue Koppel und pflanzen dafür irgendwo drei neue Bäume. Noch hat sich dieses Konzept aber so gut wie nirgendwo durchgesetzt. Es wäre doch aber so einfach.

Platz 4: Man weiß nicht, wo das Fleisch herkommt.
Kannst du mir sagen, wo deine Wurst für das Frühstück herkommt? Oder das Schnitzel auf dem Mittagsteller? Aus dem Supermarkt? Was für eine Antwort. Erschreckend, aber wahr. Wir wissen niemals ganz genau, wo unser Fleisch herkommt. Wir lassen uns dadurch beruhigen, dass eine deutsche Firma als Hersteller draufsteht. Leider sieht es oft so aus, dass auch in deutschen Firmen Tiere geschlachtet werden, die ewig lange Transporte hinter sich haben. Sie stehen auf zwei Etagen, teilweise sogar stundenlang ohne irgendetwas in glühender Hitze. (Wir haben einen Schweinebauern direkt ums Eck und der Transporter für die Schlachtschweine steht manchmal im Hochsommer, bei hitzigen dreißig Grad, stundenlang irgendwo im Knick – voll mit Schweinen!) Sie werden dreckig durch die Tiere im oberen Stockwerk, haben nichts zu trinken und zu essen, können sich teilweise nicht einmal hinlegen. Viele der Tiere sterben bereits auf dem Transport – und es ist nicht einmal illegal!
Aber nicht nur das sollte uns an unserem Fleisch verunsichern, wer sagt uns, dass es nicht irgendein im Labor gezüchtetes Superfleisch ist? Wer weiß, ob die Wurst auf deinem Brot nicht von einer dreiköpfigen grün gefleckten Kuh stammte? Oder das die Milch, die du trinkst, nicht von genmanipulierten Ratten stammte? Es wäre nicht das erste Mal, dass irgendwo Bio draufsteht und nicht Bio drin ist.

Platz 5: Weil tierische Produkte viele Tiere töten
Klingt im ersten Moment echt doof, oder? Aber die Wahrheit ist, dass dein Schnitzel mehr als nur ein totes Schwein ist. Das Schwein muss, egal wie es gehalten wird, fressen. Dafür benötigt man Felder und dafür wird der Lebensraum von Igeln, Falken, Wühlmäusen und tausend anderen Tieren erneut dezimiert. Ob nun hier in Deutschland oder anderswo auf der Erde. Dann wird das dort wachsende Futter meist mit Pestiziden behandelt, selten kommt Naturdünger zum Einsatz. Das führt wiederum ein Absterben von Insekten, teilweise sogar nützlichen wie Bienen oder schönen wie Schmetterlingen, herbei. Für den Platz, den man für neue Fabriken, Straßen und Schlachthöfe brauch, sterben auch wieder Tiere. Alle ihre Leben sind an deinem Schnitzel beteidigt und du denkst wahrscheinlich nicht einmal darüber nach.
Auch Fisch kostet mehr Leben, als man sich wohl manchmal bewusst ist. Wir kennen Fisch im besten Fall als Stäbchen in der Pfanne oder in unserem Aquarium. Allerdings wurde dieser Fisch selten gezüchtet, sondern gefangen – mit einem Schleppnetz. Das ist ein Netz, dass man auswirft und dann mit zwei Zugbooten durch ein bestimmtes Gebiet zieht. Sicher ist dir bekannt, dass sich dabei auch mal Tiere wie Delfine im Netz verfangen und ertrinken; da Delfine Säugetiere sind und Luft zum Atmen brauchen. Aber auch andere bedrohte Tierarten können in diesen Netzen landen und werden dann teilweise nicht einmal aussortiert. Rotbarsche; vielleicht auch mal ein Hai. Woher weißt du, dass in deinen Fischstäbchen wirklich nur ein Hering ist und nicht vielleicht noch ein wenig Tintenfisch oder Dorsch? Ein Comedian erzählte mal folgenden Witz: „Ich war im Supermarkt und griff mir eine Dose Thunfisch. Bewusst wie ich bin, dreh ich das Ding um und lese mir die Inhaltsstoffe durch. Und was seh ich da? Dort steht in großen breiten Lettern – Garantiert ohne Delfin!“  

Vielleicht kein Meisterwerk, aber ein Anfang. Ihr habt noch Gründe? Meldet euch!

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Kommentare (10)
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07.06.2011
ChrisOr hat geschrieben:
Also bei aller Liebe zu den Tieren und das ich gerne etwas für Bedrohte Tierarten tue die wirklich einen Sinnlosen Tod sterben (Für ihr Fell oder irgendwelche Exotische wundermedizin etc) aber auf Fleisch als Nahrungsmittel könnte ich wirklich nicht verzichten.

@PaperWing Zum Wasser würde ich aber auchnoch gern was sagen. Solange wir das Wasser net ins All schießen geht es nicht verloren. Es ist ein Kreislauf und ein direktes "Ausgehen" wird es nicht geben. Durch Klimaveränderungen wird es sich jedoch in seinem vorhandensein verlagern, aber nicht wie es dein Beispiel rüberkommt "verschwinden".

Und zum Vegetarismus an sich sollte man sich auch vor Augen führen das es warscheinlich garnicht mögliche Wäre die gesamte Weltbevölkerkung ausschließlich Vegetarisch zu ernähren. Die Anbaufläche die davor benötigt werden würde, würde ebenfalls stark auf Kosten der Natur gehen um Anbauflächen zu schaffen. Noch dazu kommt das gemüse zwar sicher mehr Vitamine enthält aber weniger "Energie" die Leute würden nochmehr Gemüse essen müssen um ihre "reserven aufzufüllen". Schlussendlich ist das Problem die große Weltbevölkerung. Schlussendlich wirds auf die Kosten der Natur gehen, wir müssen uns nur entscheiden in wieweit es auf welchen Teil geht. Ob nun Massentierhaltung zur Produktion von Fleisch oder das zerstören von Naturgebieten zum Anbau von Pflanzlicher Nahrung. Beides kann leider nicht so erhalten bleiben wie man es sich wünschen würde.
07.06.2011
gelöschter User hat geschrieben:
gelöscht
07.06.2011
gelöschter User hat geschrieben:
gelöscht
07.06.2011
PaperWing hat geschrieben:
Ein wichtiger Grund ist der Wasserbrauch, der durch Massentierhaltung entsteht. Politologen gehen davon aus, dass der 3te Weltkrieg um Wasser geführt wird, da es die wohl wichtigste Ressource ist. Schlicht und ergreifend, weil wir nicht einen Tag ohne das durchsichtige Gold auskommen. Ein Rind verbaucht beispielsweise 16.000 Liter Wasser, rechnet euch das mal aus, wenn wir ca. 5 Milliarden Fleischkonsumenten auf der Erde haben, die Rind essen. Da kommt für eine Generation ganz schön viel zusammen.

Ein anderer wichtiger Punkt: Ein Fleischkonsument tötet in seinem Leben rund 1600 Tiere (da sind Meerestiere noch nicht eingerechnet) stellt man sein eigenes Leben wirklich darüber? Falls ja, finde ich das ziemlich arrogant
05.06.2011
MJ1499 hat geschrieben:
Also ich würde den zweiten Grund nicht so weit oben nehmen...das kommt ja wirklich nur wenn man übertreibt, und das ist bei allen Sachen so: Wenn man übertreibt wird es ungesund, egal ob wir beim Fleisch oder bei iwas anderem sind...sonst aber gute Gründe, auch wenn ich kein Vegetarier bin(und nein, ich werde auch nicht auf Grund dieses Artikels einer^^)
05.06.2011
Immy hat geschrieben:
Ich bin auch Vegetarierin, aber Veganerin find ich ein bisschen übertrieben, da es für Tiere ganz natürlich ist wenn sie z.b. Eier legen oder Milch geben. Ein schlechtes Gewissen hab ich zwar schon wenn ich weiß wie die Tiere behandelt werden, aber ohne das wäre einfach zu ungesund.
Ich wohn zwischen zwei Bauernhöfen und höre jedes Mal wie die Schweine ganz kaut Quieken oder die Kühe ganz laut Muhen, da würd ich mich am liebsten jedes Mal vor diesen LKW stellen und die Tiere befreien.
Die Fragen sind soo nervig, mich Fragen andauernd Leute "Warum bist du Vegetarierin?", dann frag ich einfach "Warum isst du Fleisch?". Dann kommt irgendwie immer "Weil's schmeckt", "Weil es ohne ungesund wäre", "Weil ich ohne nich könnte" und so weiter. Dabei haben die meisten scih noch nicht mal klar gemacht wie brutal die Tiere geschlachtet werden. Die denken ja auch teilweise das Tiere nur zum essen da sin, aber das ist pure dummheit. Ich bin froh Vegetarierin zu sein! :)
05.06.2011
LeniS hat geschrieben:
Das Bericht ist super :) Ich wünschte, es würden sich mal mehr Leute darüber Gedanken machen, was sie essen. Gerade versuche ich auch, "veganer" zu leben, mit möglichst wenig Milchprodukten, keinen Eiern..aber bei Honig zum Beispiel fällt es mir noch schwer. Aber allen, die Rezepte suchen, kann ich diese Seite empfehlen: http://veganpassion.blogspot.com/
Da sind ganz, ganz leckere Sachen dabei ;)
04.06.2011
Fee hat geschrieben:
Guter Bericht und super Argumente. ;o)
Leider versteht das nicht immer jeder und meint, Tiere seien dazu da sie so zu halten und dann zu schlachten.
(was ich gar nicht verstehen kann!)

Inzwischen bin ich auch teilzeit-vegan geworden. :)
Ich versuche in der Woche ganz wenig tierisches zu essen. Fleisch sowieso. Eier kommen nicht mehr in Frage und ansonsten versuche ich auch Käse nicht mehr so oft zu essen. :)
(dabei ist mir aufgefallen, dass es genug Rezepte gibt, die vegan und sehr lecker sind! :D die kannte ich vorher gar nicht)
04.06.2011
Carphunter hat geschrieben:
Klasse Bericht!
Sehr gute Gründe, um seine Ernährung um zu stellen! Ich bin Vegetarier, schon seit längerem und bin jetzt dabei, meine Ernährung auf Vegan um zu stellen.... stück für stück, es ist so einfach und echt lecker!
04.06.2011
Killari hat geschrieben:
Ein guter Artikel mit wichtigen Argumenten. Wenn man - wie ich - nicht ganz auf Fleisch verzichten will, sollten sie einen doch zumindest dazu bringen, Fleisch bewusst zu konsumieren. Geringere Mengen davon essen und zu Biofleisch übergehen. Biosupermärkte verkaufen so ziemlich alles, was es in anderen Supermärkten gibt, nur eben aus artgerechter Haltung. Oder aber, wenn man auf dem Land wohnt, direkt beim Bauern einkaufen.
Und ach ja, Fleisch an sich macht nicht dick. Wie bei allem anderen Essen auch kommt es auf die Menge an. Leider herrscht aber tatsächlich bei vielen Menschen die "Viel schmeckt besser"-Mentalität vor.
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