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© WWF
Fleischverbrauch/Massentierhaltung


von Thaddl
20.02.2011
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Hallo Leute,

ich war heute bei einem sehr interessanten Vortrag mit anschliessender Diskussion,die sich aufdas Thema Massentierhaltung bezog. Um es kurz zu fassen es ist einfach unmoeglich was der Mensch fuer richtig grosse scheise macht. Tiere werden behandelt wie ein nichts es gibt keinen Vergleich der diesen Handlungen gerecht werden koennte! 

Ich habe ein paar Infos fuer euch, die ich zwar nicht selber zusammengefasst habe aber ich finde das ihr das unbedingt mal lesen muesst und ueber die Esskultur von uns Menschen nachzudenken.

Danke fuer die Aufmerksamkeit, dass ihr euch 10 min hinsetzt und das lest!

  • In Deutschland alleine „leben" ca. 140 Millionen Tiere in Massentierhaltungsbetrieben, davon sind ca. 54 Millionen Hühner, 40 Millionen Schweine, der Rest vorwiegend Rinder und Kälber, aber auch Enten, Gänse und Puten. Fische werden ebenfalls in Massentierhaltung gezüchtet (oben nicht mitgezählt - 30.000 Tonnen im Jahr 1994).

• Legehennen werden in großen Hallen mit Käfigreihen (bis zu 5 Etagen) gehalten. Für jedes Huhn soll laut Verordnung die Fläche einer 2/3 DIN-A4-Seite zur Verfügung stehen. In der qualvollen Enge kommt es schweren Verhaltensstörungen wie Kannibalismus und Federpicken, weswegen ihnen der Schnabel gekürzt wird. Bis zu 20% der Tiere überleben die 15- bis 18-monatige Legeperiode nicht. Sie sterben an Streß, verschiedenen Krankheiten wie Cholera, Salmonellose, Osteoporose etc.

• Masthähnchen werden in sog. Bodenhaltung gehalten - in Hallen mit 50.000 bis 80.000 Tieren. Sie werden nach 6 Wochen in Halbdunkel schlachtreif „ausgestallt". Dazu fahren große Maschinen durch die Hallen, die die Tiere durch Rohre direkt in die Transportkisten aufsaugen.

• Kälber werden kurz nach der Geburt von ihren Müttern getrennt (damit der Mensch die Milch bekommt, die sie eigentlich trinken müßten) und in enge Holzverschläge gesperrt, in denen sie sich schon zu Beginn ihrer Mast kaum bewegen können. Sie werden mit einer fetten weißen Brühe ernährt, die aus Magermilchpulver, Talg, Walfett und Salz besteht, gefüttert. Viel Salz dafür, daß sie in Ermangelung von Wasser mehr Milchaustausch-Brei zu sich nehmen müssen - und so schneller zunehmen. Die Tiere werden künstlich anämisch gehalten, indem ihnen jegliche Aufnahme von Eisen enthalten wird, da sonst das Fleisch nicht hell bleibt. Auch Rauhfutter bekommen die Tiere aus diesem Grund nicht zu essen. Nach 5 bis 6 Monaten erreichen die Kälber das Schlachtgewicht von ca. 250 kg. Ein normal aufgewachsenes Tier würde die doppelte Zeit dafür benötigen.

• Die „Produktion" von Schweinen ist in drei Stufen unterteilt: Ferkelerzeugung, Vormast und Endmast. Bei der Ferkelerzeugung werden die Muttersauen in Einzelbuchten künstlich besamt. In den Abferkelbuchten wird die Sau angegurtet oder steckt zwischen massiven Schutzbügeln, damit sie die Ferkel nicht erdrückt. Den Ferkeln werden meist schon am ersten Tag die Zähne abgezwickt, am 3. Tag die Schwänze coupiert und die männlichen in der 3. Woche kastriert (von jedem „sachkundigen Laien"). 4 bis 5 Wochen nach der Geburt werden die Ferkel ihrer Mutter weggenommen und im Vormaststall auf ca. 30 kg gemästet. Hier werden sie in großen Gruppen (80 bis 200 Tiere) auf Gitterrosten in nahezu ständiger Finsternis gehalten. In der Endmast werden sie in kleineren Gruppen in 100 Tagen auf ihr Schlachtgewicht von 95 bis 110 kg gebracht. Hier stehen sie auf Vollspaltböden ohne Einstreu, was bei den durch Überzüchtung besonders krankheitsanfälligen Tieren zu Gelenkschäden führt. Durch die ständige Beschäftigungslosigkeit kommt es bei den Tieren zu Streß und sog. „Unarten" wie dem Schwanzbeißen, deshalb werden ihnen auch die Schwänze coupiert.

• In nahezu allen Massentierhaltungen werden Futtermittelzusätze in Form von Hormonen, Medikamenten zur Prophylaxe von Krankheiten und „Leistungsförderern" (Antibiotika, die das Wachstum beschleunigen sollen) eingesetzt. Mehr als die Hälfte der gesamten Antibiotika-Produktion in der Bundesrepublik wird an Schlachttiere verfüttert. Auch Skandale mit illegalem Einsatz von Hormonen und Chemikalien wie in Fall Pohlmann sind keine Einzelfälle.

• Auch Tieren, die nicht in Massentierhaltungen gehalten werden, geht es nicht bedeutend besser. So werden z.B. 90% der Milchkühe in der Schweiz in Anbindehaltung in Ställen gehalten. Vorrichtungen, die den Kühen elektrische Schläge verabreichen, sollen verhindern, daß sie beim Koten zu weit nach hinten treten und damit den Stall verschmutzen. Die jährliche Milchleistung der Kühe wurde durch Züchtung und Ernährung seit 1950 von 1000 l auf 6000 l gesteigert. Die dermaßen überzüchteten Tiere sind besonders krankheitsanfällig. So leiden viele Milchkühe an Mastritis, einer Entzündung des Euters. Auch sollte nicht vergessen werden, daß Kühe - wie andere Säugetiere auch, nur dann Milch geben, wenn sie ein Junges bekommen haben. Deshalb werden Milchkühe einmal im Jahr künstlich befruchtet. Die Milchproduktion steht im engen Zusammenhang mit der Fleischindustrie (siehe oben).

• Bei Freilandhaltung von Hühnern muß mensch sich im Klaren darüber sein, daß ca. 50% der ausgebrüteten Küken nicht für die Eierproduktion benötigt werden - die männlich Küken. Sie werden aussortiert und lebendig in eine Mußmühle geworfen oder vergast. Wilde Hennen legen nur einmal in Jahr 6 bis 12 Eier und brüten sie aus. Nur durch das ständige Wegnehmen der Eier sorgt für Nachschub. Läßt die Legeleistung nach werden auch die Freilandhühner zu Suppenhühnern verarbeitet.

• In Deutschland wurden 1994 über 630 Millionen „Nutz"tiere geschlachtet (lt. Statistisches Jahrbuch der BRD 1995).

• Ein Rind produziert 35 bis 40 kg Gülle (mit Wasser versetzter Kot und Urin) pro Tag, ein Schwein 4 kg. Allein aus den Ställen der deutschen Schweinehalter fließen täglich 140 Millionen Liter Gülle pro Tag (51 Milliarden Liter pro Jahr oder, bildlich gesprochen, eine See von 10 km Länge, 5 km Breite und 10 m Tiefe). Dazu kommen noch Rinder- und Hühnergülle. Zwar ist Gülle ein guter Dünger, aber diese Menge kann der Boden nicht aufnehmen. Eine Verteilung auf weniger belastete Gebiete ist ökonomisch und ökologisch kaum möglich, so wird die Gülle häufig auf ungenutzte Flächen, an Waldrändern und in Bächen ausgebracht. Dies zieht schwere Schädigungen der Vegetation und eine Verunreinigung des Grundwassers nach sich. Es wurde an der Nähe der Massentierhaltungsgebiete (z.B. in Südoldenburg) Nitratwerte von bis zu 500 mg im Trinkwasser gemessen (zugelassen in der EG sind 50 mg).

• 4 Hektar ernähren auf der Basis von Rindfleisch 2 Menschen, auf der Basis von Sojabohnen 61 Menschen. Der Kalorienumsatz von Weizen beträgt bei der Verwendung für Brot 1:1, für Milch 5:1 und für Rindfleisch 10:1.

• Über ein Drittel der in die EG importierten Futtermittel stammt aus der sogenannten 3. Welt.

• Gegenwärtig bevölkern etwa 1,28 Milliarden Rinder die Erde. Sie verbrauchen Futtermengen in einer Größenordnung, die fast den doppelten Nahrungsenergiebedarf der menschlichen Weltbevölkerung decken würde. Außerdem blasen sie jährlich 60 Millionen Tonnen des Treibhausgases Methan in die Atmosphäre (ca. 12% des Gesamtausstoßes). · Für die Produktion von 1 Pfund Rindfleisch werden 10.000 l Wasser benötigt (Sojabohnen: 2000 l).
 

 

 

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Kommentare (1)
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21.02.2011
Peet hat geschrieben:
Toller Bericht, aber warum 2x posten? ;) Ansonsten, weiter so! :)
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