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© WWF
Frohe Weihnachten - auch für Aale!


von Marcel
17.12.2009
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Der Mensch ist was er isst, sagt man. Fisch ist gesund, keine Frage, aber deshalb muss er ja nicht gänzlich weggegessen werden. Aal ist vom Aussterben bedroht. Wer will dafür verantwortlich sein, den letzten seiner Art gegessen zu haben? Also: Finger weg vom Aal.

Aal ist einer der größten Wanderer im Tierreich. Er lebt die meiste Zeit seines Lebens im Süßwasser und schwimmt nur zur Fortpflanzung ins offene Meer, in die Sargassosee. Eine etwa 5.000 Kilometer lange Reise. Wird der Aal nicht geschützt ist es aus mit der Wanderung.

Aale auf dem deutschen Markt kommen sowohl aus der Aquakultur als auch aus Wildfang. Die Aalzucht (Aalmast) ist abhängig vom Fang junger Aale, der sogenannten Glasaale, da Aal sich bisher in Gefangenschaft nicht erfolgreich züchten ließ. Glasaale werden gefangen, bevor sie die Flüsse stromaufwärts schwimmen, und dann weiter gemästet. Der Bestand der Glasaale ist in den vergangenen 20 Jahren dramatisch geschrumpft, Aal wird auf der Roten Liste der Naturschutzunion IUCN als vom Aussterben bedroht eingestuft.

Der Betrieb der Zuchtanlagen verbraucht viel Energie, u.a. für die Wassererwärmung. Durch den Einsatz von effizienten Rezirkulationssystemen werden Wasserverbrauch und Verschmutzung minimiert. Diese Technologie hat den Wandel von extensiver zu intensiver Zucht ermöglicht. Für die Produktion von einem Kilo Zuchtaal wird mehr als ein Kilo Wildfisch benötigt. Die Zusammensetzung und Nachhaltigkeit des Futters kann nicht nachverfolgt werden. Eine grausame Tötungsmethode ist das Salzbad, in dem die Fische langsam sterben.

Die Überfischung ist die Hauptbedrohung für die Tiere. Die Jungtierpopulation ist seit den achtziger Jahren auf ein bis neun Prozent ihrer Größe geschrumpft. Selbst bei Inkrafttreten eines sofortigen Fangstops wird es nach wissenschaftlichen Prognosen 60 - 100 Jahre dauern, ehe sich der Aalbestande erholen kann, da es zuwenig fortpflanzungsfähige Tiere gibt.

Die Aalbestände sind neben der Überfischung auch durch zahlreiche weitere direkte oder indirekte negative menschliche Einflüsse gefährdet: Lebensraumzerstörung in Küsten- und Süßwasserbereichen, Verschmutzung der Gewässer, Einschleppung von Parasiten, Klima- und Meeresströmungsveränderung sowie Verbauung der Wanderungsrouten und Tötung der Tiere durch Dämme, Wehre oder Turbinen.

Aal gehört nicht auf den Teller, sondern in die Natur! Unterstütze die WWF-Aktion "Aal-Retter", prüfe die Läden in Deiner Umgebung und sag mit uns "Danke" an die Geschäfte, die auf Aale verzichten.

> Zur Aal-Aktion

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Kommentare (1)
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14.01.2010
joshixxl hat geschrieben:
ich persönlich esse garkeinen fisch (ich habe mir geschworen höchstens wischstäbchen zu esssen ) und alle fische sind etwas besonderes genau wie jedes tier (auch der mensch)
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